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Mit diesem Satz
wirbt die Gentech-Lobby gerne und versucht so krampfhaft, sich als
Umweltschützer zu klassifizieren. Umweltschutz dank Gentechnologie heisst
der Slogan. Pflanzen die sich selber schützen und somit keine Pestizide
(Schädlingsvernichtungsmittel) mehr benötigen, sollen die von der
Chemie malträtierte Umwelt entlasten.
Eine
pestizid-produzierende Pflanze wurde so manipuliert, dass in jedem Teil dieser
Pflanze Schädlingsvernichtungsmittel hergestellt wird.
Bt-Mais von
Novartis
Der Bt-Mais (Bt =
Bacillus thuringiensis ) der Firma Novartis stösst im Gegensatz zum
Monsanto-Soja auf regen Widerstand. So haben sich beispielsweise sämtliche
EU-Umweltminister gegen eine Zulassung ausgesprochen. Die potentielle Gefahr
von diesem bt-Mais wird von seiten des Herstellers jedoch vehement abgestritten
und immer wieder darauf hingewiesen, dass das Bt-Toxin im Biolandbau benutzt
wird und folglich gar nicht gefährlich sei. Dies ist jedoch keineswegs der
Fall:
- Das Protein,
welches in der Bio-Landwirtschaft seit 30 Jahren eingesetzt wird, ist ein
ungiftiges Protoxin, d.h. ein inaktives Gift, das seine insektizide Wirkung
erst bei der Verdauung entfaltet. Im Gegensatz dazu ist das Protein, welches in
die Gentech-Maispflanze eingeschleust wurde, ein Zwischenprodukt aus diesem
Protoxin und dem aktivem Toxin. Es kann somit nicht ausgeschlossen werden, dass
dieses Gift schon vor der Verdauung aktiviert wird und so andere Organismen
vergiftet.
- Während
bei der Bio-Landwirtschaft die Präperate nur bei Bedarf eingesetzt werden
und nur auf der Oberfläche der Pflanzen haften, ist das Gift beim Gen-Mais
in sämtlichen Pflanzenteilen vorhanden und ist sogar über seine
Lebensdauer hinaus aktiv. Versuche haben gezeigt, dass der Maiszünsler im
Extremfall schon nach einem Jahr resistent werden kann. Wenn dies eintrifft,
ist nicht nur die Gentech-Maispflanze ungeschützt, sondern die Bio-Bauern
verlieren gleichzeitig auch ihre wichtigste Waffe.
- Dem bt-Mais
wurde als sogenanntes "Marker-Gen" ein Antibiotika-Resistenzgen eingeschleust.
Eine Übertragung dieser Antibiotika-Resistenz auf Mikroorganismen konnte
experimentell nachgewiesen werden. Somit kann das Risiko, dass diese Resistenz
auf die Darmflora des Menschen oder auf Krankheitserreger übertragen wird,
nicht mehr ausgeschlossen werden.
Es sollte einem
zu denken geben, dass Österreich ein Import-Verbot für den Ciba-Mais
ausgesprochen hat. Wenn nun sogar das gentech-freundliche Frankreich ein
Freisetzungsverbot für diese Pflanze erlassen hat, so ist dies wohl ein
starkes Indiz für dessen Gefährlichkeit .
Böse
Überraschung Schlussendlich kam es doch, wie es nicht kommen sollte. Was von
Umweltschützern immer befürchtet wurde und von der Gentech-Industrie
vehement bestritten wurde, bestätigte sich dann doch.
Das
eidgenössische Forschungsinsitut für Agrarökologie und Landbau
in Zürich entdeckte, dass der bt-Mais nicht nur für den
Maiszünsler giftig war, sondern auch für die Florfliegenraupe, die
ein Nützling ist. Wurde den Florfliegenraupen Maiszünsler
verfüttert, die am Bt-Mais gestorben waren, krepierten auch die
Florfliegenraupen (Facts 21.8.97). Ausserdem deckte die Fernsehsendung "MTW"
im Herbst 1997 auf, dass nicht einmal die toxische Wirkung auf Rehe
geprüft wurde. Spätestens seit der Vergiftung der Rehe durch den
00-Raps wäre eine solche Prüfung eine Minimalanforderung
gewesen. Fatal an
dieser Sache war weniger diese unerwartete Nebenwirkung als solches sondern die
Tatsache, dass Novartis trotz der angeblichen Sicherheitsmassnahmen und
Risikostudien nichts davon gemerkt haben. Selbst die EU, die trotz heftigem
Widerstand der Umweltminister den bt-Mais zur Freisetzung zugelassen hat,
konnte diese Ergebnisse nicht ermitteln. So zeigt gerade dieses Beispiel, wie
"gut" die Risikostudien wirklich sind. Scheinbar wurden selbst elementarste
Abklärungen über die Sicherheit unterlassen. Unter diesen
Umständen graut es einem beim Gedanken, wie gut die Wirkung auf andere
Lebewesen und beispielsweise Bodenbakterien abgeklärt
wurden.
Geradezu
bedenklich ist, dass selbst Nobelpreisträger Prof. Rolf Zinkernagel
anlässlich des Dolder-Meetings 98 über den Bt-Mais sagte, er sei
unnötig und bedenklich. Bezeichnenderweise war Novartis sehr irritiert
über diese Aussage, worauf Herr Zinkernagel seine Aussage relativierte.
Natürlich war es ziemlich peinlich, dass ausgerechnet Herr Zinkernagel -
die Gallionsfigur der Genschutz-Gegner - sich soviel Ehrlichkeit
leistete.
Denn sie
wissen nicht, was sie tun Folgender Text liest sich zwar, als
wäre er eine moderne Art von Realsatire, ist aber in Wirklichkeit aus dem
Genehmigungsantrag der Firma Ciba-Geigy (Novartis) für ihren
genmanipulierten Bt-Mais:
| Über den Mechanismus, mit dem fremde DNA in die chromosomale DNA
von Pflanzen eingebaut wird, sind nur wenige Einzelheiten bekannt. Es
scheint, dass die eingeschleusten DNA-Fragmente in der Zelle miteinander
verknüpft werden, möglicherweise mit eingestreuten Fragmenten
von Pflanzen-DNA, die bei DNA-Reparaturprozessen freigesetzt wurden. Dies
führt vermutlich zu den zahlreichen Kopien von DNA, die
schliesslich an den Einbaustellen im Pflanzengenom zu finden sind und ist
typisch für eine Transformation mittels der Mikroprojektiltechnik. Man
glaubt, dass die DNA durch einen nicht-homologen ("illegitimen")
Rekombinations-prozess integriert wird, vermutlich ähnlich den
Prozessen, die man bei Säugerzellen beobachtet. Nach einer
Hypothese wird die Integration initiiert, wenn ein Ende der
eingeführten DNA an eine Bruchstelle in der Pflanzen-DNA angefügt
wird, vielleicht an einer Stelle, wo die DNA gerade verdoppelt oder
abgelesen wird. Möglicherweise sind DNA-Reparaturprozesse an dem
dann folgenden Integrationsschritten beteiligt. |
Wenn man sich
diesen Text einmal zu Gemüte führt und betrachtet, wieviele "wenns"
und "vielleichts" in einem - angeblich - wissenschaftlichen Text sind, so wird
einem schnell einmal bewusst, dass Gentechnologie im heutigen Stand der Technik
keine exakte Wissenschaft ist. Es muss wohl eher von einem Glücksspiel -
oder in diesem Fall von einem Unglücksspiel - gesprochen
werden.
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