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09.05.2003 Werner Pirker Junge Welt
Kriminelle an der Macht
Die Schamfrist, innerhalb der die US-Monopole ihrer Gier nicht allzu offen Ausdruck verliehen, war äußerst kurz bemessen
Die universellen Werte, derentwillen die USA in den Krieg gegen den Irak gezogen sind, werden an der Aktienbörse gehandelt. Daraus wird mittlerweile auch kein großes Geheimnis mehr gemacht. Zwar war verkündet worden, daß der Irak nach dem Sturz des Baath-Regimes selbst über seinen Rohstoffreichtum verfügen werde, ganz so, als wollte Washington einen antiimperialistischen Umsturz im Irak vollziehen. Doch dazu hätten die USA einen Krieg gegen den US-Imperialismus führen müssen.

Die Schamfrist, innerhalb der die US-Monopole ihrer Gier nicht allzu offen Ausdruck verliehen, war äußerst kurz bemessen. Inzwischen ist es offiziell, daß der Halliburton-Konzern nicht bloß brennende Ölquellen löscht und fällige Reparaturen ausführt, sondern auch mit der Förderung und dem Verkauf von irakischem Öl beauftragt wurde. Doch nicht die Bedienung der Geschäftsinteressen des Konzerns hätten dabei im Vordergrund gestanden, rechtfertigte ein Pentagon-Sprecher den Auftrag, sondern die Bedürfnisse des irakischen Volkes. Bedürfnisbefriedigung vor Profitmaximierung. Das war in der Tat die Absicht, die hinter der in den 1960er Jahren durchgeführten Nationalisierung der irakischen Ölressourcen stand. Bemerkbar machte sich das in einem für die arabische Welt beispiellosen Aufschwung der sozialen Entwicklung. Das Embargo bildete den ersten Akt der sozialen Enteignung des irakischen Volkes.

Die Privatisierung der irakischen Ölindustrie erfolgt – alle Wettbewerbsprinzipien mißachtend – unter der Hand. Konzernchef bei Halliburton war bis zu seinem Wiedereinstieg in die Politik Vizepräsident Richard Cheney. Damit erübrigten sich langwierige Ausschreibungen. Wer gedacht hatte, der wilde Kapitalismus sei eine spezifische Übergangserscheinung ehemals staatssozialistischer Gesellschaften, hat sich schwer getäuscht. In den USA hat der rohe, barbarische Kapitalismus seine entwickeltste Form gefunden. Gemessen an der Fähigkeit zur Privatisierung der Staatsmacht waren die russischen Oligarchen gegenüber der organisierten Oligarchie in den USA blutige Anfänger. Der Bushismus entspricht der Macht der aggressivsten, kriminellsten Elemente des amerikanischen Kapitalismus. In seiner Asozialität bündelt er die negativsten amerikanischen Systemeigenschaften. Er verkörpert die radikale Rechte, die einen aggressiven Ausweg aus der hoffnungslosen Krise der amerikanischen Gesellschaft sucht, die sich aus dem permanenten Niedergang der materiellen Produktion und der immer drastischer werdenden sozialen Polarisierung ergibt. Als äußerste Reaktion ist er die neoliberale Entsprechung des Faschismus. Die Dimtroffsche Definition des Faschismus als Herrschaft der am meisten aggressiven, expansionistischen und chauvinistischen Teile der Finanzoligarchie trifft exakt auch auf den Bushismus zu. Was ihn vom Faschismus unterscheidet, ist das Fehlen einer Massenbewegung, sein Privatisierungsliberalismus und die bürgerlich-demokratische Fassade seiner Diktatur.

Daraus ergibt sich als zwingende Notwendigkeit, daß die Antkriegsbewegung zu einem höheren Bewußtsein ihrer selbst gelangt. Das Erlahmen ihrer Kräfte nach der Eroberung des Irak läßt vorerst auf das Gegenteil schließen.


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Wenn Sie sich wegen irgendeiner Information ärgern, deswegen wütend oder frustriert werden bzw. Hass oder Wut auf entsprechende Personen bekommen, sind SIE selbst der einzige der diese Emotion in Form von Krankheiten zurückbekommt. Ihre Wut trifft niemals den anderen.
Einen Herrn Bush zum Beispiel interessiert es herzlich wenig, ob Sie sich über ihn ärgern.
Sie sind Schöpfer der Ereignisse die in Ihrem Leben eintreten, also seien Sie sich bewußt
wie Sie denken oder sprechen.