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Der IMPF-REPORT
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Unabhängiger Nachrichtendienst rund ums Impfen Von Eltern für Eltern
13. März 2003 Ausgabe Nr. 09/2003
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INHALT:
[1] Zu dieser Ausgabe
[2] Pocken: Bayerische Ärzte wollen sich nicht impfen lassen
[3] RKI: Noch keine einzige Impfung in Deutschland
[4] Auch am RKI bisher keine Freiweilligen für Pockenimpfung
[5] USA: Landesweit verweigern ganze Hospitäler die Pockenimpfung
[6] TELEPOLIS-Kommentar: Pockenpanik kommt in den USA nicht an
[7] Gesundheitsämter bewerben Pockenimpfung bei Feuerwehrmännern
[8] Babys ohne Pockenschutz Blut von Geimpften einziger Schutz?
[9] FOCUS: Impfverweigerer müssen 25.000 Euro Strafe zahlen
[10] Relevante Gesetzestexte im AMG und IfSG
[11] Aufruf: US-Kongreßabgeordneter sammelt Impfschadensfälle
[12] Zu kurz gekommen: Pharmakonzern will gegen Berlin klagen
[13] Veranstaltungshinweis für 22. März (Hamburg)
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[1] Zu dieser Ausgabe
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Liebe Leser,
die Pockenkampagne ist offensichtlich weltweit ins Stocken geraten.
Möglicherweise haben die Menschen ja doch den enormen Widerspruch
bemerkt, der darin liegt, eine enorme Angst vor Pocken zu verbreiten
und im gleichen Atemzug immer wieder zu betonen, daß ein Angriff
mit diesen Viren äußerst unwahrscheinlich sei.
Hier wird offensichtlich nicht an die Vernunft der Menschen
appelliert, sondern an ihre Irrationalität. Das äußert sich z.B.
darin, daß bayerisches medizinisches Personal, dafür vorgesehen,
sich (freiwillig) vorsorglich jetzt schon für den Notfall impfen zu
lassen, diese Impfung verweigert und statt dessen vehement die
Freigabe eines Vorimpfstoffs fordert, dessen Nutzen jedoch
keinesfalls bewiesen ist und auch ohne Pockenviren gar nicht
bewiesen werden kann [Thema 2].
Pikantes Detail am Rande: Der MVA-Impfstoff wird in Bayern, in
Martinsried bei München, von der Firma Bavarian Nordic hergestellt.
Offensichtlich hat dieser Konzern in den bayerischen
Gesundheitsbehörden eine starke Lobby.
Nach Auskunft von Dr. Kurth, dem Chef des in Deutschland für
Infektionskrankheiten zuständigen Robert-Koch-Institutes (RKI), hat
sich in ganz Deutschland bis Anfang März noch kein einziger
Mediziner freiwillig für die Impfung gemeldet [Thema 3]. Sogar die
Mitarbeiter seines eigenen Institutes sind bislang sehr
zurückhaltend [Thema 4].
In den USA, wo der Druck auf medizinisches Personal noch wesentlich
größer ist als bei uns, verweigern sogar ganze Hospitäler
reihenweise die freiwillige" Impfung [Thema 4]. Von 250.000
verschickten Impfstoffen seien erst 4.000, also nur ein Bruchteil,
zum Einsatz gekommen [Thema 5].
Doch aller Zweifel am Nutzen der Pockenimpfung und an der
Wahrscheinlichkeit eines Pockenangriffs ficht unsere
Gesundheitsämter nicht an. Statt dessen machen sie für die Impfung
bei den Feuerwehrleuten intensive Werbung [Thema 7].
Wer der Meinung war, es gäbe keine Steigerungsform innerhalb dieser
irrationalen, ins Stocken geratenen Kampagne mehr, der darf sich
getäuscht sehen:
Der Tagesspiegel lenkt die Aufmerksamkeit seiner Leser jetzt auf die
bedauernswerten Babys [Thema 8], die wegen der Nebenwirkungen nicht
geimpft werden dürfen und deshalb ungeschützt seien. Jedoch sei ein
Schutz durch das Verabreichen von Blut zuvor geimpfter Personen
denkbar.
Ein wahrhaft subtiler Motivator für die Pockenimpfung: Wenn wir uns
also schon nicht um unseretwillen impfen lassen wollen, so dann doch
wenigstens für unsere unschuldigen und hilflosen Kleinsten, um ihnen
unser beimpftes Blut zu spenden?
Besser, ich verkneife mir die Frage, ob wir uns möglicherweise zu
einer Gesellschaft von Vampiren entwickeln, die vom Blut anderer
leben...
Den Bock schießt jedoch der FOCUS mit seiner Meldung ab,
Impfverweigerer müßten mit einer Strafe von 25.000 Euro rechnen
[Thema 9].
Beobachter halten dies für eine ganz dicke Zeitungsente, denn weder
das Arzneimittelgesetz (AMG) noch das Infektionsschutzgesetz (IfGS),
geben das her [Thema 10].
Der US-Kongreßabgeordnete Dan Burton, dessen Enkelkind nach einer
MMR-Impfung (Masern-Mumps-Röteln) autistisch wurde, kämpft seither
für die Rechte der Impfgeschädigten und ruft jetzt weltweit Opfer
auf, sich bei ihm zu melden [Thema 11].
Dem US-Pharmakonzern Baxter reichen unterdessen seine rasant
gestiegenen Impfstoffaufträge nicht. Er möchte gegen die
Bundesregierung klagen, da sie sich bei der Beschaffung von 30
Millionen Impfstoffen für den Konkurrenten Bavarian Nordic
entschieden hat [Thema 2 und 12].
