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01.07.2003 Peter  
Der inszenierte Terrorismus -

so lautete der Vortrag im Gauditorium maximum in der Humboldt Universität in Berlin.

Doch fangen wir vorne an. Schießerei und Amoklauf des Nachmittags im nahegelegenen Stadteil Berlin-Kreuzberg. Ein Mann erschießt wohl aus Eifersucht eine Frau, dann einen vorbeikommenden, unbeteiligten Radfahrer, bevor er sich selber richtet.

17.30 - draußen sitzend auf dem Prachtboulevard "Unter den Linden", der stark an die Champs Elysee in Paris erinnert, vor mir einen Eiscafe. Auf der vierspurigen Allee rasen fast ununterbrochen Streifenwagen rauf und runter mit voller Reklame. Die Sirenen sind so laut, daß man - wie man so sagt - sein eigenes Wort nicht mehr verstehen kann. Der Genuß ist stark getrübt.

19.00 - Einlaß in das Audi max. Schlechte Organisation. Rund 1000 Menschen treibt es in den für 750 Personen zugelassenen Raum....stickige Atmosphäre, bei vielen hat das Deo längst aufgegeben, wenn je eines benutzt wurde. Balneotherapie und Sockenwechsel - und weiteres - wäre bei dem und der ein oder anderen dringend indiziert.

Der Raum füllt sich, viele hocken in den Gängen, viele stehen an den Rändern. Ich ergattere einen strategisch sehr günstigen Sitzplatz, nachdem ich links und rechts etwas Politprominenz begrüßt habe, die wenigen die ich kenne, die vielen, die mich kennen -:)

Wenige Reihen vor mir sitzt Horst Mahler, der später noch eine Rolle spielt.

19.30 Auf der Bühne sitzen vor Mikrofonen:

Mathias Bröckers
Andreas von Bülow
Michael Opperskalski
Ekkehard Sieker
Eckart Spoo
Ronald Thoden
Gerhard Wisnewski

alles Buchautoren oder/und Journalisten, Ekkehard Sieker etwa aus dem Redaktionsteam "Monitor".

Die Atmosphäre ist entspannt, das Publikum gemischt. Vielleicht überraschenderweise viele ältere Leute bis jenseits der 70er. Natürlich auch Studenten, Aktionisten, Politikinteressierte, Verschwörungstheoretiker und Leute, die Ihr teilweise auch kennt aus dem Internet etc.

Da ich schon 1968 in der Freien Universität als ganz junger Piefke Rudi Dutschke erleben konnte und die Stimmung von damals noch sehr gut in Erinnerung habe, darf ich schreiben: sie war vollkommen anders. Damals waren die Menschen emotionalisiert, heute sind sie distanziert, nüchtern, ja desillusioniert, abwartend, mißtrauisch.

Gut. Jemand moderiert kurz an - und los gehts ! Ausdrücklich hervorheben möchte ich keinen. Alle haben sehr gut gesprochen. Der vielleicht routinierteste Redner war von Bülow, aber die anderen standen ihm wenig nach. Sehr saubere Recherchearbeit bzgl. des inszenierten Terrorismus der USA.

Explizit möchte ich auf keinen eingehen, da uns die Argumentation allen bekannt ist. Tenor: Der 11.9. war ein Inszenario, um Krieg in die Welt zu bringen und diesen zunächst auf 60 Länder zu konzentrieren: Afghanistan, Irak, Iran, Lybien, Nordkorea etc. bis in den kommenden Jahren auch China mitangegriffen wird - so sind die - allerdings auf starken Fakten basierenden Vermutungen.

Die Taliban, Al Quaida, sogar Osama bin Laden, Hussein - alles Geschöpfe des CIA. Wo der CIA auftaucht, gibt es Konflikte, Drogen, Menschenhandel, Krieg.

Pearl Harbour war ein ebensolches Fake wie der 11.9. Am wahrscheinlichsten erchien mir die Aussage, daß die Passagierflugzeuge durch sog. ferngesteuerte "Drohnen" ausgetauscht wurden, die, wesentlich kleiner, in die präparierten Gebäude flogen.

