Geldcrash
PRO
Vorsicht Goldwährung!
Angesichts
der immer deutlicher werdenden Instabilitäten auf dem Finanzmarkt erkennt
zunehmend die Bevölkerung, daß in unserem Geldsystem etwas nicht in
Ordnung sein kann. Das wird schon daran deutlich, daß sich die
Verschuldung in allen Staaten der Welt viel schneller entwickelt, als die
Wertschöpfung. So steigen die Verbindlichkeiten beispielsweise in
Deutschland etwa dreimal schneller als das Bruttosozialprodukt. In den USA
liegt diese Kennziffer sogar bei vier bis fünf.
Mit anderen Worten:
Dieses Zins-Schuldsystem ist unweigerlich zum Bankrott
verurteilt!
Leider werden daraus in der Öffentlichkeit oftmals
nicht die richtigen Schlüsse gezogen. Immer mehr Leute glauben, daß
die Probleme durch ein neues Gold-Geld gelöst werden könnten, nach
dem Motto: "Dann hat Geld endlich wieder einen Wert" oder "Meine
Großmutter hat schon gesagt: Gold ist immer was wert". Würde man
eine Umfrage auf der Straße machen, so würden bestimmt über
neunzig Prozent der Befragten die Einführung von Gold-Geld
befürworten.
Von interessierter Seite wird diese Stimmung gerne
aufgegriffen und noch entsprechend gefördert. Sogar von Notenbankseite
wurde schon geäußert, daß man das Geld wieder in Form eines
Goldstandards an das Gold koppeln sollte - Geld könnte dann nur noch
emittiert werden, wenn entsprechend Gold bei der Notenbank eingelagert
würde. Kaum bekannt ist hingegen den meisten, daß ein Geld aus Gold
noch viel instabiler und schlimmer wäre als das heutige Schuld-Geldsystem.
Goldgeld bedeutet: Kein Gold, kein Geld, Armut
Die
Goldwährung und der Goldstandard lösen keine Probleme, sondern
schaffen nur noch mehr. Die Probleme beginnen damit, daß die meisten
Länder weltweit überhaupt kein Gold besitzen. Egal ob
Goldwährung oder Goldstandard, die meisten Länder der Welt wären
dann dazu gezwungen um Geld zu schaffen, sich Gold von den wenigen
Groß-Goldbesitzern der Welt zu deren Bedingungen und entsprechend hohen
Zinsen zu leihen. Selbstverständlich müßten diese Summen
ständig und in immer höherem Maße "bedient" werden. Alles was
wir heute an Belastungen durch den Zins haben, würden sich noch weiter
verstärken, weil das Gold noch zusätzlich finanziert werden
müßte.
Heute kann ein verarmter Staat wie bspw. Bangladesh
durch Papiergeld mit wenig Aufwand ein eigenes Geld schaffen, das den
Warenaustausch im Land sicherstellt. Was sollen diese Nationen machen, wenn sie
Gold dafür benötigten?
Eine noch größere Verarmung
auf der Welt wäre die logische Folge. Nicht umsonst waren die Zeiten der
Goldwährungen auch immer die Zeit, in der die Massenarmut am
größten war. Es waren die Epochen mit Kinderarbeit, 16 Stunden
Arbeitstag, niedrigen Löhnen, Elend.
Doch die Reihe der Probleme
geht noch weiter.
Goldgeld bedeutet: Kein Währungspuffer mehr
zwischen den Staaten
Wenn alle Länder am Gold hängen , dann
ist keine angepaßte Währungspolitik mehr möglich - alles
hängt dann am Goldpreis. Die schwächeren Länder bluten dabei
regelrecht aus, da Wechselkurspuffer fehlen. Heute gleichen die Wechselkurse
die unterschiedlichen Entwicklungen zwischen den Ländern aus. Fehlen
Wechselkurspuffer, etwa weil die Währung im Kurs festgelegt wurde, dann
kommt es automatisch zu zunehmenden Spannungen. Die Resultate lassen sich
anhand der Finanzkrisen der letzten Jahre studieren: Egal ob Asien-,
Rußland-, oder Argentienenkrise - die Probleme begannen mit fehlenden
Wechselkurspuffern. Unterschiedliche Länder brauchen unterschiedliche
angepasste Währungen ohne an der Goldkette zu hängen.
Das
wohl größte Problem unserer Zeit, das Geld vom Zins zu trennen, wird
mit Gold unmöglich.
Goldgeld ist immer Zinsgeld
Das Problem
beim Zinsgeld ist, daß es exponentiell die Schulden vermehrt.
Zwangsläufig kommt es dabei zur Krise, weil die Überschuldung nicht
mehr bezahlt werden kann. Am Ende müssen Schulden gemacht werden, nur um
die Kapitalkosten zahlen zu können. Goldgeld ist dafür jedoch
keinesfalls keine Lösung, sondern es ist automatisch immer Zinsgeld. Wer
erkannt hat, daß der Zins von selbst rein mathematisch in den Abgrund
führt, muß auch einsehen, daß Gold gerade keine Lösung
ist. Gold läßt sich beliebig lange horten, deshalb wird es niemand
ohne eine "Belohnung" freiwillig zinsfrei verleihen. Goldgeld ist Zinsgeld
schlechthin.
Beispiel: Ein Geschäftsmann braucht einen Kredit, um
nötige Maschinen etc. zu kaufen. Also geht er zum reichen Goldgeldbesitzer
und leiht sich 1000 Goldtaler. Dieser verlangt "selbstverständlich" einen
deftigen Zins, weil er weiß, daß sein Gold "ewig" hortbar in seinem
Tresor bleiben kann, der Unternehmer jedoch auf Kohlen sitzt und dringend das
Geld braucht. Deshalb kann der Goldgeld-Inhaber einen Zins erpressen -
leistungslos versteht sich.
Nach diesem Schema läuft das ganze
Gold-Geld-System ab, womit sich immer höhere Gold-Forderungen aufbauen
ganz nach der Zinseszinsrechnung. Das System scheitert genauso wie unser
heutiges - nur mit dem "kleinen" Unterschied, daß man Papiergeld
wenigstens noch nachdrucken kann und so das System länger laufen kann,
während bei Gold alle ganz schnell bankrott sind - mit Ausnahme des
reichen Gold-Geld-Besitzers.
Nochmals: Goldgeld ist IMMER Zinsgeld,
weil niemand Gold ohne Zins herausgibt. Demgegenüber läßt sich
Papiergeld so gestalten, daß es freiwillig auch zinsfrei weitergegeben
wird und damit stabil ist.
Entsprechend schneller noch als heute schon
werden die Reichen reicher, die Armen ärmer.
Auch für die
Wirtschaft als ganzes ist Gold-Geld alles andere als vorteilhaft.