Die Veranstaltungshinweise für März (siehe letzte Ausgabe) haben
einen Nachzügler aus Hamburg[Thema 12].
Herzliche Grüße
Hans Tolzin
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[2] Pocken: Ärzte wollen sich nicht impfen lassen
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Quelle:
Welt am Sonntag online vom 23. Januar 2003
http://www.wams.de/data/2003/02/23/44764.html?search=pocken&searchHI
LI=1
Pocken: Ärzte wollen sich nicht impfen lassen
Bayerische Mediziner fürchten Nebenwirkungen des Pocken-Impfstoffs
und fordern die Zulassung einer gefahrmindernden Vorimpfung in
Deutschland
von Heike Vowinkel
Schweinefüße sind derzeit sehr gefragt. Denn wenn in diesen Tagen
deutsche Amtsärzte lernen, wie man gegen Pocken impft, dann nehmen
sie zum Üben am liebsten die Füße der Allesfresser. Ob in
Niedersachsen oder Thüringen, in Nordrhein-Westfalen oder Hessen,
überall laufen derzeit die Vorbereitungen zum Schutz vor einem
terroristischen Angriff mit Pocken auf Hochtouren.
Insgesamt mehr als 3200 Impfstellen sind bundesweit geplant. Die
erste Phase des Drei-Stufen-Plans zur Pockenvorbeugung, den Bund und
Länder gemeinsam mit Experten des Robert Koch Instituts entwickelt
haben, hat eingesetzt. In dieser Phase soll die Logistik für
mögliche Massenimpfungen vorbereitet werden.
Doch nun droht Streit um die Empfehlung des Bundes an die Länder, in
den kommenden Wochen 500 bis 1000 Mitarbeiter von Speziallabors und
Behandlungszentren als Erste vorsorglich gegen Pockenviren zu
impfen. Denn die Pockenimpfung ist nicht ungefährlich. Das Risiko,
an ihr zu sterben, liegt bei einem bis fünf auf eine Million
geimpfter Menschen, die Gefahr, eine Hirnhautentzündung zu bekommen,
gar bei 50 zu einer Million. Selbst die weniger schweren
Nebenwirkungen schrecken viele ab: Fieber, Schmerzen und
Schwellungen der Lymphknoten und eine hohe Ansteckungsgefahr von bis
zu drei Wochen an der Impfwunde.
Bayern fordert aus diesem Grund die Freigabe des Vorimpfstoffes"
MVA (Modifizierte Vaccinia-Virus Ankara"), der die Gefahr von
Nebenwirkungen bei der eigentlichen Pockenimpfung mindern soll. In
den 70er-Jahren habe man mit der zweistufigen Immunisierung - erst
MVA, vier Tage später den Hauptwirkstoff Elstree - bei 150000
Probanden gute Erfahrungen gemacht, so das bayerische
Gesundheitsministerium. Doch das Paul Ehrlich Institut (PEI) in
Langen, das als Bundesamt für die Zulassung von Impfstoffen
zuständig ist, hat Bedenken: Die Erfahrungen von damals reichten
nicht aus und seien zu einer Zeit erhoben worden, als das
Pockenvirus fast ausgerottet war.
Bayern indes wird mit seiner Forderung nach MVA von hochkarätigen
Medizinern unterstützt wie etwa Nikolaus Frühwein, Präsident der
Bayerischen Gesellschaft für Immun-, Tropenmedizin und Impfwesen.
Frühwein gehört zum Kreis derjenigen, die vorab geimpft werden
könnten. Doch für ihn steht fest: Ohne MVA würde ich mich kaum
impfen lassen." Der Forscher beobachtete in den 70er-Jahren noch mit
eigenen Augen, wie stark die Nebenwirkungen" einer Pockenimpfung
mit MVA gemindert wurden".
Frühwein sei mit seinen Bedenken nicht allein, bestätigt Petra Graf,
Ärztliche Direktorin im Referat für Gesundheit und Umwelt in
München, die für die Umsetzung der Bund-Länder-Empfehlung in Bayern
zuständig ist. In Gesprächen habe sie festgestellt, daß die
Bereitschaft, sich jetzt in dieser Phase schon impfen zu lassen,
unter den betreffenden Medizinern gering ist". Graf ist überzeugt,
daß mit der Vorimpfung per MVA" die Bereitschaft anstiege. Auch
bei mir", sagt die promovierte Ärztin. Die meisten Kollegen sähen
derzeit in den Impf-Nebenwirkungen ein größeres Risiko als in einer
Erkrankung mit Pocken.
Und auch Thomas Löscher, Leiter des Tropeninstituts in München, hält
es für sinnvoll, mit MVA vorzuimpfen: Dann hat das Impfpersonal
zumindest einen ausreichenden Schutz, um andere impfen zu können",
sagt Löscher. Die Bedenken des PEI, die Wirkung der Hauptimpfung
könnte durch MVA beeinträchtigt werden, hält Löscher zu diesem
Zeitpunkt für nicht relevant:
An erster Stelle steht jetzt der Schutz vor den Nebenwirkungen der
Impfung." Auch Löscher würde, wenn er die Aufforderung zur Impfung
bekäme, zunächst auf eine Vorimpfung mit MVA bestehen.
