Ist
sachliche Kritik an EINZELNEN Vertretern des Judentums Anti-Semitismus? Oder
ist der Begriff "Anti-Semitismus" in einem solchen Zusammenhang nicht vielmehr
sogar eine Beleidigung arabischer/islamischer Semiten?
Textpassagen des
unteren Bildes:
1. Jürgen W.
Möllemann setzt sich seit langem beharrlich für eine friedliche
Lösung des Nahost-Konfliktes ein: Mit sicheren Grenzen für Israel und
einem eigenen Staat für die Palästinenser.
2. Israels
Ministerpräsident Ariel Sharon lehnt einen eigenen
Palästinenser-Staat ab. Seine Regierung schickt Panzer in
Flüchtlingslager und missachtet Entscheidungen des
UNO-Sicherheitsrates.
3. Michel Friedman
verteidigt das Vorgehen der Sharon-Regierung. Er versucht, Sharon-Kritiker
Jürgen W. Möllemann als "anti-israelisch" und "antisemitisch"
abzustempeln.
4. Von diesen Attacken
unbeeindruckt, wird sich Jürgen W. Möllemann auch weiterhin engagiert
für eine Friedenslösung einsetzen, die beiden Seiten gerecht wird.
Denn nur so kann die Gefahr eines Krieges im Nahen Osten gebannt werden, in den
auch unser Land schnell hineingezogen werden könnte.
Unterstützen Sie
Jürgen W. Möllemann mit Ihrer Stimme für die FDP!
Osamu Nishi meint:
Die antiken Reste einer 3-4% F.D.P. haben mittlerweile dafür gesorgt,
daß bei der 9+% FDP des Jürgen W. Möllemann (mit dem
längerfristig durchaus realistischen "Wahlziel 18") das "Komma nach LINKS
verschoben" wurde, nämlich zu einer künftigen
1,8%-Partei.
Was wir in diesem
Zusammenhang erlebt haben, sind Symptome beim "Verfall eines Staates" (F.A.Z.
vom 14.11.02) - der BRD......
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
|
![]() |
|
Was ist anti-jüdisch
an Möllemanns Flugblatt?
Von Shraga Elam
Die Affäre um
Jürgen W. Möllemanns Flugblatt wird immer peinlicher für die
deutsche Öffentlichkeit. Die Reaktionen auf ein eher harmloses Flyer,
welches sich für den Frieden im Nahen Osten und gegen einen notorischen
Kriegsverbrecher und einen willigen Helfer ausspricht, gibt zu denken. Die
Medien konkurrieren mit Enthüllungen über PolitikerInnen, die von der
bevorstehenden Veröffentlichung des Faltblattes gewusst und diese nicht
verhindert hätten.
Ohne FDP-PolitikerInnen in Schutz nehmen zu
wollen und auch auf die Spendenaffäre einzugehen, stellt sich eine Frage,
die unterzugehen scheint: Beinhaltet das umstrittene Flugblatt tatsächlich
antijü- dische Aussagen?
Viele JournalistInnen und
PolitikerInnen wollten zuerst Judeophobie (fälschlicherweise
Antisemitismus* genannt) darin lesen, dabei brachten mehrere diesen
"Gutmeinenden" eher ihre eigenen antijüdischen Vorurteile ans Tageslicht,
die sie auf Möllemann projizierten und ihn dafür auch noch
verantwortlich machten. Dieser Vorgang erinnert an einen Rohrschachtest, bei
dem der Proband in allen ihm gezeigten Tintenklecksbildern ganz perverse
Sexszenen sieht. Als deshalb sein Psychologe eine schwere Perversion
diagnostiziert, meint der Getestete: »Sie sind krank, denn Sie zeigen mir
ja diese perversen Bilder!«
Nachdem einige das Faltblatt dann
offensichtlich doch selber gelesen, und nicht nur im Chor nachgeplappert
hatten, fiel es auch diesen auf, Möllemanns ausdrückliche Kritik
gegen Ariel Sharon und Michel Friedman nicht als eine unberechtigte Attacke
gegen sämtliche Juden bezeichnet werden kann. Plötzlich galt das
Flugblatt nicht mehr als "antisemitisch" sondern nur noch als
"anti-israelisch".
In diesem Handzettel steht aber:
»Jürgen W. Möllemann setzt sich seit langem beharrlich
für eine friedliche Lösung des Nahost-Konfliktes ein: Mit sicheren
Grenzen für Israel und einem eigenen Staat für die
Palästinenser.«
Wer hierin eine anti-israelische Position
lesen will, muss sich wirklich psychologisch behandeln lassen.
