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Ich habe mal ein bisschen was zu diesen sogenannten Fakes
und Lügen geschrieben: das sind ja alles nette Theorien, aber sie sind
alle nicht zu ende gedacht. Ich gehe nur auf ein paar Punkte ein: 2, Astronaut
im Visier: Ich sehe da keinen zweiten Astronauten sondern nur einen hellen
Fleck in Höhe des spiegelbildes des Horizonts im Visier des Astronauten.
Dabei handelt es sich wahrscheinlich um die Erde, die zu diesem Zeitpunkt
wahrscheinlich nur zur Hälfte von der Sonne beleuchtet was (Halbmond
Sichel bzw. Halberde-Sichel bzw. ab- oder zunehmende Erde). Die sphärische
Verzerrung auf der kugeloberfläche des Visiers führt dazu, daß
der Lichtfleck länglich verzerrt wird. Die Frage, warum Schatten nicht
schwarz sind: Das gleiche Phänomen hat man bei Außernaufnahmen des
Space Shuttles (Ladebucht etc.) Die Schatten werden zwar nicht wie auf der Erde
durch das Streulicht des Himmels aufgehellt, dafür wirken aber alle
anderen beleuchteten Flächen (Mondboden, Astronauten, Mondfähre) als
Streuer und belichten die von der solaren Direktstrahlung abgeschatteten
Bereiche. Computertechnik: Die beiden Bordcomputer (Lande- und
Servicemodul) waren seinerzeit die am höchsten integrierten
Computersysteme der Welt. Jeder der Computer hatte etwa die Größe
eines Schuhkartons (habe mal einen Fernsehbericht über diese Computer
gesehen). Übrigens zur Info: Die beiden Voyager-Sonden haben so weit ich
weiß drei Bordcomputer, von denen einer mit Ringkernspeichern
ausgestattet ist. Sprünge: Es wäre zwar physikalisch für
die Astronauten möglich gewesen, Sprünge von 6 oder gar 9 m Höhe
durchzuführen, aber selbst auf dem Mond mit seiner geringeren Scherkraft
hätte das bedeutet, daß bei der Landung auf den Astronauten die
gleichen Kräfte gewirkt hätten, wie auf der Erde bei einem Sprung von
1m oder 1,5 m Höhe. Niemand wäre so leichtsinnig, derartige
Sprünge auf der Erde zu machen, wenn der Boden stark uneben und unsicher
(rutschig) ist. Auf der Erde könnte man sich bei einem solchen Sprung und
einem nachfolgenden Sturz leicht verletzen. Auf dem Mond könnte bei einem
unglücklichen Sturz der Raumanzug beschädigt werden, der den
Astronauten vor dem tödlichen Vakuum des Alls schützt.
Außerdem: Die schwache Schwerkraft führt auch dazu, daß das
Gleichgewichtsorgan der Astronauten nicht richtig funktioniert. Das merkt man
auch daran, daß auf den Filmaufnahmen vom Mond die Astronauten oft das
Gleichgewicht verlieren bzw. damit kämpfen, nicht umzufallen. Und zum
Schluß: Wie ja allgemein bekannt sein sollte, hat sowohl das
Landemodul als auch die Apollo Kommandokapsel während des gesamten Fluges
riesige Datenmengen an Telemetriedaten zur Erde gefunkt (der Zustand von
Schaltkreisen, die Stellung von Schaltern, Drücke, Temperaturen in
verschiedenen Komponenten der Raumfahrzeuge und schließlich biologische
Daten der Astronauten wie EKG und Körpertemperatur und Atmung etc). Diese
Daten waren nicht verschlüsselt, möglicherweise zwar digitalisiert
aber eventuell wurden sie auch nur analog übertragen. Worauf ich hinaus
will: Die daten waren für jeden auf der Erde empfang- und auswertbar, der
über eine Hochgewinnantenne (Schüssel) und entsprechende
Empfänger verfügte. Die Russen werden in ihren Kontrollzentren mit
Sicherheit diese Funksignale abgehört haben. Da die Hochgewinnantennen
eine sehr starke Richtwirkung haben, muß man die Antennen auch
nachführen und erhält auf diese Weise auch Informationen
darüber, wo sich der Sender des Signals befindet (auf dem Weg zum Mond).
Im Fall der Mondlandung hat man zwei derartige Sender. Einer befindet sich auf
dem Mond an einer festen Stelle (kann sich also nicht im Orbit befinden), der
andere befindet sich im Orbit um den Mond und verschwindet in
regelmäßigen Abständen hinter dem Mond. Es ist also wirklich
ein Gefährt auf dem Mond gelandet, während das andere Gefährt
den Mond umkreist hat. Zumindest für die Telemetriesignale und den
jeweiligen Ort des Senders gibt es demnach weltweit Zeugen, die ein Interesse
daran gehabt hätten, einen möglicherweise vorliegenden Schwindel
aufzudecken. Das Landemodul war nicht in der Lage eine automatische Landung
auf dem Mondboden durchzuführen. Dafür wurde es nicht gebaut. Zumal
derartige Landungen aufgrund des Zeitversatzes (2-4 Lichtsekunden für Hin-
und Rücksendung von Funksignalen) schon nicht mehr ferngesteuert werden
konnten. Mondgestein: Eine unbemannte Landung auf dem Mond war zu jender
Zeit ein großes Risiko. MEHRERE Sonden von Amerikanern und Russen sind
bei dem Versuch zerstört worden, ehe es das erste mal klappte (Russen:
Lunar Serie, Amerikaner: Ranger und Surveyor Serie). Selbst als es klappte war
die Ausbeute an Mondgestein sehr bescheiden. Durch die Apollo Missionen
wurden so weit ich weiß 600pfund Mondgestein zur Erde gebracht.
Dafür wären wohl einige hundert unbemannte Mondsonden mit
Rückkehrrakete notwendig gewesen.
Dann noch was zu den Fotos: Es wird oft geschrieben,
daß die Fotos von der Reihenfolge nicht passen. Das kann durchaus sein,
jedoch wird fälschlicherweise angenommen, daß die Bilder
gewissermaßen in der falschen dramaturgischen Reihenfolge aufgenommen
wurden. Was spricht denn dagegen, daß die Bilder nach der Entwicklung auf
der Erde in eine falsche Reihenfolge gebracht wurden? Wahrscheinlich wurden die
Bilder nicht in einem Schuhkarton aufbewahrt, aber sie wurden wohl in Akten
abgelegt. Auch wenn die NASA damals in der 60er und 70er Jahren vielleicht sehr
gewissenhaft mit den Bilddokumenten umgegangen sein mag, ist es schwierig, die
über 1000 Bilder einer in der chronologisch richtigen Reihenfolge zu
belassen, wenn auf den Bildern weder Datum noch Uhrzeit eingeblendet ist. Heute
in der Zeit der digitalen Fotografie hat man es doch wesentlich einfacher in
dieser Hinsicht. Und selbst wenn die Bilder bei der Erstablage
sorgfältig und chronologisch richtig abgelegt wurden, können bei der
Digitalisierung der Bilder (was wahrscheinlich erst in den letzten 10 Jahren
passiert ist) doch einige Verwechselungen und Unachtsamkeiten passiert sein.
Wahrscheinlich hat man Praktikanten und Hilfskräfte mit dem einscannen der
Bilder betraut und diese Leute haben möglicherweise nicht die Sorgfalt an
den Tag gelegt, den gerade die "Apollo-Zweifler" voraussetzen.
Jörg Kirchhof kirchhof.joerg@t-online.de 11.6.02
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