Das PEI hält indes an seiner Position fest. Die Datenbasis auf der
wir in den 70er-Jahren MVA zugelassen haben, ist heute nicht mehr
ausreichend. Wir wissen nicht einmal gesichert, ob MVA zusammen mit
dem Hauptwirkstoff gegen Pocken schützt oder nicht gar dessen
Schutzwirkung mindert", erklärt PEI-Präsident Johannes Löwer. Er
hält es daher für ein zu großes Experiment, ausgerechnet diejenigen
mit MVA vorzuimpfen, die im Notfall gleich einsetzbar sein sollen.
Unterdessen droht dem Bundesgesundheitsministerium wegen der
Anschaffung von Pockenimpfstoff eine Klage beim Bundeskartellamt.
Wie das Nachrichtenmagazin Focus" berichtet, will das
Pharmaunternehmen Baxter mit Sitz in München auf diesem Weg eine
nachträgliche Ausschreibung für den Ankauf von etwa 30 Millionen
Impfstoffdosen durch den Bund erzwingen. Demnach hat das Ministerium
den Impfstoff im Januar ohne Ausschreibung von einem Konkurrenz-
Unternehmen gekauft.
Das Gesundheitsministerium wies die Vorwürfe zurück. Die
einschlägigen vergaberechtlichen Bestimmungen wurden eingehalten",
sagte eine Sprecherin am Samstag in Berlin.
Siehe auch Ostseezeitung online vom 24. Febr. 2003
http://www.ostsee-zeitung.de/AnswerData/druck_159460.html
oder
http://www.suedwest-aktiv.de/landundwelt/politik/artikel554974.php
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[3] RKI: Noch keine einzige Impfung in Deutschland
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Quelle:
Stuttgarter Nachrichten online vom 1. März 2003
http://www.stuttgarter-
nachrichten.de/stn/page/detail.php/375053?_suchtag=20
Ärzte zögern bei Pocken-Impfung
Berlin/Stuttgart (AFP/lsw) - Aus Angst vor den möglichen
Nebenwirkungen schrecken viele Ärzte vor einer Pocken-Schutzimpfung
zurück. Der Präsident des Robert-Koch-Instituts, Reinhard Kurth,
sagte, deshalb habe es in Deutschland noch keine einzige Impfung
gegeben. In Vorbereitung auf einen möglichen Angriff mit Pocken-
Viren hat die Bundesregierung inzwischen 50 Millionen Impfdosen und
damit die Hälfte des benötigten Stoffes angeschafft.
Die Behörden im Land bereiten sich derweil auf eine Massenimpfung
vor. Im Fall eines Pockenviren-Angriffs müßten alle 10,5 Millionen
Menschen im Südwesten innerhalb von fünf Tagen geimpft werden: "Das
ist ein logistischer Kraftakt", so Sozialminister Friedhelm Repnik.
Siehe auch Rheinland-Pfalz online vom 1.3.03
http://www.ron.de/osform/cms_osmm?articleName=HERMES:20030301:363942
8&template=templates/cms_osmm/recherche/lokal/lud/meldung.oft
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[4] Auch am RKI bisher keine Freiweilligen für Pockenimpfung
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Quelle:
Newsclick.de vom 1. März 2003
http://www.newsclick.de/index.jsp/artid/1316771/menuid/472005
Phase 1 bei Schutz vor Pocken abgeschlossen
50 Millionen Dosen Impfstoff stehen bereit
Von Gerald Mackenthun, Berlin
Die Bundesrepublik ist nach Einschätzung des Robert-Koch-Instituts
(RKI) auf einen möglichen Angriff mit Pocken weitgehend vorbereitet.
"Phase 1" der Vorbereitungen auf einen eventuellen Terrorangriff mit
Pocken ist abgeschlossen, sagte RKI-Leiter Reinhard Kurth gestern
auf dem 7. Kongreß für Infektionskrankheiten in Berlin. 50 Millionen
Dosen Impfstoff stünden jetzt von der Bundeswehr an geheimen Orten
bewacht bereit. Sie reichten aus, um Infizierte und ihre
Kontaktpersonen zu impfen und den Epidemieherd großflächig
einzukreisen.
"Phase 2" besteht, wenn außerhalb Deutschlands ein erster Pockenfall
diagnostiziert worden ist. Bislang sei noch kein Deutscher gegen
Pocken neu geimpft worden, auch nicht die Mitarbeiter des am RKI
angesiedelten Zentrums für Biologische Sicherheit, sagte Kurth.
"Wegen der Nebenwirkungen können und wollen wir in Deutschland
niemanden zwingen."
Andere Regelung in USA
In den USA und Israel ist dies anders, da die Staaten nach Meinung
des Mainzer Mikrobiologen Suchardi Bhakdi viel eher Ziel eines
Anschlags sein werden. In den USA wurden laut Kurth 100 000 Soldaten
vorbeugend geimpft. Es habe fünf schwerwiegende Nebenwirkungen
gegeben, die ausgeheilt seien. In Israel wurden 17 000 Menschen
freiwillig geimpft, von denen angenommen wird, daß sie zuerst mit
dem Virus in Berührung kommen: medizinisches Personal, Feuerwehr-
leute und Rettungssanitäter. "Bis Ende des Winters sollen es 40 000
sein", mutmaßte Ethan Rubinstein von der Infectious Diseases Unit
der Universität Tel Aviv auf dem Kongreß. Es hält sein Land für
nicht pockengefährdeter als andere Länder. Anders bei Anthrax: "Wir
wissen, daß Saddam Hussein 1991 Anthrax einsetzte und nicht alles
vernichtet wurde."
