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Bis heute soll,
vor allem in arabischen Ländern, das Gerücht durch die Welt geistern,
vor den Anschlägen auf das World Trade Center am 11.09.01 seien Israelis
und/oder Juden vor dem Ereignis gewarnt worden und hätten sich so in
Sicherheit gebracht.
Dieses gilt als
bösartiges antisemitisches Gerücht. Der SPIEGEL schreibt in seiner Printausgabe 37/2003 vom
08.09.03 hierzu:
Im
Internet kursierte schon kurz nach den Anschlägen die Mär einer
jüdischen Verschwörung: 4000 im World Trade Center beschäftigte Juden seien am 11.
September nicht zur Arbeit erschienen. Also wussten
die Juden Bescheid, weil wohl der Mossad den Anschlag geplant hatte. In den
arabischen Ländern zählt diese Theorie zu den
Selbstverständlichkeiten. In die Welt gesetzt hat sie der libanesische TV-Sender
al-Manar, der auf
seiner Website stolz bekennt, "psychologische Kriegführung gegen den zionistischen
Feind" zu betreiben. Abraham Foxman von der jüdischen Anti-Defamation League in
New York weiß um
die Hartnäckigkeit des perfiden Gerüchts. Schon oft hat er es mit den
Zahlen, die ihm vorliegen,
auszuräumen versucht: Seine Leute haben die
jüdischen Opfer
gezählt.
Mindestens 400 seien es gewesen, wahrscheinlich
mehr. Amtliche Zahlen gibt es nicht, weil die Religionszugehörigkeit von
US-Behörden nicht erhoben wird.
Stimmt aber diese
Darstellung des SPIEGEL überhaupt?
Man tut sehr gut
daran, strikt zwischen den Begriffen Israeli (i.S. einer
Staatsangehörigkeit) und Jude (i.S. einer
Religionszugehörigkeit) zu unterscheiden.
Die
TV-Talkmasterin Sandra Maischberger suggerierte im Interview mit dem
Ex-Bundesminister Andreas von Bülow im ARD am 09.09.03, er habe den
Eindruck vermittelt, nur ein einziger Jude sei beim World Trade
Center ums Leben gekommen, woraufhin er darauf verwies, von
Israelis geredet zu haben (was er tatsächlich hat, siehe S.
216 seines Buchs
Die CIA und der 11. September). Hier
die Passage im Transkript: Maischberger: Sie
schreiben in Ihrem Buch, es gab nur einen einzigen israelischen
Toten. Das ist nachweislich falsch. Es gibt,
äh, eine jüdische Organisation in New York City, die haben
alleine 400 tote
Juden ermittelt. Und
es gibt 400 Menschen, die jemanden verloren haben; und Sie schreiben in dem Buch, das kann gar nicht
sein, ähm, und damit sagen Sie jemandem, der seinen Vater
verloren hat, Du hast Deinen Vater nicht
verloren. Von Bülow: Ja,
das ist eine Masche, die Journalisten aufgebracht haben, um mich in die anti-
semitische Ecke hineinzubringen. Ich rede von Israelis.
Zuvor hatte am
selben Tag die ZDF-Sendung Frontal 21 im Beitrag Konjunktur
für Verschwörer zum gleichen Sachverhalt wie folgt Gunter
Latsch vom SPIEGEL zu Wort kommen lassen. Latsch: Also
ich glaube, mit exakt dieser Passage - über die Frage
´Wieviel Juden waren im
World Trade Center oder wurden alle gewarnt und kamen an diesem Tag
nicht zur Arbeit?´ hat sich Herr Bülow, also, aus jeder ernsthaften
Diskussion nicht nur verabschiedet, sondern sich auch für jede
weitere ernsthafte Diskussion disqualifiziert. Das ist die Leitversion der ewigen jüdi-
schen Weltverschwörung, die mit den
Protokollen der Weisen von Zion beginnt, ´ner nachgewiesenen
Fälschung. Da gibt es überhaupt keine Grundlage für. Es hat --
jede Menge jüdischer
Opfer gegeben. Die
exakte Zahl ist deswegen
nicht feststellbar, weil die
Konfessionszugehörigkeit - in den USA amtlich nicht erhoben wird und auch
keine Rolle spielt.
