
(1.7.)
Vielen kritischen
Menschen war gleich klar, dass derart massives Versagen von Geheimdiensten wie
in Sachen 11. September ein Ding der Unmöglichkeit ist. Zum einen sind die
allermeisten Terrorgruppen unterwandert, und zum anderen wird mit derartigen
technischen Kapazitäten abgehört und beobachtet, dass eine so
komplexe Operation nicht übersehen werden kann.
Wenn freilich heute von
"Versagen" die Rede ist, kann das auch davon ablenken, dass hinter den Kulissen
ganz anders gespielt wurde. Wurden Warnungen wirklich einfach nicht ernst
genommen oder waren zu unspezifisch, so die jetzige Linie der US-Regierung?
Handelte es sich tatsächlich zu einem grossen Teil um Querelen zwischen
FBI und CIA bzw. auch innerhalb des FBI, oder sollten keine erfolgreichen
Ermittlungen durchgeführt werden?
Der kanadische
Ökonomieprofessor Michel Chossudovsky befasst sich schon lange mit den
wirtschaftlichen Implikationen amerikanischer Geopolitik, was zwangsläufig
bedeutet, auf covert operations etwa auf dem Balkan zu stossen. Von dort ist
ihm die Zusammenarbeit zwischen den USA und Al Qa'ida geläufig, sodass er
wohl von Anfang an der offiziellen 9-11-Version skeptisch gegenüberstand.
Nun zieht er in NEW REVELATIONS ON 9-11 Schlüsse, die im
wesentlichen mit meiner Einschätzung der wahren Masterminds
übereinstimmen, aufgrund der gleichen Fakten.
Chossudovsky vergleicht
die Frage des Vorwissens mit einem "roten Hering", was bedeutet, dass ein
irrelevantes Thema präsentiert wird, um die Aufmerksamkeit vom
eigentlichen Gegenstand des Interesses abzulenken. So liess die "New York Post"
mit dem "Bush knew"-Titel eine vermeintliche Bombe platzen, wobei die
Demokraten auch gleich im Hoffen auf politischen Profit auf diesen Zug
aufsprangen. Die Diskussion um Vorkenntnisse blieb jedoch auf der Ebene von
"ja, es gab - ganz vage - Warnungen" plus "aber Präsident Bush hätte
davon keinesfalls wissen können". Damit waren auch die Demokraten
einverstanden, indem sie sagten, Bin Laden sei im Krieg mit den USA und FBI wie
CIA wussten, dass etwas am Kochen ist, konnten die jedoch nicht in Verbindung
bringen.
Schliesslich
unterstützen ja alle den "Krieg gegen Terror" des Präsidenten. Medien
kümmerten sich neben der Vorwissen-Frage auch um Fehler des FBI, um die
Aufmerksamkeit vom Thema der politischen Täuschung abzulenken. Mit keinem
Wort wurde daher die Rolle der CIA erwähnt, die Bin Ladens Al Qa'ida die
ganze Ära nach dem Kalten Krieg hindurch als Teil ihrer covert operations
verwendet hat. Die "islamischen Brigaden" sind somit eine Schöpfung der
CIA, und für die Rolle der Al Qa'ida gibt es den Terminus "intelligence
asset". Die Unterstützung terroristischer Organisationen ist, so
Chossudovsky, ein integraler Bestandteil amerikanischer
Aussenpolitik.
Al Qa'ida ist auch
weiterhin an CIA covert operations in verschiedenen Teilen der Welt beteiligt.
Während die Presse gerne behauptet, dass Beziehungen zwischen Bin Laden
und der Agency längst passé seien, dokumentiert der US-Kongress
detailliert Gegenteiliges. So kooperierte man eifrig in Bosnien und im Kosovo
und noch wenige Monate vor 9-11 mischten sich US-Militärberater in
Mazedonien unter von Al Qa'ida finanzierte Mujaheddin-Söldner, wobei man
gemeinsam unter dem Befehl der UCK kämpfte. Ausserdem bleibt die CIA ihren
"assets" stets auf der Spur, sodass sie selbstverständlich auch weiss, wo
sich Bin Laden befindet.