Übertriebene Vorsicht?
Bewußt provokant fragte der gebürtige Thailänder Bhakdi auf dem
heute zu Ende gehenden Kongreß, ob es die Deutschen mit der Vorsorge
für "Phase 3", dem Auftreten eines Pockenfalles hier zu Lande, nicht
ein wenig zu weit trieben. "Deutschland ist nicht Zielgebiet von
Terroristen. Sorry, so wichtig sind Sie nicht", sagte er und verwies
auch auf die Kosten einer Vorbereitung: Zwei Euro pro Impfdosis bei
einer geplanten Gesamtzahl von 100 Millionen. Von der Lagerung in
Kühltruhen ganz zu schweigen. Gleichzeitig, so Bhakdi, fehle Geld
für die mikrobiologische Forschung und die Therapie akut Kranker.
Letzterem wollte Kurth nicht widersprechen. Das Bedrohungspotential
schätze er aber höher ein. Die Regierung komme nicht um die Pflicht
herum, die Gesundheit ihrer Bürger zu schützen, selbst wenn das
Risiko minimal sei. Dpa
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[5] USA: Landesweit verweigern ganze Hospitäler die Pockenimpfung
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Quelle:
USAtoday online vom 21. Jan. 2003
http://www.usatoday.com/usatonline/20030121/4794957s.htm
Als Ärzte des Medical College of Virginia Hospitals im Dezember
ankündigten, daß sie nicht am Programm der Bush-Regierung zur
Impfung von 11 Millionen Amerikaner gegen Pocken teilnehmen würden,
wurde ihnen vorgeworfen, ihre erbärmliche Entscheidung könne den
Plan des Präsidenten unterlaufen.
Wie sich jetzt zeigt, waren sie erst der Anfang.
Mehr als 80 Hospitäler aus ganz USA, einschließlich führenden
Lehrhospitälern und großen städtischen Volkshospitälern verweigern
die Impfung. Die Dissidenten gehören zu den 3000 Hospitäler, die von
staatlichen Gesundheitsbeamten dazu ausersehen wurden, Ärzte,
Krankenschwestern und Mitarbeiter zu impfen, die am
wahrscheinlichsten mit Pockenpatienten zu tun haben würden.
Hier weiterlesen (englischer Originaltext):
http://www.usatoday.com/usatonline/20030121/4794957s.htm
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[6] TELEPOLIS-Kommentar: Pockenpanik kommt in den USA nicht an
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Quelle:
Telepolis online vom 24. Febr. 2003
http://www.heise.de/tp/deutsch/inhalt/co/14252/1.html
Pockenpanik kommt in den USA nicht an
Florian Rötzer
Das von der US-Regierung geplante Pockenimpfprogramm ist ins Stocken
geraten
Während bei uns manche versuchen, die Panik vor Anschlägen mit
biologischen Waffen und vor allem mit Pockenviren - und dabei
natürlich stets wie der bayerische Innenminister Beckstein
versichern, es ginge nur um Vorsorge, nicht um die politische
Ausbeutung von Hysterie -, scheint in den USA das von der Regierung
zumindest teilweise instrumentalisierte Szenario keinen Glauben zu
finden. Das Pockenimpfprogramm, mit dem in einem Monat eine halbe
Million Angehörige der Gesundheitsdienste vor einem möglichen
Anschlag geschützt werden sollten, wird offensichtlich boykottiert.
Präsident Bush hatte im Dezember das Impfprogramm angekündigt. Eine
halbe Million Soldaten mußten sich impfen - und angeblich hat Bush
als Vorbild sich auch gegen Pocken impfen lassen. Freiwillig sollten
sich dann die über 10 Millionen Menschen auch der Prozedur
unterziehen. Der Gesundheitsminister hatte schließlich am 24.
Januar das freiwillige Pockenimpfprogramm gestartet. In einem Monat
sollten eine halbe Million Menschen und dann Zug um Zug in den
nächsten Monaten Millionen von weiteren geimpft werden.
Über 250.000 Impfstoffe wurden versendet, doch bislang haben sich
nur etwas mehr als 4000 Menschen impfen lassen. noch nicht einmal
ein Prozent der vorgesehenen Menge. Viele Krankenhäuser weigern sich
prinzipiell an dem Programm teilzunehmen und ihre Mitarbeiter dem
Risiko einer Impfung auszusetzen, aber auch Gewerkschaften und sogar
manche Gesundheitsministerien der Bundesstaaten sehen den Sinn der
Aktion nicht ein.
Tatsächlich handelt es sich, wie bei uns Innenminister Schily
beteuert, um ein abstraktes Risiko. Das heißt schlicht, daß ein
Anschlag mit Pockenviren theoretisch natürlich denkbar ist - wie so
vieles andere -, aber es keine konkreten Hinweise dafür gibt.
Niemand weiß, ob Pockenviren noch irgendwo außerhalb der zwei Labors
in Rußland und in den USA vorhanden sind. Vor allem weiß niemand
wirklich, ob der Irak sie besitzt. Sollten jedoch Pockenviren sich
in den Händen von muslimischen - oder anderen - Extremisten
befinden, so könnte durchaus sein, daß ein Angriff auf den Irak
einen solchen Gegenschlag provozieren könnte. Doch ob Terroristen
dann ausgerechnet Pocken verwenden und nicht zu anderen Mitteln
greifen, steht in den Sternen und ist nicht vorhersehbar.
