Deutschland bewegt
sich ein Stück aus der verworrenen Gegenwart zwischen den
Jahren
Fern über dem Horizont tauchen
sie auf. Klein, bunt, rund, kaum stecknadelkopfgroß. Ein Junge bleibt in
stillem Staunen stehen.
"Da fliegt ein Ballon", ruft er, als
er mit Staunen fertig ist und nun fürchtet, ein anderer könne ihm
zuvorkommen, ihm den Ruhm des Erstentdeckers streitig machen.
"Oh ja, ein Ballon, ein
Ballon!"
Die Kinder laufen zusammen, suchen
den besten Beobachtungsplatz, und der Rentner, der vom Fenster aus auf den
Spielplatz schaut, denkt gerührt: "Die Kinder. Deutschlands Zukunft. So
schnell und so beweglich..."
"Da ist noch einer!"
"Wo, wo
denn?"
Ein paar Minuten später sind es
sieben oder acht bunte Kugeln. Alle ganz deutlich zu erkennen. Immer noch weit
weg, aber deutlich zu erkennen. Aufgeblasene Hüllen, gigantischer Popanz,
erfüllt von lauter heißer Luft.
"Leichter als Luft!" Der lutherische
Pfarrer, schon seit Jahrzehnten völlig unspektakulär im Geiste einig
mit einem jener frisch gekürten, neuen Besten Deutschlands, denkt an den
Sonntag, formt seine Predigt. Aktuell soll sie sein.
"Ballonfahren ist
aktuell", assoziiert er und seine Gedanken schweifen zurück bis in Tage
Daniels in Babylon: "Das Menetekel. Gewogen, und zu leicht befunden. Ja, das
ist es."
In seiner feinen runden Kinderschrift
notiert er auf feinstem Kanzeleipapier: "Leichter als Luft, Spielball der
Winde, gewogen und zu leicht befunden. Was will uns dieses Gleichnis
sagen?"
Die Ballonfahrer treiben schnell auf
den Spielplatz zu. Schon sind die Körbe zu erkennen, von Zeit zu Zeit
scheint die Flamme eines Brenners grell auf, aber die Köpflein der
Menschlein, unten in den Körblein, die von der heißen Luft getragen
werden, sind klein und mit bloßem Auge noch lange nicht zu
sehen.
Die Bilder auf den Hüllen kann
man jetzt erkennen und die Schriften lesen. Selbstherrliche Botschaften auf der
hauchdünnen Oberfläche dickwanstiger Luftkugeln. Einfache
Botschaften. "Vorwärts!", steht da auf dem einen,
"Aufwärts!" auf
dem anderen.
"Deutschland" - "bewegt sich" und überall
"Reform" -
"Reform" - Reform".
"Bildungs-REFORM" - "Renten-REFORM" - "Steuer-REFORM".
Einprägsam aus wenigen Silben komponiert. Aber nichts dahinter.
Nichts als heiße Luft. Der Pfarrer denkt an die fein durchdachten,
logisch begründeten, über alle Maßen mutig und standhaft
vorgetragenen 95 Thesen. Darf ich darüber heute überhaupt noch
predigen? So, zum Beispiel: "Ein Junker Martin, heutzutage, was würde der
uns sagen? Würde er die vom Ablasshandel befreite, reformierte
evangelische Kirche ausgerechnet dadurch retten wollen, dass er die
Kirchenfinanzen durch einen gesetzlich vorgeschriebenen Mindestablass
aufbessert und dieses Machwerk dann kühn eine neue "Reform" nennt?
Würde er 10 Euro pro Quartal von jedem Kirchgänger als
Eintrittsgebühr in das Haus Gottes fordern und diejenigen draußen
lassen, die es sich nicht leisten können? Würde er der fettfreien
Suppe in den Armenküchen das Wort reden und sie zu einem ersten Schritt zu
mehr Selbstveranwortung für den eigenen Hunger hochstilisieren? Oder
würde er nur still mahnend neben den Reformern stehen, wie der
präsidiale Bruder Johannes, der wohl mit einstimmt, in den Chor derer, die
dringend nach jener Art Reformen rufen, die hautptsächlich aus tiefen und
schmerzhaften Einschnitten und immer neuen Belastungen bestehen, der aber doch
immerhin noch darum bittet, nicht alle Grausamkeiten auf einmal, sondern
schön der Reihe nach zu verüben, damit das Volk auch
mitkommt...?"