Mit
seiner Kritik an der Sharon-Regierung steht Möllemann eigentlich nicht so
weit entfernt von der gemässigten zionistischen Bewegung "Frieden Jetzt"
(Peace Now). Wie kann diese Position also als antiisraelisch beschrieben
werden? In Israel selber benutzen nur die Rechtsradikalen diese Bezeichnung
für ihre politischen GegnerInnen vom Friedenslager.
Möllemanns KritikerInnen behaupten, dass dieser schon vorher seine
Judeophobie dadurch bewiesen habe, indem er Michel Friedman für den
Zuwachs einer anti-jüdischen Stimmung verantwortlich gemacht habe, und
dass dieser Vorwurf im Hintergrund seines umstrittenen Faltblattes mitschwinge.
Damit soll Möllemann laut diesen KritikerInnen gemeint haben, dass
die Juden an der Judeophobie selber schuld seien und er sich somit eines alt
bekannten anti-jüdischen Vorurteils bedient habe. Dabei wird
übersehen, dass die Situation der jüdischen Menschen heute eine
völlig andere ist als vor 57 Jahren. Jüdische Funktionäre wie
Michel Friedman, gehören nicht mehr zu einer verfolgten und sehr bedrohten
Minderheit sondern bilden eine sehr einflussreiche Kraft und missbrauchen zu
oft ihre überproportionale Macht. Dieser Sachverhalt erweckt berechtigte
Kritik und Aggressionen, die ernsthaft diskutiert werden müssen!
Selbstverständlich schwingen in dieser Situation alt bekannte
Vorurteile mit, die aber jetzmehrheitlich missbraucht werden, um vom
Kernproblem abzulenken, nämlich dass es nicht angehen kann, eine Gruppe
von Menschen ausserhalb einer kritischen Betrachtung zu stellen. Wir Juden
brauchen keine 'Sonderbehandlung'!
Diese Sonderbehandlung lädt
buchstäblich zu Machtmissbrauch und Korruption ein, die ihrerseits
für immer grösser werdenden Unmut sorgen. Die Tabusierung dieses
Themas verkleinert das Problem nicht, ganz im Gegenteil. Ein grosser
Ausbruch von massiven antijüdischen Aktivitäten ist deshalb praktisch
vorprogrammiert. Um dies zu verhindern, braucht es mehr Mut und Ehrlichkeit und
nicht eine opportunistische verklemmte Judeophilie.
Insofern sollte
der Vorwurf Möllemanns an die Adresse Friedmans, dass dieser mit seinem
Verhalten den Judenhass fördere, nicht einfach als eine judeophobe Aussage
abgetan werden, sondern als ernstzunehmende Beschreibung einer
gefährlichen Entwicklung.
Viele jüdische Menschen geben im
Privatgespräch zu, dass auch sie diese Kritik an Friedman teilen, und dass
sein Eintreten für die grausame israelische Politik gegenüber den
PalästinenserInnen überhaupt nicht in ihrem Interesse sei.
Kann es also sein, dass die massive Kritik der übereifrigen
JournalistInnen und PolitikerInnen an Möllemanns Flugblatt nur eine
durchsichtige Ablenkung von eigenen Gedanken und Vorurteilen sind?
Shraga Elam
Israelischer Recherchierjournalist und
Friedensaktivist Zürich
------------------------------------------
* Der rassistische Hintergrund des Begriffs
'Antisemitismus' lässt sich gar nicht verstecken, denn er setzt
offenkundig eine Rassentheorie voraus. Dies ist kein Zufall, da dieser Ausdruck
von einem völkischen Vordenker des Nationalsozialismus, Wilhelm Marr, 1879
in Berlin geprägt wurde.
In einer Festschrift anlässlich des
70. Geburtstages des prominentesten Schweizer Juden, Sigi Feigl, wurde
festgehalten:
»Da ... der falsche und irreführende
völkisch-rassistische Ausdruck Antisemitismus' sich in der
Umgangssprache durchgesetzt hat, soll er im folgenden für dessen moderne
Erscheinungsform zur Anwendung gelangen.«
Diese
Schlussfolgerung ist merkwürdig, die Begründung verlangt doch viel
eher, dass der Begriff wie andere rassistische Ausdrücke abgeschafft
werden sollte. Besser wäre das Wort »Judeophobie« als
Bezeichnung für den Judenhass und negative Vorurteile gegenüber
jüdischen Menschen. Die 'positiven' Vorurteile, bekannt als
Philosemitismus, würden entsprechend als Judeophilie bezeichnet.