In den USA sind Experten im Gegensatz zu den Politikern nicht
wirklich davon überzeugt, daß allein das abstrakte Risiko es
rechtfertigt, Hunderttausende von Menschen einer Impfung mit
bekannten Nebenwirkungen zu unterziehen. Hinzu kommt, daß die US-
Regierung als Beipack zum verabschiedeten Gesetz über die
Einrichtung des neuen Ministeriums für Innere Sicherheit (Homeland
Security) einen Paragraphen eingefügt hat, der verhindert, daß
Firmen, die für das Ministerium etwas herstellen oder liefern,
schadensersatzpflichtig gemacht werden können. Sollte der Impfstoff
also mit Verschulden des Herstellers zu Gesundheitsschäden führen,
so hätten die Betroffenen keinen Anspruch auf Schadensersatz. Die
US-Regierung konnte sich so zwar Unternehmen ins Boot holen, aber
nicht unbedingt das Vertrauen der Menschen. Nun will offenbar das
Gesundheitsministerium Gelder für diesen Zweck zur Verfügung
stellen.
Der Plan in den USA war, zuerst diejenigen gegen Pocken zu impfen,
die im Falle einer Infektion als erstes damit in Berührung kommen
würden, also die im medizinischen Bereich arbeitenden Menschen. Man
geht davon aus, daß die meisten Menschen vor Pocken geschützt werden
können, wenn sie innerhalb von 5 Tagen geimpft werden. Entsprechend
auf Massenimpfungen eingestellt, könnten die Impfungen also auch
noch nach einem Anschlag durchgeführt werden. Ob das allerdings
wirklich funktionieren würde, wenn Panik einsetzt, wie dies schon
bei den wenigen Fällen von Milzbrand im Oktober 2001 der Fall war,
ist fraglich - vor allem in den Augen derjenigen, die zu einer
vorsorglichen Impfung raten. US-Gesundheitsminister Thompson hat
daher noch einmal zur Umsetzung des Programms aufgerufen, und die
Centers for Disease Control and Prevention (CDC) schicken an
Millionen von Menschen im Gesundheitsdienst noch einmal
Informationen. Allerdings würde eine Epidemie auch nicht landesweit
auf einmal ausbrechen, weswegen regionale Impfkampagnen durchaus
ausreichen würden, um eine Pockeninfektion einzudämmen.
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[7] Gesundheitsämter bewerben Pockenimpfung bei Feuerwehrmännern
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Quelle:
Oberpfalznetz.de vom 6. März 2003
http://www.oberpfalznetz.de/zeitung/0,2123,87385-1-164_0_0,00.html
Begründete Angst oder Hysterie?
Möglicher Pockenangriff Thema bei Feuerwehrschulung Zur Zeit
"Stufe eins"
Ebnath/Neusorg. (soj) Dr. Wolfgang Fortelny ging im Rahmen eines
Schulungsabends bei der Ebnather Wehr (wir berichteten) auch auf die
Ängste der Menschen bei einem eventuellen Pockenangriff ein.
In den letzten Tagen wurden die Gemeinden von den Gesundheitsämtern
angeschrieben und gefragt, wie hoch die Anzahl der zu impfenden
Feuerwehrleute im Krisenfall wäre. Zum jetzigen Zeitpunkt erfolgt
eine Einteilung in drei Stufen. Zur Zeit liege die Stufe "eins" vor,
das heißt: ein Pockenfall liegt nicht vor, es werden nur die
logistischen Voraussetzungen mit Erfassung der zu Impfenden
geschaffen.
Seit 1979 gelten die Pocken als ausgerottet, so der Arzt, gelagert
werden Pockenviren in zwei Sicherheitslabors in Amerika und Rußland.
Der Infektionsweg von Mensch zu Mensch wird als Tröpfcheninfektion
beschrieben, zusätzlich durch Haut-zu-Haut-Kontakt und durch
entsprechend verunreinigte Wäsche möglich.
Die Zeit der Erkrankung beziehungsweise Aufnahme des Erregers in den
Körper und dem Ausbruch der Erkrankung beträgt sieben bis 19 Tage.
Der Krankheitsverlauf beginnt mit Kopf- und Leibschmerzen,
plötzlichem hohen Fieber, danach Bildung von Ausschlag, Beulen und
Pusteln, besonders im Gesicht, Armen und Beinen. Die
Sterblichkeitsquote beträgt bis zu 30 Prozent.
Für den Fall einer Pockeninfektion werden verschieden Alarmstufen
ausgelöst. Entsprechend werden auch Ärzte, Krankenhauspersonal,
Rettungsdienst und Feuerwehrleute geimpft.
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[8] Babys ohne Pockenschutz Blut von Geimpften einziger Schutz?
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Quelle:
Tagesspiegel online vom 6. März 2003
http://archiv.tagesspiegel.de/archiv/06.03.2003/466783.asp
Babys ohne Pocken-Schutz
Die Impfung ist zu gefährlich Berlin plant Katastrophenübung
Bei der Vorbereitung auf einen möglichen Terroranschlag mit
Pockenviren ist bisher der Schutz der kleinsten Berliner, die das
erste Lebensjahr noch nicht vollendet haben, ein ungelöstes Problem.
Denn sie dürfen nicht gegen Pocken geimpft werden, weil das
gesundheitliche Risiko durch die starken Nebenwirkungen wie zum
Beispiel einer Hirnentzündung für sie wesentlich höher ist, als für
ältere Kinder und Erwachsene. Damit könnte für die rund 30 000
Unter-Einjährigen in der Stadt eine wichtige Pockenprophylaxe
entfallen.
