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25.5.2003    
WARNUNG : LASST EUCH NICHT VON SCHARON TÄUSCHEN

Von Hans Lebrecht, Kibbutz Beit-Oren, 25. Mai 2003

Phone: (972-4) 8307 237 / FAX: (972-4) 823 25 24

E-Mail: hlebr@trendline.co.il

Es sieht ganz so aus, als wolle der israelische Regierungschef Ariel Scharon den von USA Präsident Bush so aufdringlich gesponserten Fahrplan für eine friedliche Regelung des Nahost Konflikts auf Teufel komm raus durchsetzen – sogar auf die Gefahr einer von den rabiaten Siedler Parteien hervorgerufenen Regierungskrise hin. Man solle sich aber nicht täuschen. Der Hauptgrund für Sharons anscheinende Akzeptanz des Fahrplans, an dessen Anfang von ihm genannte >>peinliche Opfer<< für Israel stehen sollen und erst am Ende, in noch zwei Jahren, ein Palästinenserstaat vorgesehen ist, ist ein typischer Trick des alten Strategiefuchses.

Allem Anschein nach versucht Scharon sich nicht als ein Spielverderber für die von der Bush anscheinend wichtigen Fahrplan Initiative und von der internationalem Meinung unterstützten Friedensmöglichkeit zu zeigen. George W. Bush jr. will sich zu den nächstes Jahr stattfindenden Wahlen nicht nur als Sieger im Krieg ums Öl anbiedern, sondern auch als Friedensstifter im Israel-Palästina Konflikt. Das haben ja schon andere USA Präsidenten vor ihm versucht. Sie alle sind an der Hartnäckigkeit der landräuberischen gross-israelischen Regierungen und am einflussreichen pro-Israel Lobby und ihren Christlich- Fundamentalistischen Neo-Liberalen Partnern im Washingtoner Capitol gescheitert.

Man sollte sich auf Scharon verlassen. Er wird gerade das tun, was er vertuschen will, nämlich dem Fahrplan solche Verzögerungen und Verspätungen als Vorbedingungen aufzuzwingen, dass der ganze Zugverkehr zum Stocken und Zugsentgleisungen kommen wird und man Andere dafür verantwortlich machen kann.

Scharon hat noch selten seine Versprechungen gehalten, wenn diese Sicherheit und Wohlstand für Israel und seines Volkes und Frieden in der Region zum Inhalt hatten. Beginnend mit seinem Kommando über die terroristischen Kommando Einheiten 101 und das Fallschirmjäger Batallion vor fünfzig Jahren, welche angeblich zur Vernichtung arabischer Terroristen dienen sollten, fortfahrend mit seinem Kommando über die Südfront der Armee in Landraubkrieg von 1967 und der Vernichtung tausender der sich ergebenden ägyptischen Soldaten in der Sinai Wüstenhalbinsel, der gewaltsamen Vertreibung tausender Beduinen aus dem Gazastreifen, um jüdischen Siedlern Platz zu schaffen, seiner Siedlungsschlacht im Sinai, um das Friedensabkommen mit Ägypten zu sabotieren und dem blutigen nachfolgendem Libanonabenteuer von 1982, einschließlich seiner Verantwortung für Massaker in verschiednenen palästinensischen Flüchtlicngslager und seiner Mitverantwortung für das Sabra-Schatila Massaker in Beiruth, sah er sich immer wieder in Verwicklungen mit Untersuchungsausschüssen der Armee und der Justiz – und wußte sich immer wieder daraus hervorzuwinden. Die Liste könnte noch beliebig verlängert werden. Sein politisches und strategisches Ziel war bei alledem immer nur eines: Ein jüdisches, von Palästinensern bereinigtes Groß-Israel zu schaffen.

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Auch der sich gerade jetzt wieder einmal so jovial gebender alte Großgrundbesitzer – beinahe hätte ich Junker gesagt – verlässt sich auf seinen Bushmann, dem >>Friedensengel<< Powell, der attraktiven Condoleeza Rice und seinem gleichgesinnten militaristschen Ölmagnaten Rumsfield - und vor allem der mächtigen Lobby im USA Kongress und Senat. Seine dieser Tage geführte Taktik zur Untermauerung seiner und seiner rechts-radikaeln Spießgesellen strategischen Ziele heißt: Ja zum Friedensfahrplan bei gleichzeitiger Blockierung der Geleise durch Vorbedingungen, welche einzuhalten die palästinsensische Seite, ob unter Arafat oder unter dem neuen Star Mahmoud Abbas, alias Abu Masen, infolge der Vernichtung der gesamten politischen, administrativen und zivilen Infrastruktur durch die brutal vorgehende terroristische Militärgewalt der israelischen Besatzungsmacht gar nicht in der Lage sind zu erfüllen.

Alles deutet daher darauf hin, dass auch dieser so groß ausposaunte Roadmap Friedensfahrplan dasselbe Schicksal erleiden wird, wie all seine Vorgänger, darunter auch der Oslo Grundsatz Fahrplan von 1993, die angeblich ach so als Friedenskompromiß angebieterte Großzügigkeit eines Ehud Baraks von 1999 und seines Sponsors Bill Clinton, der Tenet-Mitschell Friedensplan (wer errinnert sich noch daran?) von erst vor zwei Jahren, um nur einige zu erwähnen. Man kann annehmen, dass auch der Bush-Quartett Fahrplan auf dem Scheiterhaufen der Geschichte landen wird. Da kann man sich ganz auf Scharon und alle anderen Politiker aus dem israelischen Regierungslager verlassen. Diese wollen doch erst dann von einem Frieden wissen, wenn ganz >>Eretz-Israel<<, von einem gewissen Teil billiger Arbeitssklaven abgesehen, palästinenserrein und von jüdischen Land-und Stadt Siedlungen vereinnahmt sein wird.

Man soll sich da mal nicht von schönen pragmatischen Worten und Versprechungen eines Scharon oder Bush täuschen lassen!

ENDE des Textes. Mit den besten Brudergrüßen,



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Einen Herrn Bush zum Beispiel interessiert es herzlich wenig, ob Sie sich über ihn ärgern.
Sie sind Schöpfer der Ereignisse die in Ihrem Leben eintreten, also seien Sie sich bewußt
wie Sie denken oder sprechen.