Zurück zur Seite vorher


Seitenzugriffe seit dem 13.07.2006224

Druckversion dieser Seite

Diese Information an einen Freund senden

 
Wie beurteilen Sie diesen Artikel Wie beurteilen Sie die Quelle dieses Artikels
Hier können Sie Ihren persönlichen Kommentar eingeben,
bzw. Kommentare von anderen Besuchern lesen
Kommentare
bisher
0
Infos von  www.das-gibts-doch-nicht.info
14.07.2003 von Rania Masri
--Übersetzt von: Matthias
Orginalartikel: "
Re-Constructing or De-Constructing Iraq?"
ZNet
Auf- oder Abbau des Irak
UNS WIRD von der kommerziellen Presse – ich meine natürlich, unserer „freien“ Presse - und von unserem „Präsidenten“, der in dieser „freien“ Nation von unserer funktionierenden „Demokratie“ gewählt worden ist, erzählt, dass der „Krieg“ gegen den Irak vorüber sei, die „Befreiung“ der IrakerInnen begonnen habe, und wir uns nun auf die Bemühungen für den „Wiederaufbau“ dieses vom Krieg zerstörten Landes zu bewegen.

Die Zeit nach dem Krieg? Oder eine neue Phase des Kriegs?

In diesem „nachkriegs-„Irak, werden weiterhin US-SoldatInnen getötet. Seit George W. Bush am 1. Mai verkündet hatte, dass die großen militärischen Operationen beendet seien, sind (bis zum 25. Juni) mehr als 55 US-SoldatInnen gestorben. Die Presse präsentiert die Tode der SoldatInnen, in einem „wir-wissen-nicht-warum-sie-getötet-worden-sind“-Ton, als wäre es für ausländische bewaffnete Männer (und Frauen) das natürlichste der Welt in einem anderen Land anderer Menschen zu patrollieren und es zu besetzen. Und auf sie zu schießen. Und sie während Protesten zu ermorden. Und ihre Häuser zu zerstören. Und ihre Männer einzusperren. Und sie bei Checkpoints zu belästigen. „Wie sie es selbst zugegeben haben“, berichtet Bob Graham vom Londoner Evening Standard, „haben diese amerikanischen SoldatInnen ZivilistInnen ohne zu zögern ermordet, verwundete KämpferInnen erschossen und andere in Todesqualen sterben lassen.“[1]. In immer zunehmenderem Maße verhalten sich die US Besatzungstruppen im Irak wie die israelischen Besatzungstruppen in den besetzten palästinensischen Territorien des Westjordanlands und Gazas.

Der Krieg ist nicht vorbei. Der Krieg ist gerade erst in eine andere Phase gewechselt. Phase I war der Golfkrieg 1991. Phase II waren die zwölfeinhalb Jahre andauernden Sanktionen. Phase III war die Bombardierung und Invasion des Iraks im Jahr 2003. Phase IV, der derzeitige Krieg, ist die Besatzung des Iraks und die Invasion der Konzerne. (Wir könnten sie geschichtlich auch weiter zurück datieren, zur Besatzung des Iraks durch die Briten, dann die Unterstützung der Baath Partei durch die USA, und die US-Unterstützung des Iraks und des Irans im Iraq-Iran Krieg.)

Befreiung oder wirtschaftliche Liberalisierung?

Die Presse der Korporationen und die Regierung der Korporationen sprechen über die Befreiung des Iraks. Viele von uns erkennen, dass diese Befreiung keine echte ist; sie war niemals vorgesehen und wird auch nicht geplant. Hier sind nur einige Beispiele.

Am 28. April organisierten die USA und Großbritannien ein Treffen in Bagdad um den politischen Prozess zu beginnen. Viele Parteien sind nicht eingeladen worden, und die zwei größten Parteien von der Zeit vor Saddam Husseins – die Kommunistische Partei und die islamische Da’wa Partei – sind ausgeschlossen worden, während Tausende protestierten.

Am 26. Mai beschloss L. Paul Bremer III, der neue Führer der US Besatzungsmächte, die Formierung einer vorläufigen irakischen Autorität für unbestimmte Zeit zu verschieben, obwohl diese „vorläufige Autorität“ sich noch immer Washington unterzuordnen hätte, da das Weiße Haus entscheidende Machthebel für eine unbestimmte Zeit behalten würde.

Und es sind nicht nur die US Streitkräfte. Am 26. Mai verkündeten die britischen Streitkräfte, eifrig bemüht mit den US Streitkräften in einer Linie zu bleiben, dass sie das irakische Stadtkonzil, welches als Modell für die Nachkriegs-Kooperation gepriesen worden ist, durch einen Komitee von Technokraten welches von einem britischen Militärführer geleitet werden wird ersetzen werden. Die Entscheidung provozierte eine verärgerte Reaktion des aus 30 MitgliederInnen bestehenden Konzils, welches von einem örtlichen Volksgruppenanführer geleitet worden ist, und daran gearbeitet hat, die zivile Ordnung im Süden wieder herzustellen.

Das ist noch nicht genug?

Am 29. Mai begannen die US Streitkräfte in Bagdad ein Treffen mit den Anführern der örtlichen Volksgruppen. Während dieses Treffen berichtete das arabische Fernsehnetzwerk, dass die US Beamten direkt von einem irakischen Anführer gefragt worden sind: „Wir müssen das verstehen. Sind Sie als Befreier oder als Besatzer hier?“ Bremers Vertreter antwortete auf Arabisch: „Das ist ein schwieriges Wort, aber, ja, wir sind als Besatzer hier.“

Wenn die derzeitigen politischen Programme nicht schon Beweis genug sind, erinnern wir uns daran, dass die Programme Bush Juniors eine Ausweitung der Programme früherer Verwaltungen sind. Brent Scowcroft, der nationale Sicherheitsberater Bush Seniors, äußerte seine klare Ablehnung von freien Wahlen im Irak. Er sagte: „Was wird passieren, wenn wir das erste mal eine Wahl im Irak halten, und es stellt sich heraus, dass die Radikalen gewinnen? Was sollen wir dann machen? Wir werden sie sicher nicht [die Regierung] übernehmen lassen.“

Das meiste von all dem ist nichts Neues. Die große Mehrheit der AktivistInnen für Gerechtigkeit in diesem Land erkennt, dass die US Regierung nicht an einer Demokratie im Irak interessiert ist. Genauso wenig könnte jemand sinnvoll argumentieren, dass diese Regierung – entweder die Verwaltung welchen den afroamerikanischen WählerInnen das Wahlrecht entzogen hat (und das nicht nur in Florida) oder die Demokratische Partei, welche schweigend diesen Diebstahl zugelassen hat – jemals eine Demokratie installieren könnte.

Trotzdem, wie allzu oft, plappern AktivistInnen und Linke (um einige zu nennen) die Phrase der Regierung nach, und sprechen über „den Wiederaufbau des Iraks“.

Wiederaufbau oder Zerlegung?

Was bedeutet Wiederaufbau? Wiederaufbau ist als „etwas wieder aufbauen; etwas wieder instand setzen oder zusammenbauen.“ Das entscheidende Wort hier ist „wieder“. Wiederaufbau ist es also wenn man ein Spital aufbaut, an einem Ort wo ein Spital zerstört worden ist. Wenn man eine militärische Einrichtung anstatt dem Spital baut, oder in dem Fall von Falluja, eine Schule in ein militärisches Hauptquartier umwandelt, dann wäre das nicht Wiederaufbau. Hier wird nichts wieder aufgebaut.

