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02.10.2003 Rainer Rupp Junge Welt
Sturmwarnung
Die Bush-Gang inmitten von Turbulenzen
Als Hurrikan »Isabel« mit einer Geschwindigkeit von 170 Stundenkilometern Mitte September Kurs auf Washington nahm, griff dort Panik um sich. Sogar der US-Präsident nahm Reißaus Richtung Camp David. Nun ziehen sich über Washington neue dunkle Wolken zusammen. Sie sind nicht weniger gefährlich – zumindest für Bushs Wiederwahl. Nur ausreißen kann er diesmal nicht.

Die nun offiziell eingeleitete Kriminaluntersuchung wird vor den Toren des Weißen Hauses nicht halt machen können. Schließlich hatte ausgerechnet ein hochrangiger Mitarbeiter desselben eine Undercoveragentin der CIA enttarnt und deren Namen den Medien aus Rachegelüsten gegenüber einem prominenten Kriegsgegner preisgegeben. Da Präsident Bush im Wahlkampf eine solche Identitätspreisgabe als schweres Verbrechen bezeichnet hatte, blieb ihm nun nichts anderes übrig, als seine Mitarbeiter anzuweisen, bei den Ermittlungen voll zu kooperieren. Mit den Ergebnissen könnte ein unangenehm kühler Wind aufkommen. Da zugleich die Bush-Regierung ihren Kredit bei den US-Geheimdiensten verspielte, müssen nun sogar die neokonservativen Falken in der Regierung befürchten, daß das eine oder andere ihrer dubiosen Geschäfte an die Öffentlichkeit gerät.

Weitere Turbulenzen zeichnen sich in Gestalt eines zweiten, für die Bush-Gang heiklen Thema an: Die ökonomischen Folgen des Irak-Kriegs werden bedrohlich für den Präsidenten. »Es kann sein, daß wir in diesem Jahr keinen ausgeglichenen Haushalt erreichen«, mußte Bush nun erklären, im Herbst des Vorwahljahres. Es wird finanziell eng im Land der unbegrenzten Möglichkeiten – eine gefährliche Misere: Zu unverschämt hatten bisher die organisierten Verbrecher in der Bush-Regierung gezeigt, worum es ihnen im Nachkriegs-Irak tatsächlich geht. Ohne Ausschreibungen wurden Millionen und Milliardenkontrakte an befreundete Konzerne wie Halliburton verschoben. Dieser zahlt seinem ehemaligem Chef, US-Vizepräsident Cheney, immer noch jährliche Apanagen in sechsstelliger Höhe. Zu ungezwungen haben sich Freunde und Verwandte der Bush-Gang positioniert, um im Irak abzuzocken.

Da nun aber der Wiederaufbau nicht mit irakischem Öl, sondern mit »kostbaren« amerikanischen Steuergeldern finanziert werden soll, stehen im US-Kongreß angesichts der offenkundigen Vetternwirtschaft die Zeichen auf Sturm. Selbst führende republikanische Senatoren verlangen jetzt, daß die für den Wiederaufbau geforderten 20,3 Milliarden Dollar nur als Kredit vergeben werden dürften. Damit wird der bevorstehenden internationalen Geberkonferenz für den Irak der Teppich unter den Füßen weggezogen. Andere Länder dürften nunmehr kaum geneigt sein, mehr als nur Kredite zu vergeben. Iraks versprochener Wiederaufbau wird genauso Fiktion bleiben wie des Landes angebliche Befreiung.


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Wenn Sie sich wegen irgendeiner Information ärgern, deswegen wütend oder frustriert werden bzw. Hass oder Wut auf entsprechende Personen bekommen, sind SIE selbst der einzige der diese Emotion in Form von Krankheiten zurückbekommt. Ihre Wut trifft niemals den anderen.
Einen Herrn Bush zum Beispiel interessiert es herzlich wenig, ob Sie sich über ihn ärgern.
Sie sind Schöpfer der Ereignisse die in Ihrem Leben eintreten, also seien Sie sich bewußt
wie Sie denken oder sprechen.