Keine
flexible Anpassung an die Wirtschaft möglich
In einer stabilen
Wirtschaft muß die umlaufende Geldmenge parallel zur steigenden
Wirtschaftsleistung zunehmen, da mehr erzeugte Waren auch gleichzeitig mehr
Tauschmittel dafür benötigen. Goldgeld läßt sich
demgegenüber nicht einer sich ändernden Wirtschaftsleistung anpassen,
da die Goldförderung nie der Wirtschaftsleistung entsprechend erhöht
werden kann. Das bedeutet, daß die Wirtschaft wächst, nicht jedoch
die entsprechende Geldmenge. Damit wird Geld relativ zu den Waren seltener und
damit wertvoller - die Preise fallen, es kommt zur Deflation. Eine einmal in
Gang gekommene Deflation läßt sich nicht mehr stoppen, da ein
Teufelskreislauf aus fallenden Preisen, rückgängigen
Unternehmensgewinnen, Firmenpleiten, Arbeitslosigkeit, sinkender Kaufkraft,
weiter einbrechende Unternehmensgewinne... entsteht. Am Ende führt eine
Deflation zur Wirtschaftskrise, letztlich zum Krieg um Gold. Das war auch der
Grund für die Indianervernichtung, um Gold für die Geldherstellung zu
erbeuten.
Wie sagte Pythagoras: "Ehret Lykurg, denn er ächtete das
Gold, die Ursache aller Verbrechen!" Lykurg ließ erfolgreich Geld aus
Eisen machen.
Machtproblem
Wenn das Geld weltweit an das Gold
gekettet wird, dann bekommen die wenigen großen Goldproduzenten und
Besitzer auch eine ungeheure Macht. ihnen bleibt es dann überlassen, die
Weltwirtschaft aufblühen oder untergehen zu lassen, je nachdem wie sie die
Goldmenge oder den Goldpreis manipulieren. Das Goldgeld führt dabei ganz
schnell in eine neue Form von Diktatur: Die Herrschaft der
Goldknute.
Keine Vorteile
Gegenüber den vielfältigen
Nachteilen hätte eine Goldwährung nur wenige Vorteile zu
bieten:
1.) keine Inflation
2.) psychologisch bedingt
höheres Vertrauen in die Währung
Übersehen wird jedoch,
daß wir heute
a) gar keine Inflation haben und Inflation auch
noch nie das große Problem war und
b) daß es keine Probleme
mit dem Vertrauen in unsere heutige Papierwährung gibt. Selbst der
ungeliebte Euro wird von jedem akzeptiert.
Man will also Probleme
lösen, die wir gar nicht haben. Dabei war in der Geschichte eine Inflation
noch nie das große Problem - selbst in der Hyperinflation 1923 in
Deutschland hatte jeder zu essen, Arbeit etc - im Vergleich dazu gab es
Arbeitslosigkeit, Hunger, mit der Folge Krieg etc. nur in der Deflation der
dreißiger Jahre. Demgegenüber baut man massive Verwerfungen durch
eine Goldwährung auf (nochmals kurz wiederholt):
1.) ständige
Deflation, da das Gold automatisch vom Markt verschwindet
2.) sobald
auch nur der geringste Anschein einer Krise kommt (wie bspw. nach dem
Terroranschlag in New York vom 11.9.01) zieht sich das Goldgeld sofort vom
Markt zurück und die Wirtschaft taumelt (ohne daß irgendjemand was
dagegen machen könnte) in eine sich selbst verstärkende
Deflationsspirale.
3.) schwache Länder bluten aus, da sie sich kein
Gold leisten können, bzw. keines besitzen. Das Kapital geht ohne
Wechselkurspuffer immer von den schwachen in die starken
Länder.
4.) keine Ausgleichsmechanismen zwischen den
unterschiedlichen Ländern möglich, alles wird über einen
Gold-Kamm geschert.
5.) Machtproblem: Die wenigen großen
Goldbesitzer erlangen die komplette Macht über das weltweite Geld und die
Menschheit - Golddiktatur mit Goldknute - Einer Minderheit bleibt es
überlassen, ob die Wirtschaft funktioniert oder nicht.
Falsch
verstandene Funktion des Geldes
Die Vorliebe für ein Goldgeld kommt
von einer völlig falsch verstandenen Funktion des Geldes. Viele Leute
meinen, Geld an sich müssen einen stofflichen Wert haben, übersehen
jedoch, daß die dem Geld gegenüberstehenden Waren die einzige
"Deckung" sind.
Geld ist ein Gutschein, der den Erwerb von beliebigen
Waren/Dienstleistungen ermöglichen soll. Im Endeffekt geht es in jeder
Wirtschaft nur darum, daß Waren und Dienstleistungen gegeneinander
ausgetauscht werden - Geld ist nichts weiter als ein
Tauschvermittler.
Untaugliches Goldgeld - ein Beispiel
Damit man
die Untauglichkeit einer Goldwährung durchschaut folgender
Vergleich:
Ein Kaufhaus möchte Warengutscheine an die Kunden
verschenken - Zweck: Die Kunden sollen bald möglichst in den Laden gelockt
werden. Man überlegt sich, wie der Gutschein gestaltet sein soll und kommt
auf drei grundsätzliche Möglichkeiten:
a) Gutschein ist aus
Gold (Wert = Warenwert), mit dem Aufdruck "Gutschein von Warenhaus
XY"
b) Gutschein ist aus Papier, ebenfalls mit Aufdruck und unbegrenzter
Gültigkeit
c) Gutschein ist aus Papier mit Aufdruck und begrenzter
Gültigkeit von 4 Wochen.
Frage: Was wird wohl bei den einzelnen
Gutscheinmöglichkeiten passieren?
a) Der Goldgutschein wird
praktisch überhaupt nicht eingelöst, sondern wird von den Besitzern
vergraben, in den Tresor gelegt, im Wohnzimmer ausgestellt...
Er
erfüllt also kaum seinen Zweck als Gutschein zum Erwerb von
Waren.
b) Der Papiergutschein mit unbegrenzter Laufzeit kommt
gemächlich in das Warenhaus zurück. Die besitzer lassen sich Zeit mit
dem einlösen - da er ja unbegrenzt einlösbar ist. Ein guter Teil der
Gutscheine wird gar nie eingelöst, da er von den Besitzern einfach
"vergessen" wird.
c) Einzig die Papiergutschein mit begrenzter Laufzeit
kommen fast zu 100% innerhalb von 4 Wochen zum Laden und werden
eingelöste, da sich kein Besitzer dieses "Geschenk" entgehen lassen
will.
Mit anderen Worten: Nur wenn der Gutschein aus wertlosem Material
ist und eine begrenzte Laufzeit hat, wird er seine Funktion voll
wahrnehmen.
Zurück zum Geld. Ein Staat überlegt sich, eine
Währung einzuführen. Zweck ist der möglichst reibungslose
Austausch von Waren und Dienstleistungen über das Zwischentauschmittel
Geld. Man überlegt sich wieder drei grundsätzliche
Möglichkeiten:
a) Goldgeld (Goldwert entspricht dem aufgedruckten
Nennwert)
b) Papiergeld mit unbegrenzter Laufzeit
c) Papiergeld
mit begrenzter Laufzeit von 4 Wochen - nach 4 Wochen muß das Geld
gebührenpflichtig aufgewertet werden.
