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21.07.2003 Werner Pirker Junge Welt
Unerträglich
Zum Tod des britischen Regierungsberaters
Der Tod des Beraters der britischen Regierung David Kelly öffnet Spekulationen breiten Raum. Die Reaktion der Witwe, ihrem Mann sei in den letzten Wochen das Leben unerträglich gemacht worden, stützt die Selbstmordthese. Doch sie beruht auch auf der Annahme, daß der ehemalige UNO-Waffeninspektor in den Tod getrieben worden sei.

Kelly wurde verdächtigt, der BBC Hinweise gegeben zu haben, daß das Geheimdienstdossier mit der Feststellung, der Irak könne binnen 45 Minuten Massenvernichtungswaffen zum Einsatz bringen, von der Regierung gefälscht worden sei. Er war in dieser Angelegenheit von einem Unterhaus-Ausschuß befragt worden und hätte, erklärte seine Frau, erheblich unter Druck gestanden. Der Skandal ist, daß nicht die Verschwörer gegen den Weltfrieden verfolgt werden, sondern Leute, die die Aufdeckung dieser Provokation ermöglicht haben – sofern es überhaupt stimmt, daß die geheime Quelle, aus der die Fernsehanstalt ihre Information bezog, den Namen David Kelly trug.

Der Krieg der US-Amerikaner und Briten war nach geltendem Völkerrecht illegal. Er war ein Angriffskrieg, der mit einer erlogenen Bedrohung begründet wurde. Niemand, außer der gestürzten irakischen Führung, weiß dies besser als die UNO-Inspektoren, die Bagdad dazu nötigten, sein Waffenpotential bis unter die Grenze seiner Verteidigungsfähigkeit zu zerstören. Das schon vor dem Krieg seiner Souveränitätsrechte beraubte Land widerlegte den Vorwurf, eine Bedrohung für die ganze Menschheit zu sein, eindrucksvoll.

Wenige Tage vor seinem Tod bemerkte der Wissenschaftler, der als eher unpolitischer Mensch galt, in einem Brief an einen Freund kryptisch, daß in der Politik dunkle Kräfte ihr Spiel trieben. Er wird wohl die Kriegskräfte gemeint haben. Imperialistische Kriege haben stets eine fundamentale Täuschung der Öffentlichkeit zur Voraussetzung. Doch war die Geschichte von den irakischen Massenvernichtungswaffen dermaßen dreist und absurd, daß sie von der Gesellschaft nicht mehr hingenommen werden konnte. Der Irak-Krieg, weniger der Krieg als seine psychologische Vorbereitung, hat in Großbritannien eine gesellschaftliche Krise ausgelöst. Es ist eine Krise der bürgerlichen Demokratie. Wenn ein solch epochaler Betrug, wie ihn die Regierungen in London und Washington an ihren Bevölkerungen verübt haben, keine personellen Konsequenzen nach sich zieht, dann haben sich die »demokratischen Selbstreinigungskräfte« des bürgerlichen Systems erschöpft. Das löst zwar in den USA im Gegensatz zu Großbritannien noch keine größeren Erschütterungen aus. Doch mit Fortdauer des Volkswiderstandes im Irak wird auch in Übersee die Opposition zu Bushs illegalem Kriegsregime anwachsen.


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Wenn Sie sich wegen irgendeiner Information ärgern, deswegen wütend oder frustriert werden bzw. Hass oder Wut auf entsprechende Personen bekommen, sind SIE selbst der einzige der diese Emotion in Form von Krankheiten zurückbekommt. Ihre Wut trifft niemals den anderen.
Einen Herrn Bush zum Beispiel interessiert es herzlich wenig, ob Sie sich über ihn ärgern.
Sie sind Schöpfer der Ereignisse die in Ihrem Leben eintreten, also seien Sie sich bewußt
wie Sie denken oder sprechen.