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03.06.2003   http://www.phi.lt
Was haben amerikanische Marines in Argentinien zu suchen?
In Argentinien spielen sich die gleichen skandalöse Vorgänge ab, wie wir sie kürzlich aus Paraguay in unserem PHI=AUSLANDSDIENST berichteten. So ist Anfang April an die Öffentlichkeit gelangt, dass die amerikanischen Marines in einem kleinen Dorf in Mesopotamia (einem Gebiet im Osten Argentiniens an der Grenze zu Uruguay und Bolivien) ein militärisches Manöver durchgeführt haben. Die Journalisten befragten dessen Bewohner, die Zeugen dieser Vorgänge geworden sind. Auch mit dem Bürgermeister des Dorfes führten sie Interviews durch. Dieser bestätigte, dass in diesem Gebiet tatsächlich solche kriegerischen Übungen durchgeführt worden waren. Zwei Tage nach besagtem Interview wurde sein Haus niedergebrannt. Sein 21jähriger Sohn fand im Feuer den Tod; seine Frau wurde schwerverletzt ins Spital eingeliefert. Jetzt ist bekanntgeworden, dass dieses Manöver nicht das erste seiner Art war, sie sind aber immer wieder vertuscht worden. Diese Manöver müssen im Zusammenhang mit dem erklärten amerikanischen Kriegsziel (im Rahmen des «Kriegs gegen den Terrorismus») des Grenzgebiets Argentinien-Paraguay-Brasilien gesehen werden. Dass diese Zone als sehr gefährlich angesehen wird, wird damit begründet, dass sich bin Ladin dort aufgehalten haben soll. . Seit Jahren lebt dort eine arabische Gemeinschaft von Händlern. Auf Grund der USamerikanischen Kriegspläne verlassen immer mehr Menschen diesen Ort aus Angst: Die einfache Tatsache, Araber zu sein, genügt, um verfolgt zu werden. US-Marines in vielen Ländern Lateinamerikas Die Besetzung durch die Marines ist in vielen Ländern Lateinamerikas (unter anderem Ecuador, Panamá, Paraguay, Peru, Chile, Uruguay, El Salvador und Kolumbien) bereits Tatsache, wobei diese durch Geheimverträge (die so geheim gar nicht sind, wie der folgende Artikel zeigt) zwischen der Regierung und den USA erfolgt. In Argentinien haben sich die Marines bereits mehrere strategisch wichtige Punkte gesichert. Sie stehen im Norden (Tartagal), im Westen (Salta), im Osten (Mazuruca) und im Süden (Patagonien). Mazuruca ist von strategischer Bedeutung wegen seiner Nähe zur dreifachen Grenze; Tartagal ist von Interesse sowohl wegen der Nähe zur Grenze als auch wegen des Erdöls. Die militärischen Übungen der Amerikaner verstossen gegen verschiedene Verträge des Landes und gegen die Verfassung. Zudem verletzen sie die Souveränität. Die Regierung hat skandalöserweise auf Begehren der amerikanischen Regierung Immunität für deren Soldaten zugebilligt. Am 9. und 10.April ist der argentinischen Tagespresse zu entnehmen, dass es nun doch keine solche Übungen geben werde, da man die Entscheidung dem neuen Präsidenten überlassen will. Aber nur einige wenige Tage später wird, entgegen dieser Verlautbarung, die Immunität beantragt. Bei diesen ganzen Vorgängen wird, wie in den anderen südamerikanischen Staaten auch, gelogen und betrogen, und die Bürger werden für dumm verkauft. Wie sich dies konkret abspielt, lässt sich anhand des folgenden Artikels, der im Magazin Revista Veintitrés vom 10. April in Buenos Aires veröffentlicht worden war, aufzeigen: Duhalde [der Präsident] sagt: niemals, nie! Jaunarena [Verteidigungsminister] wiederholt: niemals, nie! Aber Dokumente und Zeugen beweisen das Gegenteil. Es hat sich herausgestellt, dass die Funktionäre lügen, wenn sie abstreiten, bei der Verheimlichung der illegalen Praktiken der amerikanischen Marines beteiligt gewesen zu sein und dass die Landesregierung skandalöse Privilegien für sie bewilligt hatte. Den Beweisen, die das Fernsehprogramm Día D in seinen beiden letzten Sendungen von Jorge Lanata (Zeugenaussagen von Autoritäten und Bewohnern des Dorfes Mazaruca, Entre Ríos, und Faksimiles einer vom Präsidenten und dessen Kabinett