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Quelle:
El Norte
de Castilla, 12.04.2003
Rekordstrafe, Urteil
rechtskräftig
Präzedenzurteil zu
illegalen Mobilfunkantennen in Spanien
Der Oberste Gerichtshof der
Provinz Castilla y León hat den Mobilfunkbetreiber Retevisión
Móvil wegen illegaler Installation einer Mobilfunkantennen
rechtskräftig und endgültig zur Zahlung einer Geldstrafe von 901.518
Euro verurteilt. Das Urteil wird von Juristen und Kommunalverwaltungen als
Präzedenzfall angesehen, da es Tausende solcher illegaler Antennen in
Spanien gibt. Ähnlich wie in anderen Ländern wurden Mobilfunkantennen
überall errichtet, wo es den Interessen der Mobilfunkindustrie
entgegenkam, ohne irgendwelche Rücksprachen mit Anwohner oder Kommunen,
oft sogar gegen geltendes Recht. In großem Stil wurden sogar
Beseitigungsanordnungen ignoriert oder die Antennen wurden einfach trotz nicht
erteilter oder beantragter Baugenehmigungen installiert und in Betrieb
genommen.
Das Urteil könnte
erhebliche finanzielle Folgen für die spanische Mobilfunkindustrie haben,
da man sich leicht ausrechnen kann, welche Größenordnungen bei
Tausenden von illegalen Antennen erreicht werden, wenn unter Berufung auf
dieses Urteil gerichtlich vorgegangen wird.
Kommentar der
Elektrosmognews:
Wie in anderen Ländern
versucht die Mobilfunkindustrie auch in Spanien, mit einer Art
Verzögerungs- und Beschwichtigungstaktik zum Erfolg zu kommen, unter
vollständiger Ignoranz der Wünsche und Ängste der betroffenen
Bevölkerung und vor allem ohne Rücksicht auf bereits in großer
Zahl vorliegendes wissenschaftliches Studienmaterial. Aus epidemiologischen
Studien bei Anwohnern von Rundfunksendern (erhöhte Leukämieraten bei
Kindern) und Handynutzern (vielfältige Wirkungen bis hin zu erhöhten
Gehirntumorraten) wurden bisher keinerlei Konsequenzen gezogen, weder im
Hinblick auf bestmögliche Minimierung der Strahlenbelastung noch durch
umfassende Information der Bevölkerung. "Befreundete" Medienkonzerne
leisten dabei aktive und passive Unterstützung.
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