Der Wissenschafter
folgert daraus, dass es kein nachrichtendienstliches Versagen gab. Es
gehört zur Natur einer gutgeführten Geheimdienstoperation, dass
Personen und Gruppen an der Leine eines Dienstes bis zu einem gewissen Grad
autonom zu operieren scheinen. Allerdings zeigt sich stets, dass ihr Handeln
letztlich den Interessen der USA dient. - So lässt sich übrigens auch
überall rekonstruieren, welche Politiker, Parteien, Journalisten und
Medien wieweit von der CIA gelenkt werden. Scheinbar kritische Statements, die
den eigentlichen Zielen kurzfristig zuwiderzulaufen scheinen, sollen ablenken
und Glaubwürdigkeit aufbauen. Die entscheidende Frage ist jedoch immer,
wem eine offenbar beabsichtigte Entwicklung - gesellschaftliches Klima,
Parteienpräferenz, Themenpräsenz etc. - wirklich nützt.
Während "kleinere"
FBI-AgentInnen verzweifelt versuchten, Ermittlungen gegen mutmassliche
Terroristen in Gang zu bringen, wussten die oberen Ebenen der Behörde
alles über die Beziehungen zwischen CIA und Al Qa'ida. Individuelle
AgentInnen sind sich dessen oft nicht bewusst, was wohl auch für
AgentInnen einer weiteren wichtigen Behörde, der Drug Enforcement Agency,
zutrifft, die bei Ermittlungen auf Drogenoperationen unter CIA-Beteiligung
stossen. Die Enthüllungen frustrierter FBI-AgentInnen scheinen die
Schwäche des FBI zu bestätigen, wirken jedoch auch als Nebelwerfer,
was die Rolle amerikanischer Regierungen bei der Unterstützung des
militanten Islamismus betrifft.
Die jetzige Regierung
schloss nicht nur von vornherein eine öffentliche 9-11-Untersuchung aus,
sondern startete eine Panikmache- und Desinformationskampagne. So sprach
Vizepräsident Cheney von "beinahe sicheren" weiteren Terroranschlägen
auf die USA. Wann diese passieren sollen, will er nicht sagen, aber "sie werden
es weiter versuchen" und "wir" müssen darauf natürlich vorbereitet
sein. Cheney sagt damit in Wirklichkeit, dass "unser" intelligence asset, den
"wir" geschaffen haben, wieder losschlagen wird. Wenn also diese CIA-Kreatur
wieder zuschlagen soll, wäre doch anzunehmen, dass eben die Agency als
erstes davon weiss. Doch die CIA kontrolliert auch die "Warnungen", die von
CIA-Quellen stammen.
Und was war nun 9-11
für Chossudovsky? Eine "sorgfältig geplante Geheimdienstoperation",
bei der die Entführer lediglich als Instrumente dienten. Während Al
Qa'ida vom pakistanischen Geheimdienst Inter Services Intelligence
unterstützt wird, verdankt das ISI seine Existenz wiederum der CIA.
Zugleich mit der covert operation bewaffneter islamischer Fundamentalismus
entwickelte sich das ISI seit den achtziger Jahren zu einer Parallelstruktur
mit enormer Macht über alle Bereiche der Regierung in Pakistan und einem
Apparat von geschätzten 150.000 Personen. Die Rolle des ISI als
"go-between" bestand nicht nur in Sachen Mujaheddin, sondern ist aktuell bei
vielen Operationen der CIA. So unterstützt und finanziert das ISI eine
Anzahl von Terrorgruppen direkt, einschliesslich Al Qa'ida.
Nun bestätigte auch
das FBI Ende September 2001, dass Terroristen-"Ringleader" Mohammed Atta aus -
ungenannten - Quellen in Pakistan finanziert wurde. Die Gelder - mehr als
100.000 $ - wurden von Banken an zwei Banken in Florida auf Attas Konten
überwiesen. So ein Vertreter des FBI im Interview mit den ABC-News. Das
"Time Magazine" ergänzt, dass ein Teil des Geldes erst Tage vor den
Anschlägen überwiesen wurde und direkt zu Personen
zurückverfolgt werden kann, die mit Bin Laden in Verbindung stehen. Das
FBI wusste genau, wer die Attentäter finanziert hat, und wurde wenig
später von "Agence France Press" und der "Times of India"
bestätigt.
