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10.2003   indymedia
Frankfurter Antikriegs-Demonstration

Anlass meines Berichtes über die Frankfurter Antikriegs-Demonstration ist die

diffamierende Darstellung der Demonstration in http://de.indymedia.org/2003/09/62479.shtml

unter dem Titel „frankfurt: demo gegen israel und amerika

Zitate: kleine antisemitische ansammlung“, „antiamerikanischer liedermachte“,

und Zitate unter http://www.copyriot.com/sinistra/ :antisemitischen und antiamerikanischen manifestationen“,unter der hand der mord an 800 menschen begrüßt, die das pech hatten, als jüdinnen und juden zur falschen zeit am falschen ort (z.b. im bus oder café) gewesen zu sein“.

 

Hier nur mein Bericht:

 

In vielen europäischen Städten kam es anlässlich des „Internationalen Aktionstages“ zu Demonstrationen gegen die Besatzung im Irak. Gemeinsam mit der amerikanischen Friedensbewegung, den Initiatoren dieses „Aktionstages“ demonstrierten wir für ein Ende der Besatzung, für Selbstbestimmung der irakischen Bevölkerung und für eine Welt ohne Kriege und Aufrüstung.

 

Zu der Kundgebung in Frankfurt unter dem Motto: „Besatzung ist keine Befreiung - Besatzungstruppen: Raus aus Irak. “ haben u.a. aufgerufen attac FFM, PDS FFM, AK Palästina-Israel, Linksruck, Ordensleute für den Frieden. Leider war die Beteiligung an der Demo sehr gering, wahrscheinlich wegen des am Tag zuvor stattgefundenen „Friedens-Solidaritätsfest“.

 

Zum Auftakt sprach Pater Gregor Böckermann von den „Ordensleuten für den Frieden“, der den Zusammenhang von „Kapital braucht Krieg, Krieg braucht Kapital“ eindringlich hervorhob und zeigte, dass es keinen Frieden ohne Gerechtigkeit für alle geben kann. Am 1. September 2003 wurden die Ordensleute für den Frieden für ihre engagierte Friedensarbeit gemeinsam mit Nabila Espanioly und Reuven Moskowitz mit dem Achener Friedenspreis ausgezeichnet.

 

Der bekannte Frankfurter Liedermacher Ernst L. Schwarz begeisterte alle Anwesenden mit seinem mitreißenden Vortrag – auch die Passanten, die nicht mitdemonstrierten ...

 

Eine Gruppe fanatischer Israelunterstützer fotografierte den Demonstrationszug und auf der Zwischenkundgebung an der Hauptwache entrollten sie eine israelische Fahne und ein Transparent „Nieder mit Deutschland, Es lebe der Kommunismus, Lang lebe Israel“

(s. die Anmerkung zu diesen widersprüchlichen Parolen von Giuseppe Zambon am Schluss dieses Berichtes)

Wie üblich in diesen Kreisen sollte unser Demonstrationszug als „antisemitisch“ denunziert werden;

Wir alle kennen diese Propaganda: „Wiederhole ständig die Lügen, am Ende werden die Leute den Lügen glauben“.

Wir ließen uns jedoch nicht davon provozieren, im Gegenteil:

 

Giuseppe Zambon vom AK Palästina-Israel hob klar und deutlich unsere Solidarität mit der israelischen Friedensbewegung hervor, und lobte die 27 mutigen israelischen Kampf-Piloten, die unmoralische und illegale Befehle und Angriffe auf unschuldige Zivilisten verweigern.

Für seine bewegende Rede, die ein friedliches Miteinander von Palästinensern und Israelis durch einen gerechten Frieden zum Ziel hatte, erhielt er großen Applaus und einige Zuhörer kamen spontan zu ihm und bedankten sich dafür.

 

Die Abschlusskundgebung war am Opernplatz und der wunderbare Ernst L. Schwarz entließ uns mit einem kämpferischen Lied.

ck

 

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Die Genialität des Bösen

Giuseppe Zambon

 

In der letzten Zeit erscheinen auf den Demos immer häufiger kleine Gruppen von Provokateuren. Ihr einziges Ziel ist, die Öffentlichkeit durch skurrile Parolen zu verwirren.

 

Es handelt sich um Figuren, die wie Neonazis aussehen, reichlich bestückt mit Photoapparaten und Kameras und immer mit einer israelischen Fahne bewappnet (wer mag wohl der Ziehvater dieser Dreigroschenjungs sein?).

 

Vergeblich versucht frau/mann, sie in eine vernünftige Diskussion zu verwickeln, wo Pro und Contra der verschiedenen Ansichten bewertet werden können.

 

Die Borniertheit dieser kleinen „Soldaten des Bösen“ ist mindestens genauso bemerkenswert wie die Genialität ihrer Auftraggeber.

 

Hier ein Beispiel:

 

Am 27. September, anlässlich des 3. Jahrestages der Intifada, haben sie in Frankfurt/M – dicht neben einer Demonstration gegen den amerikanischen Imperialismus und seine Missetaten in Irak - ein Transparent ausgerollt mit folgenden 3 Devisen:

 

NIEDER MIT DEUTSCHLAND

LANG LEBE ISRAEL

ES LEBE DER KOMMUNISMUS

 

Die Genialität der Auftraggeber besteht darin, dass sie mit diesem widersprüchlichen Unsinn versuchen, die Teilnehmer der Demo auf  einen Schlag in 8 gegeneinander stehende Positionen zu spalten.

 

Wenn man diese 3 Parolen in allen möglichen Kombinationen nimmt, hat frau/mann eben 8 Möglichkeiten anstatt der notwendigen gemeinsamen Front gegen den Hauptfeind, der z.Zt. der Menschheit entgegensteht: der US- Imperialismus.

 

Einer kann also gegen Deutschland sein und für Israel, aber gegen den Kommunismus

oder für Deutschland, gegen Israel und gegen den Kommunismus

oder gegen Deutschland, gegen Israel und für den Kommunismus

und so weiter ... Spiel ohne Grenzen, während die Feinde der Menschheit sich in aller Ruhe das nächste Opfer suchen.



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