Wie wird das ganze wohl
ablaufen?
a) Das Goldgeld verschwindet immer mehr im Keller, unter der
Erde, im Tresor... Nur ein kleiner Bruchteil wird überhaupt von Hand zu
Hand gegeben. So ein glitzerndes, funkelndes Stück gibt niemand so gerne
wieder aus der Hand und wenn dann nur, wenn ihm eine "Belohnung", ein Zins
dafür geboten wird - das Zinssystem ist geboren!.
b) Das Papiergeld
mit unbegrenzter Gültigkeit wird zwar viel schneller als das Goldgeld
weitergegeben, jedoch lassen sich die Besitzer mit dem Ausgeben Zeit - es ist
ja unbegrenzt gültig. Dadurch entsteht in der Wirtschaft ein permanenter
Mangel an Zahlungsmitteln. Durch diesen Mangel lassen sich die Geldbesitzer die
Herausgabe der Währung "angemessen" entlohnen - mit Zins und
Zinseszins!
c) Einzig das Geld mit begrenzter Laufzeit wird gerne und
freiwillig (auch ohne Zins zu fordern) von Hand zu Hand weitergegeben, weil
niemand Lust hat, Aufwertungsgebühren zu zahlen.
Allein bei diesen
einfachen Überlegungen sollte es doch jedem normal denkenden Menschen klar
sein, wie eine Währung gestaltet sein muß, damit sie reibungslos
funktionieren kann. Goldgeld ist dabei das schlechteste Geld.
Gold ist
kein absoluter Wert
In der weiteren Diskussion wird immer gerne von
Goldbefürwortern darauf hingewiesen, "daß doch Papiergeld keinen
Wert" hätte. Übersehen wird dabei, daß es absolute Werte gar
nicht gibt. Auch Gold kann wertlos werden: Ein Verdurstender in der Wüste
würde bspw. ein Glas Wasser einem Goldbarren vorziehen - ja er würde
alles Gold der Welt für das "wertlose" Glas Wasser geben!
Wie
wertvoll Papiergeld ist wird an folgendem Beispiel deutlich:
Frage: In
welches Haus wird ein Einbrecher einsteigen? a) Haus A mit 1 Mio. Euro
Bargeld b) Haus B mit 100 kg Gold (= ca. 1 Mio. Euro Wert)
Er wird
mit Sicherheit Haus A wählen, weil er das Gold erst einmal mühsam
wegschleppen, und zudem es riskant verkaufen müßte um das eigentlich
begehrte Geld zu bekommen.
Die falschen Vorstellungen zum Gold setzen
sich fort wenn es ums Thema Geldanlage geht:
Gold - keine absolut
sichere Geldanlage
Vielfach wird heute angenommen, daß Gold eine
"absolut sichere" Geldanlage wäre. Genau wie vor drei Jahren für
Investments in Aktien geworben wurde, wird nun weltweit für ein Engagement
in Gold geworben. In Japan sind bereits landesweite Seminare und ganzseitige
Werbeanzeigen in den Zeitungen erschienen, begleitet mit Werbespots im
Fernsehen, welche die Leute ins Gold locken sollen. Dies allein sollte bereits
skeptisch stimmen, da nie für irgendetwas Werbung gemacht wird, womit die
Menschen wirklich Geld gewinnen könnten.
Tatsächlich ist Gold
nur in einer Inflation von Nutzen, in einer Deflation verliert es (wie alle
anderen Metalle auch) an Wert. Das Szenario für den kommenden Crash sieht
dann folgendermaßen aus:
Ein Crash erschüttert das Vertrauen
der Menschen in die Märkte. Jeder ist deshalb bestrebt seine Ersparnisse
so schnell wie möglich nach Hause zu holen (bevor die Banken bankrott
gehen). Weil damit Geld in der Wirtschaft fehlt, steigt der Geldwert, bzw.
fällen die Preise für alle Waren. Geld wird also wertvoller. Schnell
merken die Goldbesitzer, daß sie eigentlich Geld bräuchten um die
täglichen Einkäufe zu tätigen. Sie erkennen, daß an der
Kasse der Kaufhäuser zwar Bargeld mit Handkuß genommen, Gold jedoch
nicht akzeptiert wird. Infolgedessen sind sie dazu gezwungen Gold zu jedem
Preis zu verkaufen. Da dies dann im großen Stil geschieht, fällt der
Goldpreis plötzlich und das Edelmetall verliert seinen Glanz.
Gold
ist damit zwar zur Risikostreuung zu empfehlen, keinesfalls jedoch als
ausschließliche Geldanlage.
Gefährliche Diskussion um
Goldgeld
Die Diskussion um Goldgeld ist sehr gefährlich. Damit
werden uninformierte Leute mit psychologischen Mitteln gefangen und eine
eigentliche Problemlösung durch eine grundlegende Geldreform wird
verhindert. Es ist deshalb heute sehr wichtig, daß die Bevölkerung
über die Bestrebungen interessierter Kreise aufgeklärt wird, welche
an der Einführung einer Goldwährung (zum eigenen Nutzen!)
arbeiten.
'R.S.Z. schrieb: CONTRA
Bezüglich dem gold-geld essay
könnte ich jetzt stunden damit verbringen jedes einzelne argument zu
entwerten und die beispiele des verfassers dadurch zu widerlegen, dass ich
jeweils das umfeld und die gegebenheiten aufführe um die beispiele in den
richtigen zusammenhang zu bringen. leider habe ich aber nicht stundenlang zeit.
deswegen hier nur soviel:
Es gibt drei hauptgegener des
gold-geldsystems, die drei hauptargumente haben:
1) argument: es
gibt nicht genügend gold um alle länder zu versorgen. beispiel: china
musste im 14 jahrhundert papiergeld ausgeben, weil sie nicht genügend gold
hatten handel zu treiben. wirkung: kurzzeitig blühte der handel auf 2)
argument: goldgeld verringert den geldfluß, und führt zur
deflation, ausbeutung, machtmissbrauch der goldeigentümer beispiel: vor
dem ersten weltkrieg hatten kapitalisten uneigeschränkte macht,
verschuldete fürsten begannen kriege um zinsen zu zahlen, massenarmut,
kinderarbeit, usw. mit abschaffung des goldgeldes blühte die wirtsachaft
auf. wirkung: zwischen den kriegen war trotz hyperinflation in deutschland und
der depression in amerika immer genug für alle da. 3) argument:
goldgeld erschwert oder arrestiert wirtschaftswachstum, führt zur
deflation und somit zur armut, ungerechtigkeit und letztendlich zum krieg.
beispiel: eigentlich keines. manchmal wird das mittelalter angeführt, oder
die bismarckzeit, aber keine treffenden beispiele sind bekannt wirkung:
wirtschaftswachstum bassiert auf steigender kaufkraft und darauf, daß
immer mehr waren und produkte zur verfügung stehen, welche natürlich
aufgrund steigender kaufkraft auch immer mehr abnehmer finden, wodurch alle
mehr verdienen und es somit allen besser geht.
