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so lautete
der Vortrag im Gauditorium maximum in der Humboldt Universität in Berlin.
Doch fangen wir vorne an. Schießerei
und Amoklauf des Nachmittags im nahegelegenen Stadteil Berlin-Kreuzberg. Ein
Mann erschießt wohl aus Eifersucht eine Frau, dann einen vorbeikommenden,
unbeteiligten Radfahrer, bevor er sich selber richtet.
17.30 - draußen sitzend auf dem
Prachtboulevard "Unter den Linden", der stark an die Champs Elysee in Paris
erinnert, vor mir einen Eiscafe. Auf der vierspurigen Allee rasen fast
ununterbrochen Streifenwagen rauf und runter mit voller Reklame. Die Sirenen
sind so laut, daß man - wie man so sagt - sein eigenes Wort nicht mehr
verstehen kann. Der Genuß ist stark getrübt.
19.00 - Einlaß in das Audi max.
Schlechte Organisation. Rund 1000 Menschen treibt es in den für 750
Personen zugelassenen Raum....stickige Atmosphäre, bei vielen hat das Deo
längst aufgegeben, wenn je eines benutzt wurde. Balneotherapie und
Sockenwechsel - und weiteres - wäre bei dem und der ein oder anderen
dringend indiziert.
Der Raum füllt sich, viele hocken in
den Gängen, viele stehen an den Rändern. Ich ergattere einen
strategisch sehr günstigen Sitzplatz, nachdem ich links und rechts etwas
Politprominenz begrüßt habe, die wenigen die ich kenne, die vielen,
die mich kennen -:)
Wenige Reihen vor mir sitzt Horst Mahler,
der später noch eine Rolle spielt.
19.30 Auf der Bühne sitzen vor Mikrofonen:
Mathias Bröckers Andreas von Bülow Michael
Opperskalski Ekkehard Sieker Eckart Spoo Ronald Thoden Gerhard
Wisnewski
alles Buchautoren oder/und Journalisten,
Ekkehard Sieker etwa aus dem Redaktionsteam "Monitor".
Die Atmosphäre ist entspannt, das
Publikum gemischt. Vielleicht überraschenderweise viele ältere Leute
bis jenseits der 70er. Natürlich auch Studenten, Aktionisten,
Politikinteressierte, Verschwörungstheoretiker und Leute, die Ihr
teilweise auch kennt aus dem Internet etc.
Da ich schon 1968 in der Freien
Universität als ganz junger Piefke Rudi Dutschke erleben konnte und die
Stimmung von damals noch sehr gut in Erinnerung habe, darf ich schreiben: sie
war vollkommen anders. Damals waren die Menschen emotionalisiert, heute sind
sie distanziert, nüchtern, ja desillusioniert, abwartend,
mißtrauisch.
Gut. Jemand moderiert kurz an - und los
gehts ! Ausdrücklich hervorheben möchte ich keinen. Alle haben sehr
gut gesprochen. Der vielleicht routinierteste Redner war von Bülow, aber
die anderen standen ihm wenig nach. Sehr saubere Recherchearbeit bzgl. des
inszenierten Terrorismus der USA.
Explizit möchte ich auf keinen
eingehen, da uns die Argumentation allen bekannt ist. Tenor: Der 11.9. war ein
Inszenario, um Krieg in die Welt zu bringen und diesen zunächst auf 60
Länder zu konzentrieren: Afghanistan, Irak, Iran, Lybien, Nordkorea etc.
bis in den kommenden Jahren auch China mitangegriffen wird - so sind die -
allerdings auf starken Fakten basierenden Vermutungen.
Die Taliban, Al Quaida, sogar Osama bin
Laden, Hussein - alles Geschöpfe des CIA. Wo der CIA auftaucht, gibt es
Konflikte, Drogen, Menschenhandel, Krieg.
Pearl Harbour war ein ebensolches Fake wie
der 11.9. Am wahrscheinlichsten erchien mir die Aussage, daß die
Passagierflugzeuge durch sog. ferngesteuerte "Drohnen" ausgetauscht wurden,
die, wesentlich kleiner, in die präparierten Gebäude flogen.
