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Ist das vom Militär geförderte
HAARP-Projekt ein ziviles oder militärisches
Forschungsprojekt?
Im Busch von Alaska baut das
US-Militär die größte und leistungsfähigste
Kurzwellensendestation der Menschheitsgeschichte. Seit 1994 wird das Vorhaben,
sehr zum Ärger der Regierungsbehörden, durch eine kritische
Berichterstattung begleitet.
Die Sendeanlage befindet sich in der Nähe von Gakona,
etwa 160 Meilen nordwestlich von Anchorage. Bis Ende 2002 sollen 360
Sendeantennen eine Strahlungsleistung von mindestens 4,7 Milliarden Watt (ERP)
erzeugen können. Diese gigantische Anlage ist der Hauptbestandteil eines
Projektes mit der Bezeichnung HAARP (High-frequency Active Auroral Research Project).
Radiowellen werden an der Ionsophäre reflektiert.
Besonders starke Sender können mit ihrem Signal die Reflexionszone der
Ionosphäre erwärmen und dadurch die Elektronendichte verändern.
Die HAARP-Anlage eröffnet ein Experimentierfeld
über die Wechselbeziehungen von Ionsophäre und Magnetosphäre,
dem militärisch nutzbare Potenziale zugeschrieben werden.
Das HAARP-Projekt tarnt sich
geschickt durch die Vergabe ansehnlicher Gelder für die Aufbereitung von
Forschungsergebnissen, die als zivile Subventionen und Forschungsaufträge
an einige der führenden amerikanischen Universitäten fließt.
Das Interesse des amerikanischen Verteidigungsapparates am HAARP-Projekt belegt sich allein schon durch die Liste der
involvierten Abteilungen, zu denen auch die "Kirkland Air Force Base"
zählt. Dieser Stützpunkt befasst sich immer nur mit den
technologischen Speerspitzen der US-Rüstung und war auch an der
Entwicklung der "Strategic Defense Initiative" (SDI) beteiligt. Der Betreiber
der Anlage ist das Naval Research-Laboratory und die Federführung des
Projektes obliegt dem Verteidigungsministerium.
Täuschen, Tarnen,
Verharmlosen
Für die Öffentlichkeit wird auf der Website des
Projekts in schillerndsten Farben die Möglichkeit einer Rekreation der
angeschlagenen Ozonschicht und die Abwendung von Wirbelstürmen in den
Vordergrund geschoben. Lediglich die Entwicklung einer neuartigen Technik zur
Erdtomografie, die es ermöglicht, unterirdische Bunker und Atomanlagen
aufzuspüren, und ein neues System zur U-Boot-Kommunikation wird als
militärisch nutzbares Abfallprodukt der Forschungen eingeräumt. Zudem
werden für den Endausbau bis Ende 2002 nur die Hälfte des
ursprünglich angedachten Leistungsgrenzen angegeben.
Aus der Entstehungsgeschichte dieser Anlage lässt
sich zweifelsfrei ablesen, dass die Forschungen und Patente des
Elektrotechnikers Nikola Tesla mit HAARP ausprobiert
werden sollen. Der Erfinder der Drehstromtechnik war mit seinen Ideen, Energie
drahtlos zu übertragen, seiner Zeit weit voraus. Als er 1940 dem
US-Kriegsministerium eine omnipotente Strahlenwaffe, basierend auf seinem
US-Patent 1.119.732, anbietet, wird er ausgelacht. In einem Artikel der "New
York Times" vom 22. September 1940 wurde der 84 Jahre alte Tesla mit seinen
trotzigen Ausführungen wie folgt zitiert: "Ich stehe der Regierung zur
Verfügung, diese in das Geheimnis meiner "Teleforce" einzuweihen, mit der
Flugzeugmotoren auf einer Distanz von 250 Meilen eingeschmolzen werden
können. Eine unsichtbare Chinesische Mauer wird unser Land umgeben und
schützen. [...] Mit einer enormen Spannung werden mikroskopisch kleine
Partikel in ihre Mission der defensiven Zerstörung katapultiert."
Bernhard J. Eastlund, ein ehemaliger Ingenieur der
US-Navy, meldete im August 1987 ein erstes Patent an, basierend auf Teslas
Ideen im oben genannten Zeitungsartikel. Sein kleines Forschungsunternehmen
wurde mehrfach durch Mittlerfirmen der Regierung aufgekauft und mit den
nötigen finanziellen Mitteln ausgestattet, bis Eastlund schließlich
ausstieg und die Nutzung seiner Patente aufgeben musste.
Kleine Tests,
erstaunliche Folgen
Offensichtlich ist HAARP seit
November 2000 wieder vermehrt aktiv. Jedenfalls berichten Funkamateure
über exorbitant stark gepulste Signale auf Kurzwellenfrequenzen um 3.990
kHz, die untypischerweise keinen Zusammenhang mit der ionosphärischen
Ausbreitung zu haben scheinen, weil sie Tag und Nacht gleichermaßen stark
einfallen.
Zu den möglichen Anwendungen gehört die
Beeinflussung des Wettergeschehens durch elektrostatische Felder, eine Technik,
über die Russland schon seit fast 10 Jahren verfügen soll. Die Firma
ELATE Intelligent Technology/Russland soll angeblich ein System betreiben, um
das Wetter in einem Umkreis von 200 Meilen zu beeinflussen. Ähnliches hat
der ehemalige wissenschaftliche Berater des Fernsehsenders CBS, Richard
Hoagland, 1998 in Zentral-Arizona analysiert: Die untypische Wetterbeobachtung,
mit plötzlichem Nebel und Schneefall, der zur Sperrung des Highways 17
führte, war nicht vorausgesagt und stand angeblich in keinem erkennbaren
Zusammenhang zu Wind oder Wolkenfronten. Ein
Vergleich der Langwellenaktivitäten und der zeitlichen
Historie der Wetterradarbeobachtungen wurden mit den Sendeaktivitäten der
HAARP-Anlage verglichen und zeigte deutliche
Übereinstimmungen.
Als "Schutzschild" zur Landesverteidigung müsste
HAARP noch einiges an Leistung zulegen. Dabei geht es
um die Erzeugung eines elektromagnetischen Pulses von einer Stärke und
Intensität, die jede elektrische Steuerung zum Ausfall bringt. Die
Ionosphärenforschung versucht, hierbei den wissenschaftlich bereits
beschriebenen Transistoreffekt der Ionosphäre zu nutzen, der eine
1000-fache Signalverstärkung ermöglicht. Eine gezielte Modifikation
bestimmter Regionen der Ionosphäre durch Erhitzen könnte den
Durchbruch bringen, um den Transistoreffekt militärisch nutzbar zu machen.
Schon die heutigen Ausbaustufen von HAARP stehen im Verdacht, Flugzeuge in Schwierigkeiten zu
bringen. Ein Warnradar veranlasst eine Sicherheitsabschaltung der Sender,
sofern sich ein Flugzeug der Anlage nähert, denn die elektromagnetische
Härtung der Flugzeugelektronik reicht nicht aus, um der Strahlung von
HAARP zu widerstehen. Es gibt hierzu Berichte
über Anomalien und Fehlfunktionen von Autopilotensystemen. Dabei befanden
sich die Flugzeuge in etwa 400 Meilen Entfernung, außerhalb des
Radarbereichs.
HAARP steht erst am Anfang ihrer
Möglichkeiten und könnte unter der Bush-Regierung eine
militärische Aufwertung erfahren. Dafür sprechen möglicherweise
Messungen der ELFRAD-Gruppe vom Februar 2001, die eine Steigerung der
Strahlungsleistung belegen sollen. |