Von Bülow
wurde also mit massiven Vorwürfen belegt, verwies aber - neben
Ausführungen zur möglichen Rolle des israelischen Mossad im Umfeld
des 11.09.01 - darauf, nicht Juden, sondern Israelis
thematisiert zu haben.
Ist dies
Haarspalterei von Antisemiten, die sich tarnen möchten? Keineswegs, wie
nun gezeigt wird.
Der Ursprung
der Zahl 4.000 - die Jerusalem Post und ihre Quellen
Auf einer
ausdrücklich den Opfern des 11. September 2001 gewidmeten Web-Seite sind - soweit
zum zum 21.09.2002 (also gut ein Jahr später) bekannt - die
nachgewiesenen Opfer nach ihrer Staatsangehörigkeit (known foreign
citizenship) und Land (known country) aufgeschlüsselt. Bei known
country steht bei Israel die Zahl 1. Insofern hat von Bülow
keineswegs schlampig recherchiert. Bei known foreign citizenship
übrigens steht auch nur eine sehr geringe Zahl, nämlich 2.
Doch kommen wir
zum SPIEGEL, der den libanesischen Sender al-Manar als Drahtzieher eines
perfiden Gerüchts darstellt. Ist dem so? Nicht ganz! Was weder der SPIEGEL
noch Herr Leyendecker von der Süddeutschen Zeitung noch das ARD-Magazin
PANORAMA noch Frau Maischberger - und leider noch nicht einmal die Buchautoren
Bröckers/Hauß - erwähnen, das ist, dass die ursprüngliche Quelle für die ominöse Zahl 4.000
die höchst renommierte israelische Tageszeitung Jerusalem Post
ist.
Am 12. September 2001 berichtete sie
unter der Schlagzeile Tausende Israelis vermisst nahe WTC,
Pentagon, dass das israelische Außenministerium bislang die Namen von
4.000 Israelis erhalten habe, von denen
man glaube, sie seien zur Zeit des Angriffs in der Gegend des WTC und des
Pentagons gewesen. Die Liste setze sich zusammen aus Leuten, die noch keinen Kontakt mit Freunden oder der Familie
aufgenommen hätten.
Man beachte, dass hier ausdrücklich von 4.000
Israelis und nicht etwa von Juden geschrieben wurde,
und dass als Quelle das israelische Außenministerium und noch das
Armee-Radio genannt werden. Rechnete man
ernsthaft mit 4.000 vermissten israelischen Staatsangehörigen oder ist
für das israelische Außenministerium jeder vermisste Amerikaner
jüdischen Glaubens ein Israeli? Diese zahlenmäßige Darstellung
stammt jedenfalls nachgewiesenermaßen keineswegs von antisemitischen oder
israel-hassenden Quellen. Und der libanesische TV-Sender al-Manar nahm speziell
Bezug auf israelische Medien als Quelle seiner entsprechenden
Berichterstattung, wenngleich er dies sicher propagandistisch zu nutzen
versuchte, indem relativierende Meldungen danach ausgeblendet wurden.
http://www.jpost.com/Editions/2001/09/12/LatestNews/LatestNews.34656.html
Wednesday
September 12, 2001
(08:15 - Wed)
Thousands of Israelis missing near WTC, Pentagon
The Foreign Ministry in Jerusalem has so far received the names of 4,000 Israelis believed to have been in the areas of the World Trade Center
and the Pentagon at the time of the attack. The list is made up of
people who have not yet made contact with friends or family,
Army Radio reported.
Telephone connections between Israel and the New York City and Washington,
D.C. areas has been sporadic and unreliable since the multiple attacks
yesterday. Ten thousand people are estimated to have been killed in the New
York attacks and another 800 in Washington. Several hundred also went
down with the hijacked planes.
