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12.07.2003 Rüdiger Göbel Junge Welt
Planlos in Bagdad
Bush-Regierung erlitt im US-Senat Schiffbruch
Die Regierung von US-Präsident Bush steht mit ihrer Irak-Politik vor einem Scherbenhaufen. Die amerikanischen Truppen im Zweistromland werden nicht wie erhofft als Befreier gefeiert, sondern als Besatzer beschossen. Immer öfter, immer schwerer, immer erfolgreicher. Bis zu 25 Angriffe gibt es gegenwärtig auf US-Soldaten – pro Tag. US-General Franks, bis vor kurzem noch Befehlshaber der Besatzungstruppen im Irak, räumte dies nun vor dem Kongreß in Washington ein. Er habe zwar gehofft, daß der Widerstand in sich zusammenbrechen werde, zugleich aber gewußt, daß dies nicht realistisch sei. Es sei »unklug« zu glauben, daß die derzeitigen »Schwierigkeiten« der Besatzungstruppen im Irak in wenigen Monaten ein Ende haben könnten.

Der militärische Offenbarungseid eint die Reihen: Demokraten und Republikaner im US-Senat forderten Bush einstimmig auf, so rasch als möglich bei der NATO Truppen für den Irak zu ordern. »Wir erkennen jetzt, daß die US-Regierung ohne einen genauen Plan zur Friedenssicherung in den Krieg gezogen ist«, formulierte ein Senator die Bankrotterklärung für das Weiße Haus. Es sei an der Zeit, dieser Wahrheit ins Auge zu sehen und den Kurs zu ändern, »um die Nachkriegslast zum Wohle unseres Landes international zu teilen«.

Drei Monate nach dem Fall Bagdads ist die Not groß. Statt der erhofften Ölgelder kommen aus dem Irak die Leichen junger amerikanischer Soldaten, verpackt in Plastiksäcken, derweil die Pipelines brennen und die Besatzungskosten explodieren. Plötzlich kennt die Großmacht wieder Freunde im alten Europa und selbst in der UNO. Sie sollen helfen, den Irak zu befrieden. Der US-Besuch von Außenminister Fischer ist mit einem Mal wieder eine Art Bittgang – unter umgekehrten Vorzeichen. Doch der effiziente Widerstand irakischer Guerilleros zwingt nicht nur US-Truppen, wie mittlerweile in Falludscha, zum Rückzug.

Die Attacken am Golf lassen vor allem auch die Kriegslügen des allmächtigen Weißen Hauses und des Juniorpartners in Downing Street No. 10 wie ein Kartenhaus zusammenfallen. Wer würde in Washington und London heute energisch nach den nicht gefundenen Massenvernichtungswaffen im Irak fragen, wären die Besatzer, wie von Bush und Blair vor Kriegsbeginn mantra-artig wiederholt, als Befreier im Irak willkommen geheißen worden? So aber schreit jeder getötete Soldaten geradezu nach einer Erklärung, der Legitimationsdruck ist enorm. Bushs Sicherheitsberaterin Rice übte auf der präsidialen tour d’Afrique am Freitag eine Art Befreiungsschlag: Verantwortlich für die Mär über die irakische Waffengefahr sei nur die CIA. Indes, hält der Widerstand zwischen Euphrat und Tigris an, dürfte das geheimdienstliche Bauernopfer nicht reichen.


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Wenn Sie sich wegen irgendeiner Information ärgern, deswegen wütend oder frustriert werden bzw. Hass oder Wut auf entsprechende Personen bekommen, sind SIE selbst der einzige der diese Emotion in Form von Krankheiten zurückbekommt. Ihre Wut trifft niemals den anderen.
Einen Herrn Bush zum Beispiel interessiert es herzlich wenig, ob Sie sich über ihn ärgern.
Sie sind Schöpfer der Ereignisse die in Ihrem Leben eintreten, also seien Sie sich bewußt
wie Sie denken oder sprechen.