Das Geld wurde von Ahmad
Umar Sheikh - der später "Mastermind" der Entführung und Ermordung
des Journalisten Daniel Pearl gewesen sein soll, der wiederum über
Terrorismus und Geheimdienste in Pakistan recherchiert hatte - im Auftrag von
ISI-Chef General Mahmoud Ahmad überwiesen. Mr. Ahmad besuchte wiederum von
4. bis 13. September die Vereinigten Staaten, auf die er Terroranschläge
finanzieren liess. Man nannte seine Visite reine Routineangelegenheit, obwohl
der pakistanische Journalist Amir Mateen am 10. September von "mysteriösen
Treffen" des Generals im Pentagon und beim National Security Council sprach.
Mateen wundert sich über die Dauer des Trips und meint, offiziell sei es
ein Gegenbesuch zu einem früheren Besuch von CIA-Chef Tenet in Islamabad.
Besonders interessant
findet der Journalist die Begegnung Ahmads mit Marc Grossman,
Unterstaatssekretär für Politische Angelegenheiten. Man könne
erraten, dass sich die Diskussionen um Afghanistan und Bin Laden gedreht haben
müssen, so Mateen. Nach dem letzten derartigen US-Besuch eines ISI-Chefs
gab es in Pakistan bald ziemliche Turbulenzen, denn Präsident Nawaz Sharif
wurde von General Pervez Musharraf gestürzt. Mahmoud Ahmad, der bei dem
Putsch eine Schlüsselrolle gespielt hatte, wurde neuer Chef des ISI. -
Ahmad musste übrigens selbst Anfang Oktober 2001 das Feld räumen,
damit seine Rolle in 9-11 nicht zu sehr beleuchtet wird.
"Schedule of
Pakistan's Chief of Military Intelligence Lt. General Mahmoud Ahmad,
Washington, 4-13 September 2001
Summer 2001: ISI Chief Lt.
General Mahmoud Ahmad transfers $100,000 to 9-11 Ringleader Mohamed Atta.
4 September: Ahmad arrives in the US on an official visit.
4-9 September: He meets his US counterparts including CIA Head
George Tenet.
9 September: Assassination of General Massood, leader
of the Northern Alliance. Official statement by Northern Alliance points to
involvement of the ISI-Osama-Taliban axis.
11 September: Terrorist
Attacks on the WTC and the Pentagon. At the time of the attacks, Lt General
Ahmad was at a breakfast meeting at the Capitol with the chairmen of the House
and Senate Intelligence Committees Sen Bob Graham and Rep Porter
Goss. Also present at the meeting were Sen. John Kyl and the
Pakistani ambassador to the U.S., Maleeha Lodhi.
12-13 September:
Meetings between Lt. General Ahmad and Deputy Secretary of State Richard
Armitage. Agreement on Pakistan's collaboration negotiated between Ahmad
and Armitage. Meeting between General Ahmad and Secretary of State Colin
Powell
13 September: Ahmad meets Senator Joseph Biden, Chairman of
the Senate Foreign Relations Committee."
Am 16. Mai 2002 wurde die
Nationale Sicherheitsberaterin Condoleezza Rice wenige Stunden nach der "Bush
Knew"-Headline der New York Post in einer Pressekonferenz von einem indischen
Journalisten nach Ahmads Visite gefragt. Und zwar, ob sie sich der Berichte
bewusst ist, wonach der General jenem Zeitpunkt in den USA war, als am 10.
September 100.000 Dollar "aus jener Region" an die Attentäter
überwiesen worden sind. Warum war er hier? Traf er Rice oder andere
Regierungsvertreter? Rice meinte, sie habe diesen Bericht nicht gesehen und er
hat sich sicherlich nicht mit IHR getroffen.
Schon seltsam, sie
spricht von EINEM Bericht, während der Journalist "the reports" sagte. Und
sie geht nicht auf die Frage der Unterstützung der Attentäter aus
Pakistan ein und darauf, mit wem Ahmad in den USA Gespräche geführt
hat. Als Nationale Sicherheitsberaterin wird sie den EINEN Bericht wohl kennen,
in dem die indische Regierung der amerikanischen die Verbindungen von Ahmad/ISI
zu den Attentätern dokumentiert. Chossudovsky hält es für sehr
wahrscheinlich, dass Rice Ahmad doch auch selbst getroffen hat. Und er meint,
sie war sich dessen voll bewusst, dass die Attentäter Geld über
Pakistan erhalten haben.
