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12.2003   diverse
Haider: Saddam-Festnahme ist "Betrugsmanöver"

Als "Schmierenkomödie der Amerikaner" und "ziemliches Betrugsmanöver" hat der österreichische Rechtspopulist Jörg Haider die Festnahme des irakischen Ex-Diktators Saddam Hussein bezeichnet. Der frühere FPÖ-Vorsitzende bezweifelte in einem Fernsehinterview, dass die US-Truppen den echten Saddam gefasst haben: "Es kann sich genauso um einen seiner vielen Doppelgänger handeln", sagte der Kärntner Landeshauptmann.


Haider: Bush brauchte die Aktion
Die USA hätten die Aktion jetzt gebraucht, um Präsident George W. Bush aus einem Dilemma herauszuführen, meinte Haider weiter. "Man soll nicht übersehen, dass hier ein Land überfallen wurde von einem anderen Land, das gegen den Willen der Uno Krieg geführt hat, einen Angriffskrieg." Dabei sei es in erster Linie um die irakischen Ölquellen gegangen, denn "im Vergleich mit anderen Diktatoren im Lebensraum bis China - Israel muss ich schon sagen - fällt es mir sehr schwer, hier graduelle Unterschiede zu erkennen".


"Da fällt mir die Wahl wirklich schwer"
Darauf angesprochen, dass der Eindruck entstehe, Saddam sei ihm lieber als Bush, meinte Haider: "Da fällt mir die Wahl wirklich schwer. Beide haben mit dem Völkerrecht auf Kriegsfuß gelebt, Menschenrechtsverletzungen begangen. Der eine hat das Glück, eine Weltmacht zu befehligen, daher die Macht, die Gesetze zu schreiben, während der andere ein schwacher Diktator gewesen ist." Haider hatte im Jahr 2002 für Aufsehen gesorgt, als er zwei Mal den damals bereits international isolierten irakischen Staatschef besuchte und ihm dabei "die Grüße des österreichischen Volkes" überbracht hatte.


Kritik von allen Seiten
In Österreich stießen Haiders Aussagen auf heftige Kritik: ÖVP-Generalsekretär Lopatka bezeichnete sie als "unzulässig und absurd". SPÖ und Grüne verlangen eine Distanzierung der Regierung. Für den SPÖ-Bundesgeschäftsführer Darabos ist die von Haider dargebrachte "Mischung aus Verschwörungstheorien, Antisemitismus und Antiamerikanismus nicht nur abstrus, sondern sie schadet auch dem Ansehen und dem Wirtschaftsstandort Österreich und Kärnten ungemein". Die Grüne Vize-Chefin Glawischnig forderte Bundeskanzler Schüssel auf, klar zu machen, "ob er diese Geisteshaltung teilt oder ob das Konsequenzen hat".

Weitere Infos:

Geschrieben von Jürgen T. am 17. Dezember 2003 22:06:49:

Na, da steht doch der gute Haider gar nicht so allein da. Gestern soll in CNN (!!!) ein Reporter sogar geäußert haben, daß es besser gewesen wäre, wenn Truthahn-Bush und nicht Saddam Hussein (angeblich) verhaftet worden wäre. Was sagt man denn dazu!

An ihren Reaktionen haben sich die Brüder bestens verraten, wie sehr sie Haider da wieder einmal populistisch, also mit Volkes Stimme, auf der Zwölf erwischt hat. Sauberer Blattschuß! Je mehr sie leugnen, umso mehr ist dran!

Nachstehender Artikel geht in die gleiche Richtung. Die depperten USRAELIS sind offenbar in ihrem Freudentaumel über die gelungene Operation Erdloch noch so konfus, daß sie Saddam sicherheitshalber immer noch suchen, oder ist der gar schon wieder abgehaut oder beim Bettenmachen verloren gegangen? Vielleicht sollten sie Saddam wie Chemie-Ali erst nach der Erschießung festnehmen und sie haben die Regieanweisung verlegt? Frei nach dem Motto: "Wie du röchelst noch? Dann muß ich Dich eben noch töter töten!" Fragen über Fragen ...

Viele Grüße

Jürgen T.