Zwanzig Minuten
zuvor hatte der Internet-Dienst der Jerusalem Post bereits eine recht
ähnliche Meldung verbreitet. Dabei war von Hunderten bei der WTC-Attacke
vermissten Israelis die Rede, sowie von der Mitzwanzigerin Alona Avraham,
Passagierin des Flugs UA-75, und dem 31-jährigen Israeli Daniel Levin,
ebenfalls Passagier auf einem der entführten Flugzeuge. Wieder kommt dann unter Verweis
auf das israelische Außenministerium in Jerusalem der Hinweis auf
4.000 Israelis, die sich in der
Nähe der Anschlagsorte aufgehalten haben sollen. Die dortigen israelischen
Auslandsvertretungen leisteten Über- stunden, um vermisste Israelis
ausfindig zu machen.
http://ww.jpost.com/Editions/2001/09/12/News/News.34692.html
September 12,
2001
(07:55)
Hundreds of Israelis missing in WTC attack By The
Jerusalem Post Internet Staff
A United
Airlines spokesman confirmed that Alona Avraham, a resident of Ashdod, was a
passenger aboard United Airlines Flight 75, the second hijacked plane to crash
into the World Trade Center in New York. [This story last updated
14:30] Avraham was in her mid-twenties and had recently finished university
studies. Avraham had spent a few days in Boston with friends and was heading
for Los Angeles for a two-week visit, to include Rosh Hashanah.
Israeli Daniel Levin, 31, was also
reported to be on one of the hijacked
planes that was forced down by terrorists, Army Radio reported.
The Foreign Ministry in Jerusalem has so far received the names of 4,000 Israelis believed to have been in the areas of the World Trade Center
and the Pentagon at the time of the attack. Israeli foreign missions in New York City and
Washington are also
working overtime to locate missing
Israelis. For
emergency telephone numbers set up to aid in the search and rescue efforts,
click here.
Am 13.09.01
meldete die Jerusalem Post dann, durch die Suchbemühungen des
Außenministeriums seien mehr als 1.000 Israelis gefunden worden.
Ebenfalls am 13.09.01 vermeldete sie, dass laut Israels Generalkonsul in New York, Alon Pinkas, nicht mehr als
5 oder 6 Israelis in den Türmen oder in ihrer Nähe, und dass weitere
30-40 in der generellen Gegend gewesen wären. Bis zu einer
Abendmeldung der Jerusalem
Post vom 13.09.01 waren dann unter Bezug auf Konsul-Angaben die Zahlen auf
fast sichere 4 Israelis in den WTC-Türmen zum Zeitpunkt des
Kollapses, sowie vermutlich 4 weitere israeli- sche Opfer in der Umgebung
geschrumpft.
Am 14.09.01 dann
schreibt die Jerusalem Post, dass das israelische Außenminsterium seit
den Anschlägen noch immer
keinen Kontakt zu 150 Israelis hätte, dass
außerdem mindestens 8 Israelis zum Zeitpunkt des Zusammenbruchs in den
WTC-Türmen gewesen seien. Man bestimme derzeit Identität und Zustand
von 10 in New York hospitalisierten Leuten mit israelisch
klingenden Namen.
Da hier absolut
verlässlich dokumentiert werden soll, und da man unter den obigen Original-Links auf die Seiten der
Jerusalem Post mittlerweile nicht mehr fündig werden
dürfte - wobei man durchaus kritisch fragen sollte, warum es diese
überaus wichtigen Links nicht mehr frei zugänglich gibt - hier die
äußerst seriös aufbereitete,
Verschwörungstheorien aufdecken wollende Sekundär-Quelle für die
obigen Zitate.
Wer aber selbst
diese Quelle anzweifelt, der findet das Eingeständnis, dass die Zahl
4.000 vom israelischen Außenministerium und der Jerusalem
Post stammt, ausgerechnet auf den Seiten 21-22 eines Dokuments (im pdf-Format
verfügbar) der jüdischen Anti-Defamation League mit Titel
Unraveling Anti-Semitic 9/11 Conspiracy
Theories.
Doch es gibt
noch sehr viel mehr recht wunderliche
Dinge über die Zahl der am 11.09.01 zu Tode gekommenen Israelis zu
berichten.
Welche Zahl
nannte G.W. Bush vor dem Kongress?
George W. Bush gedachte in
seiner Rede vom 20.09.2001 vor beiden
Kammern des Kongresses wie folgt den Opfern der Anschläge des 11.
September:
Nor will we forget the citizens of 80 other nations who died with our own. Dozens of Pakistanis,
more than 130 Israelis, more than 250 citizens of India, men and women from El
Salvador, Iran, Mexico and Japan, and hundreds of British
citizens.