Wenn nun der Plan lautet die Struktur der Wirtschaft zu verändern, die Struktur der Gesellschaft zu verändern, die politischen Ansichten der Regierung zu ändern, inwiefern ist das dann Wiederaufbau? Es wäre treffender, dies als Auseinandernehmen zu bezeichnen.

Und die Pläne lauten sicherlich nicht, den Irak wieder aufzubauen, in der Art wie er vor Phase III dieses Krieges war.

Die Zerlegung des Iraks in einen „Freien Markt“

Der (derzeitige) US Viceroy für den Irak, L. Paul Bremer III hat seine Absichten offen bekannt gegeben: Irak ist „für die Unternehmen geöffnet“ (26. Mai 2003). Ein großes Ziel des Wiederaufbaus des Landes sei, so sagt er, den Irak von der Gruppe der staatlich-dominierten Wirtschaften wegzubewegen (27. Mai 2003, Chicago Tribune). Bremer und seine Vorgesetzten im Pentagon sehen ein System des „Freien Marktes“ im Irak vor sich. Der Chicago Tribune hat diesen Plan korrekt als „Umbau der Wirtschaft des Landes“ bezeichnet. Der Tribune schätzte es auch richtig ein, dass „die Etablierung einer aufstrebenden, marktorientierten Wirtschaft im Irak ein Hauptziel des konservativen Lagers der Bush-Verwaltung gewesen ist, welches auch hofft, dass die Veränderungen in der arabischen Welt Wellen schlagen, und die dort etablierte Ordnung herausfordern werden.“

Solche Pläne passen zu Bushs Vorschlag einer Freihandelszone der USA nut dem Nahen Osten, was eine Marktöffnung Israels und US Vorherrschaft erfordert, also nicht nur die militärische Besatzung der palästinensischen und syrischen Ländern (und den Cheba’a Farmen Libanons), sondern auch die wirtschaftliche Besatzung der Region.

Privatisiere sie weg.

Vor Ort arbeiten die Besatzungsmächte schnell daran, die irakischen Regierungsdienste an private Unternehmen zu verkaufen. Sie sind auch recht offen, was ihre Pläne betrifft.

Mitte April gaben US Beamte bekannt, dass sie die Weltbank einmal als „neutrale internationale Organisation“ handeln sehen wollen, welche die Ölgeschäfte abrechnen wird, und die Vereinten Nationen ersetzt, welche das Öl-Für-Nahrungs-Programm geleitet hatte (18. April 2003, New York Times). Die Weltbank ist sicherlich keine „neutrale“ Organisation; ganz im Gegenteil, hat sie durch ihre Privatisierungsagenda ungeheure Verarmung verursacht. Zum Beispiel, wie das International Consortium of Investtigative Journalists (ICIJ) berichtete, „zeigten Untersuchungen vom ICIJ und der Bank selbst, obwohl die Weltbank behauptet, dass es die Armen nicht zu Privatisierungen zwingt, dass Privatisierung eine immer weiter zunehmende Rolle in der Politik der Kreditvergabe der Bank spielt.“ [3]

Mitte Mai verkündete Bremer, dass die Zentralbank des Iraks und eine Gruppe privater Banken innerhalb von einigen Wochen „gewichtige“ Kredite für den Handel zur Verfügung stellen würden, um den Verkauf von Gütern an irakische Ministerien, staatliche Fabriken und private Unternehmen zu ermöglichen. Bremer sagte nicht welche „privaten Banken“ diese Kredite zur Verfügung stellen werden, oder zu welchen Konditionen diese Kredite gemacht werden. Er machte es offensichtlich, dass erwartet wird, dass britische und US Unternehmen die ersten Profiteure sein werden.

Bremer enthüllte weiters, dass Verträge vor dem Abschluss stehen, welche alles für den Verkauf zur Verfügung stellen, angefangen mit Ölfeld-Technologie bis zu Transportdiensten und Telekommunikationsdiensten und irakischen Ministerien. Der Abverkauf von irakischen Unternehmen und Ministerien soll bald stattfinden. Tim Carney, [4] der leitende Koalitionsberater für das irakische Ministerium für Industrie und Mineralien – also der von den USA bestimmte Führer dieses irakischen Ministeriums – sagte, dass dutzende von Iraks staatlichen Unternehmen für Privatisierungen innerhalb von einem Jahr ausgewählt werden können (9. Juni 2003, BBC). Zuvor hatte die US Besatzungsmacht behauptet, sie würde mit dem Beginn der Privatisierungen warten, bis eine gewählte irakische Regierung ernannt worden ist. [5]

Carneys irakisches Industrieministerum kontrolliert 48 staatliche Unternehmen, welche etwa 96000 Menschen in acht Sektoren beschäftigen, unter diesen auch der Nahrungsmittel-, Textilien-, Ingenieur- und Chemiesektor. Glas- und Keramikfirmen sollen dieses Jahr privatisiert werden. Irakische Textilunternehmen, welche von den USA als „Geld-verlierende Firmen“ betrachtet werden, würden „aufgelöst“ werden– was bedeutet, dass die ArbeiterInnen ihre Jobs verlieren werden. Viele weitere irakische Firmen würden an ausländische Unternehmen verkauft werden; die Besatzungsmächte haben bereits eine „Reihe von Anfragen von Übersee-Unternehmen erhalten“ (12. Juni 2003, Agence France-Presse).

Um einen optimalen Markt für US Konzerne zu schaffen, planen US Beamte die irakischen Gesetze abzuändern. Die US Verwaltung arbeitet im Irak gerade an Änderungen von wirtschaftlichen Gesetzen und Steuerraten (9. Juni 2003, Star Telegram), und, als die Macht welche im Irak über Importe und Investitionen bestimmt, hat die USA auch eine zeitlich begrenzte „Auszeit“ für Zölle und Abgaben auf importierte Güter vorgeschlagen (27. Mai 2003, Chicago Tribune).

Bremer formuliert den Plan aus

Am 22. Juni sprach Bremer beim World Economic Forum in Davos, Schweiz. [6] „Unser Ziel in den folgenden Monaten“, sagt Bremer, „ist es Programme in Bewegung zu bringen, welche den Effekt haben werden, Menschen und Ressourcen von staatlich geleiteten Unternehmen zu produktiveren Privatfirmen zu führen. Eine fundamentale Komponente in diesem Prozess wird es sein staatliche Firmen dazu zu zwingen sich auf einschneidende Budgeteinschränkungen durch die Reduzierung von Zuwendungen und besonderen Geschäften gefasst zu machen.“ Bremer spricht sich für die Verminderung von Zuwendungen und für die Öffnung der Grenzen des Iraks aus, was, wie er erkennt, „den Konkurrenzdruck auf [irakischen] Unternehmen erhöhen“ wird. Er sagt, dass dieser „Wettbewerb“ die „Produktivität erhöhen“ wird, obwohl die Erfahrung weltweit gezeigt hat, dass solch ungeschützter Wettbewerb zu einer erhöhten Arbeitslosigkeit und Geschwindigkeit der Ausbeutung führen wird.

Bremer fasst die Prioritäten für seine „wirtschaftlichen Umgestaltungen“ zusammen. Jeder dieser Akte macht die irakische Wirtschaft „einladender“ für ausländische Unternehmen, welche in das Land stürmen werden um es zu privatisieren und auszubeuten. [7] (Die Kommentare des Autors auf Bremers Prioritäten sind in Klammern gesetzt).

