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Die wahren Masterminds

 

(1.7.)

Vielen kritischen Menschen war gleich klar, dass derart massives Versagen von Geheimdiensten wie in Sachen 11. September ein Ding der Unmöglichkeit ist. Zum einen sind die allermeisten Terrorgruppen unterwandert, und zum anderen wird mit derartigen technischen Kapazitäten abgehört und beobachtet, dass eine so komplexe Operation nicht übersehen werden kann.

Wenn freilich heute von "Versagen" die Rede ist, kann das auch davon ablenken, dass hinter den Kulissen ganz anders gespielt wurde. Wurden Warnungen wirklich einfach nicht ernst genommen oder waren zu unspezifisch, so die jetzige Linie der US-Regierung? Handelte es sich tatsächlich zu einem grossen Teil um Querelen zwischen FBI und CIA bzw. auch innerhalb des FBI, oder sollten keine erfolgreichen Ermittlungen durchgeführt werden?

Der kanadische Ökonomieprofessor Michel Chossudovsky befasst sich schon lange mit den wirtschaftlichen Implikationen amerikanischer Geopolitik, was zwangsläufig bedeutet, auf covert operations etwa auf dem Balkan zu stossen. Von dort ist ihm die Zusammenarbeit zwischen den USA und Al Qa'ida geläufig, sodass er wohl von Anfang an der offiziellen 9-11-Version skeptisch gegenüberstand. Nun zieht er in NEW REVELATIONS ON 9-11 Schlüsse, die im wesentlichen mit meiner Einschätzung der wahren Masterminds übereinstimmen, aufgrund der gleichen Fakten.

Chossudovsky vergleicht die Frage des Vorwissens mit einem "roten Hering", was bedeutet, dass ein irrelevantes Thema präsentiert wird, um die Aufmerksamkeit vom eigentlichen Gegenstand des Interesses abzulenken. So liess die "New York Post" mit dem "Bush knew"-Titel eine vermeintliche Bombe platzen, wobei die Demokraten auch gleich im Hoffen auf politischen Profit auf diesen Zug aufsprangen. Die Diskussion um Vorkenntnisse blieb jedoch auf der Ebene von "ja, es gab - ganz vage - Warnungen" plus "aber Präsident Bush hätte davon keinesfalls wissen können". Damit waren auch die Demokraten einverstanden, indem sie sagten, Bin Laden sei im Krieg mit den USA und FBI wie CIA wussten, dass etwas am Kochen ist, konnten die jedoch nicht in Verbindung bringen.

Schliesslich unterstützen ja alle den "Krieg gegen Terror" des Präsidenten. Medien kümmerten sich neben der Vorwissen-Frage auch um Fehler des FBI, um die Aufmerksamkeit vom Thema der politischen Täuschung abzulenken. Mit keinem Wort wurde daher die Rolle der CIA erwähnt, die Bin Ladens Al Qa'ida die ganze Ära nach dem Kalten Krieg hindurch als Teil ihrer covert operations verwendet hat. Die "islamischen Brigaden" sind somit eine Schöpfung der CIA, und für die Rolle der Al Qa'ida gibt es den Terminus "intelligence asset". Die Unterstützung terroristischer Organisationen ist, so Chossudovsky, ein integraler Bestandteil amerikanischer Aussenpolitik.

Al Qa'ida ist auch weiterhin an CIA covert operations in verschiedenen Teilen der Welt beteiligt. Während die Presse gerne behauptet, dass Beziehungen zwischen Bin Laden und der Agency längst passé seien, dokumentiert der US-Kongress detailliert Gegenteiliges. So kooperierte man eifrig in Bosnien und im Kosovo und noch wenige Monate vor 9-11 mischten sich US-Militärberater in Mazedonien unter von Al Qa'ida finanzierte Mujaheddin-Söldner, wobei man gemeinsam unter dem Befehl der UCK kämpfte. Ausserdem bleibt die CIA ihren "assets" stets auf der Spur, sodass sie selbstverständlich auch weiss, wo sich Bin Laden befindet.