Der Pfarrer wischt seine Gedanken über die
Unterschiede zwischen Reformen und Reformation, zwischen Ballonfahrern und
Reformatoren mit einem resignierenden Seufzer vom Tisch. Er hat Schulden und
ist auf seinen Job noch für viele Jahre angewiesen.
Der Rentner kann von seinem Fenster
aus jetzt endlich auch sehen, was die Kinder auf dem Spielplatz schon lange vor
ihm gesehen haben. "Ach so," sinniert er, "Luftballons. Das bewegt sie." Dann
denkt er an Lakehurst und an die paar Augenblicke des Flammeninfernos,
hört die sich überschlagende Stimme des Reporters, die sie so oft im
Radio gesendet haben. "Es kommt nichts Gutes von den Ballons, nichts Gutes,"
murmelt er, schließt das Fenster und schaltet den Fernseher ein. Dort
wiederholen sie schon wieder die Bilder vom elften Neunten. Brennende
Türme. Ein verrückter Gedanke schießt ihm durch den Kopf. Doch
er verbietet sich, ihn weiterzudenken.
Die Kinder streiten sich inzwischen
darum, wer die Schriften als erster entziffern, die Bilder als erster deuten
kann.
"Reformhaus Schmidt, da, der rote
Ballon, der ist vom Reformhaus Schmidt."
Die Männer und Frauen, die hoch
oben in den Körben stehen und geringschätzig den Wert ihres Landes
taxieren, sind ratlos und laut. Sie reden brüllend miteinander.
Einesteils, um die gnadenlose Stille zu brechen, die so leicht zum Spiegel der
eigenen Nichtigkeit wird, wenn man sich auf sie einläßt,
anderenteils aber und vor allem, damit diejenigen, die in den anderen
Körben über den Himmel gleiten, auch hören, dass man wieder
einmal sagt, was man schon immer gesagt hat, wie Angela Merkel, die in ihren
Lehrjahren bei Papa Kohl kaum zu hören war, die aber, wenn man sie jetzt
hört, damals so viel gesagt haben muss, dass man sich ernstlich fragt,
warum ausgerechnet der politische Gegner nun auf das hören soll, was sie,
wie sie sagt, jetzt immer noch sagt, weil sie es ja schon immer gesagt
hat.
"Das sieht so tot und trostlos aus
von hier oben."
"Blühende Landschaften,
könnten das sein, blühende Landschaften, das habe ich immer schon
gesagt."
"Früher rauchten die
Schornsteine mit Erhards Zigarre um die Wette. Da war Bewegung. Aber
heute?"
"Bush müsste man sein, der kann,
wie er will."
"Stellt euch vor Genossen, wir
hätten in der Verfassung die Kanzlerwahl per Gerichtsentscheid verankert.
Alle blödsinnige Rücksichtnahme auf Mehrheiten, auf Stimmungen und
Launen des Wahlvolks könnten wir einfach vergessen. Nie wieder Lügen
müssen, einfach frei heraus sagen können, was man wirklich will und
das dann auch ganz ungeniert einfach tun."
"Das wäre dann aber keine
Demokratie mehr."
"Na und? Warum sollen wir als letzte
noch hochhalten, was das Volk längst durchschaut hat? Warum gehen denn
immer weniger zur Wahl? Die wissen doch genau, dass sie zwar wählen
dürfen, aber in Wahrheit keine Wahl haben! Der Stoiber hätte im
Ergebnis doch nichts anders gemacht. Oder?"
"Stimmt. Die ganze unnütze
Mühe, einen Streit zu inszenieren, sollte man sich schenken, genauso wie
die Farce mit der Versöhnung, äh mit der Vermittlung, also mit dem
Ausschuss. Da muss man sich eine halbe Nacht um die Ohren hauen, damit die
Medien ihre Show bekommen, nur für den Pöbel, und der zappt einfach
weg..."
"Aber wir sind doch jetzt auf dem
richtigen Weg."