Die Alternative wäre, den jungen Patienten neben der Impfung mit
einem geschwächten Virus gleich die fertigen Antikörper zu spritzen,
um dadurch die Nebenwirkungen zu minimieren. Dieses Antikörper-Serum
wird aus dem Blut von bereits geimpften Erwachsenen gewonnen. Das
Blut ist allerdings frühestens einen Monat nach der Impfung dafür
geeignet. Da in Berlin erst im Falle eines Anschlages geimpft werde,
könne dann noch kein Serum zur Verfügung stehen, sagte ein
Katastrophenschutzexperte dem Tagesspiegel.
In Israel zum Beispiel ist man sich dieses Problems bewußt. Bisher
wurden dort bereits 17 000 Menschen vorbeugend gegen die Pocken
geimpft, unter anderem deshalb, um aus ihrem Blut das Serum zur
Immunisierung und zum Schutz von Babys gegen die Nebenwirkungen zu
gewinnen. Dieses Serum wird auch exportiert, sei aber
unerschwinglich teuer, sagen Infektologen.
Alternativ experimentiere man mit antiviralen Medikamenten (zum
Beispiel HIV- und Herpes-Arzneien), um die Pocken auch bei
Kleinkindern behandeln zu können, sagt der Fachmann. Doch da es
keine Kranken mehr gibt Pocken gelten seit 20 Jahren als
ausgerottet könne man die Wirkung der Arzneien nur an Tieren
erproben.
In Berlin gehen derweil die Vorbereitungen auf einen Pockenanschlag
weiter obwohl Experten betonen, wie unwahrscheinlich ein solches
Attentat sei. Ende März sollen die Vorbereitungen soweit
abgeschlossen sein, daß im Ernstfall alles reibungslos läuft, sagt
Sigurd Peters, Katastrophenschützer in der
Senatsgesundheitsverwaltung. Dazu gehört auch die Übung einer
Massenimpfung. Denn wenn der erste Pockenfall auftritt, werden 3,5
Millionen Berliner binnen fünf Tagen immunisiert. Dazu richten die
Bezirksämter 135 Impfstellen meist in Schulen ein, die täglich 5000
durchschleusen sollen. Für die Übung, die an einem Märzwochenende
stattfindet, haben die Experten eine Schule in Zehlendorf
ausgewählt. Den genauen Termin und Ort hält die
Gesundheitsverwaltung geheim, weil eine Vorankündigung die Wirkung
der Übung zunichte machen würde, sagt Peters. Ingo Bach
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[9] FOCUS: Impfverweigerer müssen 25.000 Euro Strafe zahlen
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Quelle:
Focus online vom 12. März 2003
http://news.focus.msn.de/G/GN/gn.htm?snr=117715&streamsnr=7
Weigerung kostet 25 000 Euro
Jeder deutsche Bürger, der bei einem Pocken-Alarm die Impfung
ablehnt, muß offenbar gehörig blechen. In solch einem Fall sei ein
Bußgeld in Höhe von 25 000 Euro zahlen, meldete das Bielefelder
Westfalen-Blatt am Mittwoch. Die Ermächtigung zum Erlaß einer
Impfpflicht sei durch eine Ausnahmeregelung im Arzneimittelgesetz
geregelt. Die Zeitung beruft sich auf Informationen, die Ärzten im
öffentlichen Gesundheitswesen auf einer Fortbildungsveranstaltung in
Düsseldorf gegeben wurden.
Im Krisen- und Katastrophenfall kann demnach die Bundesregierung per
Sonderverordnung den nicht ganz ungefährlichen Impfstoff
verkehrsfähig und somit unverzüglich einsetzbar machen. Der
Impfstoff werde derzeit an geheimen Orten gelagert und von der
Bundeswehr bewacht, schreibt die Zeitung.
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[10] Relevante Gesetzestexte im AMG und IfSG
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Im Arzneimittelgesetz (AMG) ist die Ausnahmeregelung für die
Zulassung von Arzneimitteln, also auch nichtzugelassenen
Impfstoffen, geregelt, wobei jedoch gewährleistet sein muß, daß
"eine unmittelbare oder mittelbare Gefährdung der Gesundheit von
Mensch oder Tier...nicht zu befürchten ist." Was für die gefährliche
Pockenimpfung offensichtlich nicht zutrifft, so daß eine Zulassung
NICHT möglich ist. Hierzu haben sich inzwischen genügend Fachleute
sehr kritisch öffentlich über den Impfstoff geäußert. Ohne Zulassung
jedoch auch kein Impfzwang.
Die Möglichkeit des Impfzwangs ist im Infektionsschutzgesetz (IfSG)
geregelt, jedoch mit der Einschränkung, daß die Zwangsimpfung "nach
ärztlichem Zeugnis" keine Gefahr für Gesundheit und Leben der
betroffenen Personen darstellen darf.
Für alle, die es genau wissen wollen, hier der genaue Wortlaut der
betreffenden Gesetzestexte. Ergänzungen und Korrekturen zu diesem
Thema bitte an redaktion@impf-report.de.
