| |
| |
| Geheime
militärische Experimente |
| |
| Die
Flutkatastrophe von Lynmouth |
| |
| Es hört sich an
wie Science Fiction, gehört aber längst zur Realität: geheime
Experimente des Militärs und ihr Einfluss auf das Wetter. |
| |
| Bärbel Scheele |
|
| |
|
| |
|
|
In England
hält sich hartnäckig das Gerücht, dass die Royal Air Force mit
geheimen Experimenten die Flutkatastrophe von Lynmouth ausgelöst habe.
|
| |
| |
|
|
Die Flutkatastrophe von
Lynmouth Es geschah im August 1952 an
der Südküste Englands. Der Wetterbericht kündigte Regen an. Es
regnete 24 Stunden lang. Zwei kleine Flüsse wurden zu reißenden
Sturzbächen und eine Flutwelle wälzte sich durch den Küstenort
Lynmouth in der Grafschaft Devon. 34 Menschen ertranken und die Stadt wurde zum
größten Teil verwüstet. Die Sturzfluten stiegen auf das
250fache der normalen Regenmenge. |
| |
| |
|
|
Recherche der
BBC Bewohner des Ortes berichteten,
dass vor der Flutkatastrophe mehrere Flugzeuge beobachtet wurden. Die BBC
befragte einen Piloten zu dem Vorfall, der bestätigte, dass er damals
große Mengen von Salzen versprüht habe. Bis heute bestreitet das
britische Verteidigungsministerium, dass es geheime Wetterexperimente gegeben
habe. |
| |
| |
|
|
Wolkenimpfung mit
Silberjodid Bekannt ist, dass mit
Silberjodid schon in den 50er Jahren experimentiert wurde. Regen
lässt sich künstlich herstellen, wenn Wolken mit Silberjodid
"geimpft" werden. Aus einer mit Silberjodid versetzten Aceton-Lösung
werden Wasser anziehende Salze frei. Diese verbinden sich mit den Eiskristallen
und sinken durch das zunehmende Gewicht. Dabei schmelzen sie und gehen als
Regen nieder. |
| |
| |
|
|
Vom Gerücht zum schweren
Verdacht Am 15. August 1952 begann in
Bedford, 300 Kilometer von Lynmouth entfernt, der Count down des geheimen
Wetterexperimentes "Cumulus". Das Ziel der Mission wurde sorgfältig
protokolliert. Die Unterlagen wurden im Staatsarchiv unter Verschluss gehalten.
Nach fast 50 Jahren wurden die geheimen Staatsakten des britischen
Verteidigungsministeriums freigegeben. Daraus ging hervor, dass in der Gegend
um Lynmouth getestet wurde, ob künstlicher Regen auch militärisch
genutzt werden könne. Es gilt als erwiesen, dass die Flugstaffel mehrmals
Wolken geimpft habe. |
| |
| |
|
|
Wettermanipulation im
Vietnamkrieg Auch die USA setzte im
Vietnamkrieg auf Wettermanipulation. Um den Nachschub der Vietcong zu
unterbinden, wurde auch hier mit chemischen Substanzen der Monsunregen
verstärkt und die Regendauer verlängert. Mit fast 3000
Flugeinsätzen wurden Wolken geimpft. Das sollte sintflutartige
Regenfälle auslösen und den Feind kampfunfähig machen. |
| |
| |
|
|
Verbot durch UNO
Konvention Die UNO reagierte daraufhin
mit einer Konvention, die "Enmod Warfare" - die Kriegsführung durch
Umweltmodifikation verbietet. Die UNO Konvention wurde am 18. Mai 1977 in Genf
unterzeichnet und trat am 5. Oktober 1978 in Kraft. Doch diese Konvention
hinderte die Verteidigungsexperten nicht daran, mit den "ungeheuren"
Möglichkeiten der Wettermanipulation weiter zu experimentieren.
|