Immerhin traf Ahmad, der
Chef des CIA-go-between ISI, in den USA ja zumindest folgende Personen:
CIA-Direktor
George Tenet, Aussenminister Colin Powell,
Vizeaussenminister
Richard Armitage, Unterstaatssekretär Marc Grossman, Senator Joseph Biden
(Demokrat), Vorsitzender des mächtigen Senate Foreign Relations Committee.
Nach Biden bot Ahmad die Kooperation Pakistans an. Und am Morgen des 11.
September traf sich Ahmad zum Frühstück auf Capitol Hill in
Washington mit dem demokratischen Senator Bob Graham, von dem die Einladung
ausging, und mit Porter Goss, dem Vorsitzenden des Senate and House
Intelligence Committee. Ebenfalls dabei war der pakistanische Botschafter in
den USA, Maleeha Lodhi. Auch andere Mitglieder des Committees waren
anwesend.
Man sprach gerade
über Terrorismus - im Besonderen über jenen, der aus Afghanistan
kommt -, wobei Ahmad sehr grosse Sympathien für die Bevölkerung der
USA zeigte, als ein Mitarbeiter aus dem Stab von Goss diesem eine Notiz
überreichte, welche Goss an Graham weitergab. Goss wurde wiederum zusammen
mit anderen Führeren des Repräsentantenhauses an einen "sicheren Ort"
gebracht und war am 11. September nicht mehr zu erreichen. Graham wiederum
erinnert sich, dass er am späten Nachmittag an Briefings mit
Top-Vertretern von CIA und FBI teilnahm.
Der "Miami Herald"
trivialisierte am 16. September 2001 dieses Frühstücksmeeting,
bestätigte jedoch, dass Ahmad auch Colin Powell traf. Laut Graham kam es
dazu, weil der General aufgrund der Luftraumsperre in den USA festsass. Ausser
Medien in Florida und Salon.com, wo am 14. September darüber berichtet
wurde, haben die US-Medien das "mysteriöse Frühstückstreffen"
nicht erwähnt. Doch am 18. Mai, als die Sache mit dem "Vorwissen" Schlagzeilen
machte, schrieb die Washington Post über Porter Goss, der "keine
Sündenböcke, sondern Lösungen" suche. Der Text befasst sich vor
allem mit der Karriere von Goss als CIA-Agent und soll seine Integrität
und sein Bekenntnis zum "Krieg gegen Terrorismus" betonen.
Allerdings wird darin
auch Bezug genommen auf das Frühstück am 11. September und
bestätigt, dass Ahmad damals - noch - Chef eines Geheimdienstes mit
"notorisch engen" Verbindungen zu Osama Bin Laden und den Taliban. Goss meint,
dass eine Menge Unsinn in den Medien zu lesen war über die Warnungen der
CIA an Bush fünf Wochen vor 9-11, dass Bin Ladens Verbündete
eventuell planen, Flugzeuge zu entführen. Für ihn gibt es da keine
News, aber viel Schwachsinn - immerhin Aussagen von einem Mann, der mit dem
mutmasslichenn "Money Man" von 9-11 gefrühstückt hat.
Goss, der 10 Jahre an
geheimen Operationen der CIA beteiligt war, hatte sich wiederholt geweigert,
die Schuld auf "intelligence failure" zu schieben. Stattdessen zieht er es vor,
die "feine Arbeit" der Agency zu loben. Die "Washington Post" fragt in ihrem
Bericht jedoch nicht, was General Ahmad mit seinen notorisch engen Verbindungen
zu Bin Laden und den Taliban eigentlich gerade am Morgen des 11. September auf
Capitol Hill getan und warum er ausgerechnet die genannten Personen getroffen
hat. Und es interessiert auch nicht, warum die pakistanische Regierung dem
"Money Man" den Auftrag anvertraut hat, bei Meetings im US State Department am
12. und 13. September Zusammenarbeit im "Krieg gegen Terrorimus" anzubieten.
Inzwischen ist auch
bekannt, dass sehr zum Ärger von Vizepräsident Cheney Infos über
abgefangene Nachrichten in Arabisch von der National Security Agency
durchgesickert sind. Die Meldungen stammen aus zwei verschiedenen
Konversationen am 10. September und haben Formulierungen beinhaltet wie:
"Morgen ist die Stunde Null" und "Das Spiel steht vor dem Beginn".
Übersetzt wurden diese Messages allerdings erst am 12. September.