Suche nach Saddam Hussein

Iraks Ex-Präsident bleibt nach Verhaftung verschwunden. Mehrere Anschläge in Bagdad

Auch nach der Verhaftung des ehemaligen irakischen Präsidenten Saddam Hussein durch die amerikanischen Besatzungstruppen dauert die Suche nach selbigem an. Desinformation und Verwirrung bestimmen weiter die Pressepolitik der Besatzungstruppen: Mal wird der wohl prominenteste Häftling der USA als redselig und kooperativ dargestellt, dann wieder als verbohrt und verstockt, mal als gebrochener alter Mann, dann wieder als selbstbewußter Überzeugungstäter. Sicher ist nur soviel: Alle Aussagen, die der am vergangenen Samstag unweit von Tikrit verhafteten Person zugeschrieben werden, gehen über den Tisch der Abteilung für psychologische Kriegsführung bei den Besatzungstruppen.

Schon die einfachste Frage läßt sich nicht beantworten: Wo befindet sich Saddam Hussein? Beim Korps der internationalen Medienschaffenden ist das Jagdfieber ausgebrochen. Der Expräsident befindet sich in US-Haft in Bagdad, meldete am Montag die Nachrichtenagentur AFP. Drei Mitglieder des von den USA eingesetzten irakischen Übergangsrates hätten Saddam Hussein an einem unbekannten Ort in der irakischen Hauptstadt treffen und sprechen können. Der inhaftierte Expräsident zeige keine Reue. »Er machte einen deprimierten und erniedrigten Eindruck, auch wenn er das zu verbergen suchte«, zitierte das schiitische Ratsmitglied Muwafak Al Rabii, der Saddam Hussein identifiziert haben soll.

Ob Saddam Hussein allerdings tatsächlich in Bagdad gefangengehalten wird, ist mehr als fraglich. DPA meldete unter Berufung auf den Fernsehsender Al Arabija, der irakische Expräsident sei nach seiner Festnahme am Samstag abend auf den US-Stützpunkt im Golfemirat Katar ausgeflogen worden. Vielleicht befinde er sich aber auch in Camp-X-Ray in Guantanamo, dem berüchtigten Internierungslager der US-Armee auf Kuba, spekulierten andere. Selbst eine Verbringung in eines der Geheimgefängnisse in Israel kann nicht ausgeschlossen werden.

Klarheit über den Aufenthaltsort könnte das Internationale Komitee vom Roten Kreuz geben, das ein Recht auf Zugang zu dem Kriegsgefangenen hat. US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld behauptete am Sonntag abend zumindest, Saddam Hussein werde »wie ein Kriegsgefangener gemäß der Genfer Konvention behandelt«. Ob das Rote Kreuz allerdings Zugang zu dem Verhafteten bekommen werde, müßten Juristen entscheiden, relativierte der Pentagon-Chef seine Aussagen in Sachen Genfer Konvention. Die Besatzungstruppen verstießen bereits mit der demütigenden Vorführung des offensichtlich unter Drogen gesetzten Häftlings gegen dort festgelegte Regelungen. Das Pentagon rechtfertigte die Ausstrahlung des Propagandavideos von einer angeblichen medizinischen Untersuchung Saddam Husseins am Sonntag mit dem »großen öffentlichen Interesse« an dessen Festnahme. Im Frühjahr hatte die US-Regierung die Vorführung von amerikanischen Kriegsgefangenen im irakischen Fernsehen indes scharf kritisiert und als Verstoß gegen die Genfer Konvention gebrandmarkt.

Derweil wurden am Montag morgen bei zwei Autobombenanschlägen auf Polizeistationen in Bagdad acht irakische Polizisten getötet, mehr als 25 weitere sollen verletzt worden sein. Am Nachmittag wurden koordinierte bewaffnete Angriffe auf weitere Polizeistationen gemeldet.

Junge Welt


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Einen Herrn Bush zum Beispiel interessiert es herzlich wenig, ob Sie sich über ihn ärgern.
Sie sind Schöpfer der Ereignisse die in Ihrem Leben eintreten, also seien Sie sich bewußt
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