"Ja, und das sieht auch das Volk
ein."
"Wisst ihr, es klingt vielleicht
paradox, aber wenn ich mir überlege, was die sich alles gefallen lassen,
dann frage ich mich ernstlich, ob diese Pfeifen uns überhaupt wert
sind."
"Ja, stimmt! Die würden sich
sogar, Entschuldigung Herr Kollege, von einem Westerwelle noch vorführen
lassen."
"Sage ich doch immer schon. Sie alle
sind überqualifiziert. Radikale Kürzung der Schul- und Studienzeiten,
mit vier Jahren einschulen, mit zwölf dann auf die Hammelherde loslassen,
als Scheidungsanwalt, Struck-Berater oder Chefarzt. Da drauf ein
Rhetorik-Seminar und fertig ist der Ministerpräsident, zwei Auslandsreisen
noch, und du bist fertig für den Kanzlersessel - wie war das gleich bei
Ihnen, mit Ihrem zweiten Bildungsweg?"
Die Ballons sind jetzt ganz nahe
gekommen.
Bald werden sie direkt über dem
Spielplatz sein. Der Junge, der immer noch stolz darauf ist, den ersten Ballon
zuerst entdeckt zu haben, obwohl das sonst niemanden interessiert, steigt hoch
in ein morsches Klettergerüst. Gebannt starrt er hinauf. Jetzt kann er die
Gesichter erkennen und ihre Stimmen hören und voller Begeisterung
fängt er an mit beiden Händen zu winken. "Willkommen! Willkommen",
ruft er den Ballonfahrern zu und verliert erst das Gleichgewicht, dann ein paar
Fetzen Haut an Knie und Hand, dann die Erschütterungsfreiheit des Gehirns
und gleich darauf das Bewusstsein.
"Wir müssen runter und dem
Jungen helfen."
"Niemals. Dann hängen uns die
anderen ab. Es ist keine Zeit für Sentimentalitäten. Das Volk da
unten wird doch wohl selbst in der Lage sein, für seine Verletzten zu
sorgen."
"Aber wir haben die Mittel für
die Rettungsdienste gekürzt, so schnell kommt da kein Sanitäter und
unsere Hilfe wäre wirklich notwendig, sieht übel aus, wie der so
daliegt!"
"Jetzt hören Sie doch auf! Das
Notwendige tun, das ist ein alter Slogan, das haben wir früher
versprochen. Jetzt beschränken wir uns auf das Wichtige."
"Richtig. Das Wichtige. Hätte
ich fast vergessen, und was war das jetzt gleich, das Wichtige?"
"Richtig wichtig ist nur, dass wir
nicht nachlassen, mit den Reformen. Wir haben dem Volk versprochen, dass es mit
der Agenda 2010 noch längst nicht alles ausgestanden hat. Die
unvermeidliche Fortführung der Globalisierung erfordert noch viel mehr
Anstrengungen und Opfer von allen!"
"Von allen?"
"Na ja, von allem
Volks halt, wie immer. Die anderen, die so genannten starken Schultern, hatten
schließlich schon zu allen Zeiten an ihrem Reichtum genug zu tragen.
Hahaha."
"Vergessen wir die Globalisierung
nicht. Sind wir nicht aufgestiegen, um uns einen globalen Überblick zu
verschaffen?"
"Ja verdammt noch mal, warum sind wir
nicht längst auf Höhe gekommen?"
"Hat hier noch irgendjemand Angst vor
dem Sommer und seinem heißen Winter? Werft die Brenner an, lasst uns
abheben. Raus aus den Niederungen der Kleingeister, Bedenkenträger und
schwerfälligen Betonköpfe."
Das wütende Fauchen der
gleichzeitig angeworfenen Brenner, der helle Widerschein der heißen
Flammen gerät zu einem beinahe überirdisch schönen
Schauspiel.
Schnell schießen die
überhitzten Ballonhüllen nach oben und reißen die Körbe
mit ihren Insassen mit sich. Als der gestürzte Junge mit heftigem
Kopfschmerz aus der Bewusstlosigkeit erwacht, stehen die Ballons, winzig klein
wie Stecknadelköpfe am Himmel über dem Spielplatz.