Quelle: www.news.zoechling.net |
|
|
|
|
|
|
|
|
|
Jo
Conrad
Forum http://www.alien.de/gufora-yabb/YaBB.pl?board=3&action=display&num=1038760500
9
% für "Mölleman-Partei" Silvermoon 12/01/02
um Möllemann-Partei könnte laut Umfrage neun Prozent Stimmen
erhalten
München/Hamburg (AFP) - Eine von Jürgen
Möllemann neu gegründete Partei könnte laut einer Emnid-Umfrage
mit neun Prozent der Wählerstimmen rechnen. Dies berichtete das
Nachrichtenmagazin "Focus", in dessen Auftrag das Bielefelder
Meinungsforschungsinstitut die Bundesbürger befragt hatte. Zulauf
hätte eine solche Partei des ehemaligen FDP-Vize demnach vor allem aus dem
rechten Lager, aber auch von SPD- und CDU-Wählern. Von den
FDP-Anhängern würden demnach drei Prozent Möllemann zu einer
neuen Partei folgen.
Re: 9 % für "Mölleman-Partei" Jo Conrad 12/01/02
Da sieht man mal das ganze Dillemma bei der rechts-links-Schablone, die nun
überhaupt nicht mehr zu gebrauchen ist. Die Linken der 68er
kämpften gegen das Großkapital, stießen dabei auch auf reiche
Juden wie Ignatz Bubis, und es gab heftige Auseinandersetzungen. Das Problem
ist natürlich, daß jemand, der was gegen Juden sagt, natürlich
aufgrund der Nazivergangenheit eher ins rechte Lager gesteckt wird. Also sahen
sich extrem Linke unversehens in dem Dillemma, denn es ist ja der absolute
Erzfeind, in der Ecke. Ein Thema, das enorm emotional besetzt ist. Denn
natürlich will niemand was mit den Nazis zu tun haben. Zu finster sind die
Bilder, die uns tagtäglich präsentiert werden, von all den
Verbrechen, die jeder gesunde Mensch nur verabscheuen kann. Die Antifa-Leute
verlegten sich nunmehr auf ihren Haß auf alles, was Rechts ist. Da Kritik
an reichen Juden oder auch an der Politik Israels damit nicht zusammen
paßte, ignorierten sie forthin alle berechtigten Argumente, da sie ja aus
dem Lager der bösen Nazzen kamen. Die Medien haben natürlich die
Trennung immer höher getrieben: Bilder von marschierenden Glatzentypen
werden gezeigt, für die vermummten Linken, die ganze
Straßenzüge in Schutt und Asche legten, wenn es um Demonstrationen
gegen die braune Gefahr ging, wurden von den Medien eher wohlwollend
dargestellt. Da wir uns angewöhnt haben, Menschen einzuordnen
und politisch nun mal ins rechts-links-Schema tritt hier immer mehr eine
Verwirrung ein, die vielleicht gewollt ist. Im Zuge der Entscheidungen
über Einsätze der Bundeswehr in Jugoslawien waren
merkwürdigerweise die extrem Linken wie die extrem Rechten darin einig,
daß wir in diesen Kriegen nichts zu suchen haben, während die
meisten der politischen Mitte meinten, man könne Frieden mit Bomben
schaffen. Das Dillemma können wir nur beenden, indem wir aufhören,
Einordnungen wie rechts und links zu gebrauchen, denn sie sagen nicht mehr aus,
welche Ziele in Einzelfragen jemand hat.
ÜBERBLICK ÜBER DIE
GESCHICHTE
Um die jetzige Situation in Palästina zu verstehen, ist
es notwendig, einiges über den historischen Hintergrund zu wissen -
besonders auf Grund des falschen Bildes, dass seit der Entstehung des Staates
Israel durch die westlichen Medien erzeugt wurde, um die Identität eines
Volkes und den Namen eines Landes auszulöschen. Daher ist es
unvermeidlich, diese kleine geschichtliche Zusammenfassung
voranzustellen.
In Palästina sind die ersten Zivilisationen der
Welt entstanden. Alleine die Stadt Jericho ist 9.000 Jahre alt und gilt als die
älteste Stadt der Welt. Mehrere Völker vermischten sich in
Palästina und einige Zivilisationen sind entstanden und
untergegangen.
