Das war innerhalb von sieben Wochen der vierte große
Blackout. Nach den USA, Dänemark/Schweden und London jetzt also ganz
Italien: ohne
Licht,
ohne Fernsehen und Radio, ohne Fahrstühle und ohne
Bahn.
Nichts ging mehr im Land der
Klimaanlagen.
Die Begründung ist besonders makaber: Ein um gestürzter Baum in der
Schweiz sei die Ursache. Dieser Baum war beim Städtchen Schwyz auf eine
Hochspannungsleitung
gefallen.
 Nachts beziehen die Italiener viel Atomstrom aus Frankreich.
Eigene Kraftwerke haben sie seit Jahren nicht mehr gebaut. Noch am stromfreien
Sonntag fragte Italiens Staatspräsident: "Warum nutzen wir nicht mehr
dezentrale erneuerbare Energien?" Damit wäre ein totaler Blackout
unmöglich.
Das Wort Energiesparen ist in Italien ein
Fremdwort. Fenster und Türen sind meist undicht, geheizt wird oft
elektrisch und überall laufen Klimaanlagen - in diesem Sommer noch mehr
als sonst.
Nach Meinung der Umweltorganisation "Legambiente"
könnten 50 Prozent des italienischen Energieverbrauchs eingespart werden.
In einem Land, in dem die Sonne selbst Zitronen zum Blühen bringt, haben
die Italiener noch immer ein Brett vor der Sonne. Nur ein Prozent des Stroms
kommt bisher aus Sonne und Wind. Vielleicht hilft der Blackout zum Wandel.
Lesen Sie auch dazu: Studie: Wie (un-)nötig ist die 380kV Leitung wirklich?
» Die Wahrheit über die Notwendigkeit des 120 Millionen Euro
teuren 380kV Leitungsausbaus in der Steiermark und den Stromausfällen
in Europa.
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