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Eintretenswahrscheinlichkeit Von Seiten der Gentech-Industrie wird
immer die Eintretenswahrscheinlichkeit als Mass aller Dinge dargestellt. Das
Argument, ein gentechnischer Super-GAU sei so gut wie unwahrscheinlich, ist
spätestens seit Tschernobyl lächerlich. Das, was von der Industrie
Restrisiko genannt wird, ist und bleibt eine ernstzunehmende
Möglichkeit. Das Risiko mag noch so klein sein, es bleibt existent. Da
diese Eintretenswahrscheinlichkeit nur eine abstrakte Berechnung ist, die zudem
noch beliebig manipuliert werden kann, erübrigt es sich, darüber zu
diskutieren, wie viele Jahre oder Jahrhunderte es dauert, bis der Crash kommt.
Deshalb stellt sich nicht die Frage, wann es soweit ist sondern was für
Folgen dies im schlimmsten Fall hat - also die Frage nach dem Super-GAU
(GAU=Grösster anzunehmender Unfall).
Halbwertszeit
für Leben? Beispielsweise beim Atom gibt es Halbwertszeiten. Das bedeutet, dass
für jede Substanz genau gesagt werden kann, wie viele Jahre oder
Jahrtausende es braucht, bis das Material ungefährlich wird. Bei
genmanipulierten Organismen ist genau das Gegenteil der Fall. Leben kennt keine
Halbwertszeit! Leben hat die Eigenschaft, sich zu vermehren. Dies möchte
ich mit folgendem Beispiel verdeutlichen: Die übliche Generationszeit von
Bakterien liegt bei ca. 30 Minuten. Aus einer Bakterie werden in einer halben
Stunde 2, in einer Stunde 4, in zwei Stunden 8 und so weiter. So braucht es
lumpige 15 Stunden, bis aus dieser einsamen Bakterie eine Kolonie von 1
Milliaren Bakterien wird. |