zurückgehaltenen Gesetzesvorlage) lieferte, wurde in der letzten Ausgabe von Veintitrés hinzu: veröffentlicht. Ein internes Dokument des Aussenministeriums, das den Aussenminister Carlos Ruckauf und den Präsidenten Eduardo Duhalde warnt, dass die Regierung mit ihrer Haltung gegenüber den Aktivitäten der Marines gegen die Verfassung und nationale Verträge verstösst, finden sich ebenfalls dort. Erklärungen von Bewohnern von Salta, die unter Angst bestätigen, dass sie dort Kontakt gehabt hätten mit Marines, als diese militärische Übungen durchführten. Die Unterschriften von Duhalde, Ruckauf, Alfredo Atanasof, Horacio Jaunarena und Roberto Lavagna befinden sich authentisch und gut sichtbar unter dem Gesetzesentwurf, der am 4. Dezember des vergangenen Jahres an die Abgeordnetenkammer ging. Der Text entspricht, inklusive Punkt und Komma, genau dem Brief, den die Regierung von George W. Bush, namentlich der amerikanische Verteidigungsminister, Donald Rumsfeld, dem argentinischen Aussenminister Ruckauf über die amerikanische Botschaft in Buenos Aires zukommen liess. In diesem verlangt er Privilegien und Immunitäten für die Truppen, die sie zu Übungszwecken in die Pampas schicken. Der Brief, wohlgemerkt, wurde in der gleichen Zeit geschrieben, wie die amerikanischen Dokumente, die die Zone der dreifachen Grenze als ein potentielles Ziel des «Kriegs gegen den Terrorismus» nennt. Der Text, den Duhalde zum Gesetz machen will, lautet folgendermassen: «Das zivile und militärische amerikanische Personal, das in das nationale Territorium eintritt mit dem Ziel, militärische Übungen durchzuführen, geniesst während des Zeitraums des Aufenthaltes strafgerichtliche, zivile und administrative Immunität.» Weiter soll mit dem Gesetz den US-Truppen erlaubt werden , Codes zu benützen, Schriftstücke und Korrespondenzen abzuschicken und/oder zu empfangen, über jedes Kommunikationsmittel, oder in versiegelten Handkoffern, mit dem Ziel jeglicher Kommunikation mit dem Staat, dem sie angehören», «Befreiung von Gebühren und Zollbelastungen für die Waffen, Munition, Ausrüstung, Materialien, Fahrzeuge, Schiffe oder Flugzeuge, die vorübergehend eingeführt werden, um Schulungen durchzuführen», «Befreiung von internen Steuern für im Land erworbene Güter, Material oder Ausrüstung, in ihrem Namen, unter den selben Modalitäten des Antrags an die diplomatische Mission des betreffenden Landes»,«Befreiung der Visumspflicht bei der Einwanderung». Die «Consejería Legal» [juristisches Beratergremium des Aussenministeriums, das alle Entscheidungen hinsichtlich der Rechtmässigkeit überprüfen soll] des Aussenministeriums versuchte vergeblich, gegen dieses Projekt vorzugehen, das den Vertrag von Rom verletzt, den Argentinien unterzeichnet hat. In diesem Vertrag wird verfügt, dass der Internationale Strafgerichtshof die Verbrechen gegen die Menschlichkeit, Völkermord und Kriegsverbrechen verurteilt, die in irgendeinem Land, das zu den Unterzeichnern gehört, begangen werden. Zum Beispiel in Argentinien. Die USA - und hier liegt das Problem - ist das einzige westliche Land, das sich weigerte, den Vertrag zu unterzeichnen. Sie verfügten, dass irgendein Mitglied der vielfältigen militärischen Delegationen, die sie in der ganzen Welt verteilt haben, das ein Delikt begeht, von amerikanischen Gerichten verurteilt wird. Das heisst, dass gemäss dem Gesetz, das Duhalde, Ruckauf und Co vorantreiben, ein Marine, der bei der «Erfüllung seiner offiziellen Mission» ein Verbrechen oder irgendeine Gesetzesübertretung begeht, nur durch die Vereinigten Staaten verurteilt werden kann. Das argentinische Territorium funktionierte in diesem Falle auch als uneinnehmbarer Zufluchtsort für Marines, die in anderen Kriegen oder Missionen (um das Beispiel Kosovo zu nennen) Verbrechen begangen haben und auf denen Auslieferungsbegehren des Internationalen Gerichtshofs lasten. Aber es