AMG § 79
Ausnahmeermächtigungen für Krisenzeiten
(1) Das Bundesministerium wird ermächtigt, im Einvernehmen mit dem
Bundesministerium für Wirtschaft durch Rechtsverordnung, die nicht
der Zustimmung des Bundesrates bedarf, Ausnahmen von den
Vorschriften dieses Gesetzes und der auf Grund dieses Gesetzes
erlassenen Rechtsverordnungen zuzulassen, wenn die notwendige
Versorgung der Bevölkerung oder der Tierbestände mit Arzneimitteln
sonst ernstlich gefährdet wäre und eine unmittelbare oder mittelbare
Gefährdung der Gesundheit von Mensch oder Tier durch Arzneimittel
nicht zu befürchten ist.
(2) Die Rechtsverordnung ergeht im Einvernehmen mit dem
Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit,
soweit es sich um radioaktive Arzneimittel und um Arzneimittel
handelt, bei deren Herstellung ionisierende Strahlen verwendet
werden, und im Einvernehmen mit dem Bundesministerium für Ernährung,
Landwirtschaft und Forsten, soweit es sich um Arzneimittel handelt,
die zur Anwendung bei Tieren bestimmt sind.
(3) Die Geltungsdauer der Rechtsverordnung ist auf sechs Monate zu
befristen.
Siehe auch Arzneimittelgesetz:
http://www.pei.de/downloads/10amg.pdf
IfSG §20
Schutzimpfungen und andere Maßnahmen der spezifischen Prophylaxe
(6) Das Bundesministerium für Gesundheit wird ermächtigt, durch
Rechtsverordnung mit Zustimmung des Bundesrates anzuordnen, daß
bedrohte Teile der Bevölkerung an Schutzimpfungen oder anderen
Maßnahmen der spezifischen Prophylaxe teilzunehmen haben, wenn eine
übertragbare Krankheit mit klinisch schweren Verlaufsformen auftritt
und mit ihrer epidemischen Verbreitung zu rechnen ist. Das
Grundrecht der körperlichen Unversehrtheit (Artikel 2 Abs. 2 Satz 1
Grundgesetz) kann insoweit eingeschränkt werden. Ein nach dieser
Rechtsverordnung Impfpflichtiger, der nach ärztlichem Zeugnis ohne
Gefahr für sein Leben oder seine Gesundheit nicht geimpft werden
kann, ist von der Impfpflicht freizustellen; dies gilt auch bei
anderen Maßnahmen der spezifischen Prophylaxe. § 15 Abs. 2 gilt
entsprechend.
(7) Solange das Bundesministerium für Gesundheit von der
Ermächtigung nach Absatz 6 keinen Gebrauch macht, sind die
Landesregierungen zum Erlaß einer Rechtsverordnung nach Absatz 6
ermächtigt. Die Landesregierungen können die Ermächtigung durch
Rechtsverordnung auf die obersten Landesgesundheitsbehörden
übertragen. Das Grundrecht der körperlichen Unversehrtheit (Artikel
2 Abs. 2 Satz 1 Grundgesetz) kann insoweit eingeschränkt werden.
Siehe auch Infektionsschutzgesetz:
http://jurcom5.juris.de/bundesrecht/ifsg/
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[11] Aufruf: US-Kongreßabgeordneter sammelt Impfschadensfälle
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In diversen Email-Rundschreiben teilt Danielle Burton-Sarkine,
Tochter des amerikanischen Kongreßabgeordneten Dan Burton, mit, daß
ihr Vater derzeit Berichte von Impfschäden im Zusammenhang mit
Thiomersal sammelt.
Hintergrund dieser Aktion: Ein Enkelkind des Abgeordneten wurde kurz
nach einer MMR-Impfung autistisch. Daraufhin bemühte sich Dan Burton
intensiv darum, daß der Zusammenhang zwischen Impfungen,
insbesondere solche mit dem quecksilberhaltigen Konservierungsstoff
Thiomersal, von den dafür zuständigen staatlichen
Gesundheitsbehörden in den USA eingehend untersucht wird.
Bislang bestreiten diese jedoch eine mögliche Verbindung zwischen
Impfungen und den nicht nur in den USA rasant steigenden
Autismusraten. Auch ein Hearing vor dem US-Kongreß, bei dem die
Gesundheitsbehörden eine sehr schlechte Figur machten, konnte dies
bislang nicht ändern.
Jetzt will Mr. Burton mindestens 1000 Fallberichte sammeln, um die
Behörden endlich zu einer Kursänderung zu bewegen.
Wenn Sie also der Ansicht sind, Ihr Kind oder Familienmitglied sei
durch thiomersalhaltige Impfstoffe geschädigt worden, senden Sie
Ihren Bericht bitte an untenstehende Adresse.
Die Webseite der Familie Burton:
http://hometown.aol.com/sheeba9842/myhomepage/profile.html
Bitte versenden Sie Ihren Bericht möglichst bis spätestens Ende des
Monats - und in englischer Sprache - an folgende Adresse:
Personnel attn. of
Congressman Dan Burton
Vaccine Injury"
8900 Keystone Xing # 1050
Indianapolis, IN 46240
Email: beth.clay@mail.house.gov
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[12] Zu kurz gekommen: Pharmakonzern will gegen Berlin klagen
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Quelle:
Südwestpresse online vom 24. Feb. 2003 (nicht mehr online verfügbar)
http://www.suedwest-aktiv.de/landundwelt/politik/artikel554974.php
VORBEUGUNG / Risiken der Nebenwirkungen größer als Gefahr einer
Virus-Attacke
Mediziner scheuen Pockenimpfung
Damit hatte keiner gerechnet. Kaum ein Labor-Mediziner will sich
freiwillig gegen Pocken impfen lassen. Der Grund: Sie fürchten die
Nebenwirkungen.