. Der Beginn einer durchgreifenden Reform des irakischen Finanzsektors, um Liquidität und Kredite für die irakische Wirtschaft herzustellen. [Liquidität für wen? Was wird liquide gemacht? Wer wird den Kredit zur Verfügung stellen, und wem?]

. Die Vereinfachung der [Wirtschafts-]Regelungen um die Schranken für den Eintritt neuer Firmen, inländischer und ausländischer, niedriger zu stellen. [Die Heruntersetzung von Barrieren ohne für einen Schutz der lokalen Industrien zu stellen versichert, dass lokale Industrien nicht fähig sein werden mit hoch-subventionierten ausländischen Industrien zu konkurrieren.]

. Eine Betrachtung des irakischen Gewerberechts, um festzustellen welche Änderungen notwendig sein werden, um private Investitionen anzuspornen. [Anstatt „privater Investitionen“ lese man „ausländische Investitionen“]

. Die Aufhebung von unvernünftigen Einschränkungen der Eigentumsrechte. [Was ist eine „unvernünftige Einschränkung?“ Werden Eigentumsrechte welche den ausländischen Besitz von irakischem Land und irakischen Ressourcen einschränken als „unvernünftig“ betrachtet?]

. Die Entwicklung von Kartell- und Wettbewerbsgesetzen. [Das ist eine ziemlich interessante Empfehlung, wenn man berücksichtigt, dass in den USA die Kartellgesetze aufgehoben oder nicht durchgesetzt werden.]

. Die Entwicklung einer Handelspolitik des offenen Marktes um es den regionalen Handelspartnern zu erlauben nach denselben Regeln zu spielen. [Regionale Handelspartner? Meint Bremer, dass Israel im Irak willkommen sein wird?]

. Die Ermutigung zur Einführung von Gesetzen und Regelungen welche es versichern, dass der Irak einen hohen Standard seiner Corporate Governance hat. [Wieder einmal, wie kann die USA zu Gesetzen für „Corporate Governance“ auffordern, wenn es immer mehr und mehr die Korporationen sind, welche die Regierung der USA beeinflussen, wenn nicht gar betreiben, anstatt dass die Regierung die Unternehmen regiert.]

. Die Entwicklung eines beschleunigten Trainingsprogramms in den besten Handlungsformen und Ethiken für UnternehmensführerInnen. [Und welche besseren Korporationen könnte man als Vorbilder für Unternehmensethik in den Irak einladen, als US Korporationen, welche Betrug begangen haben und eine eklatante Anti-Gewerkschafts-Praxis haben?]

Mit anderen Worten ist es das Ziel die irakische Wirtschaft in eine zu verwandeln, welche gastfreundlicher für ausländische Korporationen ist und den lokalen Industrien und lokalen Unternehmen und öffentlichen Sektoren den Teppich unter den Füßen wegzureißen.

Wer leitet den öffentlichen Sektor des Iraks?

Die US [Besatzungs-]Truppen ernennen für jede große irakische Industrie einen „Berater“. [8] Die Berater welche für die großen, wichtigen Industrien ausgesucht worden sind, muss man sich gesondert ansehen.

Öl: Die US Regierung will die irakische Ölindustrie genauso wie eine Firma betreiben, auch mit einem US-Manager und einem Vorstandsgremium. Der von den USA ernannte Vorsitzende des von der USA geschaffenen „Beratungs“-Komitees für die irakische Ölindustrie ist Philip J. Carroll, der frühere Vorstand von Shell Oil and Fluor (einer Firma, welche dazu eingeladen worden ist, bei den irakischen Bauprojekten mitzubieten) und welcher einen beträchtlichen Anteil an beiden hat. Er ist auch ein Spieler der Korporationswelt in Texas. Carroll hat angedeutet, dass der Irak sich „entscheiden“ könnte nicht mehr bei der OPEC zu bleiben, was den USA dazu dienen könnte, das Ölkartell zu brechen. Das was fast sicher ist, ist, dass die zukünftige Expansion der irakischen Ölindustrie von ausländischem Kapital angetrieben werden wird.

UNO Resolution 1472 (28. März 2003) übergibt die „rechtliche“ Kontrolle über die irakische Ölindustrie von den Vereinten Nationen und dem Irak auf die Vereinigten Staaten und ihre Alliierten. Die Öleinkünfte würden für die Finanzierung des „Aufbaus“ des Landes, die Kosten für eine irakische Ziviladministration, die Abschließung der irakischen Entwaffnung (jener Waffen, welche nicht gefunden werden können) und „anderer Zwecke welche den Menschen des Iraks dienen“ genutzt werden.

Carroll und seine Ölkumpel werden sichergehen, dass die Menschen des Iraks ihren Ölreichtum erhalten. Genauso wie sie dies in Nigeria taten. Man sollte die Erfahrung mit Shell in Nigeria im Kopf behalten: Sie waren mit der früheren nigerianischen Diktatur im Bett; sie begingen Menschenrechtsverletzungen gegen die NigerianerInnen; sie verschmutzten die Region und hielten den NigerianerInnen ihre Öleinkünfte vor.

Landwirtschaft: Die irakische Landwirtschaftsindustrie wird hauptsächlich von Dan Amstutz geführt, dem früheren leitenden Manager der Cargill Coprpoation, dem größten Getreideexporteur der Welt, und dem Präsident der North American Grain Export Association. Wie vom Socialist Worker berichtet wird, „entwarf Amstutz während der Reagan Verwaltung den ursprünglichen Text für die großen internationalen Übereinkünfte, welche den Handel mit Agrargütern bestimmen. Amstutzs Regelungen erlaubten den reichen Ländern ihre subventionierten Agrarüberschüsse den Weltmärkten aufzudrängen, und die Preise auf so niedrige Niveaus zu drücken, dass die Erzeuger in den Entwicklungsländern nicht mithalten können.“ [9] Bush Jr. macht mit dieser Politik weiter. Wie vom Guardian berichtet wird, hat Bush Jr. verkündet, dass er will, dass die US Farmer die Welt ernähren.

„Dan Amstutz als Leiter für die Landwirtschaftliche Wiederherstellung es Iraks zu ernennen, ist genauso wie wenn man Saddam Hussein zum Vorsitzenden einer Menschenrechtskommission ernennt“, kommentierte im Juni die britische Hilfsorganisation Oxfam. „Dieser Typ ist besonders gut dafür geeignet die kommerziellen Interessen der amerikanischen Getreidekorporationen voranzutreiben und den irakischen Markt aufzusprengen, aber besonders schlecht dafür geeignet, den Wiederaufbau in einem Entwicklungsland zu leiten.“

Medien: Dem früheren Direktor von Voice of America, Robert Reilly wurde von den Besatzern die Aufgabe „anvertraut“ die irakischen Radios, Zeitungen und Fernsehstationen zu „überholen“ und die irakischen Medien zu verwalten, um die US Programme im Irak zu verkaufen. Dieser kriegsbefürwortende, konservative Ideologe glaubt, dass „die Überbringung von Nachriten nicht genug ist... Wir haben auch die Pflicht den Charakter der amerikanischen Menschen in einer solchen Art zeigen, dass die zu Grunde liegenden Prinzipien des amerikanischen Lebens gezeigt werden“. In anderen Worten lautet der Plan die irakischen Medien weiterhin so zu betreiben, dass sie dem Staat dienen; die einzige Änderung ist, dass der „Staat“ nicht länger Saddam Husseins Regime ist, sondern nun die Bush Administration und ihr Dogma des Freien Marktes.

