|
Münchner Merkur vom 26.11.2002 /
Titelseite
Schlafmangel wird zur neuen
Volkskrankheit - Schon jeder Zweite betroffen
München (mm) - Zu einer ernsten
Gefahr droht Schlafmangel zu werden. Nach Erkenntnis des Regensburger
Schlafforschers Jürgen Zulley hat sich die Zahl der Menschen mit
Schlafstörungen in den vergangenen zehn Jahren verdoppelt. Mittlerweile
leidet fast jeder Zweite darunter.
Nach den Untersuchungen des
Wissenschaftlers klagen 41 Prozent der Deutschen über leichte bis
mittlere, vier Prozent über schwere Schlafstörungen. Zu wenig Schlaf
aber könne auf Dauer zu ernsthaften Krankheiten führen, so Zulley.
Dazu zählt der Forscher Depressionen, Herz- und Kreislauferkrankungen,
Magen-Darm-Probleme sowie Anfälligkeit für Infektionen und
Frühdiabetes... Entgegen früherer Lehrmeinung seien
Schlafstörungen in der Mehrzahl ernst zu nehmende und vor allem
langwierige Erkrankungen. Mit einem Viertel überraschend hoch sei der
Anteil der jungen Patienten zwischen 16 und 19 Jahren. Zulley zufolge
müssen Schlafstörungen behandelt werden, wenn das Einschlafen
länger als 30 Minuten dauert und der Schlaf nachts oft unterbrochen wird.
1. Leserbrief hierzu gedruckt am
28.11.2002: Strahlung stört Tiefschlafphasen
"Eine der Hauptursachen für das
gravierende Ansteigen von Schlafproblernen insbesondere bei Jugendlichen
dürfte im explosionsartig zunehmenden Gebrauch von Handys und in der
ebenso ansteigenden allgemeinen Mobilfunkbestrahlung der gesamten
Bevölkerung durch die Mobilfunksendemasten zu sehen sein. Wer die seit
Jahren vorliegenden einschlägigen wissenschaftlichen Studien kennt, der
weiß, dass die derzeit verwendete Mobilfunkstrahlung unter anderem zu
Nervenstress und zu Störungen der Tiefschlafphasen führt, und das
noch sehr weit unter den immer wieder zitierten Grenzwerten.
Im Übrigen werden wir bald auch mit
ähnlich gravierenden Steigerungsraten zum Beispiel bei Tinnitus,
Hirntumoren oder allen Formen der Elektrosensibilität konfrontiert sein.
Die Fakten dazu liegen längst vor, aber die für die Rahmenbedingungen
zuständige Politik überlässt das Feld immer noch der Profitgier
von Großkonzernen, die auf Kosten der Volksgesundheit handeln. Mit der
geplanten flächendeckenden Einführung der UMTS-Technik soll die
Belastungssituation sogar noch einmal gesteigert werden. Staatsminister
Erwin Huber erklärte schließlich hierzu auf der Messe "Systems"
kürzlich, die Staatsregierung "werde alles tun, was uns Gott erlaubt, und
einiges, was er uns verbietet", um diese Technik in Bayern nach vorne zu
bringen. Müssen wir tatsächlich erst alle krank werden, ehe dem
Mobilfunkwahn ein Riegel vorgeschoben wird?"
Hans Schütz 86971 Peiting
2. Leserbrief hierzu gedruckt am
29.11.2002: Katastrophale Technik des schnurlosen Telefons
"Dass Schlafstörungen in den letzten
zehn Jahren zur "Volkskrankheit" ausgeartet sind, wen wundert's? Denn genau zu
diesem Zeitpunkt wurde mit der großflächigen Verbreitung des
Mobilfunks begonnen. Die Wirkung dieser gepulsten Mikrowellen kennen schon
viele aus eigener Erfahrung. Was unabhängig forschende Wissenschaftler
schon lange wissen, ist auch in der ,Ecolog'-Studie für jeden
nachvollziehbar erklärt. Allerdings ist in den kleineren Ortschaften wo
die Antennendichte geringer ist als in größeren Städten, das
schnurlose DECT-Telefon der schlimmere Teil dieser für die menschliche
Gesundheit katastrophalen Technik. Gut daran ist, dass jeder, der die Wirkung
dieser vom biologischen Standpunkt aus gesehen missratenen Geräte
ausprobieren will, nur den Stecker zu ziehen braucht. In den meisten
Fällen geht es den Betroffenen danach weitaus besser.
Diese Geräte strahlen immer, ob
telefoniert wird oder nicht. Die Strahlungsstärke neben den Geräten
liegt je nach Typ zwischen 35 000 und ca. 80 000 microW/m2. Das ist hundertfach
stärker als 50 Meter neben einem Mobilfunkmasten. Wenn diese Telefone
verboten würden - das hat übrigens die Ärztekammer bereits 1999
gefordert - würden die Schlafstörungen in der Bevölkerung um
einen großen Prozentsatz zurückgehen."
Helga Müller 82487
Oberammergau
Für einen Fernsehfilm werden
versteckte Antennen in Bayern z.B. in Kirchtürmen,
Litfaßsäulen, Schornsteinen, usw. gesucht. Bitte melden Sie solche
Standorte umgehend bei der Bürgerwelle.
Bürgerwelle e.V. Lindenweg 10, D 95643
Tirschenreuth
Sprecher des Vorstands: Siegfried
Zwerenz
Tel. 09631-795736 / Fax 09631-795734 /
eMail: info@buergerwelle.de / iNet: www.buergerwelle.info |