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Wie die Nachrichtenagentur EIR diese Woche berichtet,
ist der Mord an Schwedens Außenministerin Anna Lindh am 10.
September, den die Medien übereilt einem "Einzeltäter" zugeschrieben
haben, im breiteren strategischen Rahmen zu sehen, insbesondere im Zusammenhang
mit der Lage im Nahen Osten, wo Israel dem Palästinenserpräsidenten
Jassir Arafat massiv droht. Sollte Israel seine Drohung mit
Arafats Deportation oder gar
Tötung
wahrmachen, ginge die ganze Region in Flammen auf.
Von allen europäischen Regierungspolitikern hatte
Ann Lindh die Sache der Palästinenser und des Nahostfriedens am
sichtbarsten unterstützt. In den letzten drei Jahren kritisierte sie
scharf die Politik von Israels Regierungschef
Scharon,
insbesondere die israelische Besatzungspolitik. Vor dem Europaparlament
forderte sie 2001 eine uneingeschränkte Unterstützung der 15
EU-Länder für den Mitchell-Bericht und die Einstellung des Baus
jüdischer Siedlungen in den Palästinensergebieten. Im Februar 2002
griff sie die US-Regierung an, die in gefährlicher Weise einseitig
für Israel Partei nehme, und am 6. März 2003 erklärte sie, ein
Angriff der USA gegen den Irak wäre eine Verletzung des Völkerrechts.
Zuletzt hatte sie bei einem Treffen der EU-Außenminister im italienischen
Riva del Garda den USA und Israel vorgeworfen, sie hätten das Schicksal
des palästinensischen Ministerpräsidenten Abbas besiegelt, als
sie sich weigerten, Arafat als "Dialogpartner" anzuerkennen.
Wie der Stockholmer Korrespondent der Zeitung Al
Hayat, Kasem Hammadi, am 12. September berichtete, wurde
Lindh schon "in den 80er Jahren auf Befehl Scharons zwei Tage lang in
Israel inhaftiert", als sie als Friedensaktivistin die besetzten Gebiete
besuchte. Die arabischen Medien beklagten ihren Tod als "großen Verlust
für die Sache der Palästinenser" und mutmaßten, Scharon
sei der größte Nutznießer ihres Todes. Die erschreckend laue
Reaktion der europäischen Regierungen auf die sich dramatisch zuspitzende
Lage im Nahen Osten wirft die Frage auf, ob der Mord an Lindh den Zweck
hatte, die Europäer einzuschüchtern. Der amerikanische
Oppositionspolitiker und demokratische Präsidentschaftsbewerber
Lyndon
LaRouche betonte in
Kalifornien auf
die Nachricht des Mordes hin, führende Politiker wie Lindh
brauchten einen angemessenen Personenschutz, insbesondere da sich
gegenwärtig die synarchistischen
Kräfte neu sammelten und weltweit rechtsextreme und terroristische
Handlanger mobilisierten. |