Der Wissenschafter folgert daraus, dass es kein nachrichtendienstliches Versagen gab. Es gehört zur Natur einer gutgeführten Geheimdienstoperation, dass Personen und Gruppen an der Leine eines Dienstes bis zu einem gewissen Grad autonom zu operieren scheinen. Allerdings zeigt sich stets, dass ihr Handeln letztlich den Interessen der USA dient. - So lässt sich übrigens auch überall rekonstruieren, welche Politiker, Parteien, Journalisten und Medien wieweit von der CIA gelenkt werden. Scheinbar kritische Statements, die den eigentlichen Zielen kurzfristig zuwiderzulaufen scheinen, sollen ablenken und Glaubwürdigkeit aufbauen. Die entscheidende Frage ist jedoch immer, wem eine offenbar beabsichtigte Entwicklung - gesellschaftliches Klima, Parteienpräferenz, Themenpräsenz etc. - wirklich nützt.

Während "kleinere" FBI-AgentInnen verzweifelt versuchten, Ermittlungen gegen mutmassliche Terroristen in Gang zu bringen, wussten die oberen Ebenen der Behörde alles über die Beziehungen zwischen CIA und Al Qa'ida. Individuelle AgentInnen sind sich dessen oft nicht bewusst, was wohl auch für AgentInnen einer weiteren wichtigen Behörde, der Drug Enforcement Agency, zutrifft, die bei Ermittlungen auf Drogenoperationen unter CIA-Beteiligung stossen. Die Enthüllungen frustrierter FBI-AgentInnen scheinen die Schwäche des FBI zu bestätigen, wirken jedoch auch als Nebelwerfer, was die Rolle amerikanischer Regierungen bei der Unterstützung des militanten Islamismus betrifft.

Die jetzige Regierung schloss nicht nur von vornherein eine öffentliche 9-11-Untersuchung aus, sondern startete eine Panikmache- und Desinformationskampagne. So sprach Vizepräsident Cheney von "beinahe sicheren" weiteren Terroranschlägen auf die USA. Wann diese passieren sollen, will er nicht sagen, aber "sie werden es weiter versuchen" und "wir" müssen darauf natürlich vorbereitet sein. Cheney sagt damit in Wirklichkeit, dass "unser" intelligence asset, den "wir" geschaffen haben, wieder losschlagen wird. Wenn also diese CIA-Kreatur wieder zuschlagen soll, wäre doch anzunehmen, dass eben die Agency als erstes davon weiss. Doch die CIA kontrolliert auch die "Warnungen", die von CIA-Quellen stammen.

Und was war nun 9-11 für Chossudovsky? Eine "sorgfältig geplante Geheimdienstoperation", bei der die Entführer lediglich als Instrumente dienten. Während Al Qa'ida vom pakistanischen Geheimdienst Inter Services Intelligence unterstützt wird, verdankt das ISI seine Existenz wiederum der CIA. Zugleich mit der covert operation bewaffneter islamischer Fundamentalismus entwickelte sich das ISI seit den achtziger Jahren zu einer Parallelstruktur mit enormer Macht über alle Bereiche der Regierung in Pakistan und einem Apparat von geschätzten 150.000 Personen. Die Rolle des ISI als "go-between" bestand nicht nur in Sachen Mujaheddin, sondern ist aktuell bei vielen Operationen der CIA. So unterstützt und finanziert das ISI eine Anzahl von Terrorgruppen direkt, einschliesslich Al Qa'ida.

Nun bestätigte auch das FBI Ende September 2001, dass Terroristen-"Ringleader" Mohammed Atta aus - ungenannten - Quellen in Pakistan finanziert wurde. Die Gelder - mehr als 100.000 $ - wurden von Banken an zwei Banken in Florida auf Attas Konten überwiesen. So ein Vertreter des FBI im Interview mit den ABC-News. Das "Time Magazine" ergänzt, dass ein Teil des Geldes erst Tage vor den Anschlägen überwiesen wurde und direkt zu Personen zurückverfolgt werden kann, die mit Bin Laden in Verbindung stehen. Das FBI wusste genau, wer die Attentäter finanziert hat, und wurde wenig später von "Agence France Press" und der "Times of India" bestätigt.