Er sagte also,
man werde nicht die Bürger aus mehr als 80 anderen Nationen vergessen, die
zusammen mit US-Bürgern starben, dann führte er u.a. beispielhaft
mehr als 130 Israelis auf.
Das
überraschende Fazit der New York Times vom 22.09.01
Diesmal war klar
ein Bezug auf die Nationalität gegeben. Aber wie gleich ausgeführt
wird, gab es nicht mehr als 130 getötete Israelis, nein, in
Wirklichkeit befand sich nicht einmal eine Handvoll israelischer
Staatsbürger unter den Todesopfern. Genauer gesagt spricht jedenfalls ein Artikel der New York Times
vom 22.09.01 von EINEM israelischen Geschäftsbesucher im WTC und ZWEI israelischen Flugzeugpassagieren. In Summe also DREI. Und die Ausgangszahl elf Tage zuvor war 4.000.
Da mag verständlich werden, warum die arabisch-islamische Welt
sich die Augen reibt.
http://query.nytimes.com/gst/abstract.html?res=F50A15FD3D5E0C718EDDA00894D9404482
METROPOLITAN DESK | September
22, 2001, Saturday A NATION CHALLENGED: THE TALLY; Officials Say Number
of Those Still Missing May Be Overstated
By ERIC LIPTON
(NYT) 1217 words Late Edition - Final , Section B , Page 1 , Column 1
ABSTRACT- New
York City officials say that number of people listed as missing and feared lost
in World Trade Center disaster, which has climbed as high as 6,333, could fall
significantly because of problems with reports of missing people from foreign
countries and other sources; Mayor Rudolph Giuliani says reports of missing
foreign citizens, which had helped increase number of those listed as missing
and perhaps dead by about 1,000 over last three days, probably involved many
people who had been counted twice or who were neither working at nor visiting
twin towers. (...) But interviews
with many consulate officials Friday suggested that the lists of people they
were collecting varied widely in their usefulness. For example, the city
had somehow received reports of many Israelis feared missing at the site, and
President Bush in his address to the country on Thursday night mentioned that
about 130 Israelis had died in the attacks. But Friday, Alon Pinkas, Israel's
consul general here, said that lists of the missing included reports from
people who had called in because, for instance, relatives in New York had not
returned their phone calls from Israel. There were, in fact, only three Israelis who had been confirmed as dead: two on the planes and another who had been visiting the towers on business and who was identified and buried.
Fazit und
Einschätzung der Vorwürfe der deutschen Medien
Halten wir
fest: Der SPIEGEL hat den Sender al-Manar als Urheber
der Mär einer jüdischen Verschwörung dargestellt, doch dieser
hat nicht von 4.000 Juden geschrieben, sondern aus den oben
genannten guten Gründen von 4.000 Israelis. Warum stellt der
SPIEGEL dies so verfälscht dar? Warum nennt auch sonst niemand in der
Presse hierzulande die wahre Quelle der 4.000 vermissten
Israelis?
Nun bleibt noch,
kurz auf den Hinweis von Frau Maischberger (09.09.03), die sich
mutmaßlich u.a. auf den SPIEGEL (08.09.03) bezieht, der sich wiederum auf
die gleiche Quelle bezieht wie die Sendung PANORAMA (21.08.03), in Bezug auf
die Aussagen von Abraham Foxman von der jüdischen Anti-Defamation League
einzugehen, obwohl dies nicht nötig ist, weil es nicht um jüdische Opfer, sondern um
israelische Staatsangehörige unter den Opfern geht. Selbst
wenn man dennoch auf diese vom Ansatz her schon falsche Argumentation eingeht,
ist etwas seltsam. Man wird den Eindruck nicht los, dass der Vorwurf des
gegenseitigen Abschreibens und Zitierens, der ja in Richtung der
Verschwörungstheoretiker zielte, deren Kritiker selbst trifft.
PANORAMA hat ein (Film-)Interview mit Abraham Foxman geführt, Frau
Maischberger aber kaum. Es fällt beim SPIEGEL auf, wie vage die Passage
bleibt. Wer sind genau seine Leute, die jüdische Opfer
gezählt haben? Wie haben sie diese gezählt? Wie verlässlich sind
die von ihm gemachten Zahlenangaben, wenn es keine amtliche Statistik bzgl.
