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- Wie man mit euch umgeht
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Es ist so traurig, aber
leider wahr
Der erste lebt drunten im
Baskenland, den drückt die EU leider an die Wand. Die Sach' nahm die
ETA nun in die Hand. Umsonst! Denn sie ist leider militant.
Der zweite mehr
südlich mit Obstbaumkultur, gepachtet aus Holland, zwecks
Fläch'nnachweis nur, mit Fleischproduktion jetzt auf Teufel komm
raus, mit schweren Traktoren fährt er nun ums Haus.
Der dritte im
Allgäu, im Voralpenland, der melkte die Kühe und pflügte sein
Land. Doch umschulen mußt' er zum Gästewirt - Er spielt nun
traurig "Touristenhirt".
Der vierte im
Rotthaargebirge beklagt, womit die Gebietsmolkerei ihn so plagt. "Nur
dreihundert Liter am Tag? Zu klein! Vier Cent für Erfassung behalten
wir ein."
Der fünfte baut Obst
an im Vinschgau, Tirol; Die Obstsorte, neu auf dem Feld, g'fiel ihm
wohl, doch sieht ihn der Markt nicht mehr als Konkurrent - Gewinn bleibt
ihm aus durch Konzernpatent.
Der sechste in Schottland
- o weh, o weh! Auch sein Kuhbestand kriegte BSE: Dieser wurde gekeult,
einfach umgebracht - Er tat's mit sich selbst dann in der Nacht.
Der siebte nun wohnt in
der Normandie. Sein Nachbar verlegt sich auf Handel mit Vieh. Schon kommt
MKS auf - die Herd' wird verbrannt! Vor Ort zugedeckt dann mit
"Heimatland".
Der achte im Odenwald,
stolz auf zwei Söhne, die stolz waren auf
Industrie-Spitzenlöhne, sah bald: Alles Ackern ist denen
Verdruß. Mit sechzig macht er nun mit allem Schluß.
Der neunte in Bayern
fragt' lang: "Soll ich weichen statt wachsen? Nein! Leihgeld her! Will zu
den Reichen!" Bald hat er im Stall hundertfünfzig Stück
Küh'. Erst vierzig, doch Bandscheiben schmerzen und Knie.
Der zehnte im Emsland
treibt Mastputenzucht, hätt' Küken, Arzt, Futter gern selbst
ausgesucht. Die Werbung ist "tiernah": Flaumgelb in den
Händen. Kritikloser Blick von uns Naiv-Konsumenten.
Das alles geschieht im
Unions-Euroland, "verantwortet" von Politik und Verband. Auch unsere
"Food"-Industrie trägt Schuld, verwöhnt uns Verbraucher, ersetzt
die Geduld, die Pflanzen und Tieren bisher stets zukam, durch
Leistungsfutter und Lichtprogramm.
Verzicht? Nein! Ob
Sommer-, ob Winterszeit, in Kaufläden liegt alles immer bereit, ist
hergestellt, ausgewählt und kontrolliert, vom Heimservice gar an die
Tür transportiert.
Doch tot sind die Bauern,
schon lang eh' sie sterben, und so gibt's auch selten noch was zu
vererben. Ob Kindern und Enkeln noch Zukunft bleibt? Die Not mir die
Tränen ins Auge treibt. Drum sei jeder wachsam und nutz' den Verstand
- Uns hilft nur noch Einsicht und Liebe zum Land. |