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Infos von  www.das-gibts-doch-nicht.info
19.03.2003   ZDF
Abenteuer Wissen
 
 
Geheime militärische Experimente
 
Die Flutkatastrophe von Lynmouth
 
Es hört sich an wie Science Fiction, gehört aber längst zur Realität: geheime Experimente des Militärs und ihr Einfluss auf das Wetter.
 
Bärbel Scheele
 
   In England hält sich hartnäckig das Gerücht, dass die Royal Air Force mit geheimen Experimenten die Flutkatastrophe von Lynmouth ausgelöst habe.
 
   Die Flutkatastrophe von Lynmouth
     Es geschah im August 1952 an der Südküste Englands. Der Wetterbericht kündigte Regen an. Es regnete 24 Stunden lang. Zwei kleine Flüsse wurden zu reißenden Sturzbächen und eine Flutwelle wälzte sich durch den Küstenort Lynmouth in der Grafschaft Devon. 34 Menschen ertranken und die Stadt wurde zum größten Teil verwüstet. Die Sturzfluten stiegen auf das 250fache der normalen Regenmenge.
 
   Recherche der BBC
     Bewohner des Ortes berichteten, dass vor der Flutkatastrophe mehrere Flugzeuge beobachtet wurden. Die BBC befragte einen Piloten zu dem Vorfall, der bestätigte, dass er damals große Mengen von Salzen versprüht habe. Bis heute bestreitet das britische Verteidigungsministerium, dass es geheime Wetterexperimente gegeben habe.
 
   Wolkenimpfung mit Silberjodid
     Bekannt ist, dass mit  Silberjodid schon in den 50er Jahren experimentiert wurde. Regen lässt sich künstlich herstellen, wenn Wolken mit Silberjodid "geimpft" werden. Aus einer mit Silberjodid versetzten Aceton-Lösung werden Wasser anziehende Salze frei. Diese verbinden sich mit den Eiskristallen und sinken durch das zunehmende Gewicht. Dabei schmelzen sie und gehen als Regen nieder.
 
   Vom Gerücht zum schweren Verdacht
     Am 15. August 1952 begann in Bedford, 300 Kilometer von Lynmouth entfernt, der Count down des geheimen Wetterexperimentes "Cumulus". Das Ziel der Mission wurde sorgfältig protokolliert. Die Unterlagen wurden im Staatsarchiv unter Verschluss gehalten. Nach fast 50 Jahren wurden die geheimen Staatsakten des britischen Verteidigungsministeriums freigegeben. Daraus ging hervor, dass in der Gegend um Lynmouth getestet wurde, ob künstlicher Regen auch militärisch genutzt werden könne. Es gilt als erwiesen, dass die Flugstaffel mehrmals Wolken geimpft habe.
 
   Wettermanipulation im Vietnamkrieg
     Auch die USA setzte im Vietnamkrieg auf Wettermanipulation. Um den Nachschub der Vietcong zu unterbinden, wurde auch hier mit chemischen Substanzen der Monsunregen verstärkt und die Regendauer verlängert. Mit fast 3000 Flugeinsätzen wurden Wolken geimpft. Das sollte sintflutartige Regenfälle auslösen und den Feind kampfunfähig machen.
 
   Verbot durch UNO Konvention
     Die UNO reagierte daraufhin mit einer Konvention, die "Enmod Warfare" - die Kriegsführung durch Umweltmodifikation verbietet. Die UNO Konvention wurde am 18. Mai 1977 in Genf unterzeichnet und trat am 5. Oktober 1978 in Kraft. Doch diese Konvention hinderte die Verteidigungsexperten nicht daran, mit den "ungeheuren"  Möglichkeiten der Wettermanipulation weiter zu experimentieren.


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Sie sind Schöpfer der Ereignisse die in Ihrem Leben eintreten, also seien Sie sich bewußt
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