Das Verbrechen wurde nie aufgeklärt und wird es auch nicht, ebensowenig wie JFK, Möllemann, Barschel, Rohwedder etc. pp. Die Amerikaner verhandeln heute wieder mit den Taliban in Afghanistan, die sie ja aus der Welt bomben wollten, und werden weder Osama bin Laden schnappen noch Saddam Hussein. Deshalb arbeiten weltweit mehrere Geheimdienste miteinander, wobei im Zweifelsfall diese untereinander so lange aufeinander verweisen können, bis wirklich niemand mehr durchblickt. Der gesamte islamische Fundalismus ist nichts anderes als ein westlicher Kolonialismus amerikanischer Prägung. Es geht natürlich ums Öl, es geht natürlich um die Weltherrschaft unter am. Führung, es geht natürlich darum, daß Amerikas Wirtschaft am Boden liegt und dies möglichst nicht bekannt werden soll....es geht um alles und gegen jeden, der der amerikanischen Vorherrschaft im Wege steht.

In der schlecht gewählten Pause von 15 Minuten drangen teilweise vermummte Autonome in den vollbesetzten Saal ein und schlugen plötzlich auf Horst Mahler ein. Ich sah sehr genau die Fäuste fliegen aus einem Pulk von Menschen, die auf ihn einschlugen. Helfen aus Menschlichkeit konnte ich nicht, da ich in einer Reihe saß. Ordnungshelfer drängten die pöbelnden und z.T. sehr stark alkoholisierten Personen nach draußen, doch die drangen immer wieder ein und schrieen: "Nazis raus!" etc. womit sie Horst Mahler meinten.

Seit Jahren setze ich mich dafür ein, daß man Menschen NICHT instrumentalisiert, sondern ihre Persönlichkeit sieht - selbstverständlich völlig umsonst, wie ich selbst hier im Internet erfahren durfte. DIE Freimaurer, DIE Scientologen, DIE Nazis - nichts ist für den schlichten Menschen einfacher, als jemanden "schwarz/weiß" zu kategorisieren und dann an die Wand zu stellen. DIE Templer, DIE Katharer.....DIE Christen.....alles Humbug.

Und Mahler ? Denkt und verhält er sich wie ein Nazi ? Ehrlich gesagt, ich weiß es nicht. Auf jeden Fall ist er ein Mann heute über 60, der zudem nicht der stärkste ist. Es ist ein ausgesprochener Akt der Feigheit, einen solchen Mann mit 30, vielleicht sogar 50 und mehr Personen starken Troß anzugreifen, zu schlagen und permanent zu beleidigen - aber es ist genauso, wie hier im Internet unter den sogenannten und selbsternannten "Zustandsverbesserern" auch geschieht. Es gibt Hetze, undifferenzierte Beleidigung, Beschuldigungen, Ausschluß - warum sollten asozial gemachte Menschen, möglicherweise instrumentalisiert, benutzt, ohne Chance, mit Bier und Wein abgefüllt dann nicht jemand angreifen und schlagen und irgendwann jemanden erschlagen ?

Der Unterschied zu 1968 ist, daß 2003 die Atmosphäre kälter....und brutaler ist. Sie erinnert eher an 1933/34 an die Nazi-Schläger-Banden, die Parteiversammlungen stürmten und losdroschen.

Der Saal reagierte auf die Störer, die mit Tetra-Packs voller Wein teilweise die Bänke erobert hatten und die Leute anpöbelten.

Die Veranstaltung wurde aus Sicherheitsgründen abgebrochen. Wer steckte dahinter ? Waren es wirklich "nur" "linke Zecken" oder traten sie auf für irgendwelche Geheimhalter, die Enthüllungen verhindern wollen ? Andreas von Bülow wies auf diese Möglichkeit noch hin, ja, auf die Wahrscheinlichkeit.

Alles ein Riesenbetrug ! Alles inszeniert ! Der Terror, lat. der Schrecken, kommt von ganz oben....und als Erfüllungsgehilfe dient der Mensch, der "unten" ist, absichtlich, vorsätzlich mit dolus directus I. Grades. Die hilflosen, im Grunde unschuldigen Zecken sind so instrumentalisiert wie das gesamte Volk, willige Werkzeuge, wie die Frauen aus dem Osten, die zu Nutten abgerichtet werden.

