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Nach 20
Jahren konnte der US-Präsidentschaftskandidat Lyndon LaRouche erstmals
wieder nach Mexiko reisen, wo wegen der Wirtschaftskrise das Interesse für
seine Konzepte riesengroß geworden ist.
Ehrengast der
Autonomen Universität
Großes
Echo in den Medien
Nach zwanzig Jahren war Lyndon LaRouche wieder zu Gast in
Mexiko - sein fünfter Besuch bei diesem südlichen Nachbarn der USA
seit 1979. Nach LaRouches Mexikoreisen im Jahr 1982, zur Zeit einer der
größten Krisen der Beziehungen der USA zu Ibeoramerika, hatte Henry
Kissinger geschworen, man werde LaRouche nie wieder nach Mexiko lassen, und
tatsächlich gelang es dem US-Außenministerium zwanzig Jahre lang,
diese Politik auch durchzusetzen - bis jetzt. Inmitten einer neuen,
existentiellen Krise von weit größerem Ausmaß als der von 1982
gibt es Mexikaner, die unmittelbar mit LaRouche diskutieren wollen. Sie setzten
es durch, und machten deutlich, daß sie LaRouche im Jahr 2004 im
Weißen Haus sehen wollen.
LaRouches Besuchs in Saltillo, der Hauptstadt des
nordmexikanischen Bundesstaat Coahuila, erregte großes Aufsehen:
- Der 6.November begann mit einem halbstündigen
Exklusivinterview mit dem führenden Fernsehmoderator der Stadt Monterrey,
Arq. Hector Benavides, der ins eine Stunde entfernte Saltillo kam, um das
Interview aufzuzeichnen. Ein Teil dieses Interviews wurde am folgenden Tag
ausgestrahlt, das ganze Interview am Sonntagabend zur besten Sendezeit.
- Es folgte eine einstündige Pressekonferenz im
Informationszentrum der Autonomen Universität des Bundesstaats Coahuila
(UAC), bei der 18 Medienvertreter anwesend waren, u.a. vom Fernsehsender
Notimex und von den nationalen Tageszeitungen El Universal, El
Heraldo, Ovaciones und Reforma.
- LaRouche sprach dann im Auditorium der Universität
von Coahuila, die in diesem Monat den 45.Jahrestag ihres Bestehens feiert, zum
Thema "Alternativen angesichts des Endes der Globalisierung: Die langfristige
Strategie der USA gegenüber Amerika". Anwesend waren dabei nicht nur rund
500 Studenten, Lehrkräfte, Forscher und Ehrengäste, die Rede wurde
auch simultan in die UAC-Standorte Torreon und Monclova sowie in die
Universitäten der vier Bundesländer Tamaulipas, Sonora, Guadalajara
und Zacatecas übertragen. Darüber hinaus konnte die Rede auch live
über das Internet mitverfolgt werden. LaRouches Rede und die
anschließende Diskussion dauerte zwei Stunden.
- Anschließend wurde LaRouche vom Gouverneur von
Coahuila, Enrique Martinez y Martinez, empfangen.
- Nicht weniger wichtig war ein privates Treffen LaRouches
mit 46 jungen Mitgliedern der LaRouche-Bewegung in Mexiko.
Wie schon bei der Verleihung der Ehrenbürgerschaft der
Stadt Sao Paulo im Frühjahr wurde LaRouche auch in diesen Fällen mit
größtem Respekt aufgenommen. Vor seiner Rede an der UAC wurde
LaRouche durch den Dekan der Universität eingeführt, der in seiner
Begrüßungsansprache betonte, wie wichtig der Besuch des
Wissenschaftlers und Staatsmanns LaRouche für die Universität sei. Es
folgte ein kurzes Grußwort des Bildungsministers von Coahuila, bevor der
Direktor für Forschung und Doktorandenstudien der UAC, Dr.Rafael Arguello,
LaRouche und seine Leistungen auf wissenschaftlichem, wirtschaftlichem und
politischem Gebiet würdigte.
