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11.06.2003   Freace
Blix spricht Klartext
Der Leiter der UN-Waffeninspektionen im Irak, Hans Blix, hat in einem Interview mit dem britischen Guardian zum ersten Mal klare Worte für das Verhalten der Amerikaner gefunden.

Blix, der sich bisher immer sehr diplomatisch ausgedrückt hat, wirft den USA vor, eine Verleumdungskampagne gegen ihn geführt zu haben. "Meine Verleumder sitzen in Washington. Das sind Bastarde, die Dinge rumerzählen, die häßliche Dinge in den Medien verbreiten. Nicht, daß mir das nicht ziemlich egal wäre."

In dem Interview beschuldigt der 75-jährige Blix, der in drei Wochen in den Ruhestand gehen wird:

- Die Bush-Regierung, daß sie sich darauf verlassen haben, daß die Waffeninspektoren in den Irak in ihren Berichten stärker verurteilen,

- "Einige Elemente" innerhalb des Pentagons, hinter der gegen ihn geführten Verleumdungskampagne zu stecken,

- Washington, die Vereinten Nationen als "fremde Macht" anzusehen, von der sie hoffen, daß sie im East River versinkt [Der UN-Hauptsitz befindet sich in New York, der East River fließt durch die Stadt].

Auf die Frage, ob er glaube, daß er das Opfer einer Verleumdungskampagne geworden sei, sagte er: "Ja, vermutlich auf einem niedrigeren Niveau."

Schon vor seiner Abreise in den Irak im November letzten Jahres, um die Waffeninspektionen wieder aufzunehmen, wurde er als die schlechteste mögliche Wahl für die Aufgabe diffamiert.

Mitarbeiter der von dem Schweden Blix in den letzten drei Jahren geleiteten UNMOVIC sagen offen, daß die Beziehungen zwischen den Falken der Bush-Regierung und ihrer Aufgabe schlecht waren.

Blix sagte, seine Beziehungen zu den USA wären "im großen und ganzen gut" gewesen und wiederholte, daß er nicht glaubte, daß der Irak die Waffeninspektionen ohne die 200.000 US-Soldaten an seinen Grenzen zugelassen hätte.

"Aber gegen Ende verließ sich die Regierung auf uns", räumte er ein. Man hoffte, die Inspektoren würden den Irak in ihren Berichten drastischer verurteilen, so daß die Stimmung im UN-Sicherheitsrat noch geändert werden könnte.

Washington, sagt er, sei insbesondere darüber wütend gewesen, daß die Inspektoren "nicht mehr aus der Entdeckung von Streubomben und Drohnen gemacht" hätten.

Washingtons Enttäuschung, daß die UN den Angriff nicht unterstützten sei "ein Grund für die Skepsis gegenüber den Inspektoren."

Er sagte weiter, daß er überzeugt sei, daß es "in dieser Regierung Leute gibt, die sagen, daß es ihnen egal ist, ob die UN im East River untergeht und andere derbe Dinge."

Statt die UN als eine Versammlung zur Entscheidungsfindung von Staaten zu sehen, sähe Washington sie jetzt als "fremde Macht, selbst wenn sie beträchtlichen Einfluß hat."

Das sei insbesondere im Hinblick auf Präsident Bushs öffentlich bekundeten Glauben an Präventivschläge beunruhigend. "Es wäre vorzuziehen und vernünftiger, den Sicherheitsrat um Legitimation zu ersuchen, insbesondere jetzt, da der Kommunismus nicht mehr existiert und Rußland und China nicht automatisch ihr Veto einlegen", so Blix.

Außerdem wäre es "glaubwürdiger" wenn ein Team internationaler Inspektoren statt der 1.300 Mann starken Truppe in den Irak gesendet würde, um nach Massenvernichtungswaffen zu suchen, sagte er.

In einem aktuellen
Spiegel-Artikel liest sich das ganz anders.

Zwar kritisiert Blix dort, daß es offenbar fehlerhafte Geheimdienstinformationen gegeben habe und hofft, daß dies sich nicht wiederholt, ansonsten wird seine Einstellung den USA gegenüber aber als ziemlich positiv dargestellt:

"'Sie sollten etwas mehr Zeit haben, sich umzuschauen, denn ihre Bedingungen sind nicht einfach. Sie können sich zum Beispiel nur mit bewaffnetem Begleitschutz bewegen.' Andererseits planten die USA den Einsatz von 1300 Experten. ‚Das sind viel mehr als wir zur Verfügung hatten.'

Zudem hätten die US-Sucher im Gegensatz zu jenen der UNO insgesamt günstigere Bedingungen. Viele Iraker wären nun bereit, Hinweise zu geben. Die USA sollten daher in der Lage sein, die Suche im Irak ‚innerhalb einiger Monate' abzuschließen."



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Wenn Sie sich wegen irgendeiner Information ärgern, deswegen wütend oder frustriert werden bzw. Hass oder Wut auf entsprechende Personen bekommen, sind SIE selbst der einzige der diese Emotion in Form von Krankheiten zurückbekommt. Ihre Wut trifft niemals den anderen.
Einen Herrn Bush zum Beispiel interessiert es herzlich wenig, ob Sie sich über ihn ärgern.
Sie sind Schöpfer der Ereignisse die in Ihrem Leben eintreten, also seien Sie sich bewußt
wie Sie denken oder sprechen.