Das Volk in Palästina ist ein Produkt der
Zusammenkunft mehrerer Völker und "Rassen", wobei sich die Religionen
über die Zeit hinweg geändert haben. Am Ende des sechsten
Jahrhunderts stand die arabisch sprechenden Bevölkerung unter der
Herrschaft des Oströmischen Reiches. Der Einmarsch des Islam von der
arabischen Halbinsel her galt als Befreiung von der Kolonialmacht. Die
arabische Bevölkerung Palästinas bestand seit damals aus Moslems,
Christen und Juden, die auf Basis von Toleranz und Koexistenz zusammengelebt
haben. Die erste europäische Kolonisierungswelle2 kam mit den
Kreuzzügen (1096 bis 1270) und hinterließ ein Blutbad. Die
arabischen Moslems, Christen und Juden bekämpften gemeinsam die
Aggressoren. Das durch die langen Kriege zermürbte Gebiet fiel ab 1516
unter türkische Herrschaft, die bis 1916 dauerte. Schon am Anfang des
neunzehnten Jahrhunderts fingen die europäischen Kolonialmächte an,
sich Gedanken über die Aufteilung des veralteten, schwachen, osmanischen
Reichs zu machen. Napoleon schlug nach seinem gescheiterten Feldzug in
Ägypten und Syrien die Implantierung eines jüdischen Staats in
Palästina vor.
1897: Der Zionistische Kongress beschließt in
Basel, an der Errichtung eines Staates für die Juden der Welt in
Palästina zu arbeiten. Es werden Kontakte mit den Kolonialmächten
aufgenommen. Die jüdische Einwanderung ins Land wird
gestartet.
1916: Arabischer Aufstand gegen die türkische
Herrschaft. Mit Hilfe Englands erheben sich die Araber gegen das damals mit
Deutschland alliierte türkische Reich, nachdem ihnen ein unabhängiger
gesamtarabischer Staat versprochen wurde. England, Frankreich und das
zaristische Russland führen jedoch Geheimverhandlungen, um das
türkische Erbe unter sich aufzuteilen.
1917: Ende der
türkischen Herrschaft im arabischen "Nahen Osten". Arabische Regierung in
Syrien. England besetzt Palästina, Ostjordanien, Irak und die Golfstaaten.
England verspricht den Juden, einen Staat für sie in Palästina zu
schaffen, was später die "Balfour-Deklaration" heißen
wird.
1920: Konferenz von St. Rimo. Frankreich und England teilen als
Gewinner des ersten Weltkrieges das Gebiet auf. Französisches Mandat in
Syrien und Libanon, englisches Mandat in Palästina, Jordanien und Irak.
Haganah, die militärische Untergrundorganisation der jüdischer
Siedler, wird aufgestellt.
1920 - 1936: Zunehmende jüdische
Einwanderung aus Europa mit englischer Unterstützung.
1935: Issidin
al-Qassam gründet die erste palästinensische Untergrundorganisation.
Er wird später in einem Zusammenstoß mit der englischen Armee
erschossen.
1936 - 1939: Großer Aufstand im ganzen Land gegen die
englische Besatzung und die steigende jüdische Einwanderung. Die englische
Besatzungsmacht reagiert mit massiver Repression gegenüber den Arabern und
bildet eine jüdische paramilitärische Organisation.
1939:
Beginn des zweiten Weltkrieges. Palästinenser stellen den Aufstand nach
englischen Versprechungen und arabischer Vermittlung ein. Massive jüdische
Einwanderung aus Europa als Folge des Holocausts.
1947 - 1948: Die
englische Armee zieht ab. Zusammenstöße zwischen Juden und
Palästinensern. Die Zionisten erklären die Gründung des Staates
Israel. Die arabischen Armeen, die schwach bewaffnet und englisch kontrolliert
waren, ziehen ein. Zionisten verüben Massaker an der zivilen
Bevölkerung. Terrorisierte, unbewaffnete, palästinensische Massen
ergreifen die Flucht. Das Ergebnis ist eine totale Niederlage der arabischen
Armeen und eine Million palästinensische Flüchtlinge in den
Nachbarländern. Der Staat Israel wird auf mehr als 75 % von Palästina
errichtet. Das Westjordanland wird von Jordanien annektiert und der
Gaza-Streifen kommt unter ägyptische Verwaltung. Die Flüchtlinge
leben seit damals in den Lagern und ihre Anzahl ist bis heute auf 4,9 Millionen
angewachsen.