Wenn wir uns jetzt diese
drei argumente einmal anschauen und uns überlegen, wer eigentlich von
papiergeld profitiert, dann wird fraglich ob das papiergeld nicht genau die
auswirkungen hat die man goldgeld vorwirft. Es stimmt schon, daß mit
goldgeld die wirtschaft immer langsamer wachsen würde. aber ist das
wirklich eine schlechte sache? unser wirtschaftswachstum besteht derzeit in
erster linie aus anwachsender geldmenge um die infaltion zu decken und die
zinsen der staatsverschuldung zu tragen. real, wächst also gar eigentlich
gar nichts. Es stimmt auch, daß wir mit immer weniger arbeitsaufwand
immer mehr güter produzieren können (=wachstum), jedoch ist dies nur
gut wenn wir auch alle diese güter verkaufen können, wofür wir
also mehr geld brauchen, was mehr zinsen kostet, wofür wir mehr geld
brauchen - ein teufelskreis in dem real nur die schuldenlast
wächst. Der denkfehler in den argumenten (und zumeist auch fatisch
falschen beispielen) ist, daß man einfach davon ausgeht, daß
notenbanken gold horten und beginnen im gegenwert für die goldmenge geld
auszugeben, also sozusagen von grundauf. Richtig wäre jedoch das
gegenteil: beginnend mit handel zwischen ländern, wird gold als
maßstab benutzt und regelmässig werden fehlbeträge
ausgeglichen. soll heissen, dass wenn ich 180 autos im nennwert von sagen wir
360kg gold nach mittelost verschiffe und im gegenzug für 400kg öl
kaufe, dann muss ich 40kg gold aufbringen, richtig? da ich jedoch das öl
zuhause verkaufe, habe ich doch kein problem das gold aufzubringen, oder? und
wenn ich vermeiden will, daß ich jedesmal gold als ausgleich zutun muss,
dann erhöhe ich den autopreis. wenn dann jemand anderes autos billiger
verkauft, muss ich zusehen, dass meine autos besser sind - ODER dass ich etwas
anders zu verkaufen habe um den goldausfluss zu vermeiden. Die
mittelfristigen folgen für internationalen handel wären, dass sich
preise anpassen und dass immer weniger gold real getauscht wird. dies heist
jedoch dass kein land mehr kredite aufnehmen muss und zum zahlen der zinsen die
eigenen rohstoffe verramscht. Mit einführung des goldausgleichsystems
für internationalen handel könnte dann die ausgabe nationaler
goldwährungen beginnen. eigentlich bräuchten wir jedoch dann gar
keine nationalen währungen, sondern eine einzige, international
währung wäre wesentlich mehr angebracht. somit wäre also bereits
das risiko, dass einige länder andere verarmen und beherrschen bereits
minimal, da ja alle das gleiche geld benuztzen, bassierend auf die rohstoffe
die sie haben und die waren die sie produzieren. Wenn man dann bedenkt,
dass die menge des vorhandenen goldes auf dem planeten begrenzt ist und
schätzungen zufolge runde 60% bereits abgebaut sind, dann komen wir zu dem
schluss, dass das neue system keine, oder nur sehr beschränkte zinsen
erlaubt! schliesslich wäre es unmöglich die zinsen zu zahlen ohne
wachstum zu haben. wachstum ist aber bereits beschränkt da die geldmenge
nicht wachsen kann (was dann zu argument (1) führt). Moment mal. ohne
zinsen wir doch niemand mehr sparen! wenn die preise stabil sind da im
internationalen handelssystem ausgleich stattfindet und die preise sich bereits
angepasst haben, und ich nichts daran verdiene, dass ich goldgeld übrig
habe, dann muss ich mit meinem überschuss was anderes anfangen,
richtig? Wenn ich genügend überschuss habe, könnte ich eine
wohnung kaufen und vermieten. oder aktien. oder in urlaub gehen und den
überschuss verprassen. das goldgeld zuhause zu stapeln würde nichts
bringen. somit wäre ich also logischerweise gezwungen mein geld wieder in
umlauf zu bringen, richtig? Und banken? die verdienen doch an zinsen und werden
immer reicher. warum sollten die denn noch kredite vergeben, wenn sie keine
zinsen verlangen können? genau! Was aber würden banken denn sonst
tun mit dem geld das ich dort einlagere (nicht anlege!), wenn sie keine zinsen
mehr verlangen können? ganz einfach, aktien kaufen, oder häuser
bauen, oder kraftwerke in der dritten welt, kurz, banken wären gezwungen
das geld sofortt zu investiern um gewinne zu erwirtschaften - oder aber sie
würden beginnen 'lagergebühren' zu erheben, was bedeuten würde,
dass das geld immer in voller höhe 'da' ist (also abschaffung des
giralgeldes). wenn ich aber nicht nur keine zinsen kriege, sondern noch
dafür zahlen muss, dass mein geld gelagert wird, dann verliere ich ja,
weshalb ich lieber aktien kaufe. Wer wäre also der einzige leidtragende
bei einem goldgeldsystem? BANKEN!
Und natürlich regierungen, die
nicht mehr mit steuergeldern prassen können, weil sie keine kredite mehr
aufnehmen können.
Ohne staatsverschuldung brauchen wir aber die
zinslast des staates nicht mehr zu tragen. und mit stabilen preisen und
zwangsläufig schnellerem geldumlauf wäre die wirtschaft am boomen und
steuern könnten nachhaltig und langfristig immer weiter gesenkt werden,
was zu mehr privatvermögen und somit zu noch schnellerem geldumlauf
führen würde. Der grund für goldgeld ist nicht der 'wert' de
goldes. der grund für goldgeld ist, dass die gesamte goldmenge begrenzt
ist und somit zinserhebung ausschliesst. und das würde dann zinsen in dem
wahren licht zeigen: ein pyramidenspiel. immer mehr schuledne führen zu
immer mehr zinsen führen zu immer mehr schulden führen zur armut
aller, mit einziger ausnahme der schuldgeber. Mit einführung des
goldgedes, anpassung des welthandels und abschaffung des zinssystemes wäre
also nicht nur eine stabile wirtschaft gewährleistet, sonder wachstum
käme von drittweltländern, die unsere waren kaufen. da wir aber
sicherstellen müssen dass sie unsere waren auch kaufen können und wir
ihnen keine kredite mehr geben können, wären wir gezwungen dort geld
zu investieren um den ausgleich zu schaffen. und wenn jeder überall
investieren kann und jeder überall hin kann und jeder überall das
gleiche geld benutzt, dann hat das einen erfreulichen nebeneffekt. wenn die
hälfte meiner bevölkerung im nachbarland investiert hat, dann kann
ich mir schlecht erlauben da einen krieg anzuzetteln. und wenn uns eh schon
grossteile des landes gehören, habe ich auch keinen grund einen krieg
anzuzetteln. und wenn ich mir das so recht überlege, könnte ich mich
eigentlich mit der nachbarregierung zusammensetzen und wir könnten eine
union machen da wir doch sowieso schon weitgehend miteinander verknüpft
sind. Und hier meine Folgerung: Goldgeld führt zur Preisanpassung im
Welthandel. Verbot der Zinswirtschaft führt zu niemals dagewesenen
Ausmaßen des Welthandels. Gemeinsam führen beide zur Abschaffung des
Nationalstaates. Ergo: Weltfrieden.
Nebenbei, Kinderarbeit wurde nicht
neu eingeführt weil es Goldgeld gab und Armut war nicht eine Folge des
Goldgeldes. Kinderarbeit ist so alt wie die Geschichte selbst, und älter.
('nimmst du die beiden jungs mit zu Säbelzahtiegerjagd und zeigst ihnen
mmal wie das geht?') Und ob das Kind auf dem Feld der Bauerneltern, in der
Werkstatt des Handwerkervaters oder in einer Fabrik arbeitet, ist doch wohl
egal. Kinderarbeit war also eh da und wurde später abgeschafft.
