Am Sonntag veröffentlichte die New York Times einen Kommentar des Autors Max Boot, in dem er sich
für eine neue Strategie des US-Militärs im Umgang mit dem irakischen
Widerstand aussprach.
In dem Artikel kritisiert Boot den
Strategiewechsel der letzten Tage und Wochen, der dazu geführt hat,
daß nun wieder schwere Waffen im Irak zum Einsatz kommen, da er der
Ansicht ist, daß diese Strategie schon in Vietnam versagt
hat.
Gleichzeitig spricht er sich aber für die Anwendung einer
anderen, aus Vietnam bekannten Strategie aus, dem großflächigen
Einsatz von Killerkommandos, die Iraker, von denen vermutet wird, daß sie
für den Widerstand arbeiten oder anderweitig gegen die Besatzer tätig
sind, töten sollen.
Im Vietnamkrieg wurden im Rahmen des "Phoenix Program" fast
30.000 Vietnamesen, viele von ihnen aufgrund der Tatsache, daß sie
leitende Funktionen in der kommunistischen Partei innehatten,
getötet.
Außerdem befürwortet Boot in dem Artikel die
Anwendung von Folter, auch wenn dies nie explizit ausgedrückt wird. Er
fordert die Anwerbung von Irakern, insbesondere solchen, deren Angehörige
durch das Regime Saddam Husseins ermordet worden sind, da diese "begierig auf
Blutrache" wären und "bereit wären, die harten Vorgehensweisen zu
versuchen, vor denen unsere eigenen aufs Genaueste legalistischen
Streitkräfte zurückschrecken."
Zusammengefaßt fordert
Boot also die Aufstellung von Killerkommandos und die Anwendung von Folter, um
den Irak endgültig "befreien" zu können.
Nun könnte man
dies als die Meinung eines einzelnen Journalisten abtun, allein schon die
Tatsache, daß der Artikel in der NY Times erschienen ist, verleiht ihm
allerdings schon mehr Gewicht.
Wesentlich ausschlaggebender ist
allerdings Boots persönlicher Hintergrund. Boot ist hochrangiges Mitglied(Adobe Acrobat-Datei) des
"Council on Foreign Relations" (CFR), einer extrem einflußreichen Organisation, der eine
Beteiligung an den Plänen der "Neuen Weltordnung" nachgesagt wird.
Dieser Hintergrund die daraus
entstandenen engen Beziehungen zur Politik geben seinen Worten wesentlich mehr
Gewicht und lassen vermuten, daß sie von den entsprechenden Stellen
dementsprechend ernst genommen werden. http://www.freace.de/artikel/nov2003/folter191103.html
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