Zurück zur Seite vorher


Seitenzugriffe seit dem 13.07.2006200

Druckversion dieser Seite

Diese Information an einen Freund senden

 
Wie beurteilen Sie diesen Artikel Wie beurteilen Sie die Quelle dieses Artikels
Hier können Sie Ihren persönlichen Kommentar eingeben,
bzw. Kommentare von anderen Besuchern lesen
Kommentare
bisher
0
Infos von  www.das-gibts-doch-nicht.info
14.06.2003 Rüdiger Göbel Junge Welt
Pipeline gesprengt
Eskalation im Irak: Erdölleitung in die Türkei in Brand gesetzt. 27 Iraker von GIs erschossen
Die Gefechte zwischen bewaffneten Widerstandsgruppen und US-amerikanischen Besatzungssoldaten im Irak nehmen immer mehr die Züge einer neuen kriegerischen Auseinandersetzung an. Innerhalb weniger Tage kamen dabei mehrere Dutzend Menschen ums Leben. Im Norden des Irak sprengten am Freitag Guerilleros eine Ölpipeline. Durch einen doppelten Bombenanschlag geriet nach Angaben von Anwohnern die Erdölleitung in die Türkei in Brand. Die Angriffe fanden in der Nähe der Erdölfelder bei Machul statt, etwa 15 Kilometer von der Raffineriestadt Baidschi entfernt. Die nun unterbrochene rund 1000 Kilometer lange Pipeline verband die Ölfelder des Nordirak mit dem türkischen Hafen Ceyhan an der Mittelmeerküste.

Sechs Wochen nachdem US- Präsident George W. Bush das Ende der größeren Kampfhandlungen im Irak verkündet hatte, erschossen US-Soldaten am Freitag in der Ortschaft Balad nördlich von Bagdad im Zuge einer großangelegten Kampagne zur Aufstandsbekämpfung 27 Iraker. Nach Angaben des US-Zentralkommandos hatte eine »organisierte Gruppe« Granaten auf eine Panzerpatrouille der US-Streitkräfte abgefeuert. Die Soldaten hätten aus Panzern zurückgefeuert, vier Angreifer getötet und die übrigen in die Flucht getrieben. Panzer und gepanzerte Fahrzeuge hätten daraufhin zusammen mit Apache-Hubschraubern die Verfolgung aufgenommen und weitere 23 Iraker getötet. Angaben über eigene Verluste machten die Besatzungstruppen nicht.

In der nordirakischen Stadt Mosul wurden am Freitag bei einem Schußwechsel zwischen irakischen Zivilisten und US-Soldaten drei Iraker verletzt. Auch im Westen des Landes wurden die Besatzungstruppen in Kämpfe verwickelt. Mehrere Menschen sollen dabei nach US-Angaben getötet worden sein. Angaben zur Identität der Toten machte die US-Armee nicht. Am Donnerstag war im Westen des Irak ein US-Kampfhubschrauber vom Typ Apache abgeschossen worden. Südwestlich von Bagdad war ein amerikanischer Kampfjet abgestürzt – »aus bisher unbekanntem Grund«, wie das US-Zentralkommando erklärte.

Neben der größten Militäroffensive seit dem inoffiziellen Kriegsende startete das US-Zentralkommando auch eine mediale Kampagne gegen die Widerstandskräfte. So behaupteten die Besatzungstruppen, im Norden des Landes 74 Männer festgenommen zu haben, die Anhänger des Terrornetzwerkes Al Qaida seien. Hintergrund der Anschuldigungen dürfte sein, den legitimen Widerstand gegen die Besatzungstruppen als illegitimen Terrorismus zu diffamieren. Peinlich für die USA: Erst vor wenigen Tagen hatten zwei führende Al-Qaida-Aktivisten bei Verhören durch US-Truppen erklärt, daß der Terrorpate Osama bin Laden jede Zusammenarbeit mit der irakischen Führung unter Saddam Hussein abgelehnt habe.

Die irakischen Widerstandsgruppen erklärten unterdessen, ihren Kampf ausweiten zu wollen. Inzwischen stellten sie allen Angehörigen aus den Angreiferstaaten USA und Großbritannien oder ihnen verbündeten Ländern ein Ultimatum, den Irak bis zum 17. Juni zu verlassen. Dies berichtete die in London erscheinende arabischsprachige Zeitung Al Quds. Danach seien die Ausländer ebenso Ziel von Angriffen wie die Besatzungstruppen, »unabhängig davon, ob sie im zivilen Sektor oder bei den Streitkräften arbeiten«. Die Warnung schließe Staatsangehörige aus Katar, Kuwait, Saudi-Arabien, Iran und der Türkei ein. »Nach diesem Datum werden sie von der Widerstandsbewegung als Angriffsziele betrachtet«, heißt es in der am Freitag auch auf Englisch veröffentlichten Erklärung.

Seit Beginn der Irak-Invasion sind nach Angaben des Pentagon bislang insgesamt 183 US-Soldaten getötet worden, 45 davon nach dem 1. Mai. »Iraqbodycount« zufolge starben bis Anfang Juni zwischen 5531 und 7203 Iraker in direkter Folge der militärischen Intervention der USA und ihren Verbündeten sowie mehr als hundert in der ersten Maihälfte durch spät gezündete Streubomben. Die Angaben des unabhängigen Internetdienstes (www.iraqbodycount.net) basieren auf der täglichen Auswertung internationaler Presseberichte.


Diese Domain  www.das-gibts-doch-nicht.info an einen Freund weiterempfehlen

Diese Seite zu den Favoriten hinzufügen

Diese Seite auf Ihrem PC speichern!

Möchten Sie diese Domaine als Startseite haben...

 


Das Kopieren und Verteilen dieser Information ist ausdrücklich erwünscht!
www.das-gibts-doch-nicht.info


Sinn dieser Informationen

Zurück zur Seite vorher

Zur Gesamtübersicht

Wenn Sie sich wegen irgendeiner Information ärgern, deswegen wütend oder frustriert werden bzw. Hass oder Wut auf entsprechende Personen bekommen, sind SIE selbst der einzige der diese Emotion in Form von Krankheiten zurückbekommt. Ihre Wut trifft niemals den anderen.
Einen Herrn Bush zum Beispiel interessiert es herzlich wenig, ob Sie sich über ihn ärgern.
Sie sind Schöpfer der Ereignisse die in Ihrem Leben eintreten, also seien Sie sich bewußt
wie Sie denken oder sprechen.