Das Verbrechen wurde nie aufgeklärt und
wird es auch nicht, ebensowenig wie JFK, Möllemann, Barschel, Rohwedder
etc. pp. Die Amerikaner verhandeln heute wieder mit den Taliban in Afghanistan,
die sie ja aus der Welt bomben wollten, und werden weder Osama bin Laden
schnappen noch Saddam Hussein. Deshalb arbeiten weltweit mehrere Geheimdienste
miteinander, wobei im Zweifelsfall diese untereinander so lange aufeinander
verweisen können, bis wirklich niemand mehr durchblickt. Der gesamte
islamische Fundalismus ist nichts anderes als ein westlicher Kolonialismus
amerikanischer Prägung. Es geht natürlich ums Öl, es geht
natürlich um die Weltherrschaft unter am. Führung, es geht
natürlich darum, daß Amerikas Wirtschaft am Boden liegt und dies
möglichst nicht bekannt werden soll....es geht um alles und gegen jeden,
der der amerikanischen Vorherrschaft im Wege steht.
In der schlecht gewählten Pause von 15
Minuten drangen teilweise vermummte Autonome in den vollbesetzten Saal ein und
schlugen plötzlich auf Horst Mahler ein. Ich sah sehr genau die
Fäuste fliegen aus einem Pulk von Menschen, die auf ihn einschlugen.
Helfen aus Menschlichkeit konnte ich nicht, da ich in einer Reihe saß.
Ordnungshelfer drängten die pöbelnden und z.T. sehr stark
alkoholisierten Personen nach draußen, doch die drangen immer wieder ein
und schrieen: "Nazis raus!" etc. womit sie Horst Mahler meinten.
Seit Jahren setze ich mich dafür ein,
daß man Menschen NICHT instrumentalisiert, sondern ihre
Persönlichkeit sieht - selbstverständlich völlig umsonst, wie
ich selbst hier im Internet erfahren durfte. DIE Freimaurer, DIE Scientologen,
DIE Nazis - nichts ist für den schlichten Menschen einfacher, als jemanden
"schwarz/weiß" zu kategorisieren und dann an die Wand zu stellen. DIE
Templer, DIE Katharer.....DIE Christen.....alles Humbug.
Und Mahler ? Denkt und verhält er sich
wie ein Nazi ? Ehrlich gesagt, ich weiß es nicht. Auf jeden Fall ist er
ein Mann heute über 60, der zudem nicht der stärkste ist. Es ist ein
ausgesprochener Akt der Feigheit, einen solchen Mann mit 30, vielleicht sogar
50 und mehr Personen starken Troß anzugreifen, zu schlagen und permanent
zu beleidigen - aber es ist genauso, wie hier im Internet unter den sogenannten
und selbsternannten "Zustandsverbesserern" auch geschieht. Es gibt Hetze,
undifferenzierte Beleidigung, Beschuldigungen, Ausschluß - warum sollten
asozial gemachte Menschen, möglicherweise instrumentalisiert, benutzt,
ohne Chance, mit Bier und Wein abgefüllt dann nicht jemand angreifen und
schlagen und irgendwann jemanden erschlagen ?
Der Unterschied zu 1968 ist, daß 2003
die Atmosphäre kälter....und brutaler ist. Sie erinnert eher an
1933/34 an die Nazi-Schläger-Banden, die Parteiversammlungen stürmten
und losdroschen.
Der Saal reagierte auf die Störer, die
mit Tetra-Packs voller Wein teilweise die Bänke erobert hatten und die
Leute anpöbelten.
Die Veranstaltung wurde aus
Sicherheitsgründen abgebrochen. Wer steckte dahinter ? Waren es wirklich
"nur" "linke Zecken" oder traten sie auf für irgendwelche Geheimhalter,
die Enthüllungen verhindern wollen ? Andreas von Bülow wies auf diese
Möglichkeit noch hin, ja, auf die Wahrscheinlichkeit.
Alles ein Riesenbetrug ! Alles inszeniert !
Der Terror, lat. der Schrecken, kommt von ganz oben....und als
Erfüllungsgehilfe dient der Mensch, der "unten" ist, absichtlich,
vorsätzlich mit dolus directus I. Grades. Die hilflosen, im Grunde
unschuldigen Zecken sind so instrumentalisiert wie das gesamte Volk, willige
Werkzeuge, wie die Frauen aus dem Osten, die zu Nutten abgerichtet werden.
Ich hatte genug von Berlin. Ich fuhr am
Prunk- und Protz-Palast des ewig lächelnden Kanzlers vorbei...und
mußte noch an die Tanke, wo mehrere Obdachlose, wohnungslos gemachte,
ebenfalls instrumentalisierte Menschen, gerade die Alkohlvorräte für
die Nacht prüften und sich noch eine Zigarette wickelten, bevor sie sich
hinter die Mauer legten.