Doch der kostbare Vorrat an
brennbarem Gas ist im Nu verpulvert. Wie hätte es den Männern und
Frauen in den Körben auch in den Sinn kommen können, dass ihnen
jemals etwas fehlen könnte? Den Geist auf die Vorstellung von der
Unendlichkeit aller Ressourcen beschränkt, gibt es für sie nichts,
was mit Geld nicht zu beschaffen wäre und Geld beschaffen ist so einfach:
Das Volk bezahlt die Zeche und ist dann auch noch dankbar für die
Krümel.
Doch von oben gesehen stellt sich die
Welt ganz anders dar.
"Ich kann, äh, auch, äh, mit der
größten ähhh, Anstrengung immer noch nicht über den
äh Horizont meines Zenits hinaussehen. Alles da unten ist, wenn ich,
äh, richtig informiert bin, äh, also das ist Bayern und nicht
ähh, Globalien, ähh. Gebt Feuer, Männer, wir müssen noch,
ähh, höher."
Und während der
weiß-blau-karierte Ballon ein letztes Mal steil nach oben schießt
und den Rest seines Energievorrates in heiße Luft verwandelt, der dem
Freistaat damit ebenso zügig abhanden kommt, wie so manches schöne
Stück Staats- (oder ist es Volks-?) Eigentum zuvor, ist der Kanzlerballon
von der vorhergegangenen Erhitzung so aufgebläht und überdehnt, dass
sich in der Hülle Risse und Löcher bilden und das Gefährt
schnell wieder an Höhe verliert.
Innerhalb weniger Minuten folgen alle
Ballons dem Sinkflug des Rotgrünen. Sogar der Wirtschaftsballon, besetzt
mit Hundt und Rogowsky und dem unvermeidlichen Beraterhaufen beginnt
abzuschmieren. Der Banken- und Versicherungsballon erzittert wie von einer
Riesenfaust geschüttelt unter der ungewohnten Beanspruchung. Pierer und
Schumacher ergreifen die Flucht und lassen sich im fetten
Siemens-Infineon-Ballon von einer plötzlich aufkommenden Strömung in
Richtung Österreich und Fernost abtreiben.
Der Himmel hallt derweil wider von
guten Ratschlägen, die sich die Ballonbesatzungen gegenseitig angedeihen
lassen. Zuerst rufen sie aus alter Gewohnheit, einfach weiterhin das, was sie
die ganze Zeit über gerufen hatten, nämlich:
"Wachstum,
Wachstum!"
"Sie müssen für Wachstum sorgen!"
"Das würden
wir ja gerne, aber Sie stellen sich doch quer!"
Aber als sich die Ballonhüllen
trotz aller beschwörenden Wachstums-Rufe nicht mehr aufblähen wollen,
verfallen die Besatzungen auf die naheliegendste Forderung und brüllen
sich von Ballon zu Ballon zu:
"Wir brauchen einen Aufschwung! Wir
müssen alles tun, für den Aufschwung! Deutschland braucht den
Aufschwung!" Dass sie dabei sich mit Deutschland und Deutschland mit sich
verwechseln, fällt ihnen in der allgemeinen Aufregung schon gar nicht mehr
auf und selbst der Renter, der wieder an das Fenster getreten ist und der
Pfarrer, der von der Vorahnung eines neuen Menetekels erfüllt ist, aber
insbesondere auch der verletzte Junge, der sich nicht mehr bewegen kann und
entsetzt befürchtet, dass ausgerechnet der Ballon mit den
schwergewichtigtsten Insassen in wenigen Augenblicken direkt auf seinem
geschundenen Körper niederkrachen wird, sie alle sind in diesem Augenblick
der felsenfesten Überzeugung, es bräuchte ganz dringend einen
Aufschwung. Dass die da oben, die so plötzlich, wie die ägyptischen
Plagen auf das Land herunterkommen, sich für Deutschland halten, das ist
den potenziell Betroffenen völlig egal, Hauptsache, die vereinigte
Ballonfahrerschar schafft es, wenigstens noch einen winzigen Aufschwungs-Hopser
hinzulegen und dann außerhalb der Ortschaft Bruch zu machen, statt
ausgerechnet auf ihren Häusern und in ihren Gärten.
