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12.11.2002 LaRouche Bueso
LaRouche zurück in Mexiko

Nach 20 Jahren konnte der US-Präsidentschaftskandidat Lyndon LaRouche erstmals wieder nach Mexiko reisen, wo wegen der Wirtschaftskrise das Interesse für seine Konzepte riesengroß geworden ist.


Ehrengast der Autonomen Universität
Großes Echo in den Medien

Nach zwanzig Jahren war Lyndon LaRouche wieder zu Gast in Mexiko - sein fünfter Besuch bei diesem südlichen Nachbarn der USA seit 1979. Nach LaRouches Mexikoreisen im Jahr 1982, zur Zeit einer der größten Krisen der Beziehungen der USA zu Ibeoramerika, hatte Henry Kissinger geschworen, man werde LaRouche nie wieder nach Mexiko lassen, und tatsächlich gelang es dem US-Außenministerium zwanzig Jahre lang, diese Politik auch durchzusetzen - bis jetzt. Inmitten einer neuen, existentiellen Krise von weit größerem Ausmaß als der von 1982 gibt es Mexikaner, die unmittelbar mit LaRouche diskutieren wollen. Sie setzten es durch, und machten deutlich, daß sie LaRouche im Jahr 2004 im Weißen Haus sehen wollen.

LaRouches Besuchs in Saltillo, der Hauptstadt des nordmexikanischen Bundesstaat Coahuila, erregte großes Aufsehen:

  • Der 6.November begann mit einem halbstündigen Exklusivinterview mit dem führenden Fernsehmoderator der Stadt Monterrey, Arq. Hector Benavides, der ins eine Stunde entfernte Saltillo kam, um das Interview aufzuzeichnen. Ein Teil dieses Interviews wurde am folgenden Tag ausgestrahlt, das ganze Interview am Sonntagabend zur besten Sendezeit.
  • Es folgte eine einstündige Pressekonferenz im Informationszentrum der Autonomen Universität des Bundesstaats Coahuila (UAC), bei der 18 Medienvertreter anwesend waren, u.a. vom Fernsehsender Notimex und von den nationalen Tageszeitungen El Universal, El Heraldo, Ovaciones und Reforma.
  • LaRouche sprach dann im Auditorium der Universität von Coahuila, die in diesem Monat den 45.Jahrestag ihres Bestehens feiert, zum Thema "Alternativen angesichts des Endes der Globalisierung: Die langfristige Strategie der USA gegenüber Amerika". Anwesend waren dabei nicht nur rund 500 Studenten, Lehrkräfte, Forscher und Ehrengäste, die Rede wurde auch simultan in die UAC-Standorte Torreon und Monclova sowie in die Universitäten der vier Bundesländer Tamaulipas, Sonora, Guadalajara und Zacatecas übertragen. Darüber hinaus konnte die Rede auch live über das Internet mitverfolgt werden. LaRouches Rede und die anschließende Diskussion dauerte zwei Stunden.
  • Anschließend wurde LaRouche vom Gouverneur von Coahuila, Enrique Martinez y Martinez, empfangen.
  • Nicht weniger wichtig war ein privates Treffen LaRouches mit 46 jungen Mitgliedern der LaRouche-Bewegung in Mexiko.

Ehrengast der Autonomen Universität

Wie schon bei der Verleihung der Ehrenbürgerschaft der Stadt Sao Paulo im Frühjahr wurde LaRouche auch in diesen Fällen mit größtem Respekt aufgenommen. Vor seiner Rede an der UAC wurde LaRouche durch den Dekan der Universität eingeführt, der in seiner Begrüßungsansprache betonte, wie wichtig der Besuch des Wissenschaftlers und Staatsmanns LaRouche für die Universität sei. Es folgte ein kurzes Grußwort des Bildungsministers von Coahuila, bevor der Direktor für Forschung und Doktorandenstudien der UAC, Dr.Rafael Arguello, LaRouche und seine Leistungen auf wissenschaftlichem, wirtschaftlichem und politischem Gebiet würdigte.

