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06.01.2004 Christof Meueler Junge Welt
Der Anti-George-W.-Bush-Spot
Störungen und Verschwörungen in den USA
Die USA sind das mächtigste Land der Welt. Und das interessanteste. Nirgends sonst gibt es soviel Sentimentalität, Kommerz, Wahnsinn, Barbarei, Störungen und Verschwörungen, oder was man sonst noch so braucht, um Politik interessant zu finden. Oder Kultur. Oder Wirtschaft.

Ist man mal da, ist es eher enttäuschend. Denn man sieht erst mal nichts Neues. Vorausgesetzt, man hat schon zirka 10 000 US-TV-Serien intus. Die Briefkästen, die Schulbusse, die Polizisten – schaut wirklich alles so aus wie im Fernsehen.

Das Fernsehen ist aber keine heile Welt, sondern traditionell vollgestopft mit Sensationen und Innovationen. Wenn zum Beispiel Ende Januar George W. Bush seine Ansprache zur Lage der Nation hält, wird im Werbeumfeld dieser Sendung ein Antipräsidentenspot laufen. Inhalt: die ganze Bush-Politik in dreißig Sekunden. Entweder geht jemand tanken und erschießt anschließend den Tankwart. Oder es wird gefragt, warum man die für die Kriege im Irak und in Afghanistan beantragten 87 Milliarden Dollar nicht für 10 000 neue Schulen in den USA eingesetzt hat. Oder es werden die Verbindungen zwischen den Familien Bush und Bin Laden skizziert. Solche Ideen verhandeln die Film-Einsendungen, zu denen Kreise um Michael Moore im Internet aufgerufen hatten. Statt der erwarteten 100 Beiträge kamen 1000, die Server brachen zusammen. Nur einer wird gezeigt werden, und der ist bestimmt ebenso witzig wie witzlos.

Denn die USA sehen immer so aus wie im Fernsehen. Und fast alle Yanks, die man trifft, egal, ob reich oder arm, schwarz oder weiß, dumm oder klug, hauen irgendwann das Statement raus, sie wären schlußendlich stolz auf ihr Land. Was soll man mit dieser Information anfangen? Man weiß dann höchstens, daß es dort niemals eine Revolution geben wird. So wie es Gil Scott-Heron in den 70ern sang: »The Revolution will not be televised.« Ein ausgezeichnetes Lied übrigens.


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Wenn Sie sich wegen irgendeiner Information ärgern, deswegen wütend oder frustriert werden bzw. Hass oder Wut auf entsprechende Personen bekommen, sind SIE selbst der einzige der diese Emotion in Form von Krankheiten zurückbekommt. Ihre Wut trifft niemals den anderen.
Einen Herrn Bush zum Beispiel interessiert es herzlich wenig, ob Sie sich über ihn ärgern.
Sie sind Schöpfer der Ereignisse die in Ihrem Leben eintreten, also seien Sie sich bewußt
wie Sie denken oder sprechen.