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01.07.2003 Rainer Rupp Junge Welt
Mit Schweineblut zum Sieg im Irak
US-Senator empfiehlt makabre Maßnahmen gegen »Extremisten«. Europäer sollen an die Front
»Deutsche an die Front«, heißt die Forderung einer Gruppe einflußreicher US-Senatoren, die gerade von einer Erkundungstour aus dem Irak nach Washington zurückgekommen ist. In einem Interview am Sonntag abend im TV-Programm »Fox NewsSunday« verlangte der demokratische Senator Joseph Biden den Einsatz von 30000 bis 60000 Soldaten aus internationalen Einheiten zur Unterstützung der US-Besatzer. »Ich will Soldaten mit französischen, deutschen und türkischen Abzeichen an den Uniformen an den Straßenecken im Irak stehen sehen«, sagte Biden. »Wir müssen Rumsfelds und Cheneys ideologische Fixierung überwinden, die die Europäer und die NATO nicht hinein (in den Irak) lassen wollen«, fügte er hinzu.

Angesichts der zunehmenden amerikanischen Verluste und Schwierigkeiten im Irak war dieser Stimmungsumschwung in Washington nur eine Frage der Zeit. Seit dem 1. Mai, als US-Präsident George Bush das Ende aller größeren Kampfoperationen erklärt hatte, sind 61 US-Soldaten entweder durch Unfälle oder durch feindliches Feuer getötet worden. Das US-Unternehmen Kroll Inc., das für Großkonzerne Sicherheitsrisiken einschätzt, geht davon aus, daß ein Volksaufstand gegen die Besatzungstruppen noch in diesem Jahr wahrscheinlich ist.

Kein Tag vergeht mehr ohne Angriffe auf die US-Soldaten. Hinzu kommen Temperaturen von fast 50 Grad. »Unser Militär ist erschöpft«, sagte der demokratische Senator Chris Dodd im Nachrichtensender CBS, weshalb zusätzliche Soldaten, ja sogar »eine zweite Armee« zum Entsatz dringend nötig seien. Und schnell müsse es gehen. »Wir haben nur noch Wochen, um die Situation zu retten. Wir brauchen die Hilfe anderer (Nationen) aus der Region und aus der ganzen Welt. Denn je länger wir warten, desto größer wird das Risiko, das von Irak ausgeht.« In dem Zusammenhang erklärte Biden, man habe »ihm versichert, daß die NATO bereit ist, sich an der Seite der britischen und amerikanischen Truppen im Irak zu engagieren«.

Derweil vertreibt der demokratische US-Senator Guy W. Glodis im Senat einen Flyer, in dem er vorschlägt, wie man den »muslimischen Extremisten« nicht nur im Irak ein Ende machen soll. Vorbild für die von Glodis angeregten Maßnahmen ist der US-Kriegsveteran General John Joseph Pershing. Dieser hatte bei der Eroberung der Philippinen um die Jahrhundertwende die Widerstandskämpfer gegen die neuen US-Kolonialherren mit Kugeln erschießen lassen, die zuvor in Schweineblut getaucht worden waren. Die Leichen wurden anschließend mit den Eingeweiden von Schweinen beerdigt. Glodis belehrt seine Kollegen, daß durch den Kontakt mit Schweineblut und -gedärmen ein Moslem augenblicklich vor dem Zutritt zum Paradies ausgeschlossen würde. Unter dem Eindruck der Nachricht über diese Art von Bestattungen hätten innerhalb kürzester Zeit alle Überfälle auf US-Soldaten aufgehört, für 40 Jahre, bekräftigte der Senator.


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Einen Herrn Bush zum Beispiel interessiert es herzlich wenig, ob Sie sich über ihn ärgern.
Sie sind Schöpfer der Ereignisse die in Ihrem Leben eintreten, also seien Sie sich bewußt
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