Bremer hat Regelungen für Medienzensur auferlegt. Zeitungen welche „wilde Berichte“ publizieren, Stoff welcher für fähig gehalten wird, ethnische Gewalt - oder Gewalt gegen die Besatzungsmächte – anzustacheln, wird gedroht werden, oder sie werden eingestellt.

Bremers Neun-Punkte Liste von „Verbotenen Aktivitäten“ schließt die Anstachelung von rassischem, ethnischem oder religiösem Hass mit ein, die Aussprache für Unterstützung für die verbotene Baath Partei und Material zu publizieren welches „offensichtlich falsch ist, und darauf abzielt Widerstand [gegen die Besatzungsmacht] hervorzurufen“, oder „die legitimen Prozesse welche zur Selbst-Regierung führen werden unterminieren“. Alle irakischen Medien müssen nun registriert werden. Den Medien welche die Regeln brechen wird die Lizenz entzogen und ihre Ausrüstung wird konfisziert. Individuelle Gesetzesbrecher „können festgehalten, eingesperrt, gerichtlich verfolgt und, wenn verurteilt, von den entscheidenden Autoritäten zu bis zu einem Jahr Gefängnis und einer Strafe von 1000$ verurteilt werden.“ Berufung kann nur bei Bremer eingereicht werden, und seine Entscheidung ist endgültig.

Das neu benannte Iraqi Media Network (IMN) – erschaffen im April 2003 um das alte irakische Informationsministerium zu ersetzen, wird von den Besatzungsmächten geleitet und von Reilly „verwaltet“ werden. Bremer wird „die Macht beibehalten [das IMN] zu beraten“, in allem was es tut, „auch in jeder inhaltlichen Angelegenheit“, und er wird die Macht haben Personal des IMN einzustellen und es zu feuern. [10]

Wie der irakische Herausgeber Ni’ma Abdulrazzaq erklärte, legt das Presseedikt welches von Bremer erlassen worden ist ähnliche Einschränkungen wie unter Saddam Hussein auf. Nicht lange zuvor konnte ein rebellischer Autor oder eine rebellische Autorin leicht dafür angeklagt werden, ein Agent der USA oder Israels zu sein. „Jetzt stülpen sie uns Plastiksäcke über unsere Köpfe, werfen uns auf den Boden und beschuldigen uns Agenten Saddam Husseins zu sein“, liest man in seinem Editorial. „Mit anderen Worten, wenn du nicht auf der Seite Amerikas bist, bist du auf der Seite Saddams.“

Natürlich sollte keine dieser Aktionen überraschend sein, wenn wir uns daran erinnern, dass die US Besatzungstruppen bei ihrem Marsch auf Bagdad absichtlich JournalistInnen im Irak anvisiert haben. Laut der „ersten detaillierten Analyse der Luftkampagne der Koalition vom Kommandant der US Luftstreitkräfte“, benutzte das Pentagon präzisions-gelenkte Waffen, als es 10 Angriffe gegen „Medieneinrichtungen“ autorisierte, auch den Angriff gegen das Büro al-Jazeeras in Bagdad, bei welchem ein Reporter getötet worden ist. [11]

Die Konsequenzen des Wirtschaftsplans

Um die Konsequenzen des Plans für die Umgestaltung der irakischen Wirtschaft zu verstehen, müssen wir verstehen, wie es dem Irak heute geht. Wie gut sind die IrakerInnen in der Lage mit den Veränderungen welche für sie von den US Besatzern geplant werden umzugehen?

In dieser Phase III des Kriegs gegen den Irak sind mehr als 240000 Streubomben auf den Irak abgeworfen worden. [12] Streubomben sind Sprengkörper welche jeweils in etwa 200 Bomblets (Mini-Sprengkörper) enthalten; Also bedeuten 240000 Streubomben potentielle 48000000 noch nicht explodierte Bomblets, bzw. Tretminen. Außerdem waren ein Drittel der Bomben welcher auf den Irak abgeworfen worden sind „blinde Waffen“ des alten Stils – trotz Aussagen des Pentagons, dass 90 Prozent der Munition präzisions-gelenkt sein würden.

Wenn wir die Ermordung von fast 3000 Menschen am 11. September als Massaker betrachten, dann müssen wir zugeben, dass es im Irak Massaker gab. Fast 7000 irakische ZivilistInnen – möglicherweise sogar 10000 – wurden beim Bombenkrieg gegen den Irak getötet (laut www.iraqbodycount.net). [13] Zumindest weitere 8000 wurden allein in Bagdad verwundet (18. Mai 2003, Los Angeles Times). Diese Zahlen schließen nicht die Tausenden irakischen Soldaten mit ein, welche starben als sie ihr Land gegen Invasionstruppen verteidigten.

Inzwischen, wie die humanitäre Organisation CARE berichtet, „sagen Experten, dass die Bedingungen für eine Cholera-Epidemie perfekt sind. Fleisch wird in Ständen neben stehenden Pfützen verkauft und Kindergruppen spielen zusammen um das dreckige Wasser. In Bagdad, mit einer Bevölkerung von 5 Millionen und Temperaturen von typischerweise 45° und höher, könnte eine Choleraepidemie durch die Stadt fegen.“ [14]

Das UNO World Food Program (WFP) berichtet, dass im südlichen und zentralen Irak, „eine/einer von fünf IrakerInnen, bzw. 4.6 Millionen Menschen, an andauernder Armut leidet.“ [15] „Wenn eine/einer von fünf IrakerInnen im südlichen und zentralen Irak vor dem letzten Krieg nicht in der Lage war seine grundsätzlichsten Bedürfnisse zu befriedigen, ist es sehr wahrscheinlich, dass diese Zahl sich nun mit der wirtschaftlichen Unsicherheit in den privaten und öffentlichen Sektoren erhöht“, warnt Torben Due, der WFP Vertreter im Iraq.

Dieses ganze Leiden wird den mehr, als 12 Jahren andauernden, erstickenden Sanktionen hinangefügt, welche die irakischen Menschen zu erleiden gezwungen wurden, Sanktionen – bzw. wirtschaftliche Kriegsführung – welche direkt zum Tod von zumindest 500000 irakischen Kindern unter fünf Jahren führte (laut UNICEF). Frederick Barton, der frühere stellvertretende Hochkommissar für Flüchtlinge bei der UNO, sagte, dass die Probleme welche von den andauernden Sanktionen hergerührt haben vielleicht eine gute Vorbereitung für die Flexibilität welche die freien Märkte verlangen war (27. Mai 2003, Chicago Tribune).

Die Flexibilität des Freien Marktes?

(In anderen Worten, der wirtschaftliche Krieg geht weiter)

Als Bremer am 23. Mai die Armee auflöste wurden bereits 400000 Iraker arbeitslos. Am 23. Juni verkündeten die von den USA geleiteten zivilen AdministratorInnen die Erschaffung einer neuen irakischen Armee, „in der Hoffnung den Ärger über hoffnungslose Arbeitslosigkeit einzudämmen, und eine Serie von Angriffen gegen die US Streitkräfte zu zügeln.“ [16] Diese Armee würde innerhalb eines Jahres 12000 Männer einstellen, und würde innerhalb von drei Jahren auf 40000 wachsen, und würde also zumindest 360000 Männer arbeitslos lassen. Angeblich „werden bis zu 250000 ehemalige Soldaten [von den Besatzungsmächten]Unterstützungszahlungen von 50 bis 150 Dollar pro Monat erhalten“. Angeblich. Die US Besatzungsmächte haben früher ähnliche Versprechen für irakische Regierungsangestellte gemacht und ihre Versprechen dann nicht eingehalten.