DAS ist Berlin. Megalomanie in den kleinen
Zentren der Reichen - Armut und Ohnmacht in den allermeisten Stadtteilen.
Das ist aber nicht nur Berlin, so sieht es
schon in den meisten Teilen Deutschlands aus. Noch mehr arbeitslose Menschen
und diese alle auf Sozialhilfeniveau, das ist das Gemisch, in dem der
Nationalsozialismus wurzeln und gedeihen konnte.
Die steuerfrei lebenden Milliardäre
derweil sicher in der Schweiz - und in Deutschland tobt und vernichtet sich der
Mob - das ist geplant und wird täglich 1 : 1 umgesetzt, bis es sich
völlständig realisiert hat.
Mahlzeit
Nik
Bis hier geht ja noch alles ziemlich klar.... ph
02.07.2003 Feuilleton Dr.
Seltsam (welch treffender "Name"
hinter dem sich dieser Schreiberling offenbar versteckt! Zu einem
offenen Brief langt`s dann also trotz des großartigen gefestigten
Charakters - den man als derart massiver Kritiker ja doch wohl haben
müßte - scheinbar doch nicht, wobei man ja gerade in der
bewußten "Rotfront"-Szene [unser "Dr. Seltsam" bringt dieses Wort ja
selbst ins Spiel nicht ich!] und in der Hinsicht in allerbester
Gesellschaft ist: Die Gesichter werden ja schließlich auch immer
vermummt, wenn diese Herren "Politik machen", wobei aber der Shirt-Aufdruck
"Gesicht zeigen, mein Freund ist Ausländer" o.ä.
selbstverständlich gut lesbar sein muß!!! Kann man aber ja auch
verstehen, man muß schon anonym bleiben bei so einer verantwortungsvollen
Tätigkeit: Am Ende kommt sonst noch H. Mahler der Nazischläger
zusammen mit seinen guten Freunden (!) vom Verfassungsschutz und
vom BND vorbei und zieht einem den Hosenboden stramm...!??
Desaster
»Der inszenierte Terrorismus« im Audimax
Die Frage, wer am 11.9.01 die Flieger lenkte
und damit den Vierten Weltkrieg auslöste, hat die deutschen Massen
ergriffen. Doppelt so viele Menschen, wie das Audimax der Berliner
Humboldt-Universität faßt, wollten am 30. Juni sieben bekannten
Investigativ-Journalisten zuhören. Sie mußten auf den 7./8.
September vertröstet werden. Der geheimnisvolle Veranstalter Ronald Thoden
kündigte eine Fortsetzung der Aufklärungsshow an, mit amerikanischen
Autoren.
Im Vorraum konnten ungehindert CDs vom
Neunazi Horst Mahler »Die Septemberverbrecher«
verkauft werden (Die Novemberverbrecher waren 1920 Hauptopfer der
Nazimörder). Der österreichische Ingenieur Reisegger bewarb bunt und
teuer eine Reihe völkischer Bücher zum Thema, u.a. von Alain Benoist
(französischer Nazipropagandist) »Die Welt nach dem 11.
September«. Eine Esoteriker-Fraktion faselte von Ufos, eine andere
»Shareinternational« bezeugt, daß Matreya und die Meister der
Weisheit alles prophezeit haben, aber die Amerikaner haben ihnen nicht
geglaubt.
Als erster Redner beschrieb Ekkehard Sieker,
wie er für seinen bekannten »Monitor«-Beitrag« im
Dezember 2001 versuchte, an den arabischen Originaltext von Bin Ladens
angeblichem Geständnisvideo heranzukommen. In sämtlichen Redaktionen
der US-Presse lag nur die CIA-Übersetzung vor. Der Hamburger Orientalist
Gernot Rotler entlarvte sie als falsch. Reaktion der Amipresse: »Hambug
itself is a center of Bin Ladens Network and has a large islamic
population.« Atta selbst habe an der Uni Hamburg studiert, damit habe
sich dieser Einwand disqualifiziert. Siekers Schluß: »Der
Mainstreamjournalismus soll die Zustimmung zur herrschenden Meinung
herstellen.«
Mattias Bröckers prägte den
Begriff »Illusive Information«: Beweise tauchen kurz in den
Nachrichten auf und dann niemals wieder. Er zweifelt mittlerweile
überhaupt, ob Flieger Nr. 3 und 4 je entführt wurden, waren doch
weder im Pentagon noch in Shanksville/Pennsylvania Trümmer gefunden
worden. Die angeblichen Handygespräche von Bord der entführten
Maschine fanden nachweislich nicht statt, und die Liste der 19 arabischen
Entführer ist nachweislich falsch. Er hat mittlerweile sechs der Toten
lebend gefunden, sie hatten nichts mit Al Qaida zu tun. Auf der FBI-Website
wird aber immer noch nach ihnen gefahndet. Bröckers verkauft ab 25. Juli
bei 2001 sein neues Buch.