Kinderarbeit in der dritten Welt ist normal (!!!) Genauso normal wie es bis vor
100 Jahren in Europa war. Armut war eine Folge von Misernten and mangeldem
Grundbesitz des Bauerntums, sowie der Massenflucht der Landbevölkerung zur
Stadt, auf der Suche nach einem besseren Leben. Goldgeld hierfür
verantwortlich zu machen ist so ähnlich wie das Argument, dass Holz
für Feuer verantwortlich ist. Das Problem mit Goldgeldgegnern ist,
daß sie genauso vom Establissement konditioniert wurden wie alle anderen.
Banker glauben ernsthaft, daß sie der Welt was Gutes tun. Professoren
glauben ernsthaft an das was sie unterrichten und der Gedanke Zinswirtschaft
abzuschaffen und Regierungen zum haushalten zu zwingen kommt den meisten gar
nicht. Schliesslich glaubt der Mittelstand, daß Zinsen gut sind, ohne zu
bedenken, daß sie real betrogen werden, selbst wenn sie Zinsen verdienen.
Und wer kann sich schon vorstellen, daß es vor 150 Jahren keine
Nationalstaaten in dem eigentlichen Sinn gab? Die EU wird eine
Meganationalstaat, aber immer noch nach dem gleichen Muster. Natürliche
Herrschaftsverhältnisse sind immer auf Familie, Sippe und Stämme
orientiert. Gebietsregierungen sind unnatürlich. Da liegt dann auch das
Problem begraben. Goldgeld muss zwangsläufig zur Abschaffung der
Zinswirtschaft führen, was zur Privatisierung aller Grosskonzerne
führen muss - durch reale Aktien oder Staatsentmachtung - was wiederum den
Staat als Gebilde überflüssig macht. Und das, meine Freund, kann
keiner verdauen ;o)
Unser Service für Sie: Tipps
für ihre Geldanlage
Um eine
vernünftige Anlagestrategie im unsicheren Marktumfeld zu entwickeln, ist
es vorher nötig, die grundsätzliche Entwicklung des Finanzmarktes und
die daraus abgeleitete Entwicklung der Börsenwerte verstanden zu haben
(siehe auch Anlage-Kurzseminar). Danach
wird dann klar, welche Risiken etwa durch Schulden entstehen und warum
Sicherheit und Liquidität der Geldanlage vor der Rendite stehen, oder
warum man beispielsweise nur begrenzt in den Dollarraum investieren sollte.
Daß die weitere Konjunkturentwicklung auf eher wackligen Füßen
steht und deshalb eine vernünftige Geldanlagestrategie nötig ist,
wird dann ebenfalls deutlich. Das wichtigste ist, Schulden heute
möglichst zu vermeiden, weil Sie sonst in einer Krisensituation mit einer
deflationären Aufwertung der Kredite, steigenden Zinsen und unter
Umständen rabiaten Forderungen der Banken konfrontiert werden
könnten. Kredite lohnen sich im unsicheren Marktumfeld eigentlich nur
dann, wenn diese innerhalb kurzer Zeit wieder abgetragen werden können.
Sowohl in der Deflation, wie auch in der Inflation drohen sonst starke
Einbußen. Hier gilt heute wieder der Grundsatz unserer
Großeltern, daß man sich nur dann etwas leisten kann, wenn man
vorher gespart hat. Verzichten Sie lieber einmal auf etwas, als durch Schulden
in Abhängigkeit zu geraten und Ihre Sicherheit zu verspielen. Haben Sie
schon laufende Kredite, dann hat die Tilgung derselben absoluten Vorrang vor
allen anderen Geldentscheidungen. Achten Sie dabei auf eine möglichst
langlaufende Zinsfestschreibung, um nicht durch steigende Zinsen in einem
unsicheren Marktumfeld überrascht zu werden. Vor allem als Unternehmer
sollten Sie entsprechende Tips beachten. Haben Sie keine Schulden und etwas
Erspartes, dann stellt sich die Frage nach der sicheren Geldanlage.
Was
ist bei der Geldanlage wichtig? In einer weltweiten Schuldenkrise nimmt die
Unsicherheit auf dem Finanzmarkt enorm zu, da niemand mehr weiß, welche
Geldanlagen überhaupt noch zu realisieren sind oder welche Unternehmen und
Banken schon bankrott sind. Dadurch ergibt sich ein Risikozuschlag zum Zins,
da der Geldverleiher sich das gestiegene Verlustrisiko vom Schuldner bezahlen
läßt. Weil die Zinsen dann massiv steigen, hat dies teilweise
verheerende Auswirkungen auf viele Geldanlageprodukte: So stürzen
beispielsweise festverzinsliche Wertpapiere im Kurs ab und zwar je länger
die Laufzeit, umso deutlicher. Zusätzlich dazu fällt der Kurs noch
weiter durch die aufkommende Unsicherheit und den Rückgang der
Kaufnachfrage nach solchen Wertpapieren. Nach der Rußlandkrise
mußten beispielsweise die Besitzer russischer Staatsanleihen Kursverluste
von bis zu 90 Prozent hinnehmen. In der Konsequenz heißt dies, daß
man nur kurzlaufende Papiere von Schuldnern mit hoher Bonität kaufen
sollte. Gleichzeitig verfallen die Aktienwerte an der Börse, einmal
weil den Unternehmen der Boden unter den Füßen weggezogen wird und
die aufkommende Unsicherheit zu Aktienverkäufen führt. Die
Aktienanlage muß deshalb gründlich geplant sein. Unternehmen, welche
in einer Krise keine Rolle mehr spielen, sind deshalb zu meiden. Mit den
Anleihen und den Aktien verfallen dann auch gleichzeitig die auf ihnen
aufbauenden Fondanteile. Es ist ein weit verbreiteter Irrtum, daß die
Anlage in einem Aktienfond sicherer ist, als eine Direktinvestition in Aktien.
Im Gegenteil: Die Fondanlage ist unberechenbarer, da Sie weder über die
konkreten Investitionen des Fondmanagers informiert sind, noch auf dessen
Handlungsweise einen Einfluß haben. Schnell sind solche Fonds dann am
Ende und das Vermögen verloren, während Sie bei der Direktanlage
selbst agieren können und auch die Kontrolle behalten. Schnell wird
hier schon deutlich, daß es im Hinblick auf eine Schuldenkrise wichtig
ist, immer nur kurzfristig zu investieren. Das Geld muß ständig
verfügbar sein. Was nutzt Ihnen eine hochrentable Geldanlage in der Krise,
wenn Sie erst in 5 Jahren darauf zugreifen können? In der Deflation geht
Ihre Bank bankrott und in der Inflation ist Ihr Geld entwertet, bis Sie es
wieder erhalten.
Also Grundsatz: Liquidität und Verfügbarkeit der Geldanlage geht
vor Rendite!
