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Die Erpressung ist das letzte Mittel von
untergeordneten Komplizen, von kleine Ganoven, die fürchten als
Bauernopfer zu enden, von entbehrlich gewordene Lakaien von
Großmächten.
In ihrer eigentlichen Machtlosigkeit drohen solche
Leute, auszupacken". Es ist eine Strategie ohne Zukunft.
Diesen Eindruck hatte ich, als ich Zoran Djindjics
bemerkenswertes Interview in der letzen Nummer der deutschen Wochenzeitschrift
Der Spiegel" las.
Im Interview bestätigte Djindjic, dass er und
der jugoslawische Präsident Vojislav Kostunica Lügner
sind.
Er bestätigte, dass sie die Dienstboten der
Vereinigten Staaten sind.
Er bestätigte, dass alles, was die SPS in ihrer
Erklärung zur sog. Geber-Konferenz, (Wir klagen an: Washingtons
Hilfe Versprechen sind verräterische Lügen!") und alles, was
sie zur Unverlässlichkeit Washingtons gegenüber seinen Lakaien sagte,
sich als die Wahrheit erweist.
Er bestätigte unsere (Emperors
Clothes") Behauptung, dass Washington Jugoslawien auf Null herunter
schrauben" will.
Weshalb gibt Djindjic ein derart politisch
explosives Interview?
In der kurzen Zusammenfassung, die dem Interview
vorangeht, schreibt Der Spiegel, dass Djindjic meint, dass der
Westen (ihn) nicht genügend unterstütze, zuwenig Hilfeleistungen
liefere usw. All dies reicht jedoch als Motiv für den radikalen Inhalt des
Interviews nicht aus.
Aber am Ende dieser Zusammenfassung lässt
DER SPIEGEL die Katze aus dem Sack mit der folgenden kurzen
Bemerkung des Herrn Djindjic: Ich warne den Westen."
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Ich Warne Den
Westen."
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Indem er die Wahrheit der Behauptungen der
Sozialisten und anderer Kritiker bestätigt, sendet Zoran
Djindjic
folgende Botschaft nach Washington: Zoran
Djindjc ist höchst unzufrieden, mit der Art und Weise, wie Washington die
wichtigste aller Fragen, nämlich diejenige des Wohlbefindens von Zoran
Djindjic behandelt; und er beabsichtigt nicht, das Bauernopfer der NATO
abzugeben."
Weshalb ist Djindjic besorgt?
Er und sein zeitweiliger Partner, Vojislav
Kostunica, befolgten gehorsam die U.S.-Diktate und versuchten, ein
verfassungswidriges Gesetz zur Auslieferung von Slobodan Milosevic an das
Haager Tribunal durchs Parlament zu drücken. Als dieser
Versuch
missglückte, nahm Djindjic es auf sich,
öffentlich die brutale Tour zu spielen, indem er Herrn Milosevic
entführen ließ. Der Entführung folgten massive
Proteste.
Wie wir im Artikel Der
Verrat des Vojislav Kostunica gezeigt haben, ist es
absurd, zu argumentieren, dass Djindjic die Entführung zu verantworten
hat, Kostunica daran jedoch unschuldig ist dies jedoch ist genau das,
was Kostunica seit der Entführung behauptet. (1)
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Kostunicas Apologie
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Über einen langen Tisch gebeugt,
blinzelte der jugoslawische Präsident Vojislav Kostunica in die
Fernsehscheinwerfer, wandte sich an sein Volk und gestand, dass höhere
Kräfte die Oberhand über ihn gewonnen haben.
Kostunica sagte, dass andere" in der
Regierung ihn in seinem Widerstand gegen die Auslieferung von Slobodan
Milosevic überstimmt" hätten. Dann, als ob dies alleine nicht
erniedrigend genug wäre, sei die eigentliche Überstellung vor ihm
verheimlicht worden. Genau wie Millionen von gewöhnlichen Serben, habe er
davon erst aus den Medien erfahren." (AP Online, 6. Juli
2001)
Wirklich schön, diese Geschichte. Erzähl
uns doch noch eine!