Gerhard Wisniewski hat jetzt bei Knaur ein
wichtiges Buch zum 9.11. rausgebracht, in dessen Dokumentenanhang er die 40
Jahre alten Versuche des US-Genralstabs dokumentiert, ferngesteuerte
Terrorflieger gegen Kuba einzusetzen, »Operation Northwood«.
Technologisch verfügen die USA seit 1960 über diese Alternative:
Austausch gegen unbemannte Maschinen während des Fluges, ferngesteuerte
Explosionen ohne Spuren... etc. Marylands Fluglotsen sprachen immer von
»zwei Maschinen« und »unidentified objects« mit
untypisch schnellen Flugbewegungen. Allerdings war, während er von
»Flugzeugen« sprach, im an die Wand projizierten Geheimdokument nur
von ferngesteuerten »Vessels« (Dampfern) die Rede.
Michael Opperskalski von der verdienstvollen
Zeitschrift Geheim machte es sich dann leicht: Al Qaida existiere gar nicht,
war seine These, ohne Beweis. Bei seiner kursorischen Darstellung der real
existierenden Islamisten-Verschwörungen ging ihm einiges durcheinander.
Die algerische GIA ist eine bekannterweise
gesteuerte Bande, während die FIS auf soziale Projekte orientiert. Beide
in einen Topf zu werfen, wie er, ist falsch. Ebenso wurde die
Moslembruderschaft in Ägypten bereits in den zwanziger Jahren als
antikoloniale Bewegung gegründet und ist schon deswegen nicht mit den
antikommunistischen CIA-Ablegern Mudschaheddin oder Hamas vergleichbar.
Opperskalski bezeichnete ganz Pakistan als eine geostrategische Aufmarschbasis
für amerikanische Geheimdienste. Über den Geheimdienst ISI laufe die
Finanzierung der weltweit operierenden Terrorgruppen. In aller Deutlichkeit
wollte er sie nicht länger als »Islamistengruppen« benannt
haben, sondern als das, was sie sind: faschistische Mörderbanden.
Zur Pause begann eine offenbar gut
geplante Provokation. Unter wirkungslosem Geschrei einiger Antifas
schritt Horst Mahler unangefochten langsam den Gang hinab und ließ sich
gut sichtbar in der Mitte des Saales nieder. Feistnackige Kripobullen und sein
Saalschutz bildeten einen Kordon um seinen welken Leib. Oben auf der Galerie
begannen ein paar Nazischläger, irgend etwas vorzubreiten. Die tapferen
Jungs von Antifa und Anti-NATO-Gruppe wurden, wie auch die Angehörigen
aller Geheimdienste dieser Welt, die hier ein Stelldichein hatten, unruhig. Die
beschlipsten Saalschützer einer Securityfirma waren überfordert.
Anstatt Mahler hinauszubitten, verwiesen sie einen aufgeregten Ausländer
des Saales, der »Judenmörder!« und »Nazis raus!«
rief. Für die Massen im Saal etwas unvermittelt, denn die begannen nun,
unter heimlicher Anleitung durch Mahlers Jünger, den Antifaschisten mit
fanatischem »Wir wollen Ruhe!« zu übergrölen.
Während die Mehrheit verhetzt »Ruhe!« schrie, den deutschesten
aller Schlachtrufe, wurde der empörte Weltbürger entfernt. Nazi
Mahler lächelte in die Runde.
Um Ruhe zu schaffen, begann der ehemalige
Bundesminister Andreas von Bülow seinen Vortrag mit antiamerikanischen
Witzen. »Ich sage immer RUMMS-Feld...«, keiner hörte zu. In
zwei Wochen kommt sein neues Buch.
