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16.09.2003 Rainer Rupp Junge Welt
Blairs Ansehen im freien Fall
Neues Buch belastet britischen Regierungschef. Kosten für Irak-Krieg explodieren
Durch die Veröffentlichung eines neuen Buches mit dem Titel »Blairs Krieg« ist der britische Premierminister am Wochenende unter neuen Druck geraten. In dem Buch zitiert der auf die Labour-Regierung spezialisierte britische Journalist John Kampfner u. a. aus einem persönlichen Memorandum, das der britische Außenminister Jack Straw wenige Tage vor dem Krieg gegen Irak an Tony Blair geschickt hatte. Darin hatte Außenminister Straw seinen Regierungschef noch in letzter Minute regelrecht angefleht, wegen des absehbaren »enormen Schadens« für Großbritannien sich nicht an Bushs Irak-Krieg zu beteiligen, sondern den USA lediglich »politische und moralische« Unterstützung zukommen zu lassen. Blair habe jedoch Straws Bitte zurückgewiesen und ihn statt dessen dazu vergattert, über seine persönliche Meinung Stillschweigen zu wahren und in der Öffentlichkeit den Krieg zu unterstützen – was dieser dann auch getan hat. Sowohl Blair als auch sein Außenminister haben bisher eine Stellungnahme dazu abgelehnt. Im Gegensatz zum Premier dürfte die Veröffentlichung des Memorandums für Straw aber nicht ganz ungelegen kommen. Vor dem Hintergrund des inzwischen rasch sinkenden Sterns von Tony Blair scheint Straw zunehmend bemüht, sich für die Nachfolge des Regierungschefs zu positionieren.

Aber noch eine weitere Schreckensmeldung wartete auf den Premierminister. Ebenso wie in den USA sind auch in Großbritannien die Kosten für den Irak-Krieg explodiert und könnten »die britische Wirtschaft vom Kurs abbringen«. Mit diesen Worten hat der britische Finanzminister Gordon Brown seinen Chef gewarnt. Die laufenden Kosten für den Irak-Krieg würden dieses Jahr um zusätzlich eine Milliarde auf insgesamt 4,5 Milliarden Pfund steigen und damit drohen, den britischen Staatshaushalt zu sprengen, für den bereits ein Haushaltsloch von 40 bis 50 Milliarden Pfund erwartet wird. Auch das jüngste, von Tony Blair gegenüber US-Präsident Bush persönlich abgegebene Versprechen, in den nächsten Wochen 1 200 zusätzliche britische Soldaten in den Irak zu schicken, wird die prekäre Finanzlage der britischen Regierung noch weiter verschärfen. Labour-Politiker müssen nun fürchten, daß die Blair-Regierung im nächsten Jahr entweder die Steuern erhöhen oder weitere Kürzungen im sozialen Bereich vornehmen muß. Beide Optionen sind unmittelbar vor den für 2005 vorgesehenen Wahlen nicht sehr attraktiv.


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Wenn Sie sich wegen irgendeiner Information ärgern, deswegen wütend oder frustriert werden bzw. Hass oder Wut auf entsprechende Personen bekommen, sind SIE selbst der einzige der diese Emotion in Form von Krankheiten zurückbekommt. Ihre Wut trifft niemals den anderen.
Einen Herrn Bush zum Beispiel interessiert es herzlich wenig, ob Sie sich über ihn ärgern.
Sie sind Schöpfer der Ereignisse die in Ihrem Leben eintreten, also seien Sie sich bewußt
wie Sie denken oder sprechen.