Ein weiterer oft übersehener Punkt kommt
dazu: Je höher die Rendite, um so höher auch das Risiko! Viele
Anleger sind heute Renditen von bis zu 20 Prozent gewohnt. Sorglos wird in
Schwellenländer oder Technologiefonds investiert nur immer mit Blick auf
die hohe Rendite. Kaum jemand fragt, warum die Rendite überhaupt so hoch
ist. Sie ist deshalb so hoch, weil zum Zins ein hoher Risikozuschlag kommt. Bei
normaler Rendite würde gar niemand in solch riskanten Bereichen
investieren, darum hat man es nötig, mit "Superrenditen" zu locken. Gerade
in den letzten Jahren mußten dabei zunehmend Anleger erkennen, daß
die "Superrendite" oft mit einem Totalverlust bezahlt werden mußte. Eine
Verzinsung, höher als normal, sollte deshalb schon zur Vorsicht
mahnen. Beliebt wurden in letzter Zeit auch Auslandsanlagen, weil hier
wieder hohe Renditen versprochen wurden. Vergessen wird dabei jedoch, daß
man weder Einfluß auf das jeweilige Land hat, noch die dortigen
Verhältnisse komplett durchschauen kann. Was ist, wenn beispielsweise die
Türkei Bankrott anmeldet, zuerst die Rückzahlung Ihrer
türkischen Anleihen entgegen den Vereinbarungen verlängert und am
Ende gar nicht mehr zahlt? In einer weltweiten Schuldenkrise, wenn jedes Land
nur noch die eigenen Verhältnisse berücksichtigt, gehen solche
Anlageformen als erstes verloren. Das bedeutet, daß eine Geldanlage auch
geographisch immer erreichbar sein muß. Was machen Sie, wenn aus der
Türkei keine Überweisungen mehr möglich sind? Dann muß das
Anlageland so nah sein, daß man es relativ einfach erreichen
kann.
Nochmals die wichtigsten Regeln für die Geldanlage vor einer
Schuldenkrise: Keine Schulden!!! Kurzfristige Anlageformen, ständig
verfügbar Keine riskanten, hochverzinsten Geldanlagen - je höher
die Rendite, um so größer das Risiko Liquidität (= schnelle
Verfügbarkeit) geht vor Rendite Das Geld muß sowohl zeitlich, als
auch geographisch immer zu erreichen sein Wer viel Geld besitzt, kann mit
einem Teil davon Risiken eingehen, als Kleinsparer sollten Sie allerdings mehr
darauf achten, daß Ihr sauer Erspartes nicht verloren geht. Streuen Sie
deshalb Ihr Geld und investieren Sie beispielsweise in Geldmarktkonten, bei
denen Sie täglich auf Ihr Erspartes zugreifen können. Am besten ist
es, diese Konten bei verschiedenen Banken zu führen. Auch die teilweise
Geldanlage in Gold, Silber sowie Bargeld (vor allem in Schweizer Franken) -
alles im versicherten Schließfach der Bank - kann sich im Crashfall als
überaus vorteilhaft erweisen. Dies dient dann im Fall einer
plötzlichen schweren Krise Ihrer Absicherung mit maximaler
Liquidität. Wie könnte solch eine Anlage aussehen? Ein
Vermögen bis 30.000 DM Könnten Sie beispielsweise zu je einem Drittel
in Gold sowie Schweizer Franken und D-Mark bzw. Euro im versicherten
Schließfach einer Bank deponieren - besser mehrere
Schließfächer bei verschiedenen Banken. Was über 30.000 DM
bis 100.000 DM investieren Sie in verschiedene, täglich fällige
Geldmarktkonten. Beträge über 100.000 DM überlegt in
konservative Fonds, kurzlaufende Anleihen bester Bonität, sichere
Aktienwerte (Versorgerwerte, Goldminen) investieren. Der Erwerb von
Immobilien oder Grundstücken lohnt sich indes nur, wenn Sie sich nicht
verschulden müssen und diese auch selbst nutzen. Beim heutigen
überspekulierten Preisniveau auf diesem Sektor lohnt sich eine vermietete
Immobilie kaum. Bereits seit einigen Jahren steigen diese Werte kaum noch und
werden in der Krise, wegen steigenden Zwangsverkäufe überschuldeter
Hausbesitzer, drastisch zu fallen beginnen. In der Weltwirtschaftskrise der
dreißiger Jahre verfielen Immobilienwerte beispielsweise innerhalb
weniger Jahre um nahezu 90 Prozent.
Retten Sie Ihr Geld
Für
Sie ist es in diesem Umfeld wichtig Ihr Vermögen abzusichern, um
unsicheren Marktumfeld als Gewinner dazustehen. Dies ist nur dann möglich,
wenn Sie über fundiertes Hintergrundwissen verfügen und die kommende
Entwicklung einschätzen können.
Weitere
Anlagetips:
Risiko Dollar Unternehmen und
Schulden Konjunkturaufschwung mit
Risiken Gefahren durch Schulden
Anleger-Kurzseminar ------------------------------------------------------------------------
Überschuldung - Ihr Geld und
Unternehmen in Gefahr?
Zu kaum einer Zeit war
überlegte Geldanlage so wichtig wie gerade heute. Ein unsicheres
Marktumfeld, begleitet von Krisen und weltweiten Spannungen entwickelt sich zu
einer zunehmenden Gefahr für Ihr sicher geglaubtes Vermögen. Wo
liegt das Problem? Die gesamten Schulden wachsen heute überall auf der
Welt viel schneller als die Produktivität. So steigen die Kredite
beispielsweise in Deutschland mehr als 2,5 mal schneller als das
Bruttosozialprodukt (Abb. 1) - ähnlich sieht es in Österreich und der
Schweiz aus. In Amerika ist es sogar noch schlimmer: Hier müssen für
jeden Dollar Zuwachs an Produktivität ganze vier Dollar neue Schulden in
Anspruch genommen werden. Logische Folge davon ist, daß es zunehmend
schwieriger wird, die Zinslasten für den Schuldenberg zu bezahlen. Auch
Sparen durch den Staat und die Unternehmen hilft hier nicht weiter,
weil eine Unterbrechung der Kreditaufnahme in unserem System unmittelbar eine
Depression wegen mangelnder Investitionen zur Folge hätte.
Die Schulden steigen (bspw. in Deutschland) 2 12 mal
schneller als die Wertschöpfung!
Was bedeutet dies? Zunehmend belasten die explodierenden
Kapitalkosten damit die Finanzkraft der Unternehmen - die Gewinne in der
Wirtschaft fallen langfristig. Damit verbunden ist langfristig eine schlechtere
Entwicklung der Börsenwerte, da den hohen Aktiennotierungen zunehmend
keine reale Gegenleistung mehr gegenübersteht. Weil die Betriebe durch die
Kreditkosten immer mehr dazu gezwungen sind Arbeitskräfte auf die
Straße zu setzen, kommt es zu einer steigenden Arbeitslosigkeit. Damit
sinkt die Kaufkraft der breiten Bevölkerung und die Unternehmensergebnisse
verdüstern sich. Durchdachte Anlage- und Investitionsentscheidungen mit
der richtigen Strategie sind deshalb heute unverzichtbar.
Risiko Dollar
Wer sein Geld in Amerika anlegen möchte, sollte sich
über die Risiken im klaren sein. Der steigende Dollar verleitet heute
viele dazu, über größere Engagements in Übersee
nachzudenken. Manche Anleger rechnen dabei mit einer weiteren Abschwächung
des Euros und einer entsprechenden Stärkung des Dollars, womit Gewinne
durch den Wechselkurs verbunden wären. Vergessen werden dabei häufig
die fundamentalen Hintergründe, welche die Wechselkurse langfristig
beeinflußen und dabei sogar einen heute schon überbewerteten Dollar
anzeigen:
Das amerikanische
Handelsbilanzdefizit: Das Defizit in der Handelsbilanz von Amerika wird
ständig größer. Dieses lag im Jahr 2002 bereits bei fast 500
Mrd. US-Dollar - ein kritischer Rekordwert für ein Industrieland. Ursache
für die Entwicklung sind vermehrte Ausgaben für Importe im Vergleich
zu den Exporten. Die Differenz zwischen hohen Einfuhren und geringeren
Ausfuhren muß durch Verschuldung im Ausland geschlossen werden - die USA
müssen sich damit zunehmend kapital im Ausland für den Konsum borgen.