Ich hatte genug von Berlin. Ich fuhr am Prunk- und Protz-Palast des ewig lächelnden Kanzlers vorbei...und mußte noch an die Tanke, wo mehrere Obdachlose, wohnungslos gemachte, ebenfalls instrumentalisierte Menschen, gerade die Alkohlvorräte für die Nacht prüften und sich noch eine Zigarette wickelten, bevor sie sich hinter die Mauer legten.

DAS ist Berlin. Megalomanie in den kleinen Zentren der Reichen - Armut und Ohnmacht in den allermeisten Stadtteilen.

Das ist aber nicht nur Berlin, so sieht es schon in den meisten Teilen Deutschlands aus. Noch mehr arbeitslose Menschen und diese alle auf Sozialhilfeniveau, das ist das Gemisch, in dem der Nationalsozialismus wurzeln und gedeihen konnte.

Die steuerfrei lebenden Milliardäre derweil sicher in der Schweiz - und in Deutschland tobt und vernichtet sich der Mob - das ist geplant und wird täglich 1 : 1 umgesetzt, bis es sich völlständig realisiert hat.

Mahlzeit

Nik

 

Bis hier geht ja noch alles ziemlich klar.... ph

 

02.07.2003

Feuilleton
Dr. Seltsam (welch treffender "Name" hinter dem sich dieser Schreiberling offenbar versteckt! Zu einem offenen Brief langt`s dann also trotz des großartigen gefestigten Charakters - den man als derart massiver Kritiker ja doch wohl haben müßte - scheinbar doch nicht, wobei man ja gerade in der bewußten "Rotfront"-Szene [unser "Dr. Seltsam" bringt dieses Wort ja selbst ins Spiel – nicht ich!] und in der Hinsicht in allerbester Gesellschaft ist: Die Gesichter werden ja schließlich auch immer vermummt, wenn diese Herren "Politik machen", wobei aber der Shirt-Aufdruck "Gesicht zeigen, mein Freund ist Ausländer" o.ä. selbstverständlich gut lesbar sein muß!!! Kann man aber ja auch verstehen, man muß schon anonym bleiben bei so einer verantwortungsvollen Tätigkeit: Am Ende kommt sonst noch H. Mahler der Nazischläger zusammen mit seinen guten Freunden (!) vom Verfassungsschutz und vom BND vorbei und zieht einem den Hosenboden stramm...!??

Desaster

»Der inszenierte Terrorismus« im Audimax

Die Frage, wer am 11.9.01 die Flieger lenkte und damit den Vierten Weltkrieg auslöste, hat die deutschen Massen ergriffen. Doppelt so viele Menschen, wie das Audimax der Berliner Humboldt-Universität faßt, wollten am 30. Juni sieben bekannten Investigativ-Journalisten zuhören. Sie mußten auf den 7./8. September vertröstet werden. Der geheimnisvolle Veranstalter Ronald Thoden kündigte eine Fortsetzung der Aufklärungsshow an, mit amerikanischen Autoren.

Im Vorraum konnten ungehindert CDs vom Neunazi Horst Mahler – »Die Septemberverbrecher« – verkauft werden (Die Novemberverbrecher waren 1920 Hauptopfer der Nazimörder). Der österreichische Ingenieur Reisegger bewarb bunt und teuer eine Reihe völkischer Bücher zum Thema, u.a. von Alain Benoist (französischer Nazipropagandist) »Die Welt nach dem 11. September«. Eine Esoteriker-Fraktion faselte von Ufos, eine andere »Shareinternational« bezeugt, daß Matreya und die Meister der Weisheit alles prophezeit haben, aber die Amerikaner haben ihnen nicht geglaubt.

Als erster Redner beschrieb Ekkehard Sieker, wie er für seinen bekannten »Monitor«-Beitrag« im Dezember 2001 versuchte, an den arabischen Originaltext von Bin Ladens angeblichem Geständnisvideo heranzukommen. In sämtlichen Redaktionen der US-Presse lag nur die CIA-Übersetzung vor. Der Hamburger Orientalist Gernot Rotler entlarvte sie als falsch. Reaktion der Amipresse: »Hambug itself is a center of Bin Ladens Network and has a large islamic population.« Atta selbst habe an der Uni Hamburg studiert, damit habe sich dieser Einwand disqualifiziert. Siekers Schluß: »Der Mainstreamjournalismus soll die Zustimmung zur herrschenden Meinung herstellen.«

