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05.06.2003 Rainer Rupp Junge Welt
Militärschlag angedroht
Nordkorea auf der Agenda: USA setzen Internationalisierung des Konflikts durch
Als »herausragendste Bedrohung der internationalen Sicherheit« entdeckten die Chefs der G-8-Staaten bei ihrem Gipfel in Evian Nordkorea und Iran. Obwohl die meisten von ihnen selbst über Massenvernichtungswaffen aller Art verfügen, forderten sie insbesondere Nordkorea auf, sofort alle Versuche zur Entwicklung von Atomwaffen zu stoppen. Mit Unterstützung seines Verbündeten Tony Blair war es US-Präsident George W. Bush gelungen, die Themen Iran und Korea auf die internationale Tagesordnung zu bringen.

Die jüngste »Nordkorea-Krise« hatte vor etwas mehr als einem Jahr mit der Einstellung der von den USA vertraglich vereinbarten Öllieferungen an Nordkorea begonnen, nachdem Präsident Bush das Land als eine Speiche in der »Achse des Bösen« bezeichnet hatte. Dabei waren die Öllieferungen die Entschädigung für eine mit Nordkorea vereinbarte Atomkraftwerksstillegung. Nach dem Öllieferstopp setzte Pjöngjang, begleitet von massiven Drohungen, sein AKW wieder in Betrieb. Washington weigerte sich im Anschluß strikt, direkt mit der nordkoreanischen Seite zu sprechen und versuchte, den Konflikt zu internationalisieren. Offensichtlich mit Erfolg.

Bereits eine Woche zuvor, beim russisch-chinesischen Gipfeltreffen zwischen den Präsidenten Hu Jintao und Putin in Moskau, hatten die diesbezüglichen US-Bemühungen Erfolg gezeitigt. Hatte Peking bis dahin immer darauf verwiesen, daß der Konflikt ein rein bilaterales Problem zwischen Washington und Pjöngjang und also auch von denen zu lösen sei, forderte Präsident Hu gemeinsam mit Putin in Moskau die Volksrepublik auf, nukleare Ambitionen aufzugeben. Zugleich verlangten sie allerdings Sicherheitsgarantien für Nordkorea sowie die Beendigung dessen ökonomischer Ausgrenzung. In Evian nun war davon nicht mehr die Rede – auch nicht von Putins Seite.

Statt dessen ließ sich Bush von den anderen G-8-Chefs eine »Carte blanche« für ein späteres militärisches Vorgehen geben. In der gemeinsamen Erklärung der G 8 wird unter Nennung von Nordkorea und Iran die Weiterverbreitung von Atomwaffen als »Bedrohung für uns alle« dargestellt. Deshalb müsse man bereit sein, auch mit »anderen Maßnahmen« – wozu auch militärische gehören – gegen diese Bedrohung vorzugehen. In einem – nach dem Irak-Krieg besonders bedeutsamen – Kniefall vor Washington wird sogar ein erneuter amerikanischer Alleingang eingeräumt: Die G-8-Chefs erkennen an, daß »wir individuell und kollektiv gegen die globale Herausforderung« durch die angeblichen Schurkenstaaten »vorgehen müssen«. Die schamhafte Forderung, daß das Vorgehen »in Einklang mit dem Völkerrecht« stehen müßte, klang als eher zaghafter Versuch, den US-Unilateralismus doch noch einzudämmen.

Am selben Tag, als die G-8-Erklärung erschien, drohte der stellvertretende US-Verteidigungsminister Paul Wolfowitz bei seinem Besuch in der südkoreanischen Hauptstadt Seoul Nordkorea mit einer »sofortigen und vernichtenden« Antwort, falls es seine »Aggressionen« fortsetze. Aber was sind diese Aggressionen? Nach Afghanistan und Irak weiß jeder, daß man in Washington darunter jeglichen Widerstand gegen den US-Weltmachtanspruch versteht.


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Wenn Sie sich wegen irgendeiner Information ärgern, deswegen wütend oder frustriert werden bzw. Hass oder Wut auf entsprechende Personen bekommen, sind SIE selbst der einzige der diese Emotion in Form von Krankheiten zurückbekommt. Ihre Wut trifft niemals den anderen.
Einen Herrn Bush zum Beispiel interessiert es herzlich wenig, ob Sie sich über ihn ärgern.
Sie sind Schöpfer der Ereignisse die in Ihrem Leben eintreten, also seien Sie sich bewußt
wie Sie denken oder sprechen.