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05.05.2003 Werner Pirker Junge Welt
Periphere Großmacht
Polen darf Irak mitbesetzen
Es sieht ganz danach aus, daß bei der Herstellung der Nachkriegsordnung im Irak dem europäischen Imperialismus nur eine Statistenrolle zufällt. Denn mit der Neuordnung des Irak streben die USA eine globale Neuordnung an. In ihr sollen die potentiellen Gegenkräfte zum US-Unilateralismus weitgehend paralysiert werden.

Washington will das Zweistromland in drei Militärzonen aufteilen: Als dritte Kontrollmacht neben den USA und Großbritannien ist Polen vorgesehen. In Warschau hat die Aussicht, sich an der Unterwerfung eines Staates beteiligen zu dürfen, für Euphorie gesorgt. Über Nacht sind die Polen – welch ein Wunder an der Wisla – zu global players geworden. Zumindest läßt man sie das glauben. Während die Amerikaner ihre Besatzungstätigkeit alleine ausüben wollen, sollen Briten und Polen die Führung multinationaler Kontingente übernehmen. Die »Koalition der Willigen« macht sich bereit. Das sind Italien, Spanien, die Ukraine, die Niederlande, Dänemark und Bulgarien, auch das »neue Europa« genannt.

Mit der Ernennung Polens zur Führungsmacht im neuen Europa stellt die Bush-Administration die realen Kräfteverhältnisse auf dem alten Kontinent bewußt auf den Kopf. Denn im wirklichen Europa kommt Polen alles andere als eine führende Rolle zu. Das Land bleibt auch nach dem EU-Beitritt europäische Peripherie. In der EU-Klassengesellschaft ist dem östlichen Teil des Kontinents allein die Rolle eines Expansionsobjektes der westeuropäischen Konzerne zugedacht. Die europäische Integration hebt die neokolonialen Abhängigkeiten nicht auf, sondern verstärkt sie. Daran wird auch die in Washington konzipierte Neugestaltung der politischen Geographie in Europa nichts ändern, da sie rein virtueller Natur ist. Eine Führungsposition nimmt Warschau nur in der Rangliste der Unterwürfigkeit ein.

Es geht den USA nicht darum, Polen zu erhöhen, sondern das imperialistische Kerneuropa zu erniedrigen. Deutschland, Frankreich und auch Rußland soll jeglicher Einfluß auf die irakische Nachkriegsökonomie verwehrt werden. Das wäre auch so geschehen, wenn diese Länder zum Eroberungskrieg der USA keine defätistische Position eingenommen hätten. Denn in der Erzielung von entscheidenden strategischen Vorteilen gegenüber der westeuropäischen Konkurrenz lag ja der wesentliche Kriegsgrund.

Und entsprechend soll auch die Friedensordnung für den Irak aussehen. UNO und EU sind nur Aufgaben im humanitären und im Entwicklungshilfebereich zugedacht. Während die Kriegsallianz sich – von »Non Profit«-Aktivitäten entbunden – über die Beute hermacht. Für die Polen wird dabei nicht viel abfallen.


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Wenn Sie sich wegen irgendeiner Information ärgern, deswegen wütend oder frustriert werden bzw. Hass oder Wut auf entsprechende Personen bekommen, sind SIE selbst der einzige der diese Emotion in Form von Krankheiten zurückbekommt. Ihre Wut trifft niemals den anderen.
Einen Herrn Bush zum Beispiel interessiert es herzlich wenig, ob Sie sich über ihn ärgern.
Sie sind Schöpfer der Ereignisse die in Ihrem Leben eintreten, also seien Sie sich bewußt
wie Sie denken oder sprechen.