Währenddessen wurde dem mutmasslichen "Money Man" in Washington der rote
Teppich ausgerollt. Er besprach mit Vizeaussenminister Armitage die Details der
Kooperation im "Krieg gegen Terror" zwischen der pakistanischen und der
amerikanischen Regierung. Dies, obwohl auch das FBI dokumentiert hat, dass das
ISI die 9-11-Terroristen finanziert und angestiftet hat.
Ahmad traf sich in den
USA nicht nur mit hochrangigen Repräsentanten, sondern hatte vermutlich
auch über eine dritte Partei Kontakt mit den Terroristen. Daraus
lässt sich der Schluss ziehen, dass führende Figuren im
amerikanischen militärisch-geheimdienstlichen Establishment Bescheid
wussten über diese ISI-Kontakte mit dem "ring leader" der Terroristen,
Mohammed Atta. Für Chossudovsky deutet alles darauf hin, dass CIA-Chef
Tenet und ISI-Chef Ahmad eine enge Arbeitsbeziehung aufgebaut hatten. Immerhin
traf Ahmad eine Woche vor 9-11 in den USA ein, um sich mit Tenet zu treffen,
der wiederum eine enge persönliche Beziehung zu Präsident Bush hat.
Vor 9-11 sahen sich Tenet und Bush beinahe jeden Morgen um 8 Uhr für etwa
eine halbe Stunde.
Schliesslich wird ein
Dokument, das als "the President's Daily Briefing" bekannt ist, in Langley von
der Direktion der Analyseabteilung vorbereitet. Tenet nimmt jeden Abend einen
Entwurf davon mit nach Hause, redigiert es selbst und trägt es Bush beim
morgendlichen Meeting mündlich vor. Bislang erhielten die Präsidenten
ein schriftliches Briefing. Da Bush jedoch mündliche Vorträge
vorzieht, entstand so eine starke Beziehung zum CIA-Direktor. Apropos Tenet:
bei den Meetings des National Security Council und des sogenannten
"Kriegskabinetts" am 11., 12. und 13. September spielte er eine zentrale Rolle
dabei, die Zustimmung des Oberbefehlshabers zu einem Krieg gegen Terrror zu
erringen.
"George W. Bush's
Timeline September 11 (from 9.45am in the wake of the WTC-Pentagon
Attacks to midnight)
Circa 9:45 a.m.: Bush's motorcade leaves the
Booker Elementary School, Sarasota, Florida.
9:55 a.m: President
Bush boards "Air Force One" bound for Washington.
Following what was as a
"false report" that Air Force One would be attacked, Vice-President Dick Cheney
had urged Bush (10:32 a.m.) by telephone not to land in Washington.
Following this conversation, the plane was diverted (10:41 a.m.) (on
orders emanating from Washington) to Barksdale Air Force Base in
Louisiana.
A couple of hours later (1:30 p.m.), after a brief TV
appearance, the President was transported to Offut Air Force base in Nebraska
at U.S. Strategic Command Headquarters.
3:30 p.m.: A key meeting of
the National Security Council (NSC) was convened, with members of the NSC
communicating with the President from Washington by secure video. In the course
of this NSC video-conference, CIA Director George Tenet fed unconfirmed
information to the President. Tenet stated that "he was virtually certain that
bin Laden and his network were behind the attacks. " The President
responded to these statements, quite spontaneously, off the cuff, with little
or no discussion and with an apparent misunderstanding of their implications.
In the course of this video-conference (which lasted for less than an hour),
the NSC was given the mandate by the Commander-in-Chief to prepare for the "war
on terrorism". Very much on the spur of the moment, the "green light" was given
by video conference from Nebraska. In the words of President Bush: "We will
find these people. They will pay. And I don't want you to have any doubt about
it."
4:36 p.m.: (One
hour and six minutes later . . .) Air Force One departed for Washington. Back
in the White House, that same evening (9:00 p.m.) a second meeting of
the full NSC took place, together with Secretary of State Colin Powell who had
returned to Washington from Peru. The NSC meeting (which lasted for half an
hour) was followed by the first meeting of the so-called "war cabinet". The
latter was made up of a smaller group of top officials and key advisers.
9:30 p.m.: At the war cabinet: "Discussion turned around whether bin
Laden's Al Qaeda and the Taliban were one and the same thing. Tenet said they
were."