Mattias Bröckers prägte den Begriff »Illusive Information«: Beweise tauchen kurz in den Nachrichten auf und dann niemals wieder. Er zweifelt mittlerweile überhaupt, ob Flieger Nr. 3 und 4 je entführt wurden, waren doch weder im Pentagon noch in Shanksville/Pennsylvania Trümmer gefunden worden. Die angeblichen Handygespräche von Bord der entführten Maschine fanden nachweislich nicht statt, und die Liste der 19 arabischen Entführer ist nachweislich falsch. Er hat mittlerweile sechs der Toten lebend gefunden, sie hatten nichts mit Al Qaida zu tun. Auf der FBI-Website wird aber immer noch nach ihnen gefahndet. Bröckers verkauft ab 25. Juli bei 2001 sein neues Buch.

Gerhard Wisniewski hat jetzt bei Knaur ein wichtiges Buch zum 9.11. rausgebracht, in dessen Dokumentenanhang er die 40 Jahre alten Versuche des US-Genralstabs dokumentiert, ferngesteuerte Terrorflieger gegen Kuba einzusetzen, »Operation Northwood«. Technologisch verfügen die USA seit 1960 über diese Alternative: Austausch gegen unbemannte Maschinen während des Fluges, ferngesteuerte Explosionen ohne Spuren... etc. Marylands Fluglotsen sprachen immer von »zwei Maschinen« und »unidentified objects« mit untypisch schnellen Flugbewegungen. Allerdings war, während er von »Flugzeugen« sprach, im an die Wand projizierten Geheimdokument nur von ferngesteuerten »Vessels« (Dampfern) die Rede.

Michael Opperskalski von der verdienstvollen Zeitschrift Geheim machte es sich dann leicht: Al Qaida existiere gar nicht, war seine These, ohne Beweis. Bei seiner kursorischen Darstellung der real existierenden Islamisten-Verschwörungen ging ihm einiges durcheinander.

Die algerische GIA ist eine bekannterweise gesteuerte Bande, während die FIS auf soziale Projekte orientiert. Beide in einen Topf zu werfen, wie er, ist falsch. Ebenso wurde die Moslembruderschaft in Ägypten bereits in den zwanziger Jahren als antikoloniale Bewegung gegründet und ist schon deswegen nicht mit den antikommunistischen CIA-Ablegern Mudschaheddin oder Hamas vergleichbar. Opperskalski bezeichnete ganz Pakistan als eine geostrategische Aufmarschbasis für amerikanische Geheimdienste. Über den Geheimdienst ISI laufe die Finanzierung der weltweit operierenden Terrorgruppen. In aller Deutlichkeit wollte er sie nicht länger als »Islamistengruppen« benannt haben, sondern als das, was sie sind: faschistische Mörderbanden.

Zur Pause begann eine offenbar gut geplante Provokation. Unter wirkungslosem Geschrei einiger Antifas schritt Horst Mahler unangefochten langsam den Gang hinab und ließ sich gut sichtbar in der Mitte des Saales nieder. Feistnackige Kripobullen und sein Saalschutz bildeten einen Kordon um seinen welken Leib. Oben auf der Galerie begannen ein paar Nazischläger, irgend etwas vorzubreiten. Die tapferen Jungs von Antifa und Anti-NATO-Gruppe wurden, wie auch die Angehörigen aller Geheimdienste dieser Welt, die hier ein Stelldichein hatten, unruhig. Die beschlipsten Saalschützer einer Securityfirma waren überfordert. Anstatt Mahler hinauszubitten, verwiesen sie einen aufgeregten Ausländer des Saales, der »Judenmörder!« und »Nazis raus!« rief. Für die Massen im Saal etwas unvermittelt, denn die begannen nun, unter heimlicher Anleitung durch Mahlers Jünger, den Antifaschisten mit fanatischem »Wir wollen Ruhe!« zu übergrölen. Während die Mehrheit verhetzt »Ruhe!« schrie, den deutschesten aller Schlachtrufe, wurde der empörte Weltbürger entfernt. Nazi Mahler lächelte in die Runde.

Um Ruhe zu schaffen, begann der ehemalige Bundesminister Andreas von Bülow seinen Vortrag mit antiamerikanischen Witzen. »Ich sage immer RUMMS-Feld...«, keiner hörte zu. In zwei Wochen kommt sein neues Buch.

