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  (Inter Press News Agency, EIR) W3
Washingtons Straussianer wollen die Menschen "wie Wachs manipulieren"
Wie an dieser Stelle mehrfach berichtet, wird die Bewegung für einen "Gegenstaatsstreich" gegen die Kriegspartei der Drückebergerfalken, die die Kontrolle über die amerikanische Außenpolitik an sich gerissen hat, von Lyndon LaRouche angeführt. Ein entscheidender Aspekt der Kampagne, die Kriegstreiber von der Macht zu entfernen, ist es, die politischen und ideologischen Ziele dieser Kreise zu dokumentieren und bloßzustellen. Deshalb ließ LaRouches Wahlkomitee "LaRouche in 2004" in den letzten Wochen ein Dossier (1. Auflage 400 000) über die neokonservative Washingtoner Kriegsfraktion und deren Mentor, den faschistischen "Philosophen" Leo Strauss von der Universität von Chicago verbreiten.
Mehrere Establishment-Medien haben nun das Thema aufgegriffen und sehr ähnliche Enthüllungen über die kriegerische Straussianer-Clique in Washington veröffentlicht, was zeigt, daß inzwischen auch mächtige Kräfte der "liberalen Imperialisten" gegen die Kriegspartei mobilisieren. Am 4. Mai veröffentlichte die New York Times im Wochenrückblick ihrer vielgelesenen Sonntagsausgabe einen langen Artikel mit dem Titel "Die Leo-Cons - Hinterlassenschaft eines Klassizisten: die Empire-Erbauer", mit einer farbigen Karikatur des stellv. Verteidigungsministers und Strauss-Schülers Wolfowitz als römischer Gladiator mit Strauss' Buch Über Tyrannei unterm Arm. Der Artikel befaßt sich mit der Rolle des 1973 verstorbenen Strauss als Mentor jener Clique neokonservativer Drückebergerfalken in der Regierung Bush und ihrem Umfeld, die den jüngsten Krieg gegen den Irak geplant, durchgesetzt und organisiert hat. Eine Bildersammlung der Hauptverantwortlichen - die allesamt in LaRouches Dossier und in der Wochenzeitschrift EIR namentlich genannt waren - bedeckt eine weitere halbe Seite. (Die wichtigsten Auszüge aus dem Begleitartikel von James Atlas sinden sie weiter untern).
Einen Tag darauf, am 5. Mai, erschien ein noch treffenderes Feature aus der Feder des respektierten Journalisten Seymour Hersh im Magazin The New Yorker. Auch Hersh griff Informationen auf, die zuerst in LaRouches Dossier erschienen waren, wie z.B. die Rolle gewisser Straussianer in Rumsfelds Pentagon-Geheimdienst, die für die massive Desinformationskampagne verantwortlich waren, mit der Präsident Bush dazu verleitet wurde, den Krieg gegen den Irak anzuordnen. Der wichtigste dieser Strauss-Schüler, die dem Präsidenten über Verteidigungsminister Rumsfeld erfundene Informationen zuleiteten, sei "Shulsky, ein genauer Kenner der Werke des politischen Philosophen Leo Strauss... Das Büro für Sonderpläne wird vom Verteidigungs-Unterstaatssekretär William Luti beaufsichtigt, einem Kapitän a.D. der Marine." Die Rollen von Shulsky und Luti werden in LaRouches Dossier ausführlich dargestellt.
"Wie Wolfowitz", schreibt Hersh, war Shulsky "ein Student von Leo Strauss an der Universität Chicago. Beide Männer promovierten 1972 unter Strauss... Allgemein ist [Strauss] für sein Argument bekannt, daß die Werke der alten Philosophen versteckte esoterische Botschaften enthalten, deren Wahrheit nur wenige Eingeweihte verstehen und von der Masse mißverstanden würden." Als weiteren Strauss-Schüler nennt Hersh noch den Unterstaatssekretär im Verteidigungsministerium für die Geheimdienste, Cambone. Weitere Artikel über die Straussianer erschienen im New York Observer und in der Inter Press News Agency (IPNA), im italienischen Corriere della Sera und der Londoner Times. Schon zuvor hatte die französische Tageszeitung Le Monde einen Artikel über die Strauss-Kabale in Bushs Team veröffentlicht.
Am weitestgehenden wird die Charakterisierung der "Straussianer" in Washington in dem IPNA-Artikel übernommen, da dort die Professorin Drury von der Universität in Calgary zitiert wird, die zwei Bücher über Leo Strauss und eine Abhandlung über Strauss' lebenslangen Freund und Partner Kojève veröffentlicht hat. Drury betonte: "Strauss war weder ein Liberaler noch ein Demokrat. Nach Ansicht von Strauss ist die immerwährende Irreführung der Bürger durch die Mächtigen entscheidend, weil sie geführt werden müssen, und weil sie starke Führer brauchen, die ihnen sagen, was gut für sie ist." Sie verwies auf den Unterschied zwischen Strauss und Platon. Während Platon gefordert habe, daß solche Bürger regieren sollten, welche die höchsten moralischen Standards haben, habe Strauss gesagt, zum Herrschen seien "jene geeignet, die erkennen, daß es keine Moral und nur ein natürliches Recht gibt: das Recht des Stärkeren, über die Untergebenen zu herrschen... Man will eine Menge, die man wie Wachs manipulieren kann."
Drury fügte hinzu, Strauss' Herrschaftssystem setze ein Feindbild voraus: "Er ist überzeugt, daß man, wenn es keine äußeren Feinde gibt, einen solchen Feind schaffen muß... Nach Strauss' Ansicht muß man ständig kämpfen [um zu überleben]. In dieser Hinsicht ist er sehr spartanisch. Frieden führt zur Dekadenz. Die Straussianer glauben an den immerwährenden Krieg, nicht an den immerwährenden Frieden." Dies führe die Straussianer in Washington wie Wolfowitz, Kristol, Shulsky und Schmitt dazu, eine "aggressive, kriegerische Außenpolitik" zu betreiben. Der Regierung Bush warf Drury vor, sie habe "für Liberalismus und Demokratie nichts übrig, aber sie erobert die Welt im Namen des Liberalismus und der Demokratie."


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Einen Herrn Bush zum Beispiel interessiert es herzlich wenig, ob Sie sich über ihn ärgern.
Sie sind Schöpfer der Ereignisse die in Ihrem Leben eintreten, also seien Sie sich bewußt
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