By the end of that historic meeting of the war cabinet (11:00
p.m.), the Bush Administration had decided to embark upon a military
adventure which threatens the collective future of humanity."
Bei der Frage, ob Bush Bescheid
wusste, müssen wir auch sein geringes Verständnis in Fragen der
Aussenpolitik berücksichtigen. Hatte er also eine Ahnung von den Details
betreffend den General und die ISI-Connection? Oder haben Tenet und Cheney
davon abgelenkt, um die Zustimmung für eine längst geplante
militärische Operation zu erhalten? Kann eine Verbindung zu einem
Terroranschlag so offensichtlich sein, nachdem doch etwa bei Gladio-Operationen
in Europa die Bosse keine Ahnung hatten, welche "guns for hire" Anschläge
durchführten?
Naja - wenn die mit der
Ausführung beauftragten Personen ihre Tat nicht überleben sollen,
besteht auch keine Gefahr, dass sie hinterher jemanden entlarven können.
Ausserdem kann ohnehin jeder Zusammenhang geleugnet werden, wie es ja auch in
anderen Fällen üblich ist. Beim nächsten Mal sehen wir uns die
propagandistische Vorbereitung von 9-11 an, wie das Feindbild Bin Laden / Al
Qa'ida sorgfältig über Medien auch im arabischen Raum aufgebaut
worden ist. Doch zuerst noch ein bisschen Medien-Mainstream: der
österreichische "Standard", eine vermeintlich kritische Tagezeitung,
bringt auf seiner Webseite am 1. Juli zwei News in Sachen Terror.
Erstens warnt das FBI vor
Anschlägen am 4. Juli, was nicht sonderlich überrascht, handelt es
sich doch um den amerikanischen Nationalfeiertag. Auch kein Wunder, dass die
"Hinweise" zu "vage" sind, um die Bevölkerung zu alarmieren. Ausserdem
gibts so gewisse Andeutungen, die man den Verhören von Al
Qa'ida-Kämpfern in Guantanamo entnehmen kann. Dann gibts auch noch
abgehörte Telefongespräche - der übliche Mix also. "Newsweek"
liess dann auch gleich eine Umfrage machen, wonach die Mehrheit der
AmerikanerInnen "sehr besorgt" sei.
45 Prozent hielten
Anschläge in grösseren Städten oder auf Denkmäler für
möglich, 12 Prozent für wahrscheinlich. Dennoch ändern die
meisten ihre Pläne für den Feiertag nicht. Zweitens wurden laut
spanischer Behörden die Anschläge eben in Spanien vorbereitet,
nachdem ein Deutsch-Syrer namens Sammar die Anwerbung der Gruppe um Atta
gestanden hat. In New York werden Detektoren gegen "schmutzige Bomben"
installiert, und die Al Qa'ida-Männer sollen sich in einer "Stammesregion"
formieren. Achja, und was ist eigentlich mit einem gewissen Herren Bin Laden
passiert?
Text: Alexandra Bader
Bild:
Globalresearch
Weitere aktuelle
Infos:
http://www.rense.com/general26/whyweshouldbeworried.htm - warum
wir uns Sorgen über Bush machen sollten
http://www.rense.com/general26/thouss.htm - Massaker an
gefangenen Taliban
http://www.oism.org/nwss/ - Nuclear War Survival
Skills, vielleicht ganz nützlich
http://www.washingtonpost.com/wp-dyn/articles/A2324-2002Jun29.html
- die Hisbollah soll mit Al Qa'ida zusammenarbeiten
http://www.commondreams.org/views02/0629-02.htm - Der
erste Feuerball - wie Hiroshima den Weg geebnet hat zu 9-11 und den
Folgen
http://www.counterpunch.org/mahajan0626.html -
satirische Anmerkungen: Arafat fordert faire Wahlen in den USA und einen neuen
Präsidenten
http://www.counterpunch.org/fisk0626.html - Robert Fisk
über Sharon als Bushs Redenschreiber
Die Quelle der Terrordrohungen ist ein altes Al
Qa'ida-Manual, das Nachrichtendienste schon seit ein paar Jahren
haben
http://www.worldmessenger.20m.com/alive.html - sind
acht der 19 Attentäter noch am Leben?
http://members.aol.com/euphratpa/Cia.html - die CIA in
Kurdistan
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