Zurück zur Seite vorher


Seitenzugriffe seit dem 13.07.2006213

Druckversion dieser Seite

Diese Information an einen Freund senden

 
Wie beurteilen Sie diesen Artikel Wie beurteilen Sie die Quelle dieses Artikels
Hier können Sie Ihren persönlichen Kommentar eingeben,
bzw. Kommentare von anderen Besuchern lesen
Kommentare
bisher
0
Infos von  www.das-gibts-doch-nicht.info
14. 1. 2003   Zeitfragen
Petition israelischer Holocaust-Überlebender

Gegen das «Herabsinken der israelischen Gesellschaft in einen Morast der Gewalt und Brutalität»

In Israel hat sich eine neue Gruppe zu Wort gemeldet, die sich «Forum von Holocaust-Überlebenden und ihrer Nachkommen zur Verhinderung des Niedergangs des israelischen Humanismus» nennt. Ende letzten Jahres hat sie eine Petition lanciert. «Palästinensischer Terror ist ein verabscheuungswürdiges Verbrechen», heisst es in der Petition von Zvi Gil, dem Koordinator des Forums, und dem Journalisten Raoul Teitelbaum. Diesem klaren Statement folgt die Erklärung, dass «wir kein reines Gewissen haben können angesichts der massenhaften, willkürlichen Zerstörung von Häusern der Zivilbevölkerung, den entwurzelten Olivenbäumen und dem Erdboden gleich gemachten Obstplantagen. Wir können die weitreichenden Unterbrechungen des täglichen Lebens und die Misshandlungen an den Checkpoints nicht akzeptieren, egal ob sie aus Selbstzweck oder aus anderen Gründen erfolgen.»

Seit die Petition am 15. Dezember 2002 in Umlauf gebracht worden ist, haben jeden Tag Dutzende von Holocaust-Überlebenden und ihre Nachkommen ihren Namen hinzugefügt. Sie sind sich darin einig, dass «die israelische Gesellschaft in einen Morast von Gewalt und Brutalität, der Missachtung der Menschenrechte und der Geringschätzung des menschlichen Lebens hinabsinkt». Und sie stimmen darin überein, dass «die Herrschaft über ein anderes Volk gegen seinen Willen den Lektionen des Holocausts im moralischen, humanen und politischen Sinn widerspricht».

Unter den Unterzeichnern sind so bekannte israelische Persönlichkeiten wie die Professorin Hannah Jablonsky von der Ben-Gurion-Universität, Negev, eine der weltweit führenden Forscherinnen zum Thema Holocaust-Überlebende, und Aryeh Barnea, der Direktor des Gymnasiums Herzlia und Gründer von Lapid, einer Bewegung von Holocaust-Forschern.

Zvi Gil sagt, dass die Autoren Savyon Liebricht und Miriam Akiva die Petition unterzeichnet haben sowie die Schauspieler Gila Almagor und Shmuel Atzmon. Nava Semel, Ofra Gelbert-Avni, Benny Handel, Dr. Gad Kenar und Dr. Yehudith Feuer sind alle dem Aufruf «auf der Grundlage der grausamen Lektionen des Lebens, die wir durchgemacht haben» gefolgt, damit Israel sich selbst von der Besetzung befreie.

Alle beziehen sich auf den Holocaust als «ein Element der israelischen Identität» und warnen, dass der Konflikt mit den Palästinensern nicht nur aus Israel ein Land macht, in dem es gefährlich ist zu leben, sondern dass er auch die jüdischen Gemeinden auf der ganzen Welt gefährdet.

Die Organisatoren der Petition verlangten ein Treffen mit dem damaligen Generalstabschef Shaul Mofaz, um ihm ihre Sicht darzulegen. Sie erhielten nie eine Antwort.

Quelle: Haaretz vom 31.12.2002

***

rw. Israelische Holocaust-Überlebende und ihre Nachkommen verlangen, dass der israelische Staat aufhört, die Palästinenser mit brutaler Gewalt zu unterdrücken, zu misshandeln und ihnen ihre Lebensgrundlagen gezielt zu zerstören. Diese Unmenschlichkeiten können sie, obwohl sie selber den Holocaust durchgemacht haben, mit ihrem Gewissen nicht vereinbaren. Eine Haltung, die vorbildlich ist und die denjenigen ins Stammbuch geschrieben werden müsste, die mit dem Holocaust gegenüber dem jüdischen Volk die territoriale Expansionspolitik Israels, das heisst die völkerrechtswidrige israelische Besetzung des Landes der Palästinenser, rechtfertigen.

  Artikel 7: Zeit-Fragen Nr.1 vom 13. 1. 2003, letzte Änderung am 14. 1. 2003


Diese Domain  www.das-gibts-doch-nicht.info an einen Freund weiterempfehlen

Diese Seite zu den Favoriten hinzufügen

Diese Seite auf Ihrem PC speichern!

Möchten Sie diese Domaine als Startseite haben...

 

Das Kopieren und Verteilen dieser Information ist ausdrücklich erwünscht!
www.das-gibts-doch-nicht.info

Zurück zur Seite vorher

Zur Gesamtübersicht


Wenn Sie sich wegen irgendeiner Information ärgern, deswegen wütend oder frustriert werden bzw. Hass oder Wut auf entsprechende Personen bekommen, sind SIE selbst der einzige der diese Emotion in Form von Krankheiten zurückbekommt. Ihre Wut trifft niemals den anderen.
Einen Herrn Bush zum Beispiel interessiert es herzlich wenig, ob Sie sich über ihn ärgern.
Sie sind Schöpfer der Ereignisse die in Ihrem Leben eintreten, also seien Sie sich bewußt
wie Sie denken oder sprechen.