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Christian Bärthe
l Tel. 036602-34954
Ludwig-Jahn-Str. 5 e-post: adle
r7@lycos.de
07580 Ronneburg &
christian.baerthel@freenet.de
OFFENER BRIEF
An das
Verwaltungsgericht
Rießner Str. 12 b
99427 Weimar
Ronneburg, 20.10.2003
Demonstration am 18.Oktober 2003 in Erfurt
Werte Mitarbeiter,
als Anmelder, Veranstalter und Versammlungsleiter der
Demonstration vom Samstag, möchte ich Sie auf einige Dinge hinweisen und
Sie zum Handeln auffordern.
Die Auftaktkundgebung, der Demonstrationszug, die
Hauptkundgebung auf dem Domplatz sowie der Demonstrationszug zurück zum
Hauptbahnhof verliefen reibungslos.
Die Polizei hat ihre Aufgabe hervorragend erfüllt, es
gab bis dahin keine Probleme.
Doch ich bin davon überzeugt, daß ein solches
Ergebnis bestimmten Kreisen in der Politik und hinter den Kulissen nicht
gefallen hätte, so wollte man ein anderes Ergebnis herbeiführen und
tat das, was mir die Mitarbeiterin des Ordnungsamtes Erfurt, Frau Saalfeld,
schon am Mittwoch vor der Veranstaltung ankündigte: die Polizeileitung
stoppte Herrn Ittner in seiner Rede und nahm ihn vorläufig fest.
Da mir dieses vorsätzliche Handeln ja vorher
bekanntgegeben wurde, einigte ich mich im Vorfeld mit Gerd Ittner darauf, ihn
als letzten Redner erst am Bahnhof sprechen zu lassen, doch schon nach ca.
einer Minute seiner Rede drängte mich die Einsatzleiterin der Polizei,
sofort seine Rede zu stoppen andernfalls werde es die Polizei tun. Auf meinen
Vorschlag, doch gegen ihn Ermittlungen einleiten zu können, ihn aber
vorerst weiter sprechen zu lassen ging die Polizei nicht ein und stoppte
schließlich die Rede und nahm ihn mit. Ich glaube, dies ist ein
unnötiges Vorgehen, da Herr Ittner ja weder eine unbekannte Person ist,
noch Fluchtgefahr bestand. Man hätte warten können bis er ausgeredet
hat und ihn danach mitnehmen können - doch wie gesagt es sollte wohl eine
andere Pressemeldung geben.
Nachdem die Polizei ihn dort entfernt hatte - und das ist
jetzt der Punkt meiner Anklage - nötigte man mich, die Versammlung zu
beenden.
Obwohl ich mich vor Beginn der Abschlußkundgebung ca.
16 Uhr mit der Einsatzleitung der Polizei auf noch etwa eine halbe Stunde Dauer
einigte, erklärte plötzlich (nach dem Gerd Ittner vorläufig
festgenommen wurde) die Polizei über unsere Mikrofonanlage die Versammlung
für beendet und stellte den Stromgenerator für die Lautsprecher ab.
Dies betrachte ich als Nötigung und Verstoß gegen
das Recht auf Versammlungsfreiheit
Ich wurde dann durch die Polizeileitung dazu gedrängt,
die anwesenden Personen zum verlassen des Platzes aufzufordern, man drohte mir
damit, daß alle dort verbleiben den Personen ansonsten in Gewahrsam
genommen würden.
Daraufhin sprach ich mit der Einsatzleitung der Polizei, und
fragte, ob es denn nach Bekanntgabe des Versammlungsendes möglich sei,
daß sich die dann ja nicht mehr als Kundgebungsteilnehmer zu
betrachtenden Personen, dort noch frei bewegen dürfen.
Dies wurde bejaht und so gab ich entsprechende Informationen
über Megaphon, auch mit den Hinweis, den mir die Polizei vorher gab,
daß der Polizeischutz nicht unbegrenzt andauert.
Da ich die Versammlung ja bis 18 Uhr angemeldet hatte und
auch ein genereller Schutz gefährdeter Personen und Personengruppen
gewährleistet werden muß (auch und gerade nach Beendigung der
Kundgebung) kritisiere ich hiermit auch dieses Verhalten der Polizei.
Sie ließen schon kurz nach 16 Uhr als offensichtlich
für Gewalt bereite Personen an die auf dem Platz verbliebenen Menschen
heran, so wurde eine angespannte Situation extra herbeigeführt und es ist
nur der Besonnenheit meiner Kundgebungsteilnehmer zu verdanken, daß sie
sich nicht wehrten und so größere Ausschreitungen vermieden wurden.
Ich selbst wurde ebenfalls noch vor 18 Uhr in der
Bahnhofshalle von sogenannten "Linken" angegriffen. Nur durch die lauten Rufe
eines meiner Beglei ter (Herr Kanzler) eilte die vorher schon von ihm zum
Handeln aufgeforderte Polizei herbei und es blieb bei einer geringfügigen
Knieverletzung und der Verschmutzung meiner Hose.
Ich bin von folgenden Dingen überzeugt:
Die Beendigung der Kundgebung durch die Polizei geschah
vorsätzlich, damit dann in der Presse berichtet werden kann, daß die
sogenannte "rech tsextremistische" Demonstration vorzeitig von der Polizei
beendet und der Redner verhaftet wurde, wegen volksverhetzenden
Äußerungen...
Auf die Äußerungen möchte ich nicht
näher eingehen, dies wird ein Gericht tun. Doch ich bin davon
überzeugt, daß es für dieses Vorgehen schon Ta ge oder Wochen
zuvor den Auftrag gab. Man hätte mir dies sonst sicher auch nicht
(netterweise) vorher angekündigt.
Die Heranlassung der gewaltbe reiten "Linken" nach 16 Uhr
geschah meiner Meinung nach ebenfalls vorsätz lich, damit es dann in der
Presse bei Ausschreitungen entsprechende Meldung en gegeben hätte...
Die demokratiefeindlichen Auftraggeber vermute ich im
Innenministerium.
Handeln Sie! Es wird Zeit den Feinden der Demokra tie, die
hinter den Kulissen agieren, das Handwerk zu legen! Ihre Entscheidung hilft
dabei mit!
Ihre Entscheidung zeigt mir auch, auf welcher Seite Sie
stehen.
Auf der Seite von Wahrheit, Freiheit und Recht oder auf der
Seite der Verschwörer!
Mit freundlichen Grüßen,
Ihr
Christian Bärthel
Anlage: - Flugblatt "Volk steh auf!
" (für die Demo)
- Kopie der Anmeldung für die Demo
- Inf
oblatt "Lebensschule" |