Der Optiker, der gleich zu Beginn der
Aufführung ein großes Fernrohr auf der Straße aufgebaut hatte
und gegen eine kleine Gebühr von 5 Euro einen Blick auf die prominenten
Gesichter in den Körben feilbot, ist auch sonst ein kluger Mann. Als er
bemerkt, dass die Lage der Ballonfahrer ganz kritisch wird, ruft er den
Bruchpiloten zu, so laut er kann: "Ballaaaast abweeerfen!"
Es ist, als hätten die da
oben nur darauf gewartet.
Wie die Berserker beginnen Sie damit,
ihre Körbe zu entrümpeln.
Krankenversicherung,
Rentenversicherung und Arbeitslosenversicherung werden in Stücke gerissen
und über Bord geworfen. Der Kündigungsschutz fällt in
Trümmern zur Erde und die Zumutbarkeitsregeln für
Langzeitsarbeitslose kommen gleich hinterher, die Steuergerechtigkeit zerhacken
Sie wie mit dem Rasenmäher zu lauter kleinen Subventionen, die vor Kurzem
noch niemand so genannt hätte, die Arbeitslosenhilfe fliegt in hohem Bogen
davon und kracht am Boden in empfindliche Teile der Sozialhilfe, die das nicht
überstehen kann.
Nun fangen sie sogar noch an, die
Verfassung zu demontieren, doch weil sie es tunlichst vermeiden, die Körbe
in denen sie selbst sitzen, ernsthaft zu beschädigen, bleiben am Ende alle
Bundesländer und der Bundesrat ebenso erhalten, wie die Fördergelder
für den Tabakanbau im Rheingau.
Den Optiker erwischt es, samt
Fernrohr, zuerst. Ein bürokratisches Gewirr aus Gewerbesteuerpflicht,
Kostensenkung in der gesetzlichen Krankenversicherung und der Verlust
widerrechtlich erworbener Rentenansprüche aus erster Ehe verfinstern seine
Zukunft nachhaltig.
In kürzester Zeit fordert der
Abwurf von mehr und mehr Ballast aus den sinkenden Ballons unten am Boden,
unter den kleinen Leuten, immer mehr Opfer. So klein kann einer gar nicht sein,
dass er nicht von einem Brocken getroffen wird. Überstunden- und
Nachtarbeitszuschläge, Kilometerpauschalen und Eigenheimzulagen zerplatzen
auf den Straßen, durchschlagen die Dächer und ruinieren alles, was
die Menschen sich in langen Jahren aufgebaut haben.
Aber so sehr die da oben sich auch
bemühen, den Mangel an eigenen Auftriebskräften durch den Abwurf von
Ballast auszugleichen, die Physik (die Vorsitzende hat übrigens Physik
studiert, hätte es also wissen können, hat es aber aus
grundsätzlichen Überlegungen heraus für schlicht unmöglich
gehalten und daher auch nie gesagt), die Physik bleibt hart und
unbestechlich.
Am Ende krachen die Ballons in kurzen
Abständen auf die verheerte Stadt, nicht ohne auch noch im Untergang zu
versuchen, das ganze Chaos mit ihren leeren Hüllen und den leeren Parolen
darauf zu überdecken.
Morgen, wenn sich der Staub gelegt
hat, werden die Reformgewinnler mit den starken Schultern ihre
Off-Road-Fun-Cars aus den Garagen holen und von den Villen an den Hügeln
rings um die Stadt herunterkommen in das Tal der Tränen und nachsehen, was
aus den Trümmern noch zu holen ist.
Wetten, dass die ganz schnell darauf
kommen werden, wie sich auch daraus wieder ein Gewinn machen
lässt?
Nichts ist dringlicher, als
Aufklärung.
Gerechtigkeit kann erst entstehen,
wenn es der Mehrheit der Demokraten endlich gelingt, ihre eigenen Interessen zu
erkennen und gemeinsam dafür einzutreten.
Ich freue mich,
dass auch Sie
dazu beitragen.
In diesem Sinne:
Alles Gute für das Neue
Jahr!