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Franz Alt |
Sonnenseite |
| erneuerbare energien, strom, energie, stromausfälle,
hochspannungsnetz, Photovoltaik, wasserkraft, biomasse |
Studie: Wie (un-)nötig ist die 380kV Leitung
wirklich? Die Wahrheit über die Notwendigkeit des 120 Millionen Euro
teuren 380kV Leitungsausbaus in der Steiermark und den Stromausfällen in
Europa.
Die
Stromausfälle dieses Sommers zeigen die Anfälligkeit unserer
fossilen Stromversorgung In den letzten Monaten konnte man
Stromausfälle in den USA, in Georgien, in England, in Ungarn in Schweden
und heute auch in Italien beobachten, bei denen das Hochspannungsnetz zusammen
gebrochen ist. Daraus lässt sich bereits erkennen, wie anfällig
unsere Hochspannungsnetze in Wirklichkeit sind. Auch der Wirbelsturm, der vor
einigen Tagen in den USA die Leitungen zerrissen hat, zeigt die Schwächen
der Übertragungsnetze. Auch vier Tage nach dem Sturm waren viele
Häuser und Wohnviertel noch immer ohne Strom, weil die
Übertragungsleitungen nicht rasch genug repariert werden konnten und die
Häuser über keine eigene Stromversorgung verfügen. Die
Schäden für die Wirtschaft, die von einer sicheren Stromversorgung
ausgeht, diese aber durch den Strompreisdruck gefährdet, sind
enorm.
Sichere
dezentrale
Energieversorgung durch Erneuerbare
Energie
und mehr Arbeitsplätze Dabei sind die Häuser,
Landwirtschaften, Gewerbebetriebe, Dörfer und Städte durchaus in der
Lage, sich selbst mit Strom zu versorgen. Die Produktion mit Hilfe von
Wärme-Kraft-Kopplungen in Biomassekraftwerken und Biogasanlagen, sowie die
Nutzung von Photovoltaikanlagen, Kleinwasserkraftwerken, Windkraftanlagen,
Pflanzenöl- und Holzgasblockheizkraftwerken und Geothermieanlagen
ermöglicht nicht nur eine nachhaltige Energiegewinnung aus Erneuerbarer
Energie,
sie sichert auch die Stromversorgung. Alle diese Anlagen können technisch
so ausgelegt werden, dass sie im Netzparallelbetrieb
Strom
ins Stromnetz einspeisen. Wird zusätzlich auch ein Inselbetrieb vorgesehen
(zum Beispiel durch Inselwechselrichter bei Photovoltaikanlagen oder durch
Anpassung der Steuerungen bei Kleinwasserkraftwerken und Blockheizkraftwerken
sowie bei Wärme-Kraft-Kopplungen), so kann die Stromversorgung auch bei
Ausfall des Stromnetzes im Haus, in der Siedlung bzw. in der ganzen Ortschaft
aufrechterhalten werden. Dadurch kann auch in einer gesamten Region eine
Unabhängigkeit von Hochspannungsleitungen erreicht werden. Diese
Energieautarken Gemeinden, Regionen und Länder sind dann von Stromimporten
unabhängig, die Ausgleichsenergien können direkt unter den Regionen
ausgetauscht werden, wobei durch einen vernünftigen Mix an Erneuerbaren
Energieträgern die Menge der benötigten Ausgleichs- bzw.
Speicherenergie reduziert werden kann.
So können zum Beispiel
Wärme-Kraft-Kopplungen den Großteil des Strombedarfs in der kalten
Jahreszeit sicherstellen, während die
Photovoltaik
zur Mittagszeit parallel zu den Lastspitzen eine steigende Produktion aufweisen
kann und auch die Stromversorgung über trockene Sommermonate die
Versorgung sichert. Der heurige Sommer hat gezeigt, wie schnell große
Atom-,
Kohle-,
Öl-,
Gas-
und Wasserkraftwerke in Produktionsengpässe geraten können. Es zeigt
sich, dass hier die Photovoltaik und die
Wasserkraft
eine sehr gute Kombination bei der Stromversorgung darstellt. Die dezentrale
Produktion von Strom durch Erneuerbare Energie hat aber nicht nur den Vorteil
der sicheren Stromversorgung (dezentrale Stromnetze können nicht so leicht
zerstört werden wie Stromnetze mit großen Kraftwerken und der
Notwendigkeit von Hochspannungsleitungen), sie tragen auch zur lokalen
Wertschöpfung bei und schaffen und sichern Arbeitsplätze in allen
Regionen Österreichs.
Die unnötige
380kV-Leitung / warum die 220kV-Leitung ausgelastet ist In den letzten
Monaten hat der Verbund immer wieder behauptet, dass die 380kV-Leitung durch
die Oststeiermark unbedingt notwendig ist, weil die 220kV-Leitung
überlastet wird und die Versorgungssicherheit der Steiermark
gefährdet ist. Die Studie Die 380kV-Höchstspannngsleitung
Südburgenland Kainachtal (Steiermark) und mögliche
Alternativen von DI Dr. Dieter Hornbachner bezieht sich unter anderem auf
die Studie der TU Graz, Lothar Fichert, Engpässe im
220/380kV-Übertragungsnetz der Verbund
APG,
die im Auftrag des Verbundes erstellt wurde.
Diese Studie kommt zu der
Erkenntnis, dass es in der bestehenden 220kV-Leitung immer wieder zu
Überschreitungen der (n-1)-Sicherheitsgrenze kommt. Diese Studie gibt aber
auch Aufschluss über die Lastflüsse in den kritischen Zeiten (meist
nachts, wo der Verbrauch normalerweise sinkt), woraus Hornbachner ablesen
konnte, dass die starken Belastungen der bestehenden 220kV-Leitung nicht durch
den Stromverbrauch in der Steiermark sondern durch Stromtransit und durch die
Durchleitung von Pumpstrom für die Speicherkraftwerke ausgelöst wird.
Die Studie von DI Dr. Dieter Hornbachner, die im Auftrag der Grünen
angefertigt wurde, und auch mögliche Alternativen (Lastmanagement,
Einsatz von Erneuerbarer Energie) dürfen wir Ihnen zum Download anbieten
(siehe unten).
Analysen von Global 2000 zur 380kV-Leitung /
geplanter Atomstromtransit durch Österreich Auf der Homepage von
Global 2000 » gibt
es bereits auch einige Informationen rund um die geplante 380kV-Leitung. Diese
zeigen unter anderem, dass es in Tschechien und der Slowakei eine
jährliche Stromüberproduktion von 11.900 GWh und 4.400 GWh gibt,
während in Italien über 40.000 GWh Strom benötigt werden. Aus
diesem Grund gibt es beim Verbund ein sehr großes Interesse den Strom vom
Norden in den Süden durchzuleiten und damit Geld zu verdienen.
Es
bleibt nun zu befürchten, dass die Anrainer, die die neue 380kV-Trasse
ablehnen, aus Gründen der Profitoptimierung und wegen des Stromtransits
mit
Elektrosmog
belastet werden, obwohl nicht nur Österreich sondern auch Italien bzw. der
gesamte EU-Raum zu 100% mit Erneuerbarer Energie ohne 380kV-Leitungen versorgt
werden können. Aus diesem Grund hat sich auch in der Steiermark eine
Bürgerinitiative
» gegründet. Sprecher DI Richard Hubmann lehnt, so wie auch die
Vertreter von EUROSOLAR
AUSTRIA »den Bau der 380kV-Leitung ab.
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