Das Geld wurde von Ahmad Umar Sheikh - der später "Mastermind" der Entführung und Ermordung des Journalisten Daniel Pearl gewesen sein soll, der wiederum über Terrorismus und Geheimdienste in Pakistan recherchiert hatte - im Auftrag von ISI-Chef General Mahmoud Ahmad überwiesen. Mr. Ahmad besuchte wiederum von 4. bis 13. September die Vereinigten Staaten, auf die er Terroranschläge finanzieren liess. Man nannte seine Visite reine Routineangelegenheit, obwohl der pakistanische Journalist Amir Mateen am 10. September von "mysteriösen Treffen" des Generals im Pentagon und beim National Security Council sprach. Mateen wundert sich über die Dauer des Trips und meint, offiziell sei es ein Gegenbesuch zu einem früheren Besuch von CIA-Chef Tenet in Islamabad.

Besonders interessant findet der Journalist die Begegnung Ahmads mit Marc Grossman, Unterstaatssekretär für Politische Angelegenheiten. Man könne erraten, dass sich die Diskussionen um Afghanistan und Bin Laden gedreht haben müssen, so Mateen. Nach dem letzten derartigen US-Besuch eines ISI-Chefs gab es in Pakistan bald ziemliche Turbulenzen, denn Präsident Nawaz Sharif wurde von General Pervez Musharraf gestürzt. Mahmoud Ahmad, der bei dem Putsch eine Schlüsselrolle gespielt hatte, wurde neuer Chef des ISI. - Ahmad musste übrigens selbst Anfang Oktober 2001 das Feld räumen, damit seine Rolle in 9-11 nicht zu sehr beleuchtet wird.

"Schedule of Pakistan's Chief of Military Intelligence Lt. General Mahmoud Ahmad, Washington, 4-13 September 2001  
Summer 2001: ISI Chief Lt. General Mahmoud Ahmad transfers $100,000 to 9-11 Ringleader Mohamed Atta.
4 September: Ahmad arrives in the US on an official visit.
4-9 September: He meets his US counterparts including CIA Head George Tenet.
9 September: Assassination of General Massood, leader of the Northern Alliance. Official statement by Northern Alliance points to involvement of the ISI-Osama-Taliban axis.
11 September: Terrorist Attacks on the WTC and the Pentagon. At the time of the attacks, Lt General Ahmad was at a breakfast meeting at the Capitol with the chairmen of the House and Senate Intelligence Committees Sen Bob Graham and  Rep Porter Goss.  Also present at the meeting were Sen. John Kyl and  the Pakistani ambassador to the U.S., Maleeha Lodhi.
12-13 September: Meetings between Lt. General Ahmad and Deputy Secretary of State Richard Armitage. Agreement on Pakistan's  collaboration negotiated between Ahmad and Armitage.  Meeting between General Ahmad and Secretary of State Colin Powell
13 September: Ahmad meets Senator Joseph Biden, Chairman of the Senate Foreign Relations Committee."

Am 16. Mai 2002 wurde die Nationale Sicherheitsberaterin Condoleezza Rice wenige Stunden nach der "Bush Knew"-Headline der New York Post in einer Pressekonferenz von einem indischen Journalisten nach Ahmads Visite gefragt. Und zwar, ob sie sich der Berichte bewusst ist, wonach der General jenem Zeitpunkt in den USA war, als am 10. September 100.000 Dollar "aus jener Region" an die Attentäter überwiesen worden sind. Warum war er hier? Traf er Rice oder andere Regierungsvertreter? Rice meinte, sie habe diesen Bericht nicht gesehen und er hat sich sicherlich nicht mit IHR getroffen.

Schon seltsam, sie spricht von EINEM Bericht, während der Journalist "the reports" sagte. Und sie geht nicht auf die Frage der Unterstützung der Attentäter aus Pakistan ein und darauf, mit wem Ahmad in den USA Gespräche geführt hat. Als Nationale Sicherheitsberaterin wird sie den EINEN Bericht wohl kennen, in dem die indische Regierung der amerikanischen die Verbindungen von Ahmad/ISI zu den Attentätern dokumentiert. Chossudovsky hält es für sehr wahrscheinlich, dass Rice Ahmad doch auch selbst getroffen hat. Und er meint, sie war sich dessen voll bewusst, dass die Attentäter Geld über Pakistan erhalten haben.

