Zurück zur Seite vorher


Seitenzugriffe seit dem 15.07.2006222

Druckversion dieser Seite

Diese Information an einen Freund senden

 
Wie beurteilen Sie diesen Artikel Wie beurteilen Sie die Quelle dieses Artikels
Hier können Sie Ihren persönlichen Kommentar eingeben,
bzw. Kommentare von anderen Besuchern lesen
Kommentare
bisher
0
Infos von  www.das-gibts-doch-nicht.info
24.05.2003 Rainer Rupp Junge Welt
»Je mehr, desto schneller«
Kaum von seiner Tour durch Bulgarien, Rumänien, Bosnien, Kosovo und Mazedonien zurück, sah sich der US-Vize-Verteidigungsminister Paul Wolfowitz am Donnerstag (Ortszeit) im Kongreß in Washington unerwartet harscher Kritik ausgesetzt, selbst aus den eigenen republikanischen Reihen. »Die Planung für den Frieden war weitaus weniger entwickelt als die Planung für den Krieg«, klagte der republikanische Vorsitzende des außenpolitischen Senatsausschusses, Senator Richard Lugar. Der physische und politische Wiederaufbau im Irak würde mindestens fünf Jahre dauern.

Besonders schwierig wurde es für Wolfowitz, als der angesehene demokratische Senator Joseph Biden ihn beschuldigte, die riesigen Kosten vor der US-amerikanischen Öffentlichkeit zu verheimlichen. Auch nach Meinung von Senator Lugar könnte der Wiederaufbau des Irak bis zu 100 Milliarden Dollar kosten, gegenüber den lediglich 2,5 Milliarden, die der US-Kongreß bereits dafür bewilligt hat. Als Wolfowitz bei seiner Entgegnung auf die eigenen Ressourcen Iraks zum Wiederaufbau verwies, insbesondere auf »die riesigen Erdölfelder«, unterbrach ihn Senator Biden barsch: Dies sei eine »Fehlkalkulation«. Allein für eine Steigerung der derzeitigen Ölproduktion um eine Million Barrel brauche man zuerst fünf Milliarden Dollar Investitionen sowie Zeit. Doch blieben ohne die notwendige Sicherheit die privaten Investitionen aus. Eine Zwickmühle, aus der man nur schwer herauskomme, weshalb Senator Biden seiner Sorge Ausdruck verlieh, daß die Vereinigten Staaten sich »im Irak genauso festfahren werden wie auf dem Balkan«.

Von dort, insbesondere aus Bosnien und dem Kosovo, hatte Wolfowitz einige interessante »Lehren« für den Irak mitgebracht, die am Freitag in der New York Times zu lesen waren und die Wolfowitz vor dem Senatsausschuß nicht erwähnte. Demnach seien die in Bosnien und im Kosovo bei der »Stabilisierung« nach dem Krieg gewonnenen Erfahrungen auch auf den Irak anwendbar. Die Entwicklung in Bosnien hätte bewiesen, wie gefährlich es sei, jetzt im Irak vorschnell demokratische Wahlen zu organisieren. Seine plötzliche Abneigung gegen demokratische Wahlen im Irak begründete Wolfowitz damit, daß die Iraker für diese Staatsform noch nicht reif genug seien.

Damit der Widerstand gegen die amerikanischen Demokratielehrer im Irak im Rahmen bleibt, hatte Wolfowitz eine weitere »Lehre« aus Bosnien und dem Kosovo bereit. Dort seien die robusten »Friedenshüter«-Streitkräfte »so stark und mächtig gewesen, daß niemand gewagt hat, sich mit ihnen anzulegen«. An der Überlegung, »je mehr« Truppen man am Anfang habe, »um so schneller kann man sie später abziehen«, sei etwas dran, meinte Wolfowitz. Vor dem Senat aber verteidigte er seine Kritik am Stabschef der US-Armee, General Eric Shinseki, der bereits im Februar gewarnt hatte, daß »für die Stabilisierung Iraks mehrere 100000 Soldaten notwendig« seien. So viele bräuchte man nicht, sagte Wolfowitz. Und der ihn begleitende General Pace unterrichtete den Senat über den genauen Stand der US-Truppen im Irak: 145000 seien dort und 18000 weitere auf dem Weg nach Irak, wo die USA von 20000 britischen Soldaten unterstützt werden.


Diese Domain  www.das-gibts-doch-nicht.info an einen Freund weiterempfehlen

Diese Seite zu den Favoriten hinzufügen

Diese Seite auf Ihrem PC speichern!

Möchten Sie diese Domaine als Startseite haben...

 


Das Kopieren und Verteilen dieser Information ist ausdrücklich erwünscht!
www.das-gibts-doch-nicht.info


Sinn dieser Informationen

Zurück zur Seite vorher


Wenn Sie sich wegen irgendeiner Information ärgern, deswegen wütend oder frustriert werden bzw. Hass oder Wut auf entsprechende Personen bekommen, sind SIE selbst der einzige der diese Emotion in Form von Krankheiten zurückbekommt. Ihre Wut trifft niemals den anderen.
Einen Herrn Bush zum Beispiel interessiert es herzlich wenig, ob Sie sich über ihn ärgern.
Sie sind Schöpfer der Ereignisse die in Ihrem Leben eintreten, also seien Sie sich bewußt
wie Sie denken oder sprechen.