Die feisten Testosteron-Unfälle der
Securityfirma watschelten weiter unentschieden hin und her und jammerten.
»Aber ich weiß ja nicht, was ich machen soll, Herr Thoden gibt mir
keine Befehle raus.« Die Situation wurde immer grotesker und lauter. Man
muß in Zukunft bei Veranstaltungen im engen Audimax den Schutz der
Zuhörer vor Naziprovokationen organisieren! Rotfrontkämperbund!
(ist es zu glauben, was für ein geistiger
dünnmüll...ph)
Die
Veranstaltung wurde abgebrochen. Die Nazi/Geheimdienste-Provokation war
gelungen. (es bleibt
einem die Spucke weg...ph) Unter aktiver
Hilfe der tobenden Massen und der linksliberalen Kopfarbeiter auf dem Podium,
die nichts merkten.
Was für ein Abend! Als Reklame für
neue Bücher wahrhaft gelungen, als politische Aufklärung ein
Desaster. Wir aber wissen jetzt, welche Geheimdienste Horst Mahler führen.
(!?)
02.07.2003 Interview Interview: Jürgen
Elsässer Veranstaltung über die Widersprüche des 11.
9.:
Nichts gegen rechten Provokateur unternommen?
jW sprach mit Ronald Thoden. Er war Organisator der Veranstaltung
»Der inszenierte Terrorismus Zu den Widersprüchen des
11.September« am Montag in der Berliner Humboldt-Uni F:
Über 1000 Leute sind zu Ihrer Veranstaltung gekommen. Jeder fragt sich
jetzt: Wer ist der Tausendsassa, der so was auf die Beine stellt?
Ich bin 40 Jahre, war bis vor fünf,
sechs Jahren in Göttingen bei den Grünen. Dann habe ich mich
enttäuscht und verzweifelt zurückgezogen und wähle seither nicht
mehr.
F: Und wie finanzieren Sie eine solche
Veranstaltung?
6000 Euro wird es schon gekostet haben. Ein
Teil kam über die Eintrittsgelder wieder rein.
F: Sind sie Krösus?
Ich bin Personalberater und vermittle
übers Internet Stellen. Was ich dabei verdient habe, habe ich jetzt
investiert. Das Thema brennt mir auf den Nägeln, ich promoviere zur Zeit
auch im Studienfach Politik über die Geschichte des inszenierten
Terrorismus.
F: Die Veranstaltung mußte vorzeitig
abgebrochen werden. Warum?
Ja, leider. Nach der Pause hat mich der
Sicherheitsdienst informiert, auch mit Bezug auf die Kripo, was sich am und vor
dem Eingang abspielt. Sie sagten, die Veranstaltung stehe »auf des
Messers Schneide«. Für jede zerbrochene Fensterscheibe wäre ich
haftbar gemacht worden. Zudem mußte ich mich innerhalb kürzester
Frist entscheiden. Aber wir hätten sowieso um spätestens 22.15 Uhr
den Saal verlassen müssen.
F: Was war der Grund für die
bedrohliche Zuspitzung?
Die Anwesenheit des Nazi-Anwalts Horst
Mahler. Dieser Mann lebt ja davon, Skandale zu inszenieren, das gibt ihm
Publicity.
(und wie der sich immer freut, wenn das nächste
Schreiben vom Staatsanwalt ins Haus flattert und ähnliche Dinge mehr, das
braucht der förmlich, davon lebt der!!! Anm. ph)
F: Sie
hätten ihn über den Saalschutz entfernen lassen können.
Ich war unentschlossen. Aber die Mehrheit
der Podiumsteilnehmer ...
F: ... von Bülow, Opperskalski, Sieker,
Spoo, Bröckers und Wisnewski ...
war nicht unbedingt dafür. Sie
meinten, man solle abwarten, wie er sich verhält. Unsere Sorge war eher,
daß er sich in der Diskussion des Mikrofons bemächtigt und dann
provoziert. Darauf waren wir vorbereitet. Eines ist klar: Wir haben ihn nicht
eingeladen, und er hätte nie die Möglichkeit zu einem
Diskussionsbeitrag bekommen. Er war einfacher Zuhörer.
F: Ihre Saalschützer gingen nicht
gegen Mahler, wohl aber gegen die Mahler-Gegner im Saal vor. Einige wurden
rausgedrängt.