Immerhin traf Ahmad, der Chef des CIA-go-between ISI, in den USA ja zumindest folgende Personen: CIA-Direktor George Tenet, Aussenminister Colin Powell, Vizeaussenminister Richard Armitage, Unterstaatssekretär Marc Grossman, Senator Joseph Biden (Demokrat), Vorsitzender des mächtigen Senate Foreign Relations Committee. Nach Biden bot Ahmad die Kooperation Pakistans an. Und am Morgen des 11. September traf sich Ahmad zum Frühstück auf Capitol Hill in Washington mit dem demokratischen Senator Bob Graham, von dem die Einladung ausging, und mit Porter Goss, dem Vorsitzenden des Senate and House Intelligence Committee. Ebenfalls dabei war der pakistanische Botschafter in den USA, Maleeha Lodhi. Auch andere Mitglieder des Committees waren anwesend.

Man sprach gerade über Terrorismus - im Besonderen über jenen, der aus Afghanistan kommt -, wobei Ahmad sehr grosse Sympathien für die Bevölkerung der USA zeigte, als ein Mitarbeiter aus dem Stab von Goss diesem eine Notiz überreichte, welche Goss an Graham weitergab. Goss wurde wiederum zusammen mit anderen Führeren des Repräsentantenhauses an einen "sicheren Ort" gebracht und war am 11. September nicht mehr zu erreichen. Graham wiederum erinnert sich, dass er am späten Nachmittag an Briefings mit Top-Vertretern von CIA und FBI teilnahm.

Der "Miami Herald" trivialisierte am 16. September 2001 dieses Frühstücksmeeting, bestätigte jedoch, dass Ahmad auch Colin Powell traf. Laut Graham kam es dazu, weil der General aufgrund der Luftraumsperre in den USA festsass. Ausser Medien in Florida und Salon.com, wo am 14. September darüber berichtet wurde, haben die US-Medien das "mysteriöse Frühstückstreffen" nicht erwähnt. Doch am 18. Mai, als die Sache mit dem "Vorwissen" Schlagzeilen machte, schrieb die Washington Post über Porter Goss, der "keine Sündenböcke, sondern Lösungen" suche. Der Text befasst sich vor allem mit der Karriere von Goss als CIA-Agent und soll seine Integrität und sein Bekenntnis zum "Krieg gegen Terrorismus" betonen.

Allerdings wird darin auch Bezug genommen auf das Frühstück am 11. September und bestätigt, dass Ahmad damals - noch - Chef eines Geheimdienstes mit "notorisch engen" Verbindungen zu Osama Bin Laden und den Taliban. Goss meint, dass eine Menge Unsinn in den Medien zu lesen war über die Warnungen der CIA an Bush fünf Wochen vor 9-11, dass Bin Ladens Verbündete eventuell planen, Flugzeuge zu entführen. Für ihn gibt es da keine News, aber viel Schwachsinn - immerhin Aussagen von einem Mann, der mit dem mutmasslichenn "Money Man" von 9-11 gefrühstückt hat.

Goss, der 10 Jahre an geheimen Operationen der CIA beteiligt war, hatte sich wiederholt geweigert, die Schuld auf "intelligence failure" zu schieben. Stattdessen zieht er es vor, die "feine Arbeit" der Agency zu loben. Die "Washington Post" fragt in ihrem Bericht jedoch nicht, was General Ahmad mit seinen notorisch engen Verbindungen zu Bin Laden und den Taliban eigentlich gerade am Morgen des 11. September auf Capitol Hill getan und warum er ausgerechnet die genannten Personen getroffen hat. Und es interessiert auch nicht, warum die pakistanische Regierung dem "Money Man" den Auftrag anvertraut hat, bei Meetings im US State Department am 12. und 13. September Zusammenarbeit im "Krieg gegen Terrorimus" anzubieten.