Bremer hat auch das Informationsministerum aufgelöst und ein Dekret erlassen, welches es 30000 höheren Baath-isten versagt in einer zukünftigen irakischen Regierung irgendeine Funktion auszuüben.

Wie viele werden durch die weitere Auflösung von Unternehmen noch ihre Jobs verlieren, und wenn die kommunalen Dienste privatisiert werden und die Angestellten gefeuert werden? Man erinnere sich daran, dass Verträge für den Verkauf von allem, reichend von Öltechnologie, den Transportdiensten, der Telekommunikation und sogar den irakischen Ministerien, vor dem Abschluss stehen.

Wie Humeira Iqtidar auf Znet bemerkte, wird „der fürchterliche Angriff auf die Leben der IrakerInnen durch Streubomben von der großräumigen Enteignung in den Schatten gestellt werden, welche ihnen durch die Privatisierung droht, von nicht nur ihren Ölressourcen, aber auch von Gesundheitsdiensten, Wasser, Elektrizität, Transport, Erziehung, Pharmazie und Telekommunikation.“ [17]

Die Invasion der Korporationen in den Irak

Das Thema der Beziehung zwischen den US Unternehmen und dem Pentagon ist viel diskutiert und veröffentlicht worden. [18] Wichtiger als der schrille Interessenskonflikt zwischen dem Pentagon und den Unternehmen welche um dessen Verträge bieten, ist, was diese Unternehmen im Irak tun werden. Was all diese Unternehmen vereint ist ihre Privatisierungsagenda.

Halliburton: Die Privatisierung der irakischen Ölressourcen

Mit Halliburton ist vom Pentagon ein geheimer, nicht öffentlich ausgeschriebener, Vertrag von einem Wert von bis zu 7 Milliarden Dollar abgeschlossen worden. Monate bevor die USA Bomben und Raketen über dem Irak abwarf arbeitete das Kriegsministerium im geheimen mit dem früheren Unternehmen des Vizepräsidenten Dick Cheneys (Halliburton) an einem Deal, welcher der zweitgrößten Öl-Dienstleistungs-Firma der Welt die totale Kontrolle über die irakischen Ölfelder zuschreiben würde. Der Firma ist die Kontrolle über den Betrieb der irakischen Ölressourcen und der Öl-Verteilung gegeben worden.

Bechtel: Die Privatisierung des irakischen Wassers

Bechtel bekam von der US Agency for International Develpment (USAID) am 17. April 20003 einen nicht ausgeschriebenen Vertrag. Der Vertrag schließt mit ein: Die Notreparatur oder Wiederinstandsetzung der Kraftwerke, der Stromnetze, von kommunalen Wassersystemen, der Kanalisation , den Flughäfen, der Ausgrabung, Reparatur und dem Ausbau des Umm Qasr Hafens (bevor der Hafen noch vom US Militär besetzt worden war) und dem Wiederaufbau von Spitälern, Schulen, Ministerialbauten, Bewässerungssystemen und Transportverbindungen. Das deklarierte Ziel ist es bis zu 100 Spitäler, 6000 Schulen (von etwa 25000), bis zu sechs Flughäfen und einen Hafen im Süden zu Reparieren oder Wiederherzustellen. Der Vertrag sieht anfangs eine Summe von 34.6 Millionen Dollar vor, bis zu 680 Millionen Dollar über die nächsten 18 Monate, und könnte schließlich bis zu 100 Milliarden Dollar Wert sein, und dies somit zum potentiell größten Vertrag beim Wiederaufbau des Iraks machen.

Es ist ziemlich seltsam, dass Bechtel diesen Vertrag bekommen hat, wenn man Unternehmen nach der Erfahrung die man mit ihnen gemacht hat beauftragt. Bechtel hat in der Vergangenheit Projekte in den USA und anderswo verpfuscht. In Boston wurden, was als 2.5 Milliarden Dollar Auftrag für das berüchtigte Tunnelprojekt geplant war, zu 14.6 Milliarden Dollar, und kosteten so den Steuerzahlern 1.8 Milliarden Dollar pro Kilometer. In Kalifornien baute Bechtel den Kühlturm eines Nuklearkraftwerks falsch herum.

In Bolivion war Bechtel ein Teil eines Konsortiums welches die Kontrolle über die Wasserversorgung übernahm und die Preise durchschnittlich um 35% anhob. Viele in der Stadt Cochabamba konnten sich es nicht leisten zu zahlen, und Straßenproteste führten zu mehreren Toten. Bechtel zog sich zurück, aber es klagt die Bolivianische Regierung um 26 Millionen Dollar für den Abbruch des Vertrags. „Bechtel ist kein Unternehmen welches eine vernünftige Firmengeschichte was soziales oder die Umwelt angeht hat,“ sagt Juliette Beck von der im öffentlichen Interesse dienenden Wächterorganisation Public Citizen. „Es sollte nicht bei den humanitären Wiederaufbauten im Irak involviert sein. Bechtel und Privatisierungen gehen Hand in Hand.“

„Ihre Geschichte zeigt diesen Trend – sie privatisieren den Dienst, sie erhöhen den Preis, und nur diejenigen welche es sich leisten können bekommen ihn“, sagt Antonia Juhasz, eine Projektdirektorin beim in San Francisco ansässigen International Forum on Globalization – Think Tank. „Wenn man eine grundsätzliche demokratische Entscheidung die Menschen machen können definieren würde, wäre es der Umgang mit Dingen wie Wasser, Elektrizität und den Medien“, sagt Benjamin Barber, der Autor des kürzlich veröffentlichten Buchs Fears Empire: War Terrorism and Democracy. „Das ist ein ziemlich fundamentaler Teil der Regierung“. [19]

Research Triangle Institute: Nicht so harmlos [20]

Dem Research Triangle Institut (RTI) in North Carolina wurde am 11. April 2003 ein Vertrag von USAID zugesprochen. Der Vertrag läuft anfangs über eine Summe von 7.9 Millionen Dollar, und über die nächsten 12 Monate über bis zu 167.9 Millionen Dollar. RTIs Vertrag sieht die „Stärkung der Managerfähigkeiten und Fähigkeiten der lokalen Verwaltungen und zivilen Institutionen vor, um die Versorgung mit essentiellen öffentlichen Diensten wie Wasser, Gesundheit, öffentlichen Sanitäranlagen und wirtschaftlicher Leitung zu verbessern; dies schließt Trainingsprogramme in Kommunikation, Konfliktlösung, Führungsfähigkeiten und politischer Analyse mit ein“. Es gab aber keinen Aufschrei über diesen Vertrag. RTI hat den Republikanischen Partnern kein Geld gegeben. Keine RTI Vorstandsmitglieder sind mit dem Pentagon verbunden. Cheney ist nicht auf der Gehaltsliste von RTI. Scheint eher unschuldig, oder?

Überhaupt nicht.

RTIs Präsidentin und CEO Vectoria Franchetti Haynes sieht RTI offen als Mittel für die Durchsetzung von Interessen von Korporationen. Unter ihrer Führung hat RTI aggressiv Verbindungen mit Pharmaindustrien, Unternehmen im Bereich der Gesundheitsversorgung und Biotechnologieunternehmen gesucht, zusätzlich zu vielen weiteren, harmloseren, Verträgen mit der Regierung und NPOs.