(man muß sich diesen Irrsinn wirklich mal auf der Zunge
zergehen lassen: Der Saalschutz entfernt randalierende, mit Tetrapaks voll
Fusel, mit Springmessern u.ä. ausstaffierte Typen aus einem Saal [und
selbst das nur sehr zögerlich, denn selbst der tumbeste Türsteher hat
die "political correctness" ja schon mit der Muttermilch aufsaugen
müssen] und läßt einen anderen in Ruhe der nur ruhig auf
seinem Stuhl sitzt und zuhören will. Ende vom Lied ist, daß der
Veranstalter den obigen Satz an den Kopf geworfen bekommt. Der Satz an sich ist
ja eigentlich nur eine Feststellung... Bei den hiesigen Zuständen
und aus dem Zusammenhang heraus allerdings, schwingt in dem Satz nicht nur ein
Vorwurf mit... Nein: Der ganze Satz ist ein einziger Vorwurf, ist auch so
gemeint und die Gehirngewaschenen fassen es auch genauso auf wie es gemeint ist
vom Herrn Interviewer. - Man wird wirklich immer wieder an Orwell erinnert:
Krieg ist Frieden, Wahrheit ist Lüge etc. Es wird einem schwindlig in
einer derart verdrehten Welt! Anm. ph)
Das habe ich
nicht so recht mitbekommen. Da war so ein Typ mit Brille und amerikanischem
Akzent, der sich gezielt aufspulte. Das brachte Mahler noch mehr
Aufmerksamkeit. Auch in diesem Interview sprechen wir schon wieder die meiste
Zeit über ihn.
F: Sehen Sie nicht das Problem, daß
Rechtsradikale sich des Themas bemächtigen könnten?
Durchaus. Mir stehen die Haare zu Berge
über die Post, die ich bekomme. Einer hat eine Untersuchungskommission zum
11. September gefordert, die aber unter Führung des Hauses Hohenzollern
gebildet werden müsse. Aber die meisten Interessenten oder auch die
Besucher am Montag gehören nicht in diese Richtung.
(Richtung? Sind die Hohenzollern auch rechtsradikal? Oder ist
generell alles Deutsche rechtsradikal? Oder was?)
F: Wie
gehts weiter?
Am 7. oder 8. September gibts in
Berlin die Fortsetzung, wahrscheinlich mit Experten aus den USA.
1.
http://www.jungewelt.de/2003/07-02/018.php
Terror gegen das eigene Land
1962 plante die Führung des US-Militärs Terroranschläge
gegen die eigene Bevölkerung, um einen Krieg gegen Kuba zu
rechtfertigen.
Aus amtlichen Dokumenten, die jahrzehntelang streng geheim
waren, geht hervor, daß der Generalstab der US-Streitkräfte Anfang
der 60er Jahre bereit war, terroristische Angriffe gegen die eigene
Bevölkerung zu organisieren, um die USA in einen Krieg gegen Kuba zu
ziehen. Diese Fakten sind in der heutigen Zeit besonders bedeutsam, da auch die
Anschläge gegen das World Trade Center und das Pentagon den Zweck
verfolgen, Amerika in einen "Krieg der Kulturen" zu verwickeln.
Der erste ausführliche Bericht
über diese Dokumente findet sich in dem Buch Body of Secrets von
James Bamford über den amerikanischen Nachrichtendienst NSA (National
Security Agency), das vor einem halben Jahr in den USA erschienen ist. Bamford
schreibt darin, der Generalstab der US-Streitkräfte (Joint Chiefs of
Staff) "schlug einen geheimen, blutigen Terrorkrieg gegen das eigene Land vor,
um die amerikanische Öffentlichkeit zu verleiten, einen schlecht
durchdachten Krieg, den sie [das Militär] gegen Kuba planten, zu
unterstützen."
Bamford stützt sich auf Dokumente, die
in den letzten Jahren vom Assassinations Review Board freigegeben und
anschließend vom Nationalarchiv der USA veröffentlicht wurden. Wir
haben diese Dokumente durchgesehen (Zitate folgen unten) und können
feststellen, daß Bamford in keiner Weise übertrieben hat: Es handelt
sich um den Zeitraum Winter 1961/Frühjahr 1962. Zuvor hatte im April 1961
die fehlgeschlagene Invasion in der Schweinebucht zum Sturz Fidel Castros
stattgefunden, die noch von der Regierung Eisenhower geplant worden war. Im
Oktober 1962 folgte dann die Kuba-Raketenkrise.