wird nicht nur von Menschen gesprochen: Der Gesetzesentwurf sieht wörtlich vor, dass «Argentinien bei Schäden, Verlust oder Zerstörung von Eigentum auf jegliche Schadenersatzforderungen verzichtet». Das bedeutet: Bombardiert uns nur, es ist gratis. US-Militär zu «temporären Eintritten» berechtigt In einem anderen Einspruch, das die Consejería legal des argentinischen Aussenministers erhob, wies es unmissverständlich darauf hin, dass jeder Eintritt von fremden Truppen der «vorschriftsmässigen und vorgängigen Genehmigung» durch den Nationalkongress bedarf. Die USA haben Duhalde und Ruckauf schon von einem «Rahmenabkommen» überzeugt, das ihre Militärs jetzt und in Zukunft zu «temporären Eintritten» berechtigt, anstatt jedes Kontingent und jede neue Mission absegnen zu lassen. Für die Consejería legal verletzt dies den Artikel 75, Abs. 28 der Argentinischen Verfassung. Dies sind für die Funktionäre einer Regierung, die sich in mindestens sechs Fällen über den Artikel 75 hinwegsetzte, jedoch «Peanuts». Sie verlangte im Dezember 2002 die Genehmigung vom Kongress für den Eintritt von Marines der Gruppe B Comando Sur im Oktober desselben Jahres. Das heisst, sie verlangte eine nachträgliche Legalisierung von Übungen, die in Salta schon durchgeführt worden waren. Der Kongress segnete a posteriori (gegen den gesunden Menschenverstand und die Verfassung) die Aktivität von Truppen in der Übung Unidas 2 in El Palomar, Provinz Buenos Aires, zwischen Mai und Juni des vergangenen Jahres ab. Am 28. Mai wurde das Begehren in der Kommission behandelt, aber nie von der legislativen Kammer des Nationalkongresses gut geheissen. Das Abgeordnetenhaus hiess den Eintritt von Marines weder für Missionen zwischen vergangenem November und Dezember gut, noch wurde vorgängig die Operation Unitas Anfibio in Puerto Belgrano bewilligt. Aber damit nicht genug. Trotz all dem behauptet Duhalde, dass es «keine Marines gab und auch nicht geben wird» und der Verteidigungsminister, Horacio Jaunarena, führt alles darauf zurück, dass «die Leute Uniformen verwechseln». Es kann schon sein, dass einige Leute nicht zwischen argentinischen Kampfwesten und denjenigen der Marines unterscheiden können. Aber es ist seltsam, dass sie die Farben der Nationalflaggen verwechseln, die als Schutzschilder an diesen Uniformen getragen werden. Und noch seltsamer erscheint, dass sie die englischsprachigen mit den spanischsprachigen Soldaten verwechseln. All dies sollen die Einwohner von Mazaruca, Entre Ríos, verwechselt haben, einschliesslich des Bürgermeisters Angel Tramontín, der immer noch die amtlichen Mitteilungen der Truppen, die in seiner Nachbarschaft im vergangenen August und November ankommen sollten, aufbewahrt. Der Privatsekretär dieser Gemeinde, Dardo Ferutti, und Fabián Cuello, Buchhalter, leiden angeblich ebenfalls am Verwechslungssyndrom. Tatsächlich, die gemeinsamen Übungen finden routinemässig Jahr für Jahr in steigendem Umfang statt. Der Unterschied besteht jedoch darin, dass dieses Mal die Forderung der Genehmigung durch das Parlament nicht erfolgte und deshalb in die Illegalität abdriftete. Die Abgeordneten Duhaldes rechtfertigten die akrobatischen verbalen Übungen ihres Führers mit dem Hinweis, dass es für ihn sehr schwierig sei, mit seiner Rede mit die Unabhängigkeit gegenüber den USA mit den Privilegien für Marines aus jenem Land zu vereinbaren. Ebenso konfus sind die Bewohner von Salta, die Journalisten geschworen haben, dass sie vier Marines zum Fischen nach Cabra Corral fuhren. «Von allen sprach ein einziger Spanisch, die anderen Englisch.» In diesem Falle bestand das «Ziel» nicht in der «Landung und Rettung von gefallenen Piloten», wie in Mazaruca, sondern in der Übung des Fallschirmsprungs in den dichten Wald von Salta. Diese wurde zwischen Juni und September vergangenen Jahres durchgeführt. Das Begehren der Genehmigung wurde im Oktober