BERLIN Der Bund-Länder-Plan zum Schutz vor einem terroristischen
Angriff mit Pockenviren sieht vor, daß in nächster Zeit 500 bis 1000
Personen geimpft werden, die im Notfall in Labors sofort mit dem
Erreger zu tun hätten. "Doch die Bereitschaft dazu ist gering", sagt
die Ärztin Petra Graf, die in Bayern für die Umsetzung der
Impfempfehlungen zuständig ist.
Die meisten Mediziner wägen demnach die Risiken ab und kommen zu dem
Schluß: Derzeit ist das Risiko, an Impf-Nebenwirkungen wie hohem
Fieber, allergischen Reaktionen oder gar Gehirnentzündungen zu
erkranken, größer als das Pocken-Risiko.
Bayern fordert aus diesem Grund die Freigabe eines "Vorimpfstoffes".
Dieser mindert die Nebenwirkungen der Hauptimpfung, gleichzeitig
aber auch deren immunisierende Wirkung. Nach dem Bund-Länder-Plan
sollen, wenn irgendwo auf der Welt ein Pockenfall auftritt, Ärzte
und Schwestern, die Polizei, die Feuerwehr und andere staatstragende
Berufsgruppen geimpft werden. Erst wenn ein Pockenfall in Europa
aufgetreten ist, soll die Bevölkerung in bedrohten Regionen
immunisiert werden. Als letzte Stufe sind Massenimpfungen
vorgesehen, die notfalls auch erzwungen werden können.
Nach einem Bericht des Münchner Magazins "Focus" droht dem
Bundesgesundheitsministerium wegen der Beschaffung des Impfserums
eine Beschwerde beim Bundeskartellamt. Das Pharmaunternehmen
"Baxter" will auf diesem Weg eine nachträgliche Ausschreibung für
den Kauf von 30 Millionen Impfstoffdosen durch den Bund erzwingen.
Das Ministerium habe im Januar ohne Ausschreibung von dem
Konkurrenzunternehmen "Bavarian Nordic" gekauft und dabei wegen der
angeblich erhöhten Gefährdungslage eine besondere Dringlichkeit
geltend gemacht. Von dieser Beurteilung war Gesundheitsministerin
Ulla Schmidt (SPD) in der vergangenen Woche abgerückt.
Bundesinnenminister Otto Schily (SPD) bekräftigte, daß er keine
Erkenntnisse über geplante Viren-Attacken habe. Doch möglicherweise
seien Virenstämme aus den beiden zugelassenen Labors in den USA und
Rußland nach außen gelangt: "Daraus ergibt sich eine abstrakte
Gefahr, für die wir gerüstet sein müssen."
Siehe auch: Welt am Sonntag online vom 23. Januar 2003
http://www.wams.de/data/2003/02/23/44764.html?search=pocken&searchHI
LI=1 [Thema 2]
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[13] Veranstaltungshinweis für 22. März (Hamburg)
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Samstag, 22. März
Hamburg-Harburg
"Impfen - ein Mythos gerät ins Wanken", Vortrag von Patricia
Nastoll, Heilpraktikerin mit Praxis für Klassische Homöopathie,
Beginn 17:00 Uhr, Gemeindezentrum der Apostelkirche, Beerentalweg
35c, Eintritt 5 Euro, Arbeitslose, Schüler u. Studenten frei.
Anmeldung:
Stefan Weiß, Tel. 040-7686189, 0179-4650237
E-Mail: andreasscheller@arcor.de
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[14] Allgemeine Hinweise
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---> Internet-Quellen
Bitte geben Sie bei allen Texten, die Sie an den IMPF-REPORT schi-
cken, IMMER die genaue http-Adresse der Quelle an. Zusätzlich bitte
- wenn irgend möglich - die betreffende Webseite als Html-Datei ab-
speichern und als Anhang der Email beifügen.
---> Archiv des IMPF-REPORTS
Ältere Ausgaben finden Sie unter folgender Adresse:
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Wenn Sie interessante neue Artikel auf Ihrer Webseite hochgeladen
haben, lassen Sie es uns wissen: redaktion@impf-report.de
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Sie ihn weiterempfehlen :-)
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Rundbriefes) bitte an untenstehende Adresse
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Bitte nicht wundern, wenn Sie einmal auf eine Email oder einen Le-
serbrief oder Zusendung von Unterlagen keine Antwort von uns erhal-
ten: Leider schaffen wir es zeitlich nicht mehr, jede Email und je-
den Leserbrief zu beantworten. Wir bitten um Verständnis.
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[15] Impressum
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Der IMPF-REPORT ist ein in unregelmäßigem Abstand erscheinender E-
mail-Rundbrief von Eltern für Eltern. Alle Texte ohne Gewähr. Irr-
tum und Schreibfehler vorbehalten. Wir fordern unsere Leser aus-
drücklich auf, keiner in diesem Rundbrief aufgestellten Behauptung
kritiklos zu glauben, sondern jede Aussage, sei es pro oder contra
Impfen, sorgfältig zu prüfen! Die Redaktion übernimmt keinerlei Ver-
antwortung für die Folgen gesundheitlicher Entscheidungen, die sich
auf diese Publikation berufen. Bitte ziehen Sie immer rechtzeitig
einen Arzt oder Heilpraktiker Ihres Vertrauens zu Rate.
Herausgeber und verantwortlicher Redakteur: Hans Tolzin
Redaktionelle Mitarbeiter: Hans Tolzin, Claudia Ayaz, Tanja Masocol,
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