Sehen wir uns den RTI Vertrag noch einmal an. Eines der übergreifenden Themen ist die Arbeit RTIs an dem Aufbau einer angeblich „starken, indigenen, demoktratischen Regierung“. Ist das lediglich PR um die Beziehungen zwischen der irakischen Bevölkerung und der Besatzungsmacht zu glätten? Jeder Schritt des Projekts RTIs – „die Identifikation indigener Führer“, „das Training von AdministratorInnen in politischer Analyse“ – öffnet ein Tor zum Schmuggel von US Propaganda und macht das irakische politische Klima im Allgemeinen freundlicher gegenüber US Interessen.

Die zweite, damit zusammenhängende, Frage ist, ob im Prozess der „Planung und der Umsetzung von Programmen zur Erweiterung oder Verbesserung von grundsätzlichen Diensten für Menschen“ RTI die Interessen der Menschen oder die Interessen der Wirtschaftselite (ausländisch und inländisch) vorantreiben wird. RTI wird sich wahrscheinlich sehr stark für korporative Kontrolle von kommunalen Diensten im Gegensatz zu öffentlicher Kontrolle einsetzen, eben wie sie es in Osteuropa taten. Weiters hat RTI in seiner Geschichte viele Aufträge der US Regierung bekommen um Länder „umzubauen“ welche einen großen „Übergang“ durchleben. International waren einige der größten Aufträge RTIs im letzten Jahrzehnt die Unterstützung früherer Länder des Sowjet-Blocks bei „marktfreundlichen Reformen“, in ihrem „Übergang zum Kapitalismus“. Die Tatsache, dass diese Länder nun in wirtschaftlichen Scherben daliegen, und die Regierungen von Skandalen und Korruptionen geplagt werden, könnte ein Grund für Besorgnis sein.

Ihre grundsätzliche Politik ist es die Privatisierung voranzutreiben – die Übergabe von Regierungsprogrammen und Diensten an Korporationen. In Südafrika war die Privatisierungsagenda ein totales Desaster. Zum Beispiel übernahm ein riesiger französischer multinationaler Konzern die Wasserversorgungen ganzer armer Örter, was Aufstände und Streiks auslöste. Ein kürzlich erschienener Bericht vom International Consortium of Investigative Journalists behauptet, dass die Anstrengungen das Wassersystem in Südafrika zu privatisieren zu einem Choleraausbruch geführt haben, da die Menschen die nicht in der Lage waren die höheren Preise zu bezahlen damit begannen von verschmutzen Flüssen, Teichen und Seen zu trinken. Der Ausbruch tötete beinahe 300 Menschen. [21]

Wenn RTI dasselbe im Irak antreibt – und es gibt keinen Grund zu glauben, dass RTI dort anders handeln wird – dann wird RTI der USA (und zu einem geringeren Ausmaß Europa), die Kontrolle über die irakische Gesellschaft garantieren, noch lange nachdem die Armeen gegangen sind. Es ist eine neoliberale Besatzung, aber doch eine Besatzung. RTI hat bereits „SpezialistInnen für Arbeiten am öffentlichen Wassersystem identifiziert, um kurz- und langfristig technische Unterstützung bei der irakischen Wasserversorgung und Wasserverteilung zur Verfügung zu stellen, und um den irakischen Partnern mit dem Wissen, den Fähigkeiten und dem Können auszustatten, die irakischen Wassersysteme zu reparieren und aufrecht zu erhalten.“

„Der Grund warum die Apartheid fiel ist weil die Weißen sie nicht länger brauchten um die Kontrolle zu behalten“, sagte ein südafrikanischer Aktivist zu Chris Kromm, dem Executive Director vom Insitute for Southern Studies. „Sie privatisierten einfach alles, und, wer glauben sie, betreibt die Korporationen? Sie brauchten die Apartheid nicht mehr, sie hatten den Kapitalismus.“ Irak könnte das nächste Kapitel in dieser Geschichte sein.

Der Kontext bei all diesem ist die Geschichte von USAID, welche RTI beauftragte. Als ein Regierungsarm, beteiligt es sich großteils in Entwicklungsprojekten welche mit den politischen und militärischen Interessen der USA übereinstimmen. Es ist auch schon seit langem dafür kritisiert worden viel zu nahe Beziehungen zum korporativen Amerika zu haben, und seine Projekte als Mittel für Unternehmen zu benutzen, neue Märkte zu durchdringen. [22]

RTI hat auch einen indirekten Auftrag von USAID erhalten, mittels Creative Associates International in Washington, D.C., für eine „Reform des Erziehungssystems“. Dieser Vertrag führte zu großen Kontroversen, als enthüllt worden war, dass es Pläne gab die irakischen Schulbücher umzuschreiben – sie also der USA freundlicher gesinnt zu machen. Berichte gehen auseinander, inwiefern dieser Aspekt des Auftrags jetzt eingestellt oder abgeschwächt worden ist.

Wie RTIs Aktivitäten sich vor Ort auswirken, sollte genau beobachtet werden, und wir dürfen uns nicht nur auf Bechtel und Halliburton und andere große Verträge konzentrieren, sondern auch RTI genau beobachten.

Andere Mittäter die man beobachten sollte:

DynCorp Aerospace Operations (GB), einer Tochterfirma der Computer Sciences Corporation (CSC), ist vom Bureau of International Narcotics and Law Enforcement Affairs des State Departments ein Vertrag von über 22 Millionen Dollar zugeschrieben worden, welcher sich auf bis zu 500 Millionen Dollar steigern könnte – um „die Polizei-, Justiz- und Gefängnis-Funktionen des post-Conflict-Iraks wiederherzustellen“. Wie vom Observer bemerkt wurde, „hat die US Regierung durch die Beauftragung von Militärauftragnehmern wie DynCorp einen effektiven Weg gefunden um die Außenpolitik mithilfe von Stellvertretern und im Geheimen durchzuführen. Diese Stellvertreter können nicht von außen geprüft werden und sind gegen Kriminalverfolgungen praktisch Immun, und sie sind gefährlich schwierig zu kontrollieren, da sie Bossen von Korporationen unterstehen, und nicht Militärpersonal.“ (13. April 2003). In Bosnien war Personal von DynCorp im Sexslakvinnen-Handel von jungen Mädchen aktiv, und auch in eine Vielzahl von Betrugsfällen verwickelt. In Ecuador reichten Bauern eine Gemeinschaftsklage ein und klagten, weil DynCorp rücksichtslos ihre Häuser und Felder besprühte, was zu Krankheiten und Todesfällen geführt hat, und zur Zerstörung von Ernten.

Die bösartige anti-gewerkschaftliche Stevedoring Services of America (SSA) bekam von USAID einen Auftrag über anfangs 4.8 Millionen Dollar für die „Bereitstellung einer ersten Einschätzung des Umm Qasr Hafens um die zeitgerechte Lieferung von humanitären Gütern und anderen für die Wiederherstellung benötigten Materialien zu ermöglichen; die Entwicklung von Plänen zur Verbesserung, um den Hafen betreffende Einschränkungen zu überwinden; die Anstellung von Hafenlotsen um Schiffe durch den Kanal zu leiten; die Erleichterung von Ladungsdiensten wie Warenaufbewahrung, Lieferungsverfolgung, Lagerung von Gefrorenem und anderen Ladungen; die Koordination vom Weitertransport von Ladungen vom Hafen Umm Qasr“. SSA bekam diesen Vertrag noch bevor die US Truppen die Stadt besetzt hatten.

