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08.04.2003   http://www.phi.lt
Seien Sie auf der Hut!
. Der israelische Geheimdienst kündigt Morde in den USA an. Nur eine der grossen Nachrichtenagenturen berichtet darüber. Die Massenmedien verschweigen die Meldungen und von den sogenannten „Volksvertretern“ regt sich niemand darüber auf. Mossad-Morde auf amerikanischem Boden? Sagen Sie ja nicht, so etwas könne es nicht geben! Als ich unlängst mein Fitnesstraining in der Sporthalle absolvierte, kam mein Freund Richard Rodriguez hereingeschneit, grüßte mich und bemerkte: "Ich habe einige meiner Freunde auf dein Buch über die israelische Spur bei den Ereignissen des 11. September 2001 aufmerksam gemacht und weißt du, was sie mir gesagt haben?" Nein, keine Ahnung." „Sie sagten mir, du solltest auf der Hut sein." Ich lachte. Doch Richard machte einen todernsten Eindruck. Ein paar Tage darauf las ich zufällig eine UPI-Geschichte, die mich Richards Kommentar in neuem Licht betrachten ließ: "Israel wird auf dem Boden der USA und anderer Verbündeter töten." Nun, wie tönt das? "Israel greift im Krieg gegen den Terror zu aggressiveren Mitteln, die auch gezielte Tötungsaktionen auf den Boden der USA, sowie anderer befreundeter Länder umfassen, sagten ehemalige israelische Geheimdienstoffiziere der United Press International(UPI)." Richard Sale, UPI-Fachmann für Geheimdienstfragen, berichtet: Die Aussagen der Israelis wurden von mehr als einem halben Dutzend amerikanischer Beamter, die für Außenpolitik und Geheimdienstfragen zuständig sind, in Interviews mit UPI bestätigt." Wenn die Israelis nun auf dem Territorium freundschaftlich gesinnter Länder Menschen umbringen, kann man sich leicht vorstellen, wie sie sich im Feindesland aufführen. Hier von "aggressiveren Mitteln" zu sprechen, ist noch eine Untertreibung. Es läuft nämlich auf eine erklärte Strategie des internationalen Terrorismus als Instrument der israelischen Außenpolitik hinaus. In Tat und Wahrheit ist es eine Kriegserklärung an die ganze Welt. Wie reagieren die US-Justizbehörden nun auf diese Drohung, auf amerikanischem Boden zu wüten? UPI berichtet: "Der Mossad erhält tatsächlich mehr Macht, kommentierte ein US-Regierungsbeamter die Erhöhung des Budgets des israelischen Geheimdienstes. Er lehnte es ab, sich zu der von Tel Aviv geplantengeographischer Erweiterung der gezielten Tötungen zu äußern. "Ein FBI-Sprecher enthielt sich ebenfalls jeden Kommentars "Dies ist eine politische Angelegenheit. Wir sind lediglich dazu da, den Gesetzen unseres Staates Nachdruck zu verschaffen." Mir scheint, man würde von den FBI-Beamten allzu viel verlangen, würde man von ihnen fordern, uns vor jeder Art von Terrorismus zu schützen, einschließlich der israelischen Sorte von Terrorismus, denn ihre Leistungsbilanz Politiker würden wenigstens so tun, als protestierten sie gegen die erklärte Absicht einer fremden Macht, die USA in ihr privates Jagdgelände zu verwandeln. Doch nein! Ein Angehöriger des Kongresspersonals mit tiefgreifender Kenntnis geheimdienstlicher Fragen sagte: Ich weiß nicht, mit welchem Recht wir gegen israelische Aktionen protestieren könnten. Er bezog sich auf die unlängst erfolgte Liquidierung Oaed Salim Sinan al Harethis, eines der wichtigsten Al-Quaida-Führer, der in Jemen durch ein ferngesteuertes unbemanntes CIA-Flugzeug getötet worden war.[Der SPIEGEL berichtete darüber in seiner Ausgabe Nr. 46/2001 vom 11.11.02 auf Seite 222 und stellte die Mordaktion vollkommen richtig als Tat der CIA dar] "Dies geschah auf dem Territorium eines befreundeten und verbündeten Staates", - bemerkte der Betreffende ."Wenn wir, die USA, also feindliche Terroristen in befreundeten Jemen liquidiert haben, besitzt Israel dann nicht auch das Recht, in den USA umzubringen, wen es will? Wenn diese UPI-Geschichte stimmt, muss sie einem kalte Schauer den Rücken hinunterlaufen lassen, denn sie könnte fatale Folgen haben. Werden wir nun mit ansehen müssen, wie der Mossad in den USA allenthalben den wilden Mann spielt und jene, die er für Israels Gegner hält, liquidiert, wobei immer hysterischer und verzweifelter agierende Likud-Leute als Richter, Jury und Henker zugleich walten? Undenkbar, nicht wahr? Ich bin nicht so sicher. UPI nennt einen Gewährsmann in der israelischen Regierung, der folgendes verlautbaren ließ: „In der Vergangenheit hat Israel in freundlich gesinnten Ländern keine Hinrichtungen vorgenommen, weil niemand solche Operationen auf seinem Gebiet wollte." "Dieses Argument ist inzwischen bedeutungslos geworden", -sagte er. Die Behauptung, in der Vergangenheit habe Israel auf demBoden freundlich gesinnter Staaten keine Terrorakte verübt, ist unglaubhaft.Gewiss erheben die Geister des britischen Pressemagnaten Robert Maxwell, von dem viele meinen, er sei vom Mossad beseitigt worden, sowie des in Ontario geborenen