1964: Die arabische Liga gründet die PLO als
politische Vertretung der Palästinenser.
1965: Die
Palästinenser gründen die Untergrundorganisation Al-Fatah. Beginn der
palästinensischen Guerilla Operationen.
1967: Der Sechs-Tage-Krieg:
Israel erobert in einem Blitzangriff das Westjordanland, den Gaza-Streifen, die
Golan-Höhen, Sinai und Ost-Jerusalem.
1968: Palästinensische
Guerillaorganisationen erhalten Zulauf von der palästinensischen
Flüchtlingsbevölkerung in den Nachbarländern. Arafat wird zum
Sprecher von Al-Fatah ernannt. Al-Fatah übernimmt die Kontrolle über
die PLO.
1970: Der schwarze September: Palästinensische
Organisationen verlieren die Konfrontation mit der jordanischen Regierung. Die
PLO-Truppen werden aus Jordanien vertrieben.
1973: Oktober-Krieg. Ein
Teilsieg für Ägypten und Syrien gegen Israel. Nach dem
Waffenstillstand stimmt der ägyptische Präsident Anwar Sadat einer
politischen Lösung zu.
1974: Arafat hält eine Rede vor der
UNO. Der erste palästinensische Auftritt bei der UNO.
1979:
Ägypten erkennt Israel an und die israelischen Truppen starten ihren Abzug
von der Halbinsel Sinai. Israel lehnt Gespräche mit der PLO ab.
1982: Die israelische Armee stürmt den Libanon, um die
PLO-Truppen zu vernichten. 90.000 Tote, meist Zivilisten. Nach drei Monaten
Krieg verlassen 8.000 palästinensische Kämpfer Beirut und verteilen
sich in verschiedenen arabischen Ländern. Israelische Armee und
rechtgerichtete libanesische Milizen verüben Massaker in den
palästinensischen Flüchtlingslagern. Ariel Sharon wird für das
Massaker verantwortlich gemacht.
1987: Intifada. Aufstand im
Westjordanland und Gaza. Jugendliche und Kinder greifen zu den Steinen und
demonstrieren gegen die israelische
Besetzung. "Wir werden ihnen die
Knochen brechen", betonte der damalige israelische Verteidigungsminister Rabin.
In den folgenden 6 Jahren werden mehr als 1.500 Menschen (meistens
Minderjährige) erschossen und Tausende verletzt.
1988: Arafat
erklärt den Palästinenserstaat. Israel lehnt Verhandlungen mit der
PLO ab.
1991: Der Golfkrieg und der Zerfall der Sowjetunion bringen eine
große politische Niederlage für die PLO. Tausende Palästinenser
werden aus den Golfstaaten vertrieben.Erste direkte
israelisch-palästinensische Verhandlungen in Madrid. Parallel laufen
Geheimverhandlungen in Oslo zwischen der PLO und Israel.
1993:
Oslo-Abkommen. Die PLO erkennt Israel an. Israel erkennt die PLO als Vertreter
der Palästinenser in den "Gebieten" an. Autonomie für die
Palästinenser in den besetzten Gebieten als Übergangslösung.
Einmarsch der PLO-Truppen in die Städte in Westjordanland und Gaza. Das
Problem der Flüchtlinge, der jüdischen Siedlungen und Jerusalem
wurden dabei nicht diskutiert und auf die Endstatus-Verhandlungen
verschoben.
1994: Israel und die PLO unterzeichnen ein Abkommen
über die Autonomie im Gaza-Streifen und in Jericho, der radikaler Israeli
Baruch Goldstein erschießt 29 Palästinenser in Hebron.
1995:
Rabin und Arafat unterzeichnen ein Abkommen über das
Westjordanland.
1998: Wye-Abkommen zwischen Israel und Palästina.
Israels Premier Benjanim Netanjahu verzögert die Ausführung durch
immer neue Bedingungen.
1999: Arafat kündigt an, einen
palästinensischen Staat auszurufen.
2000: Seit dem 28. September
kämpfen palästinensische Jugendliche und Kinder verzweifelt mit
primitiven Waffen gegen die größte Militärmaschinerie im Nahen
Osten und fordern den bedingungslosen Abzug der zionistischen Besatzungsmacht
aus Palästina! |
|