verschoben. Der Kongress hatte es nie verabschiedet. Marcos Díaz Muñoz, Korrespondent des Senders Todo Noticias, legte Zeugenaussagen schriftlich nieder, die er bezüglich des Ereignisses aufgenommen hatte. Diese besagen, dass «in Tartagal Marines in Zivil vorgaben, Arbeiter der multinationalen Raffinerien zu sein, und die Orte während der Strassensperren und der Sperrungen der Ausfahrten der Petrolwerke überwachten. Diese Woche gab es mindestens einen Fortschritt im Vergleich zur letzten Woche: Jaunarena versuchte, in einer öffentlichen Konferenz eine Erklärungen abzugeben. Módico macht Fortschritte, weil die Regierung sich nicht von ihrem lügnerischen Abstreiten entfernt hat, während ihre politischen Truppen in der heiklen Mission arbeiten, die Nachhut zu schützen. Mit Erfolg, wie die Verschiebung des Themas durch die Verteidigungskommission (diese wird durch den Abgeordneten Duhaldes, Jorge Villaverde, präsidiert) und die Rede zeigt, die der Senator der Provinz Entre Ríos, Abelardo Félix Pacayaut (PJ), vorgelegt hat: Er war einer der ersten gewesen, die die Präsenz von Marines in Mazaruca vom letzten Jahr zugegeben hatten. Diese Woche sagte er zu Veintitrés: «Ich widerrufe meine Angaben. Wissen Sie, was passierte? Wir wurden von den Bewohnern von Entre Ríos für dumm verkauft, sicherlich war das, was mir vor fünf Monaten gezeigt wurde, ein argentinischer Soldat und keine Marines.» Obwohl klare Zugenaussagen vorliegen, streitet Regierung alles ab Der Verteidigungsminister, Horacio Jaunarena, sah sich gezwungen, öffentliche Erklärungen über die Präsenz von amerikanischen Truppen auf argentinischem Territorium abzugeben. Und er wich keinen Millimeter von der offiziellen Version ab: Es gab keine Marines in Entre Ríos, und alles entstand aufgrund einer «Verwechslung » durch die Bewohner der Zone. Jaunarena verkündete folgende Version: «Tatsächlich, im Jahr 2001 gab es eine Übung mit amerikanischen Marines im Gebiet von Ibicuí. Für das Jahr 2002 wurde eine Übung ähnlichen Charakters geplant mit der Präsenz von 17 amerikanischen Marines. Aber vor der Durchführung dieser Übung verlangte die amerikanische Regierung auf Grund des Zustandekommens des Internationalen Strafgerichtshofs eine gewisse Immunität für sein militärisches Personal. Dies machte es ratsam, diese Übung nicht durchzuführen, und sie wurde abgesagt. Doch was es in diesem Gebiet gab, war eine Übung der argentinischen Truppen, die sich Yaguareté nannte. Es ist sehr schwierig, einen Infanteristen der argentinischen Marine von einem amerikanischen zu unterscheiden, weil sie exakt die gleiche Uniform tragen. So konnte man sich leicht irren. Aber diese Übung wurde in dem Moment öffentlich gemacht, als man den Bürgermeister des Gebiets um Genehmigung ersuchte.» Was der Minister nicht erklärte, ist, warum die Bewohner von Ibicuí das amerikanische Wappen an den militärischen Uniformen und an den Stiefeln, die in dieser Übung verwendet worden waren, gesehen hatten.» Warum räumt PHI diesem Ereignis in Argentinien so viel Raum ein?. Weil uns vergleichbares von fast allen Staaten Südamerikas und Mittelamerikas berichtet wird. In den afrikanischen Staaten spielt sich das Gleiche ab. Nur wird dort die Erlaubnis für Manöver und die Stationierung in der Regel durch Schmiergeld an die Minister erkauft und dann ist Ruhe Eine Basis Demokratie gibt es in fast keinem afrikanischen Staat. In der Regel freut sich die Bevölkerung in den afrikanischen Dörfern über ein paar Zigaretten, ein paar Konserven und Kaugummis und darüber, daß sich der Militärarzt auch einmal einheimisch Kranke kostenlos ansieht.


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Einen Herrn Bush zum Beispiel interessiert es herzlich wenig, ob Sie sich über ihn ärgern.
Sie sind Schöpfer der Ereignisse die in Ihrem Leben eintreten, also seien Sie sich bewußt
wie Sie denken oder sprechen.