Operation Northwoods
Ende 1961 entzog Präsident John F.
Kennedy wegen des Schweinebucht-Desasters der CIA die Verantwortung für
die Kuba-Operationen und übertrug sie statt dessen dem
Verteidigungsministerium. Dort entstand das Terrorismus-Projekt, das den
Codenamen Operation Northwoods trug. Es war ein Bestandteil der
umfassenden Kuba-Pläne des Pentagons, die unter der Bezeichnung "Operation
Mungo" (Operation Mongoose) liefen. Verantwortlich waren Edward Lansdale
- ein CIA-Mann, der zu der Zeit Vizedirektor der Pentagon-Abteilung für
Sondereinsätze war - sowie Generalstabschef General Lyman Lemnitzer, der
in der Eisenhower-Ära ernannt worden war.
Lemnitzer und seine Strategen planten eine
umfassende Invasion Kubas, um Castro zu stürzen - und vielleicht wollten
sie auch beweisen, daß sie "schaffen, was die CIA nicht geschafft hat".
Sie trauten Kennedy und der neuen Administration nicht, besonders nachdem
behauptet wurde, Kennedy habe der Schweinebucht-Invasion in letzter Minute die
Luftunterstützung verweigert (inzwischen ist belegt, daß diese
Entscheidung nicht von Kennedy getroffen wurde). Die
Militärführung warf der Regierung vor, sie sei gegenüber Castro
zu "weich". Ihre Terrorpläne sollte man auch in diesem Licht sehen.
Die Planungen fanden ihren Niederschlag in
verschiedenen Memoranden und Empfehlungen, deren Endfassung Lemnitzer mit Datum
vom 13. März 1962 an Verteidigungsminister Robert McNamara übergab
oder übergeben wollte. McNamara bestreitet, die Dokumente erhalten zu
haben. In dem einleitenden Memorandum von Lemnitzer heißt es, der
Generalstab habe ein beigefügtes Memorandum "erwogen", eine "Beschreibung
von Vorwänden, die eine Militärintervention in Kuba rechtfertigen
würden." Er gehe davon aus, daß "eine einzelne Behörde die
Hauptverantwortung für die Entwicklung militärischer und
paramilitärischer Aspekte des grundlegenden Plans" erhalten werde und
empfiehlt, diese Verantwortung dem Generalstab zu übertragen.
Das beigelegte Memorandum trägt den
Titel Rechtfertigung für eine US-Militärintervention in
Kuba. Es heißt darin, eine politische Entscheidung für eine
solche Militärintervention werde "aus einer Periode verstärkter
Spannungen zwischen den USA und Kuba resultieren, welche die Vereinigten
Staaten in die Lage bringen, gerechtfertigtes Leid zu erdulden." Die
Weltöffentlichkeit und die Vereinten Nationen "sollten günstig
beeinflußt werden, indem man das Bild einer tollkühnen und
unverantwortlichen kubanischen Regierung entwickelt, die eine alarmierende und
unberechenbare Gefahr für den Frieden der westlichen Hemisphäre
darstellt". (das kommt einem
doch alles sehr bekannt vor...ph)
Es wird empfohlen, die Aktionen, die den Vorwand für die
Militärintervention bilden sollen, noch in den nächsten Monaten
durchzuführen, solange ein Eingreifen der Sowjetunion noch
unwahrscheinlich sei. Denn "bisher gibt es noch keinen zweiseitigen
Beistandsvertrag, der die UdSSR bindet, Kuba zu verteidigen"; Kuba sei noch
kein Mitglied des Warschauer Paktes, und die Sowjets hätten dort noch
keine größeren Militärbasen errichtet.
Schiffe versenken und Bomben legen
Dann folgen einzelne Vorschläge
für Aktionen, die als Vorwand benutzt werden könnten.
Der erste betrifft "eine Serie
wohlkoordinierter Vorfälle" auf und um den US-Marinestützpunkt
Guantanamo Bay auf Kuba. Dazu könne man etwa befreundete Kubaner
anstiften, in kubanische Militäruniformen verkleidet an dem
Stützpunkt Unruhen anzuzetteln, dort Munitionslager in die Luft zu
sprengen, Feuer zu legen, Flugzeuge in Brand zu setzen, ein
Schiff im Hafen fahruntüchtig zu machen und in der Nähe des
Hafeneinfahrt ein Schiff zu versenken.
