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  Walter Hinrichs Bauern
Zehn Bauern in Europa
- Wie man mit euch umgeht -

Es ist so traurig, aber leider wahr

Der erste lebt drunten im Baskenland,
den drückt die EU leider an die Wand.
Die Sach' nahm die ETA nun in die Hand.
Umsonst! Denn sie ist leider militant.

Der zweite mehr südlich mit Obstbaumkultur,
gepachtet aus Holland, zwecks Fläch'nnachweis nur,
mit Fleischproduktion jetzt auf Teufel komm raus,
mit schweren Traktoren fährt er nun ums Haus.

Der dritte im Allgäu, im Voralpenland,
der melkte die Kühe und pflügte sein Land.
Doch umschulen mußt' er zum Gästewirt -
Er spielt nun traurig "Touristenhirt".

Der vierte im Rotthaargebirge beklagt,
womit die Gebietsmolkerei ihn so plagt.
"Nur dreihundert Liter am Tag? Zu klein!
Vier Cent für Erfassung behalten wir ein."

Der fünfte baut Obst an im Vinschgau, Tirol;
Die Obstsorte, neu auf dem Feld, g'fiel ihm wohl,
doch sieht ihn der Markt nicht mehr als Konkurrent -
Gewinn bleibt ihm aus durch Konzernpatent.

Der sechste in Schottland - o weh, o weh!
Auch sein Kuhbestand kriegte BSE:
Dieser wurde gekeult, einfach umgebracht -
Er tat's mit sich selbst dann in der Nacht.

Der siebte nun wohnt in der Normandie.
Sein Nachbar verlegt sich auf Handel mit Vieh.
Schon kommt MKS auf - die Herd' wird verbrannt!
Vor Ort zugedeckt dann mit "Heimatland".

Der achte im Odenwald, stolz auf zwei Söhne,
die stolz waren auf Industrie-Spitzenlöhne,
sah bald: Alles Ackern ist denen Verdruß.
Mit sechzig macht er nun mit allem Schluß.

Der neunte in Bayern fragt' lang: "Soll ich weichen
statt wachsen? Nein! Leihgeld her! Will zu den Reichen!"
Bald hat er im Stall hundertfünfzig Stück Küh'.
Erst vierzig, doch Bandscheiben schmerzen und Knie.

Der zehnte im Emsland treibt Mastputenzucht,
hätt' Küken, Arzt, Futter gern selbst ausgesucht.
Die Werbung ist "tiernah": Flaumgelb in den Händen.
Kritikloser Blick von uns Naiv-Konsumenten.

Das alles geschieht im Unions-Euroland,
"verantwortet" von Politik und Verband.
Auch unsere "Food"-Industrie trägt Schuld,
verwöhnt uns Verbraucher, ersetzt die Geduld,
die Pflanzen und Tieren bisher stets zukam,
durch Leistungsfutter und Lichtprogramm.

Verzicht? Nein! Ob Sommer-, ob Winterszeit,
in Kaufläden liegt alles immer bereit,
ist hergestellt, ausgewählt und kontrolliert,
vom Heimservice gar an die Tür transportiert.

Doch tot sind die Bauern, schon lang eh' sie sterben,
und so gibt's auch selten noch was zu vererben.
Ob Kindern und Enkeln noch Zukunft bleibt?
Die Not mir die Tränen ins Auge treibt.
Drum sei jeder wachsam und nutz' den Verstand -
Uns hilft nur noch Einsicht und Liebe zum Land.



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Wenn Sie sich wegen irgendeiner Information ärgern, deswegen wütend oder frustriert werden bzw. Hass oder Wut auf entsprechende Personen bekommen, sind SIE selbst der einzige der diese Emotion in Form von Krankheiten zurückbekommt. Ihre Wut trifft niemals den anderen.
Einen Herrn Bush zum Beispiel interessiert es herzlich wenig, ob Sie sich über ihn ärgern.
Sie sind Schöpfer der Ereignisse die in Ihrem Leben eintreten, also seien Sie sich bewußt
wie Sie denken oder sprechen.