LaRouche betonte in seiner Rede, daß das
Weltfinanzsystem am Ende sei: "Es ist tot. Es ist am Ende. Vorbei. Nehmen Sie
Brasilien: Der IWF verliert, was immer geschieht. Denken Sie daran, was
Argentinien widerfahren ist. Mexiko darf nicht zulassen, daß dies auch
mit Brasilien geschieht." Dann entwickelte LaRouche einen angemessenen Rahmen
für die amerikanisch-mexikanischen Beziehungen, wozu auch gute Beziehungen
zwischen den Bundesländern auf beiden Seiten der
amerikanisch-mexikanischen Grenze gehören. Es müßten
Bedingungen für einen Dialog geschaffen werden, in dem diese
Bundesländer darüber diskutieren können, wie sie die
Infrastruktur entwickeln können, die sie brauchen. Präsident Fox'
Antwort an Bush bei ihrem mißglückten Treffen in Los Cabos sei
verständlich, da die Vereinigten Staaten Fox in den Rücken gefallen
seien. LaRouche empfahl grenzüberschreitende große
Infrastrukturprojekte an der amerikanisch-mexikanischen Grenze als gebotenes
Mittel, um die Beziehungen der amerikanischen Nachbarn auf neuer Grundlage
wieder zu verbessern.
LaRouche sprach jedoch auch über die Fragen: Was ist
wirkliches Wissen, und was ist eigentlich Wirtschaft, über den dringenden
Bedarf an Infrastruktur und von Landwirten, Unternehmern und Arbeitern, die
nicht für den Profit, sondern für die Zukunft arbeiten. Er sagte
seinen Hörern: "Was junge Menschen wissen müssen, ist: Was bedeutet
es, in der Geschichte zu leben? Was bedeutet es, ein Mensch zu sein und
wunderbare Entdeckungen zu machen?" Die Wirtschaft sei das, was eine Generation
den beiden nachfolgenden Generationen hinterlasse.
Am Schluß der UAC-Veranstaltung erklärte
Dr.Arguello: "Ich möchte Ihnen im Namen der Autonomen Universität von
Coahuila danken: Wir hätten keine bessere akademische Veranstaltung zur
Feier des Jahrestags unserer Universität, die sich seit 45 Jahren der
Bildung widmet, haben können, als einen Vortrag dieser Qualität. Auch
wenn es kontrovers ist, glaube ich, gab er uns sehr vieles, über das wir
nachzudenken haben." Er hoffe, LaRouche wieder einmal in der Universiät
begrüßen zu können. "Wir wissen, daß Herr LaRouche bei
den Präsidentschaftswahlen 2004 kandidieren wird. Wir wünschen Ihnen
viel Glück dabei. Wir würden sehr gerne einen Freund im Weißen
Haus haben, und Sie werden hier in Mexiko Freunde haben. Vielen Dank."
LaRouches Besuch fand ein großes Echo in den
mexikanischen Medien. Die halbamtliche Nachrichtenagentur Notimex
konzentrierte sich in ihrem Bericht auf LaRouches Forderung, daß das
IWF-System abgelöst werden müsse. Der regionale Fernsehsender
Kanal 7 sendete mehrfach einen Ausschnitt aus LaRouches Pressekonferenz,
in dem LaRouche erklärte, daß der IWF sowohl dann verliere, wenn
Brasilien vor dem IWF kapituliere und dann den IWF mit in den Untergang ziehe,
als auch dann, wenn Brasilien mit der Politik des IWF breche.
Auch die regionalen Tageszeitungen El Diario de Coahuila,
Palabra und La Vanguardia berichteten ausführlich über
LaRouches Besuch. El Diario, eine der beiden führenden Zeitungen
des Bundeslands, erschien am 6.November mit der Schlagzeile: "Rückkehr zum
Protektionismus ist notwendig. Chaos muß vermieden werden. Interview auf
Seite 2" - die dem Bericht fast vollständig gewidmet war. Palabra
erschien am 6.November mit einem Bild von LaRouche auf der Titelseite unter der
Überschrift "Kollaps des Weltfinanzsystems vorhergesagt". Auch im
Wirtschaftsteil des Blattes wurden LaRouches Äußerungen
ausführlich zitiert. Die Tageszeitung Vanguardia wählte die
Überschrift "Bush hat sie nicht mehr alle - ein Ökonom" und
konzentrierte sich auf LaRouches Äußerungen über das Verhalten
von Präsident Bush und seine Darstellung des unheimvollen Einflusses der
Kreise um Vizepräsident Cheney auf den amerikanischen Präsidenten.
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