Aber das ist erst der Anfang. Weiter
heißt es: "Man könnte einen ,Remember the Maine'-Vorfall
(!!!) arrangieren... [Mit der Versenkung der
Maine durch unbekannte Urheber begann der Spanisch-Amerikanische Krieg
1898.] Wir könnten ein amerikanisches Schiff in Guantanamo Bay versenken
und Kuba die Schuld geben." Eine andere Möglichkeit sei,
eine Schiffsattrappe (das erinnert doch wiederum an gewisse Flugzeugatrappen
wenn die auch heutzutage nicht mehr aus Pappmaché, sondern in der
virtuellen Realität "gebaut" werden..) in kubanischen Gewässern zu versenken.
Kaltblütig heißt es: "Listen von toten Soldaten in amerikanischen
Zeitungen würden eine nützliche Welle nationaler Empörung
auslösen." (!!!!!!!!)
Der nächste Vorschlag: "Wir könnten eine
Terrorkampagne des kommunistischen Kuba im Gebiet um Miami, anderen
Städten Floridas und sogar in Washington inszenieren. Die Terrorkampagne
könnte sich gegen kubanische Flüchtlinge richten, die in den
Vereinigten Staaten Schutz suchen. Wir könnten ein ganzes Schiff voller
Kubaner auf dem Weg nach Florida (real oder simuliert) versenken. Wir
könnten Mordanschläge auf kubanische Flüchtlinge in den
Vereinigten Staaten organisieren... (Aha: real oder aber auch SIMULIERT; 11/9
läßt wieder mal grüßen...)
"Nützlich wäre auch, ein paar Plastikbomben
an sorgfältig ausgewählten Orten hochgehen zu lassen,
kubanische Agenten zu verhaften und entsprechend vorbereitete Dokumente zu
veröffentlichen..." (so wie die angeblich gefundenen Videokassetten,
publikumswirksam "aufgefundene" Terroranweisungen etc. etc....)
Ein anderer Vorschlag besagt, als
sowjetische MiGs getarnte Flugzeuge einzusetzen, um Zivilflugzeuge zu bedrohen,
Schiffe anzugreifen und Attrappen von US-Militärflugzeugen
abzuschießen. Auch "versuchte Entführungen von Zivilflugzeugen und
anderen Fahrzeugen" kämen in Frage. Der am sorgfältigsten
ausgearbeitete Plan schlägt dann vor, den Abschuß eines gecharterten
Zivilflugzeugs im kubanischen Luftraum zu simulieren.
Präsident Kennedy lehnte den Plan ab
(und war kurz darauf
tot...), und Lemnitzer
gab Anweisung, alle schriftlichen Unterlagen darüber zu vernichten. Einige
Dokumente haben dennoch - jahrzehntelang streng geheim gehalten -
überlebt.
Edward Spannaus
Quelle: Neue
Solidarität Nr. 41/2001
Hervorhebungen und Anmerkungen von mir. Es wird einem wirklich
schlecht... Man braucht nur "kubanisch" mit "irakisch" oder "afghanisch"
o.ä. (was gerade in den Kram paßt) auszutauschen und man meint
aktuellste "Enthüllungstexte" und die "seriöse
Berichterstattung der Mainstream-Medien" im genauen, brandaktuellen Wortlaut
vor sich zu haben. Selbst als hartgesottener
"Verschwörungspraktiker" (heute noch von "Theorie" zu sprechen
wäre ja doch wohl blanker Hohn") muß man sich hier doch noch
wundern, mit welcher Menschenverachtung und Unverfrorenheit zu Werke gegangen
wird.
Nur gibt es heute keinen Kennedy, der solche
Pläne in die Mülltonne wandern läßt nur eine
armselige Georg Dabbeljuh-Marionette... Und was das heißt, erleben wir ja
gerade allesamt "Live"!
Übrigens durchaus kein Einzelfall das
Ganze (nur für den Fall, daß nun wieder mal jemandem einfallen
sollte, dies alles damit relativieren zu wollen, daß das ja "nur"
einzelne Pläne von einzelnen "Wirrköpfen" seien u.ä.): Es gab
und gibt ähnlich perfide Pläne bspw. auch in den Schubladen des
MOSSAD zuhauf. Da wurden um nur mal eine Sache von vielen
anzureißen - die krassesten Szenarien durchgesprochen und geplant um die
Ägypter in den 60ern zum Krieg zu verleiten.
Trotzdem alles Gute, Grüße
Peter |