Inzwischen ist auch bekannt, dass sehr zum Ärger von Vizepräsident Cheney Infos über abgefangene Nachrichten in Arabisch von der National Security Agency durchgesickert sind. Die Meldungen stammen aus zwei verschiedenen Konversationen am 10. September und haben Formulierungen beinhaltet wie: "Morgen ist die Stunde Null" und "Das Spiel steht vor dem Beginn". Übersetzt wurden diese Messages allerdings erst am 12. September. Währenddessen wurde dem mutmasslichen "Money Man" in Washington der rote Teppich ausgerollt. Er besprach mit Vizeaussenminister Armitage die Details der Kooperation im "Krieg gegen Terror" zwischen der pakistanischen und der amerikanischen Regierung. Dies, obwohl auch das FBI dokumentiert hat, dass das ISI die 9-11-Terroristen finanziert und angestiftet hat.

Ahmad traf sich in den USA nicht nur mit hochrangigen Repräsentanten, sondern hatte vermutlich auch über eine dritte Partei Kontakt mit den Terroristen. Daraus lässt sich der Schluss ziehen, dass führende Figuren im amerikanischen militärisch-geheimdienstlichen Establishment Bescheid wussten über diese ISI-Kontakte mit dem "ring leader" der Terroristen, Mohammed Atta. Für Chossudovsky deutet alles darauf hin, dass CIA-Chef Tenet und ISI-Chef Ahmad eine enge Arbeitsbeziehung aufgebaut hatten. Immerhin traf Ahmad eine Woche vor 9-11 in den USA ein, um sich mit Tenet zu treffen, der wiederum eine enge persönliche Beziehung zu Präsident Bush hat. Vor 9-11 sahen sich Tenet und Bush beinahe jeden Morgen um 8 Uhr für etwa eine halbe Stunde.

Schliesslich wird ein Dokument, das als "the President's Daily Briefing" bekannt ist, in Langley von der Direktion der Analyseabteilung vorbereitet. Tenet nimmt jeden Abend einen Entwurf davon mit nach Hause, redigiert es selbst und trägt es Bush beim morgendlichen Meeting mündlich vor. Bislang erhielten die Präsidenten ein schriftliches Briefing. Da Bush jedoch mündliche Vorträge vorzieht, entstand so eine starke Beziehung zum CIA-Direktor. Apropos Tenet: bei den Meetings des National Security Council und des sogenannten "Kriegskabinetts" am 11., 12. und 13. September spielte er eine zentrale Rolle dabei, die Zustimmung des Oberbefehlshabers zu einem Krieg gegen Terrror zu erringen.

"George W. Bush's Timeline ‹ September 11 (from 9.45am in the wake of the WTC-Pentagon Attacks to midnight)
Circa 9:45 a.m.: Bush's motorcade leaves the Booker Elementary School, Sarasota, Florida.
9:55 a.m: President Bush boards "Air Force One" bound for Washington.
Following what was as a "false report" that Air Force One would be attacked, Vice-President Dick Cheney had urged Bush (10:32 a.m.) by telephone not to land in Washington.
Following this conversation, the plane was diverted (10:41 a.m.) (on orders emanating from Washington) to Barksdale Air Force Base in Louisiana.
A couple of hours later (1:30 p.m.), after a brief TV appearance, the President was transported to Offut Air Force base in Nebraska at U.S. Strategic Command Headquarters.
3:30 p.m.: A key meeting of the National Security Council (NSC) was convened, with members of the NSC communicating with the President from Washington by secure video. In the course of this NSC video-conference, CIA Director George Tenet fed unconfirmed information to the President. Tenet stated that "he was virtually certain that bin Laden and his network were behind the attacks. Š" The President responded to these statements, quite spontaneously, off the cuff, with little or no discussion and with an apparent misunderstanding of their implications. In the course of this video-conference (which lasted for less than an hour), the NSC was given the mandate by the Commander-in-Chief to prepare for the "war on terrorism". Very much on the spur of the moment, the "green light" was given by video conference from Nebraska. In the words of President Bush: "We will find these people. They will pay. And I don't want you to have any doubt about it."

4:36 p.m.: (One hour and six minutes later . . .) Air Force One departed for Washington. Back in the White House, that same evening (9:00 p.m.) a second meeting of the full NSC took place, together with Secretary of State Colin Powell who had returned to Washington from Peru. The NSC meeting (which lasted for half an hour) was followed by the first meeting of the so-called "war cabinet". The latter was made up of a smaller group of top officials and key advisers.
9:30 p.m
.: At the war cabinet: "Discussion turned around whether bin Laden's Al Qaeda and the Taliban were one and the same thing. Tenet said they were."
By the end of that historic meeting of the war cabinet (11:00 p.m.), the Bush Administration had decided to embark upon a military adventure which threatens the collective future of humanity."