Der Abbau von mehr als nur der Wirtschaft

Zusätzlich zum Umbau der Wirtschaft in eine für alle Korporationen frei zugängliche, plant die USA den Bau von drei permanenten Militärbasen im Irak. Klarerweise werden diese Militärbasen jede echte irakische Souveränität entscheidend einschränken, versichern, dass Pro-USA-Führer an der Macht bleiben und echte demokratische Bewegungen im Irak einengen wird. Zusätzlich werden die Basen weitreichende regionale Bedeutung haben, und die militärische Reichweite des US Imperiums ausweiten.

Die US Regierung plant auch die irakische Position den PalästinenserInnen gegenüber zu ändern. Die neue irakische Regierung, wann auch immer die USA sie ernennt, wird sich Israel fügen [24] und die Unterstützung für PalästinenserInnen aufgeben müssen. Es ist kein Zufall, dass die erste (und bis jetzt einzige) ausländische diplomatische Mission welche die US Truppen stürmten und durchsuchten, die ersten Diplomaten welche verhaftet und die ersten legal gemeldeten Waffen die konfisziert worden sind, palästinensisch waren.

Außerdem wird 90000 PalästinenserInnen mit der Abschiebung aus dem Irak gedroht. Die meisten der vertriebenen und bedrohten PalästinenserInnen sind Familien von Haifa, welche 1948 vertrieben worden sind, als der exklusiv-jüdische Staat auf dem Land von Palästina erbaut worden ist. Sie können nicht in ihre Häuser und in ihr Land zurück, was jetzt Israel ist, da die israelische Regierung ihr gesetzmäßiges Recht auf Rückkehr nicht anerkennt. Sie sind nicht willkommen, weil sie ChristInnen und MuslimInnen sind, keine JüdInnen.

Was kann man tun?

Es gibt viele Wege die Besatzung des Iraks zu betrachten: durch die Linse der militärischen Besatzung und der Jagd nach einem Imperium; den Rassismus, welcher die Entmenschlichung von Menschen erlaubt; oder die antreibende Kraft der Macht der Korporationen. All dies trifft zu. Die ersten beiden Betrachtungsweisen sind hier ausführlich diskutiert worden; die Macht der Korporationen – und deren Einfluss auf Menschen hier und im Ausland – müssen noch in die Diskussion um den Irak miteingebracht werden.

Also, was kann man gegen die korporative Macht tun? Was ist zuvor getan worden?

Nach dem Ersten Weltkrieg wurde unter der Führung von Gerald Nye ein Senatskomitee errichtet um die Aktivitäten der Rüstungsindustrie während dem Krieg zu untersuchen. Öffentliche Anhörungen vor dem Komitee zur Untersuchung der Rüstungsindustrie begannen am 4. September 1934. In den Berichten welche von dem Komitee veröffentlicht wurden, wurde behauptet, dass es eine starke Verbindung zwischen der Entscheidung der amerikanischen Regierung dem Krieg beizutreten, und der Lobby der Rüstungsindustrie gab.

Ein viel stärkeres historisches Beispiel ist die Einführung von Steuern auf übermäßige Kriegs-Profite. Während dem [amerikanischen] Bürgerkrieg gab es in Georgia einen öffentlichen Aufschrei gegen die Profitmacherei aus dem Krieg. Die Generalversammlung von Georgia reagierte mit dem Erlass einer speziellen Profit-Steuer. 1917 führte die US Bundesregierung eine Steuer auf übermäßige Profite ein, welche bis 1921 in verschiedenen Formen und bei steigenden Raten bis 1921 existierte. Sie wurde während dem Zweiten Weltkrieg und dem Korea-Krieg wieder eingeführt. Die Steuer wurde entweder auf den Überschuss von Gewinnen relativ zu den Gewinnen einer Firma in Friedenszeiten, oder auf eine willkürlich festgesetzte Gewinnrate festgesetzt. Auch Großbritannien legte von 1915 bis 1921 eine Gewinnsteuer auf, mit Raten welche zwischen von 40 bis 80 Prozent schwankten. Während der Zeit des Zweiten Weltkrieges führte Großbritannien die Steuer auf übermäßige Profite wieder ein, mit Raten welche auf 100 Prozent angehoben wurden.

Derzeit haben einige SenatorInnen im Kongress den Sunshine in the Iaq Reconstruction Contracting Act of 2003 vorgelegt, um Transparenz bei Vergabe von Verträgen zu erreichen. Dieser Akt ist weit entfernt davon ausreichend zu sein, aber ein Beginn. Was viel wichtiger ist, ist dass das Berkeley Stadtkonzil eine Resolution welche „unsere Kongressmitglieder im Haus und im Senat [drängt] eine hochprozentige Steuer auf alle übermäßigen Profiten bei jedem Vertrag welche mit der US Militäraktion im Irak und/oder dem [„]Wiederaufbau[“] des Iraks zu tun haben, was auch die Neuverhandlung von allen solchen Verträgen miteinschließt, um eine solche Steuer zu enthalten.“ [25]

Das ist ein Anfang.

Das Institute for Southern Studies hat mit einer Kriegs-Profiteure-Kampagne begonnen um die verschiedenen Arten auf welche Korporationen vom Tod und der Zerstörung durch den Krieg im Irak profitieren sichtbar zu machen und anzugreifen – die Wiederaufbauverträge über mehrere Millionen US-Dollar mit Korporationen welche mit Bush verbunden sind, die bevorstehenden Privatisierungen von Öl, Wasser und anderen Industrien im Irak, was zu eine Kontrolle des Landes durch US, bzw. Europäische, Multinationale Konzerne garantieren soll, auch lange nachdem die Militärbesatzung geendet hat. [26]

Keine echte Veränderung um die korporative Macht zu beenden kann hier in den USA und anderswo stattfinden, ohne Forderungen von den Menschen, ohne Organisation.

Die einzige Befreiung im Irak ist die „Befreiung“ der Ressourcen des Iraks für US-Unternehmen. Dieselben Unternehmen welche die Ressourcen des Iraks stehlen, stehlen das Geld der Steuerzahler in den USA und wollen sich daran machen, die Privatisierung von allem, im Ausland und hier, zu beginnen, von Wasser zu Gefängnissen. Beide Länder – Irak und die USA (und andere) – werden für Korporationen aufgerissen. Hier in den USA werden die Straßen noch nicht von den Militärs überwacht. Auf uns wird noch nicht auf Checkpoints geschossen. Wir stehen nicht vor der Gefahr eines Bürgerkriegs. Und viele von uns bleiben, egal wie sehr wir diesen verachten können, die WächterInnen [27] genau jenes Militärisch-Industriellem-Kongressionellem-Gefängnis-Komplexes, welcher im Irak und anderswo raubt und tötet.

Als die WächterInnen, lasst uns gegen dieses System rebellieren.

===========

Anmerkungen

* Bio: Rania Masri ist die Direktorin des Southern Peace Research and Education Center, einem Projekt des Institute for Southern Studies (www.southernstudies.org). Sie hat in den folgenden Büchern Artikel veröffentlicht: Iraq: Its History, People and Politics (2003); Iraq Under Siege (202); und The Struggle for Palestine (2002). Man kann sie unter rania@southernstudies.org für Informationen über die War Profiteers Campagne erreichen. Sie hat einen Doktor von der North Carolina State University. Sie wurde in Beirut geboren und lebt zur Zeit in North Carolina.

