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Es ist zunächst kaum zu glauben. Da
werden in einem europäischen Land binnen kurzer Zeit über 2.000
Mobilfunksendeanlagen wegen der Auswirkungen auf die Gesundheit der
Bevölkerung stillgelegt, für weitere 5.000 solcher Anlagen gibt es
dort sogenannte Stilllegungsverfügungen, die demnächst
rechtskräftig werden sollen, und insgesamt werden derzeit ca. 10.000
Prozesse im Zusammenhang mit der Mobilfunkstrahlung geführt.
Und wieso wissen wir hier in Deutschland
nichts davon? Warum berichten unsere Medien nicht über diese Entwicklung
bei unseren EU-Mitbürgern? Wo doch sonst über weiß der Kuckuck
was informiert wird, mehr oder weniger Wichtiges darunter, mitunter sogar
tatsächlich Berichtenswertes! Wo bleibt die Informationspflicht von
Fernsehen, Rundfunk und Presse? Wie weit her ist es eigentlich mit dem
beruflichen Selbstverständnis der zuständigen Redakteure? Wo bleibt
die vielzitierte Kontrollfunktion der Medien, die ja oft noch gar neben
Legislative (gesetzgebende Gewalt), Exekutive (ausführende Gewalt) und
Judikative (richterliche Gewalt) als die unerlässliche "Vierte Gewalt" im
demokratischen Staat gerühmt wird?
Weit her kann es mit dieser
unabhängigen Kontrollinstanz nicht mehr sein - Bürgerinitiativen und
deren Dachverbände, nicht nur aus dem Mobilfunkbereich, können davon
so manche Strophe eines immer traurigeren Liedes singen. Aber am Umgang mit dem
Beispiel Spanien und der Mobilfunk kann man besonders deutlich erkennen, dass
die Medien mehr und mehr am Tropf der immer mächtigeren Industrielobby
hängen. Und wer zahlt, der schafft bekanntlich an. Sicher, eine Zensur
findet in diesem unserem Lande nicht statt, aber das ist auch gar nicht mehr
nötig. Die Schere im Kopf funktioniert schließlich wie frisch
geschliffen im vorauseilenden Gehorsam gegenüber dem Anzeigenkunden von
Morgen. Wer in den letzten Monaten Anzeigenrückgänge von bis zu 75
Prozent zu verkraften hatte, und bei manchen Printmedien soll es sogar noch
deutlich mehr gewesen sein, der kann die wenigen noch zahlungswilligen
Großkunden keinesfalls mit unliebsamen Meldungen verschrecken. Da spielt
der einstmals möglicherweise auch zu Recht erworbene Ruf als "kritisches
Nachrichtenmagazin" oder als "unabhängiges Blatt" auf einmal so gut wie
keine Rolle mehr. Da darf investigativer Journalismus zwar noch als
Schlüssellochschnüffelei bei allen Arten von Prominenten betrieben
werden, aber keinesfalls in der Recherche von unliebsamen Fakten gegen das
längst politikbeherrschende Großkapital. Da finden sogenannte
Talkshows mit den immergleichen Gästen zu den immergleichen längst
abgelutschten Themen statt, und draußen im Lande bahnt sich eine
gesundheitliche Katastrophe an, die jeder, der sich mit den Tatsachen
auseinandersetzen will, längst überdeutlich kommen sieht.
Die gesundheitlich katastrophalen
Auswirkungen der derzeit verwendeten Mobilfunkstrahlung auf Menschen, Tiere und
Pflanzen, die damit verbundene massive Bedrohung unserer Lebensgrundlagen, all
das findet in den überregionalen Medien schlichtweg nicht statt.
Berichtet wird lediglich von den lokalen Bürgerprotesten in den jeweiligen
Lokalblättern. Was überregional zum Tragen kommt kann
größtenteils unter den Rubriken Verharmlosung und Desinformation
verbucht werden. Und so gehen wir weiter einer strahlenden Zukunft
entgegen!
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