Voll Sorge um ihren Bestand, flatterten einst durch
dieses Land der Motten zweie, die betrübt, dass allgemein sie
nicht beliebt.
Und weil gemeinhin anbetracht dies Umstands man
sich Sorgen macht, dachten sie hin und dachten her, was daran wohl zu
ändern wär.
Dieweil der eine mächtig sann, sagt
sich der andre Flattermann, der meistenteils pragmatisch dachte: Zeit
wär es, dass man übernachte!
So blickten sich die
Spießgesellen nach einem Platz um, einem hellen. Gemäß
dem Spruche, jenem flotten: dort wo viel Licht, sind auch viel
Motten.
Den fanden sie dann auch alsbald. In einer Hütte,
nah dem Wald, da leuchtet noch ein spätes Licht: wes
müd das Haupt, der zögert nicht.
So schwirrten sie geschwind
herein, doch dieses schien nicht lieb zu sein dem Inhaber der kleinen
Klause, der sich zum Ziel gleich macht: Zerhau se!
Da ward
minutenlang geklatscht, es klang, als würde wer gewatscht, bis
eins der zwei Geziefer spricht: hier ists zu laut, hier bleib
ich nicht.
So flatterten sie wieder fort, entgingen knapp dem
Mottenmord und landeten, heut ausnahmsweise, im Wald, der dunkel, aber
leise.
Gut ausgeschlafen dann und froh, sinnierten unsre
Helden: So, so schlimm scheints um uns nicht bestellt: klatscht
Beifall doch die ganze Welt.
Dann zogen sie, der Tag war heiter,
noch ein ganz schönes Stückchen weiter. Als Quintessenz,
für jedermann: Man tröste sich, so gut man kann.
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