  1. Bob Graham, "I just pulled the trigger," London Evening Standard, June 19, 2003, online verfügbar unter www.thisislondon.co.uk. Man sollte auch bemerken, dass die SoldatInnen eher Gewalt im Inland begehen werden, als ihre zivilen KollegInnen, sieheJon Elliston and Catherine Lutz, "Hidden Casualties: An epidemic of domestic violence when troops return from war," Southern Exposure, online verfügbar unter www.southernstudies.org/backissues.asp.
  2. Siehe Arundhati Roy, Power Politics (Cambridge, MA: South End Press, 2001).
  3. "Promoting privatization," February 3, 2003, International Consortium of Investigative Journalists, online verfügbar unter www.icij.org.
  4. Tim Carney war der US Botschafter in Sudan und Haiti.
  5. Die Niederreißung der irakischen Unternehmen und Ministerien wird in drei Etappen geplant: jene welche früh privatisiert werden können (fast-track), jene welche zurückgehalten werden „sollten“ und jene welche aufgelöst oder fusioniert werden „sollten“ bevor sie verkauft werden.
  6. Siehe online www.centcom.mil/CENTCOMNews/transcripts/_20030604.htm. Es ist übrigens sehr ironisch, dass Bremer Saddam Husseins Regime dafür kritisiert hat „mehr als ein Drittel der BIP für das Militär auszugeben“, wenn das derzeitige Bundesbudget der USA 20 Prozent für das Militär zur Vefügung stellt – fast 400 Milliarden US-Dollar für Militärausgaben. Iraks totale Militärausgaben waren ein kleiner Bruchteil der Ausgaben der USA.
  7. Siehe Bremers Anmerkungen am World Economic Forum, online verfügbar unter usinfo.state.gov/regional/nea/summit/text2003/0623bremer.htm.
  8. Eine komplette Liste der ernannten “BeraterInnen” ist online auf der Seite der Transnational Foundation for Peace and Future Research: www.transnational.org/pressinf/2003/pf183_AmericansInIraqPart3.html. See Jan Oberg, "Profiles of the Americans really Running Iraq," May 18, 2003.
  9. Elizabeth Schulte, "Bush and his corporate pals rob Iraq. The cronyest capitalists in the world," Socialist Worker, May 9, 2003.
  10. Siehe Rohan Jayasekera, "U.S. military and free speech: Gives with one hand, takes away with the other," June 11, 2003, Index on Censorship, online verfügbar unter electroniciraq.net/news/909.shtml; und Robert Fisk, "Censorship of the press: A familiar story for Iraqis," Independent, June 11, 2003, online verfügbar unter www.independent.co.uk.
  11. Mark Forbes, "'Dumb' bombs used to topple Saddam," The Age (Melbourne, Australia), June 3, 2003.
  12. Ibid.
  13. Siehe auch Simon Jeffery, "War may have killed 10,000 civilians, researchers say," Guardian, June 13, 2003.
  14. "Iraqis living in limbo struggle to keep hope alive," CARE, June 22, 2003, online verfügbar unter www.care.org.
  15. "One in five Iraqis suffers from chronic poverty: Survey," World Food Program, June 19, 2003, verfügbar unter www.wfp.org.
  16. Jim Krane, "U.S. announces creation of new Iraqi army," Associated Press, June 23, 2003.
  17. Humeira Iqtidar, "Celebration in Iraqi streets," Znet, April 23, 2003, online verfügbar unter www.zmag.org.
  18. Siehe zum Beispiel Stephen Shalom, "Iraq war quiz," Znet, March 26, 2003 und "The corporate invasion of Iraq: Profile of U.S. corporations awarded contracts in U.S./British-occupied Iraq," U.S. Labor Against the War, June 15, 2003, online verfügbar unter www.uslaboragainstwar.org.
  19. David Baker, "Debate rages over who will run Iraq's utilities. Privatization vs. public control emerges as key issue in shaping future of country," San Francisco Chronicle, June 8, 2003.
  20. Chris Kromm, der leitende Direktor des Institute for Southern Studies machte einen großen Beitrag dieses teils über RTI.
  21. Baker.
  22. Für einen guten Hintergrund über USAID siehe die Web-Seite von Communications for a Sustainable Future unter csf.colorado.edu.
  23. "Quellen im State Department sagten, dass für eine neue irakische Regierung die Abschließung eines Friedensvertrages mit Israel „ganz oben auf der Agenda“ stehen muss, und Chalabi ist dafür bekannt die Anerkennung des Staates Israels durch den Irak diskutiert zu haben.“ Ed Vuillamy, "Israel seeks pipeline for Iraqi Oil," Guardian, April 20, 2003.
  24. See Hoomam Peimami, "In the pipeline: More regime change," Asia Times, April 4, 2003, available online at www.atimes.com/atimes/Middle_East/ED04Ak01.html and Akiva Eldar, "The pipeline to Haifa: Israeli minister dreams of Iraqi oil," CounterPunch, April 1, 2003, available online at www.counterpunch.org/eldar04012003.html.
  25. Mehr über die Cities for Peace – Kampagne erfährt man auf ihrer Web-Seite: citiesforpeace.org.
  26. Für weitere Informationen über die War Profiteers Campaign kontaktiere man das Institute for Southern Studies, auf ihrer Web-Seite unter www.southernstudies.org, oder man kontaktiert die Autorin unter rania@southernstudies.org.
  27. Diese Phrase – “die WächterInnen des Systems” – ist von Howard Zinn übernommen, welcher im Abschluss seines Buches The Twentieth Century: A People’s History schrieb: „Die Gefangenen des Systems werden wie zuvor weiterhin rebellieren, auf Arten, welche man nicht vorhersehen kann, und zu Zeiten, die man nicht vorhersehen kann. Die neue Tatsache unserer Zeit ist die Möglichkeit, dass sich ihnen die WächterInnen anschließen. Wir LeserInnen und AutorInnen von Büchern sind, so die meisten von uns, Teil der WächterInnen. Wenn wir dies verstehen, und danach handeln, werden nicht nur unsere Leben sofort befriedigender sein, aber unsere Enkelkinder, oder die Kinder unserer Enkelkinder, könnten möglicherweise eine andere und wunderschöne Welt sehen.“


Diese Domain  www.das-gibts-doch-nicht.info an einen Freund weiterempfehlen

Diese Seite zu den Favoriten hinzufügen

Diese Seite auf Ihrem PC speichern!

Möchten Sie diese Domaine als Startseite haben...

 


Das Kopieren und Verteilen dieser Information ist ausdrücklich erwünscht!
www.das-gibts-doch-nicht.info


Sinn dieser Informationen

Zurück zur Seite vorher

Zur Gesamtübersicht

Wenn Sie sich wegen irgendeiner Information ärgern, deswegen wütend oder frustriert werden bzw. Hass oder Wut auf entsprechende Personen bekommen, sind SIE selbst der einzige der diese Emotion in Form von Krankheiten zurückbekommt. Ihre Wut trifft niemals den anderen.
Einen Herrn Bush zum Beispiel interessiert es herzlich wenig, ob Sie sich über ihn ärgern.
Sie sind Schöpfer der Ereignisse die in Ihrem Leben eintreten, also seien Sie sich bewußt
wie Sie denken oder sprechen.