Bei der Frage, ob Bush Bescheid wusste, müssen wir auch sein geringes Verständnis in Fragen der Aussenpolitik berücksichtigen. Hatte er also eine Ahnung von den Details betreffend den General und die ISI-Connection? Oder haben Tenet und Cheney davon abgelenkt, um die Zustimmung für eine längst geplante militärische Operation zu erhalten? Kann eine Verbindung zu einem Terroranschlag so offensichtlich sein, nachdem doch etwa bei Gladio-Operationen in Europa die Bosse keine Ahnung hatten, welche "guns for hire" Anschläge durchführten?

Naja - wenn die mit der Ausführung beauftragten Personen ihre Tat nicht überleben sollen, besteht auch keine Gefahr, dass sie hinterher jemanden entlarven können. Ausserdem kann ohnehin jeder Zusammenhang geleugnet werden, wie es ja auch in anderen Fällen üblich ist. Beim nächsten Mal sehen wir uns die propagandistische Vorbereitung von 9-11 an, wie das Feindbild Bin Laden / Al Qa'ida sorgfältig über Medien auch im arabischen Raum aufgebaut worden ist. Doch zuerst noch ein bisschen Medien-Mainstream: der österreichische "Standard", eine vermeintlich kritische Tagezeitung, bringt auf seiner Webseite am 1. Juli zwei News in Sachen Terror.

Erstens warnt das FBI vor Anschlägen am 4. Juli, was nicht sonderlich überrascht, handelt es sich doch um den amerikanischen Nationalfeiertag. Auch kein Wunder, dass die "Hinweise" zu "vage" sind, um die Bevölkerung zu alarmieren. Ausserdem gibts so gewisse Andeutungen, die man den Verhören von Al Qa'ida-Kämpfern in Guantanamo entnehmen kann. Dann gibts auch noch abgehörte Telefongespräche - der übliche Mix also. "Newsweek" liess dann auch gleich eine Umfrage machen, wonach die Mehrheit der AmerikanerInnen "sehr besorgt" sei.

45 Prozent hielten Anschläge in grösseren Städten oder auf Denkmäler für möglich, 12 Prozent für wahrscheinlich. Dennoch ändern die meisten ihre Pläne für den Feiertag nicht. Zweitens wurden laut spanischer Behörden die Anschläge eben in Spanien vorbereitet, nachdem ein Deutsch-Syrer namens Sammar die Anwerbung der Gruppe um Atta gestanden hat. In New York werden Detektoren gegen "schmutzige Bomben" installiert, und die Al Qa'ida-Männer sollen sich in einer "Stammesregion" formieren. Achja, und was ist eigentlich mit einem gewissen Herren Bin Laden passiert?

Text: Alexandra Bader
Bild: Globalresearch

Weitere aktuelle Infos:
http://www.rense.com/general26/whyweshouldbeworried.htm
- warum wir uns Sorgen über Bush machen sollten
http://www.rense.com/general26/thouss.htm - Massaker an gefangenen Taliban
http://www.oism.org/nwss/ - Nuclear War Survival Skills, vielleicht ganz nützlich
http://www.washingtonpost.com/wp-dyn/articles/A2324-2002Jun29.html - die Hisbollah soll mit Al Qa'ida zusammenarbeiten
http://www.commondreams.org/views02/0629-02.htm - Der erste Feuerball - wie Hiroshima den Weg geebnet hat zu 9-11 und den Folgen
http://www.counterpunch.org/mahajan0626.html - satirische Anmerkungen: Arafat fordert faire Wahlen in den USA und einen neuen Präsidenten
http://www.counterpunch.org/fisk0626.html - Robert Fisk über Sharon als Bushs Redenschreiber
Die Quelle der Terrordrohungen ist ein altes Al Qa'ida-Manual, das Nachrichtendienste schon seit ein paar Jahren haben
http://www.worldmessenger.20m.com/alive.html - sind acht der 19 Attentäter noch am Leben?
http://members.aol.com/euphratpa/Cia.html - die CIA in Kurdistan

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