Religionszugehörigkeit gibt? Der SPIEGEL schreibt, mindestens 400 seien es
gewesen, wahrscheinlich mehr. Bei PANORAMA war die von Foxman genannte Spanne
sogar noch vager klingend geblieben, nämlich 400 bis 500. Den
Verschwörungstheoretikern warf man vor, sie hätten keine
Interviews zum Belegen wichtiger Behauptungen geführt. Wie ist aber die Zahl 400 bis 500 belegt worden? Hat man
Namenslisten eingesehen bzw. von Herrn Foxman verlangt? Wie wurde von ihm und
seinen Leuten die Religionszugehörigkeit festgestellt? Etwa mit der
banalen Methode, sich aufgrund der Vor- und Nachnamen zu überlegen, ob das
Opfer jüdischen Glaubens war? Das wäre allerdings reichlich vage. Es
gibt natürlich offizielle
Namenslisten und auch ehrende
Kurzbiographien (etwa von der New York Times), doch lassen sich aus letzteren
nur in wenigen Ausnahmefällen so diesbezüglich klare Folgerungen
ziehen wie bei Gina Sztejnberg (Born in
Poland to a Jewish couple who fled to Russia to escape the Holocaust, and then
returned to Poland, she came as a girl to the United States in the early
1960´s.). Die Methode des Überprüfens des Namens aufgrund
seines Klanges führt zu ungenauen Angaben, die oft stimmen
mögen, aber nicht immer. Kam man so auf die mindestens 400
bzw. 400 bis 500? Anders gefragt: Wenn man doch genauer vorging und
die Verwandten und Freunde befragte, warum bleibt dann das Ergebnis so
auffällig vage mit einer derart großen Spannbreite? Wie dem auch sei; das ist lediglich ein peripheres
Randthema. Nicht einmal dieses haben die Kritiker bei SPIEGEL, PANORAMA usw.
ausreichend geklärt oder erklärt. Vor allem lenkten sie mit diesem
Randthema aber davon ab, dass die Quellen für die Irritation nicht
antisemitische Hetzer waren, sondern das israelische Außenministerium,
die Jerusalem Post, das israelische Armee-Radio sowie G.W. Bush (mehr als 130
tote Israelis). Es mag Hunderte jüdischer Todesopfer gegeben haben, aber es waren nicht einmal zehn
Todesopfer mit israelischer Staatsangehörigkeit, geschweige denn
4.000. Genauer gesagt: Es waren laut dieser
Internetseite der israelischen
Regierung exakt
FÜNF, wobei zwei von
ihnen die Jerusalem Post ja bereits am 12.09.01 als Passagiere benannt
hatte:
-
Alona
Avraham
-
Leon
Lebor
-
Shay
Levinhar
-
Daniel
Lewin
-
Haggai
Sheffi
Nochmals zur
Erinnerung: Sandra Maischberger hielt am 09.09.03 in ihrer Sendung Andreas von
Bülow wortwörtlich vor: Sie schreiben in Ihrem Buch, es gab
nur einen einzigen israelischen Toten
. Das ist nachweislich falsch. (Es folgt als
Begründung die Ausführung von mind. 400 getötete Juden).
Nachweislich falsch? Wirklich? Herr von
Bülow bezog sich in seiner Buchaussage nur auf das World Trade Center,
nicht auch auf die vier Boeings. Hat Frau Maischberger wirklich einen Nachweis
dafür, dass mehr als die namentlich genannten fünf Israelis bei den
Anschlägen des 11.09.2001 ums Leben kamen? Das darf und muss bezweifelt
werden! Es sei denn, man würde annehmen, sie wüsste es besser als das
israelische Außenministerium.
Insbesondere von Bülow, aber natürlich auch die Autoren
Wisnewski sowie Bröckers und Hauß haben sich also nichts vorzuwerfen
und brauchen nichts zurückzunehmen. Eine
ähnlich entlastende Aussage gegenüber ihren zu massiv
ausfälliger Wortwahl greifenden Kritikern (in Rundfunk- und Presse-Medien
sowie dabei sich besonders hervortuende Einzelpersonen) kann demgegenüber
nicht getroffen werden. |