Die Marktkräfte regulieren normalerweise ein solches Defizit durch einen
sinkenden Dollarkurs. Da jedoch immer mehr Kapital in Erwartung einer weiter
boomenden Wirtschaft strömt, steigt der Dollar sogar entgegen den
Marktgesetzen. Damit werden zunehmend Ungleichgewichte aufgebaut: Die
Auslandsverschuldung der Vereinigten Staaten steigt immer schneller und das
Risiko einer Geldanlage steigt. Da die Marktgesetze nicht dauerhaft ignoriert
werden können, besteht die Möglichkeit, daß durch einen
äußeren Auslöser sich die Entwicklung schlagartig ins Gegenteil
verkehren: Der Dollar sinkt, der Geldstrom dreht sich um - es kommt zu einer
Kapitalflucht aus Amerika und der Dollar kommt weiter unter Druck. Da dann
Aktien und Anleihen von Ausländern abgestoßen werden, fallen die
Börsenkurse und steigen die Zinsen.
Welche Konsequenzen
würden sich daraus für den Anleger ergeben? In diesem Szenario
muß der Anleger in den Vereinigten Staaten mit einem deutlichen
Wechselkursverlust rechnen. Zusätzlich wäre mit Kursverlusten aus
Aktieninvestments und Wertverlusten bei Anleihen zu rechnen. Die Erfahrung aus
der Marktentwicklung zeigt, daß sich der Zeitpunkt für die
Trendwende schlecht vorhersehen läßt. Je weiter sich allerdings die
Ungleichgewichte durch einen steigenden Dollar und damit einer zunehmenden
Verschuldung aufbauen, umso massiver könnte der Dollarfall
aussehen. Was soll der Anleger tun? Dem Investor sind beim gegenwärtig
überbewerteten Dollarniveau kaum noch Engagements in den USA zu empfehlen.
Im Gegenteil: Es sollte sogar über eine Untergewichtung des amerikanischen
Sektors im Depot nachgedacht werden. Zusätzlich würden sich auch
Absicherungen des Depotvolumens durch derivative Instrumente (Optionen) gegen
einen Währungs- oder Kursverlust anbieten.
Konjunkturaufschwung mit
Risiken
In steigendem Ausmaß
wurden bis vor kurzem die Erwartungen an das Wirtschaftswachstum von den
meisten Institutionen nach oben gesetzt. In dieser Erwartung sollten Sie jedoch
in Ihrer Unternehmensplanung nicht die Risiken für die
Konjunkturentwicklung unterschätzen. Als einen wenig beachteten
Stolperstein für einen langfristigen, dauerhaften Aufschwung könnte
sich die hohe Verschuldung vieler Unternehmen erweisen. Lag die gesamte
Unternehmensverschuldung noch 1980 bei knapp 1400 Mrd. DM, wurde diese bis 1990
mit fast 3000 Mrd. DM mehr als verdoppelt und erreichte 1998 mit 5600 Mrd. DM
einen viermal so hohen Stand, wie noch 1980. Demgegenüber konnte sich die
Wirtschaftsleistung, also das Bruttosozialprodukt, in diesem Zeitraum nicht
einmal verdoppeln. Die Verschuldung der Wirtschaft steigt also mehr als doppelt
so schnell, wie die Produktivität. Als Konsequenz ergibt sich,
daß die Eigenkapitalquote vieler Unternehmen sehr dünn geworden ist,
weil die Finanzierung zunehmend über Kredite erfolgt. Heute profitieren
viele Betriebe noch von einem relativ niedrigen Zinssatz - doch was passiert,
sollten die Zinsen (wie erwartet) wieder anziehen und die Kapitalkosten
für die Unternehmen damit deutlich steigen? Dann würgen steigende
Kreditkosten die Entwicklung vieler Unternehmen und damit die gesamte
Konjunktur ab. Welchen Vorteil können Sie aus diesem Wissen ziehen? Sie
sollten jede Möglichkeit dazu nutzen, Ihren Eigenkapitalanteil im
Unternehmen zu erhöhen. Langfristig gewinnen Sie dadurch gegenüber
Ihren Konkurrenten einen Vorteil, da Ihre Kapitalkosten nicht unerwartet
ansteigen und damit Ihre Planungen über den Haufen werfen.
Unternehmen und
Schulden
Wie wir gesehen haben, arbeiten die
Unternehmen heute nur noch mit wenig Eigenkapital. Entsprechend groß sind
die aufgenommenen Kredite, welche die Betriebe in konjunkturschwachen Phasen
erwürgen. Wenn es nun noch zu einer großen Schuldenkrise kommt, dann
werden die Unternehmensgewinne als erstes davon betroffen werden. Einmal kommen
die Betriebe von der Kundenseite unter Druck: Da der Absatz zurückgeht,
muß das Unternehmen die Preise senken, um überhaupt noch verkaufen
zu können, was den Gewinn dahinschmelzen läßt. Zum anderen
kommt der Druck von der Kapitalseite her: Einmal steigen die Zinsen und damit
die Kapitalkosten, zum anderen wollen die Banken möglichst schnell
vergebene Kredite wieder eintreiben. Es werden Kreditlinien gesperrt und neue
Finanzierungen abgelehnt. Unternehmen mit großer Fremdkapitalquote sind
unter diesen Umständen schnell am Ende. Also muß die Konsequenz
lauten: Die Eigenkapitalquote soll im Unternehmen so hoch wie möglich
sein! Da das Schuldensystem schon heute die Kaufkraft der Bevölkerung in
immer schnellerem Ausmaß nach unten drückt, muß in Zukunft der
Absatz eines Durchschnittsunternehmens sinken. Das bedeutet, daß
große Investitionen, welche nicht sofort Gewinne abwerfen, sehr zu
überlegen sind. Statt neue Kredite für Neuanschaffungen aufzunehmen
kann es im Schuldenszenario viel sinnvoller sein, Kredite zu tilgen. Selbst
wenn ein Konkurrenzunternehmen anfangs durch Neuinvestitionen Marktanteile
gewinnt, sieht es in der kommenden Schuldenkrise völlig anders aus: Dann
gewinnen die Betriebe, welche rechtzeitig die Kreditlast reduziert haben. Diese
überleben die Krise und können hinterher umso größere
Marktanteile gewinnen. Lieber kleinere Brötchen backen, als in die
Schuldenfalle zu laufen. (Siehe auch: Risiken durch Schulden) Also:
Überlegen Sie dreimal, ob sich neue Kredite in Zukunft wirklich
lohnen! Überhaupt sollten alle Fixkosten, so flexibel und klein wie
möglich gehalten werden. Vermeiden Sie langfristige Zulieferverträge,
welche Sie in der Krise ins schleudern bringen könnten. Lieber etwas
höhere Preise bezahlen, als sich abhängig machen. In der Deflation
sinken dann ohnehin die Preise. Wenn sich Schulden nicht vermeiden lassen,
dann sollten Sie wenigstens die Rechtsform des Unternehmens so wählen,
daß Sie persönlich nicht haftbar sind. Wandeln Sie Ihr kleines
Einzelunternehmen lieber in eine GmbH um, bei der Sie nur mit dem
Betriebsvermögen haften. Es wäre sogar zu überlegen, ob man
nicht ein noch laufendes Unternehmen lukrativ verkaufen sollte und erst nach
der Krise wieder günstig einsteigen und weitermachen
sollte. Selbstverständlich gilt auch hier wieder, daß die
Zinsfestschreibung für aufgenommene Kredite so lange wie möglich sein
sollte. Wenn Sie Kredite durch eine Lebensversicherung absichern,
überlegen Sie, ob es statt einer Kapital- auch eine
Risikolebensversicherung sein kann. Hier sollten Sie so wenig Kapital wie
möglich binden. Zusammenfassung Weil ein unsicheres Marktumfeld im
heutigen System unausweichlich ist, ist die persönliche Vorbereitung
unerläßlich. Verschuldung sollte vermiedenwerden, da sowohl die
Deflation, als auch die Inflation die Lasten extrem erhöht. Bei
vorhandenen Schulden sollte die Kreditlaufzeit mit Zinsfestschreibung
möglichst lange sein. Bei der Geldanlage muß unbedingt der
Sicherheit und der Liquidität Vorrang vor der Rendite eingeräumt
werden. Das Vermögen ist darüberhinaus stufenweise anzulegen.