Die feisten Testosteron-Unfälle der Securityfirma watschelten weiter unentschieden hin und her und jammerten. »Aber ich weiß ja nicht, was ich machen soll, Herr Thoden gibt mir keine Befehle raus.« Die Situation wurde immer grotesker und lauter. Man muß in Zukunft bei Veranstaltungen im engen Audimax den Schutz der Zuhörer vor Naziprovokationen organisieren! Rotfrontkämperbund!

(ist es zu glauben, was für ein geistiger dünnmüll...ph)

Die Veranstaltung wurde abgebrochen. Die Nazi/Geheimdienste-Provokation war gelungen. (es bleibt einem die Spucke weg...ph) Unter aktiver Hilfe der tobenden Massen und der linksliberalen Kopfarbeiter auf dem Podium, die nichts merkten.

Was für ein Abend! Als Reklame für neue Bücher wahrhaft gelungen, als politische Aufklärung ein Desaster. Wir aber wissen jetzt, welche Geheimdienste Horst Mahler führen. (!?)

02.07.2003

Interview
Interview: Jürgen Elsässer

Veranstaltung über die Widersprüche des 11. 9.:

Nichts gegen rechten Provokateur unternommen?

jW sprach mit Ronald Thoden. Er war Organisator der Veranstaltung »Der inszenierte Terrorismus – Zu den Widersprüchen des 11.September« am Montag in der Berliner Humboldt-Uni

F: Über 1000 Leute sind zu Ihrer Veranstaltung gekommen. Jeder fragt sich jetzt: Wer ist der Tausendsassa, der so was auf die Beine stellt?

Ich bin 40 Jahre, war bis vor fünf, sechs Jahren in Göttingen bei den Grünen. Dann habe ich mich enttäuscht und verzweifelt zurückgezogen und wähle seither nicht mehr.

F: Und wie finanzieren Sie eine solche Veranstaltung?

6000 Euro wird es schon gekostet haben. Ein Teil kam über die Eintrittsgelder wieder rein.

F: Sind sie Krösus?

Ich bin Personalberater und vermittle übers Internet Stellen. Was ich dabei verdient habe, habe ich jetzt investiert. Das Thema brennt mir auf den Nägeln, ich promoviere zur Zeit auch im Studienfach Politik über die Geschichte des inszenierten Terrorismus.

F: Die Veranstaltung mußte vorzeitig abgebrochen werden. Warum?

Ja, leider. Nach der Pause hat mich der Sicherheitsdienst informiert, auch mit Bezug auf die Kripo, was sich am und vor dem Eingang abspielt. Sie sagten, die Veranstaltung stehe »auf des Messers Schneide«. Für jede zerbrochene Fensterscheibe wäre ich haftbar gemacht worden. Zudem mußte ich mich innerhalb kürzester Frist entscheiden. Aber wir hätten sowieso um spätestens 22.15 Uhr den Saal verlassen müssen.

F: Was war der Grund für die bedrohliche Zuspitzung?

Die Anwesenheit des Nazi-Anwalts Horst Mahler. Dieser Mann lebt ja davon, Skandale zu inszenieren, das gibt ihm Publicity.

(und wie der sich immer freut, wenn das nächste Schreiben vom Staatsanwalt ins Haus flattert und ähnliche Dinge mehr, das braucht der förmlich, davon lebt der!!! Anm. ph)

F: Sie hätten ihn über den Saalschutz entfernen lassen können.

Ich war unentschlossen. Aber die Mehrheit der Podiumsteilnehmer ...

F: ... von Bülow, Opperskalski, Sieker, Spoo, Bröckers und Wisnewski ...

war nicht unbedingt dafür. Sie meinten, man solle abwarten, wie er sich verhält. Unsere Sorge war eher, daß er sich in der Diskussion des Mikrofons bemächtigt und dann provoziert. Darauf waren wir vorbereitet. Eines ist klar: Wir haben ihn nicht eingeladen, und er hätte nie die Möglichkeit zu einem Diskussionsbeitrag bekommen. Er war einfacher Zuhörer.

F: Ihre Saalschützer gingen nicht gegen Mahler, wohl aber gegen die Mahler-Gegner im Saal vor. Einige wurden rausgedrängt.