Diese Selbstkritik ist ein Versuch, den
Schwarzen Peter Djindjic zuzuschieben. Und nicht nur Kostunica versucht,
Kostunica auf Kosten Djindjics zu entlasten.
Es zeigt die Richtung an, aus welcher der Wind jetzt
bläst, wenn, zusammen mit einigen Kritikern und Möchtegern-Kritikern,
buchstäblich alle westlichen Medien einstimmen und das Wort des
Präsidenten Kostunica für bare Münze nehmen.
Als ob ex-post-Beteuerungen des Patriotismus und der
Unschuld eines Politikers ein Beweis dafür wären, dass er sich
tatsächlich dem Angriff auf Milosevic (dem Hauptverteidiger der
jugoslawischen Souveränität) widersetzte aber vor der Tat
überstimmt wurde.
Und dies nur ganz am Rande: Wie kann dieses Genie
von einem Kostunica uns die Behauptung zumuten, dass er in einer Sache
überstimmt wurde, von der er behauptet, nicht gewusst zu haben, dass
sie stattfindet.
Hat Kostunica Redenschreiber angestellt, die
früher für Dick und Doof schrieben?
Dick: Ich kann meine Kekse nicht mehr
finden. Doof, könnte es nicht sein, dass Du, rein zufällig, eine
Ahnung von ihrem momentanen Aufenthaltsort hast?
Doof: Wie kannst Du mich anklagen, diese
drei Schokoladenkekse, die Du unter den Servietten versteckt hattest, gegessen
zu haben, wo ich doch überhaupt nicht wusste, dass sie dort
waren?"
Hält uns Kostunica für Sechsjährige,
die am Samstag Nachmittag Fernsehen schauen?
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Es Gibt Kein Argument;
Das Schwachsinnig Genug Ist; Als Dass Die Medien Es Nicht Als Wahrheit
Erscheinen Lassen Können
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Djindjic findet keinen Trost in der Idiotie von
Kostunicas Selbstverteidigung, da er, besser als irgend jemand, die
monströse Macht der Medien kennt. Er selbst benutzt diese Macht
ständig, um das jugoslawische Volk zu belügen, seit seine
Demokraten letzten Oktober ihren Marsch auf Belgrad
inszenierten.
Er weiß, dass die Medien kraft ständiger
Wiederholungen einige Leute soweit täuschen können, dass denen Krieg
als Frieden erscheint; d.h. die Medien können die allgemeine Wahrnehmung
betäuben und sogar einige Leute überzeugen.
Die jugoslawische Bevölkerung ist wütend
über die Entführung von Milosevic. Sie ist angewidert von der
Realität der demokratischen Preiserhöhungen und
pro-westlichen Entlassungen. Und sie ist verzweifelt über die
andauernde Förderung der Terroristen durch die NATO, Terroristen, die
Südserbien und Mazedonien angreifen und Nicht-Albaner im Kosovo
töten.
Man kann Menschen nicht davon abhalten,
wütend zu sein über diese Entwicklung. Djindjic fürchtet nun,
dass Washington und die jugoslawischen Medien (unter Kontrolle ersterer) durch
die Darstellung von Kostunica, als dem guten Patrioten, der vom bösen
Djindjic übergangen wird, vielleicht versuchen, die öffentliche Wut
auf Djindjic zu leiten, bevor sie ihn fallen lassen. Dann könnte der
Teflon-Mensch Vojislav Kostunica, der eine Schlüsselfigur unter den DOS-
Autoritäten ist, einfach die Führung der westlichen Marionetten,
anstelle von Djindjic übernehmen.
Deshalb schoss Djinjic mit dem SPIEGEL-Interview der
NATO eine Kugel vor den Bug. In dem Interview sagt er Dinge, die er nicht sagen
sollte und warnt dadurch Washington: Wenn Ihr mich fallen lässt,
wird Euch das eine Stange Geld kosten und einiges dazu. Es gibt
genügend belastende, ekelhaft Dinge, die ich öffentlich machen
kann......... |