Unternehmer sollten eine weitere Verschuldung unbedingt genau überdenken,
da die kommende Schuldenkrise zu stark einbrechenden Umsätzen führen
wird und die Schulden dann den Betrieb ersticken.
Gefahren durch
Schulden
Verschuldung bedeutet Verlust der
Freiheit! Die wenigsten sind sich darüber im klaren, wie
lange eine eingegangene Kreditverpflichtung den Schuldner bindet und wieviel
mehr er letztlich mit Zins und Zinseszins zurückzahlen muß, als er
geliehen hatte. Angenommen, Sie hätten für eine Immobilie einen
Hypothekenkredit von 300000 DM zu 6% im Jahr genommen. Dann müßten
Sie dreißig Jahre lang, jedes Jahr (bei einer Tilgung von 1,265%) 21795
DM zurückzahlen. Allein an Zins würden Sie komplett 353840 DM in den
dreißig Jahren zahlen. Das bedeutet, für diesen Kredit
müßten Sie mehr als den doppelten, ausgeliehenen Betrag
zurückzahlen. Im Fall einer Krise, unter den besprochenen Szenarien,
würde Ihre Verschuldung einen großen Verlust von Freiheit bedeuten.
Sie sind dann auf das Wohlwollen des Gläubigers angewiesen und können
keinen eigenen Krisenplan entwerfen. Schulden in der Deflation In einer
deflationären Phase sinkt Ihr persönliches Einkommen schnell, Ihr
Kredit muß jedoch weiter in gleichbleibender Höhe bedient werden.
Innerhalb kurzer Zeit können Sie dann möglicherweise den Kredit nicht
mehr vorschriftsmäßig bedienen, es kommt zur Zwangsvollstreckung.
Doch auch wenn Sie Ihre Verpflichtung weiter erfüllen, besteht Gefahr
durch die Schuldverpflichtung. Das meist unterschätzte Risiko der
Verschuldung liegt hier für Sie darin, daß die als Sicherheit
für die Banken eingetragenen Vermögenswerte in der Deflation rasch an
Wert verlieren. Die Bank für internationalen Zahlungsausgleich wies
bereits darauf hin, daß sich ein anhaltend sinkendes Preisniveau als
gravierendes Problem für die Banken erweisen könnte, wenn die
Kreditsicherheiten an Wert verlieren. Die Banken wären dann gezwungen,
ihre Kreditpolitik zu verschärfen. Die Kreditinstitute werden, um ihre
Zahlungsfähigkeit und die Entstehung "fauler", also ungedeckter Kredite zu
verhindern, schnell von der Zwangsversteigerung Gebrauch machen. Da viele
Pfandobjekte in der Krise verkauft werden, sinken die Preise drastisch. Bei
einer Zwangsversteigerung wird deshalb Ihre Kreditsicherheit weit unter dem
heutigen Preis verkauft. Sie haben dann beispielsweise Ihr Haus verloren,
bleiben jedoch, da der Verkaufspreis nicht den Kredit abdecken konnte, weiter
mit Schulden beladen zurück. Unter Umständen ist im Fall einer
schweren Depression auch mit einer Verschärfung der Gesetzeslage zu
rechnen, um Banken vor dem Zusammenbruch zu bewahren. Dies würde bedeuten,
daß von der Zwangsvollstreckung schneller, als heute üblich Gebrauch
gemacht würde. Jedoch wirkt sich nicht nur die Deflation auf Sie als den
Schuldner ungünstig aus, sondern auch die Inflation führt schnell zu
untragbaren Bedingungen. Schulden in der Inflation Die meisten Menschen
verfallen der Annahme, daß eine Inflation ihre Schulden entwerten
würde. Jedoch gilt dies allenfalls im seltenen Fall einer Hyperinflation.
Bei einer normalen Inflation erhöht sich durch den preistreibenden Effekt
der Kreditzins, weil der Geldverleiher die zu erwartende Preissteigerungsrate
auf den Zins aufschlägt, um nach Rückzahlung der Schuld nicht weniger
Kaufkraft als ausgeliehen zurück zu bekommen. Angenommen, Sie hätten
sich mit 100000 DM bei 5% Jahreszins und 0% Inflation verschuldet, dann
bedeutet dies eine Zinslast von 5000 DM im Jahr. Steigt nun die Inflation
plötzlich um 5 Prozentpunkte an, so steigt der Kreditzins auf 10% (5% Zins
+ 5% Inflation). Ihre Zinslast verdoppelt sich damit auf 10000 DM im Jahr. Wenn
Sie nun noch einen Inflationsausgleich beim Lohn von 5% bekommen, so bedeutet
dies bei einem Durchschnittslohn von 40000 DM netto im Jahr einen
Inflationsausgleich von nur 2000 DM. Durch die Erhöhung der
Preissteigerung müssen Sie also effektiv 3000 DM mehr Zinslast tragen als
ohne Inflation. Dies bedeutet, daß eine steigende Inflationsrate für
Sie genauso schnell den Ruin bedeuten kann wie eine Deflation. Verschuldung
lohnt sich also, egal von welchem Szenario man ausgeht, für Sie kaum. Das
Risiko durch die Schulden ist allerdings beträchtlich. Die rechtliche Lage
sieht für Sie als Schuldner auch schlecht aus: Werden die Verpflichtungen
schon heute nicht mehr pünktlich bedient, können die Gläubiger
30 Jahre aus Ihrem künftigen Einkommen vollstrecken. Mit der Aufnahme in
das Schuldnerverzeichnis verlieren Sie außerdem die Kreditwürdigkeit
und den Schutz vor unzulässiger Weitergabe persönlicher
Daten.
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