(man muß sich diesen Irrsinn wirklich mal auf der Zunge zergehen lassen: Der Saalschutz entfernt randalierende, mit Tetrapaks voll Fusel, mit Springmessern u.ä. ausstaffierte Typen aus einem Saal [und selbst das nur sehr zögerlich, denn selbst der tumbeste Türsteher hat die "political correctness" ja schon mit der Muttermilch aufsaugen müssen] und läßt einen anderen in Ruhe der nur ruhig auf seinem Stuhl sitzt und zuhören will. Ende vom Lied ist, daß der Veranstalter den obigen Satz an den Kopf geworfen bekommt. Der Satz an sich ist ja eigentlich nur eine Feststellung... Bei den hiesigen Zuständen und aus dem Zusammenhang heraus allerdings, schwingt in dem Satz nicht nur ein Vorwurf mit... Nein: Der ganze Satz ist ein einziger Vorwurf, ist auch so gemeint und die Gehirngewaschenen fassen es auch genauso auf wie es gemeint ist vom Herrn Interviewer. - Man wird wirklich immer wieder an Orwell erinnert: Krieg ist Frieden, Wahrheit ist Lüge etc. Es wird einem schwindlig in einer derart verdrehten Welt! Anm. ph)

Das habe ich nicht so recht mitbekommen. Da war so ein Typ mit Brille und amerikanischem Akzent, der sich gezielt aufspulte. Das brachte Mahler noch mehr Aufmerksamkeit. Auch in diesem Interview sprechen wir schon wieder die meiste Zeit über ihn.

F: Sehen Sie nicht das Problem, daß Rechtsradikale sich des Themas bemächtigen könnten?

Durchaus. Mir stehen die Haare zu Berge über die Post, die ich bekomme. Einer hat eine Untersuchungskommission zum 11. September gefordert, die aber unter Führung des Hauses Hohenzollern gebildet werden müsse. Aber die meisten Interessenten oder auch die Besucher am Montag gehören nicht in diese Richtung.

(Richtung? Sind die Hohenzollern auch rechtsradikal? Oder ist generell alles Deutsche rechtsradikal? Oder was?)

F: Wie geht’s weiter?

Am 7. oder 8. September gibt’s in Berlin die Fortsetzung, wahrscheinlich mit Experten aus den USA.

1.      http://www.jungewelt.de/2003/07-02/018.php



Terror gegen das eigene Land

1962 plante die Führung des US-Militärs Terroranschläge

gegen die eigene Bevölkerung, um einen Krieg gegen Kuba zu rechtfertigen.

Aus amtlichen Dokumenten, die jahrzehntelang streng geheim waren, geht hervor, daß der Generalstab der US-Streitkräfte Anfang der 60er Jahre bereit war, terroristische Angriffe gegen die eigene Bevölkerung zu organisieren, um die USA in einen Krieg gegen Kuba zu ziehen. Diese Fakten sind in der heutigen Zeit besonders bedeutsam, da auch die Anschläge gegen das World Trade Center und das Pentagon den Zweck verfolgen, Amerika in einen "Krieg der Kulturen" zu verwickeln.

Der erste ausführliche Bericht über diese Dokumente findet sich in dem Buch Body of Secrets von James Bamford über den amerikanischen Nachrichtendienst NSA (National Security Agency), das vor einem halben Jahr in den USA erschienen ist. Bamford schreibt darin, der Generalstab der US-Streitkräfte (Joint Chiefs of Staff) "schlug einen geheimen, blutigen Terrorkrieg gegen das eigene Land vor, um die amerikanische Öffentlichkeit zu verleiten, einen schlecht durchdachten Krieg, den sie [das Militär] gegen Kuba planten, zu unterstützen."

Bamford stützt sich auf Dokumente, die in den letzten Jahren vom Assassinations Review Board freigegeben und anschließend vom Nationalarchiv der USA veröffentlicht wurden. Wir haben diese Dokumente durchgesehen (Zitate folgen unten) und können feststellen, daß Bamford in keiner Weise übertrieben hat: Es handelt sich um den Zeitraum Winter 1961/Frühjahr 1962. Zuvor hatte im April 1961 die fehlgeschlagene Invasion in der Schweinebucht zum Sturz Fidel Castros stattgefunden, die noch von der Regierung Eisenhower geplant worden war. Im Oktober 1962 folgte dann die Kuba-Raketenkrise.