amerikanischen Wissenschaftlers Gerald Bill, der für die irakische Waffenproduktion arbeitete und in Belgien ermordet wurde, protestierend ihre Stimme. Es besteht kein Zweifel, dass niemand solche Operationen auf seinem Gebiet wollte, doch man muss sich fragen, wie und wieso dies plötzlich irrelevant geworden sein soll. Vielleicht, weil diese freundschaftlich gesinnten Länder ihre Freundschaft durch die Billigung solcher Methoden beweisen oder weil sie keine Möglichkeit besitzen, sie zu verhindern? Der neue Mossad-Oberrabauke, Meir Dagan, Spitzname "Die Knarre", scheint der ideale Mann zur Durchführung dieser neuen Politik nach dem Motto "Ich kill, wen ich will". „Der ehemalige israelische Oberst Gal Luft, der unter Dagan gedient hat, beschrieb ihn als äußerst "kreatives Individuum", kreativ bis hin zur Rücksichtslosigkeit. Ein früherer CIA-Beamter, der Dagan kennt, meinte, der neue Mossad-Chef kenne die Außenpolitik, in- und auswendig und besitze einen richtigen Killer-Instinkt." Dies ist der Mann, der sich selbst einen Freipass erteilt hat, Terroristen zu verfolgen und auf amerikanischem Boden Morde verüben zu lassen. Ein kreativer Killer, und vollkommen rücksichtslos, der die wirklichen und erdichteten Feinde Israels in Amerika jagt. Und unsere Regierung unterlässt jeden Kommentar zu dieser geographischen Erweiterung der von Tel Aviv geplanten Tötungsaktionen. Es wäre lustig, wenn es nicht so unheimlich wäre. UPI zitiert einen anderen ehemaligen israelischen Regierungsbeamten, der folgendes aussagte "Unter Sharon haben diplomatische Zwänge den Mossad bisher daran gehindert, auf dem Boden freundschaftlich gesinnter Staaten präventive Operationen (gezielte Tötungen) durchzuführen. Doch jetzt revidiert Sharon diese Politik, selbst wenn dies das Risiko mit sich bringt, Israels bilaterale Beziehungen zu komplizieren. Sharon ist politisch in der Defensive und muss mit einer möglichen Verzögerung des allgemein erwarteten Irakkrieges rechnen; eine organisierte Opposition in den USA macht ihm immer mehr zu schaffen. Er kann es sich unter diesen Umständen nicht leisten, Rücksicht auf die Empfindlichkeit seiner Alliierten zu nehmen. Er braucht sich auch keine allzu großen Sorgen über Komplikationen zu machen, die sich durch amerikanische Unzufriedenheit über solch illegale Aktivitäten ergeben könnten. Dies ist ja der Kern des sogenannten speziellen Verhältnisses zwischen den USA und Israel: Wir gehen mit ihnen durch dick und dünn, egal wie sie sich benehmen. Weitverbreitete Berichte über einen israelischen Spionagering, der möglicherweise die Attentäter des 11. September beschattet und zugleich Regierungsinstitutionen der USA infiltriert hat, wurden vom Justizdepartement dementiert und von US-Regierungssprechern als Stadtgeklatsch abgetan. Dieses Dementi erfolgte, als ein 61 Seiten langer Bericht des internen Sicherheitsbüros der DEA unter Journalisten die Runde machte und seinen Weg ins Internet fand. Unsere Medien brachten die Sache kaum zur Sprache. Jane Intelligence Digest kommentierte damals :"Es ist recht seltsam, dass die US-Medien mit einer bemerkenswerten Ausnahme zu ignorieren scheinen, was sehr wohl die explosivste Geschichte seit den Angriffen des 11. September sein könnte: Die dem Vernehmen nach erfolgte Aufdeckung einer größeren israelischen Spionageoperation in den USA, welche darauf abzielte, sowohl das Justiz- als auch das Verteidigungsministerium zu unterwandern, welche vor den Flugzeugentführungen auch den Al-Quaida- Terroristen auf den Fersen gewesen waren." Ich nehme an, ein Buch, das diese Geschichte berichten und ihre Einzelheiten an den Tag bringen würde; nämlich, dass der Mossad mehr über die Verschwörung des 11. September wusste, als er uns mitteilte, seinen Verfasser zur Zielscheibe von Attacken machen würde. Alle raus am Samstag! Gewiss, ich habe viele kritische Worte für die Friedensbewegung gefunden, möchte jedoch die Samstagsdemonstration um keinen Preis missen. Ich habe zugegebenermaßen einmal geschrieben. Nein, ich marschier nicht mehr, doch meine regelmäßigen Leser kennen mich gut genug, um zu wissen, dass nichts, nicht einmal eine milde Grippe oder Zeitdruck beim Abschluss eines Buchs mich von den Samstagsdemonstrationen fernzuhalten vermögen. Wenn die Redner von Mumia sprechen, oder den Kapitalismus für den Krieg verantwortlich machen, kann man ja immer noch seinen Kopfhörer aufsetzen, Musik hören und den Picknickkorb auspacken. Medien und Politiker müssen unbedingt zu begreifen beginnen, dass die Antikriegsbewegung in diesem Land nicht nur stark ist, sondern auch die idiologischen Gräben überbrückt, je mehr die Gefahr eines Krieges konkrete Konturen annimmt. Packt also eure "Patriots for Peace" Plakate aus und geht am Samstag auf die Strasse!,
Euer Justin Raimondo


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