LaRouche betonte in seiner Rede, daß das Weltfinanzsystem am Ende sei: "Es ist tot. Es ist am Ende. Vorbei. Nehmen Sie Brasilien: Der IWF verliert, was immer geschieht. Denken Sie daran, was Argentinien widerfahren ist. Mexiko darf nicht zulassen, daß dies auch mit Brasilien geschieht." Dann entwickelte LaRouche einen angemessenen Rahmen für die amerikanisch-mexikanischen Beziehungen, wozu auch gute Beziehungen zwischen den Bundesländern auf beiden Seiten der amerikanisch-mexikanischen Grenze gehören. Es müßten Bedingungen für einen Dialog geschaffen werden, in dem diese Bundesländer darüber diskutieren können, wie sie die Infrastruktur entwickeln können, die sie brauchen. Präsident Fox' Antwort an Bush bei ihrem mißglückten Treffen in Los Cabos sei verständlich, da die Vereinigten Staaten Fox in den Rücken gefallen seien. LaRouche empfahl grenzüberschreitende große Infrastrukturprojekte an der amerikanisch-mexikanischen Grenze als gebotenes Mittel, um die Beziehungen der amerikanischen Nachbarn auf neuer Grundlage wieder zu verbessern.

LaRouche sprach jedoch auch über die Fragen: Was ist wirkliches Wissen, und was ist eigentlich Wirtschaft, über den dringenden Bedarf an Infrastruktur und von Landwirten, Unternehmern und Arbeitern, die nicht für den Profit, sondern für die Zukunft arbeiten. Er sagte seinen Hörern: "Was junge Menschen wissen müssen, ist: Was bedeutet es, in der Geschichte zu leben? Was bedeutet es, ein Mensch zu sein und wunderbare Entdeckungen zu machen?" Die Wirtschaft sei das, was eine Generation den beiden nachfolgenden Generationen hinterlasse.

Am Schluß der UAC-Veranstaltung erklärte Dr.Arguello: "Ich möchte Ihnen im Namen der Autonomen Universität von Coahuila danken: Wir hätten keine bessere akademische Veranstaltung zur Feier des Jahrestags unserer Universität, die sich seit 45 Jahren der Bildung widmet, haben können, als einen Vortrag dieser Qualität. Auch wenn es kontrovers ist, glaube ich, gab er uns sehr vieles, über das wir nachzudenken haben." Er hoffe, LaRouche wieder einmal in der Universiät begrüßen zu können. "Wir wissen, daß Herr LaRouche bei den Präsidentschaftswahlen 2004 kandidieren wird. Wir wünschen Ihnen viel Glück dabei. Wir würden sehr gerne einen Freund im Weißen Haus haben, und Sie werden hier in Mexiko Freunde haben. Vielen Dank."

Großes Echo in den Medien

LaRouches Besuch fand ein großes Echo in den mexikanischen Medien. Die halbamtliche Nachrichtenagentur Notimex konzentrierte sich in ihrem Bericht auf LaRouches Forderung, daß das IWF-System abgelöst werden müsse. Der regionale Fernsehsender Kanal 7 sendete mehrfach einen Ausschnitt aus LaRouches Pressekonferenz, in dem LaRouche erklärte, daß der IWF sowohl dann verliere, wenn Brasilien vor dem IWF kapituliere und dann den IWF mit in den Untergang ziehe, als auch dann, wenn Brasilien mit der Politik des IWF breche.

Auch die regionalen Tageszeitungen El Diario de Coahuila, Palabra und La Vanguardia berichteten ausführlich über LaRouches Besuch. El Diario, eine der beiden führenden Zeitungen des Bundeslands, erschien am 6.November mit der Schlagzeile: "Rückkehr zum Protektionismus ist notwendig. Chaos muß vermieden werden. Interview auf Seite 2" - die dem Bericht fast vollständig gewidmet war. Palabra erschien am 6.November mit einem Bild von LaRouche auf der Titelseite unter der Überschrift "Kollaps des Weltfinanzsystems vorhergesagt". Auch im Wirtschaftsteil des Blattes wurden LaRouches Äußerungen ausführlich zitiert. Die Tageszeitung Vanguardia wählte die Überschrift "Bush hat sie nicht mehr alle - ein Ökonom" und konzentrierte sich auf LaRouches Äußerungen über das Verhalten von Präsident Bush und seine Darstellung des unheimvollen Einflusses der Kreise um Vizepräsident Cheney auf den amerikanischen Präsidenten.



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