Operation Northwoods

Ende 1961 entzog Präsident John F. Kennedy wegen des Schweinebucht-Desasters der CIA die Verantwortung für die Kuba-Operationen und übertrug sie statt dessen dem Verteidigungsministerium. Dort entstand das Terrorismus-Projekt, das den Codenamen Operation Northwoods trug. Es war ein Bestandteil der umfassenden Kuba-Pläne des Pentagons, die unter der Bezeichnung "Operation Mungo" (Operation Mongoose) liefen. Verantwortlich waren Edward Lansdale - ein CIA-Mann, der zu der Zeit Vizedirektor der Pentagon-Abteilung für Sondereinsätze war - sowie Generalstabschef General Lyman Lemnitzer, der in der Eisenhower-Ära ernannt worden war.

Lemnitzer und seine Strategen planten eine umfassende Invasion Kubas, um Castro zu stürzen - und vielleicht wollten sie auch beweisen, daß sie "schaffen, was die CIA nicht geschafft hat". Sie trauten Kennedy und der neuen Administration nicht, besonders nachdem behauptet wurde, Kennedy habe der Schweinebucht-Invasion in letzter Minute die Luftunterstützung verweigert (inzwischen ist belegt, daß diese Entscheidung nicht von Kennedy getroffen wurde). Die Militärführung warf der Regierung vor, sie sei gegenüber Castro zu "weich". Ihre Terrorpläne sollte man auch in diesem Licht sehen.

Die Planungen fanden ihren Niederschlag in verschiedenen Memoranden und Empfehlungen, deren Endfassung Lemnitzer mit Datum vom 13. März 1962 an Verteidigungsminister Robert McNamara übergab oder übergeben wollte. McNamara bestreitet, die Dokumente erhalten zu haben. In dem einleitenden Memorandum von Lemnitzer heißt es, der Generalstab habe ein beigefügtes Memorandum "erwogen", eine "Beschreibung von Vorwänden, die eine Militärintervention in Kuba rechtfertigen würden." Er gehe davon aus, daß "eine einzelne Behörde die Hauptverantwortung für die Entwicklung militärischer und paramilitärischer Aspekte des grundlegenden Plans" erhalten werde und empfiehlt, diese Verantwortung dem Generalstab zu übertragen.

Das beigelegte Memorandum trägt den Titel Rechtfertigung für eine US-Militärintervention in Kuba. Es heißt darin, eine politische Entscheidung für eine solche Militärintervention werde "aus einer Periode verstärkter Spannungen zwischen den USA und Kuba resultieren, welche die Vereinigten Staaten in die Lage bringen, gerechtfertigtes Leid zu erdulden." Die Weltöffentlichkeit und die Vereinten Nationen "sollten günstig beeinflußt werden, indem man das Bild einer tollkühnen und unverantwortlichen kubanischen Regierung entwickelt, die eine alarmierende und unberechenbare Gefahr für den Frieden der westlichen Hemisphäre darstellt". (das kommt einem doch alles sehr bekannt vor...ph)

Es wird empfohlen, die Aktionen, die den Vorwand für die Militärintervention bilden sollen, noch in den nächsten Monaten durchzuführen, solange ein Eingreifen der Sowjetunion noch unwahrscheinlich sei. Denn "bisher gibt es noch keinen zweiseitigen Beistandsvertrag, der die UdSSR bindet, Kuba zu verteidigen"; Kuba sei noch kein Mitglied des Warschauer Paktes, und die Sowjets hätten dort noch keine größeren Militärbasen errichtet.

Schiffe versenken und Bomben legen

Dann folgen einzelne Vorschläge für Aktionen, die als Vorwand benutzt werden könnten.

Der erste betrifft "eine Serie wohlkoordinierter Vorfälle" auf und um den US-Marinestützpunkt Guantanamo Bay auf Kuba. Dazu könne man etwa befreundete Kubaner anstiften, in kubanische Militäruniformen verkleidet an dem Stützpunkt Unruhen anzuzetteln, dort Munitionslager in die Luft zu sprengen, Feuer zu legen, Flugzeuge in Brand zu setzen, ein Schiff im Hafen fahruntüchtig zu machen und in der Nähe des Hafeneinfahrt ein Schiff zu versenken.

Aber das ist erst der Anfang. Weiter heißt es: "Man könnte einen ,Remember the Maine'-Vorfall (!!!) arrangieren... [Mit der Versenkung der Maine durch unbekannte Urheber begann der Spanisch-Amerikanische Krieg 1898.] Wir könnten ein amerikanisches Schiff in Guantanamo Bay versenken und Kuba die Schuld geben." Eine andere Möglichkeit sei, eine Schiffsattrappe (das erinnert doch wiederum an gewisse Flugzeugatrappen – wenn die auch heutzutage nicht mehr aus Pappmaché, sondern in der virtuellen Realität "gebaut" werden..) in kubanischen Gewässern zu versenken. Kaltblütig heißt es: "Listen von toten Soldaten in amerikanischen Zeitungen würden eine nützliche Welle nationaler Empörung auslösen." (!!!!!!!!)

Der nächste Vorschlag: "Wir könnten eine Terrorkampagne des kommunistischen Kuba im Gebiet um Miami, anderen Städten Floridas und sogar in Washington inszenieren. Die Terrorkampagne könnte sich gegen kubanische Flüchtlinge richten, die in den Vereinigten Staaten Schutz suchen. Wir könnten ein ganzes Schiff voller Kubaner auf dem Weg nach Florida (real oder simuliert) versenken. Wir könnten Mordanschläge auf kubanische Flüchtlinge in den Vereinigten Staaten organisieren... (Aha: real oder aber auch SIMULIERT; 11/9 läßt wieder mal grüßen...)

"Nützlich wäre auch, ein paar Plastikbomben an sorgfältig ausgewählten Orten hochgehen zu lassen, kubanische Agenten zu verhaften und entsprechend vorbereitete Dokumente zu veröffentlichen..." (so wie die angeblich gefundenen Videokassetten, publikumswirksam "aufgefundene" Terroranweisungen etc. etc....)

Ein anderer Vorschlag besagt, als sowjetische MiGs getarnte Flugzeuge einzusetzen, um Zivilflugzeuge zu bedrohen, Schiffe anzugreifen und Attrappen von US-Militärflugzeugen abzuschießen. Auch "versuchte Entführungen von Zivilflugzeugen und anderen Fahrzeugen" kämen in Frage. Der am sorgfältigsten ausgearbeitete Plan schlägt dann vor, den Abschuß eines gecharterten Zivilflugzeugs im kubanischen Luftraum zu simulieren.

Präsident Kennedy lehnte den Plan ab (und war kurz darauf tot...), und Lemnitzer gab Anweisung, alle schriftlichen Unterlagen darüber zu vernichten. Einige Dokumente haben dennoch - jahrzehntelang streng geheim gehalten - überlebt.

Edward Spannaus

Quelle: Neue Solidarität Nr. 41/2001

Hervorhebungen und Anmerkungen von mir. Es wird einem wirklich schlecht... Man braucht nur "kubanisch" mit "irakisch" oder "afghanisch" o.ä. (was gerade in den Kram paßt) auszutauschen und man meint aktuellste "Enthüllungstexte" und die "seriöse Berichterstattung der Mainstream-Medien" im genauen, brandaktuellen Wortlaut vor sich zu haben. Selbst als hartgesottener "Verschwörungspraktiker" (heute noch von "Theorie" zu sprechen wäre ja doch wohl blanker Hohn") muß man sich hier doch noch wundern, mit welcher Menschenverachtung und Unverfrorenheit zu Werke gegangen wird.

Nur gibt es heute keinen Kennedy, der solche Pläne in die Mülltonne wandern läßt – nur eine armselige Georg Dabbeljuh-Marionette... Und was das heißt, erleben wir ja gerade allesamt "Live"!

Übrigens durchaus kein Einzelfall das Ganze (nur für den Fall, daß nun wieder mal jemandem einfallen sollte, dies alles damit relativieren zu wollen, daß das ja "nur" einzelne Pläne von einzelnen "Wirrköpfen" seien u.ä.): Es gab und gibt ähnlich perfide Pläne bspw. auch in den Schubladen des MOSSAD zuhauf. Da wurden – um nur mal eine Sache von vielen anzureißen - die krassesten Szenarien durchgesprochen und geplant um die Ägypter in den 60ern zum Krieg zu verleiten.

Trotzdem alles Gute, Grüße Peter



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