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Hierbei handelt es sich um einen relativ
modernen Begriff für etwas, für das zu anderen Zeiten in der
Wirksamkeit gleichartige, ansonsten aber andere Titulierungen verwendet wurden.
So wurde zu allen christlichen Zeiten der,
welcher irgendwelche Zweifel am Christentum hatte oder Kritik an ihm
vorbrachte, als Ketzer bezeichnet. So wurde und wird auch heute noch jeder, der
Zweifel an der Geschichte und der heutigen Darstellung des Nationalsozialismus
bzw. der damaligen zeitgeschichtlichen Ereignisse vorbringt, als Neonazi
eingestuft. Dieser titulierenden Linie zur Diffamierung von kritischen Geistern
wurde als moderner Oberbegriff der des Verschwörungstheoretikers
aufgesetzt und an die Seite gestellt.
Der
Grundgedanke für all diese Bezeichnungen ist nun der, daß damit,
ohne auf die kritisierte Sache oder das angezweifelte Thema überhaupt, am
allerwenigsten mit Argumenten, einzugehen, eine gedankliche Gesamtposition in
sich in Verruf gebracht wird, d.h., nicht etwa ein Argument wird
als falsch angeprangert, sondern die Kritik an sich, ja selbst jedes kritische
Denken wird als falsch herausgestellt, womit beidem jeder Anspruch grundlegend
entzogen wird. Die eigentliche psychologische Geschicklichkeit liegt aber nun
darin, daß genau dies erreicht wird, ohne ein Kritikverbot je direkt
ausgesprochen zu haben. Denn nicht die Kritik an sich wird damit direkt in
Zweifel gezogen oder in Frage gestellt, obwohl dies die Konsequenz ist, sondern
nur die Kritikfähigkeit des Kritikers, bzw. des
Ungläubigen.
Man könnte dieses
Vorgehen nun so sehen, als handele es sich dabei letztlich um eine Kritik an
dem Kritiker. Denn, geschickt wie man so ist, stützt man diese Kritik an
dem Kritiker meist darauf, daß man einzelne Kritikpunkte des Kritikers in
Frage stellt völlig unabhängig von der Wertigkeit dieser
Punkte in der Gesamtargumentation -, ihm dabei etwa ein fehlende
Beweisführung vorhält oder einzelne Detailpunkte bestenfalls sogar
widerlegt, um dann daraus die Gesamtkritik als Hirngespinst eines Ketzer,
Neonazis oder Verschwörungstheoretikers darzustellen. Damit ist nicht nur
eine inhaltliche Diskussion vermieden worden, auch hat keine ausführliche
Analyse des Für-und-Wider stattgefunden, ja, die eigentlichen Streitthemen
sind kaum gestreift worden, um im Resultat die eigene Sachposition zu
stützen, sondern diese wird versucht, allein dadurch zu verbessern, indem
nicht die Kritik, sondern die Person des Kritikers selbst in Frage gestellt
wird. Diesem wird damit entweder geistige Umnachtung, satanische
Verführung oder ein besonderes Interesse untergeschoben.
Allein, wer sich zu solch einem Vorgehen
veranlaßt sieht, wer solche taktischen Manöver benötigt, der
will nicht aufklären, sondern der will mundtot, der will den Geist tot
machen. Solches aber haben nur solche nötig, die eine
ausführliche Diskussion, eine umfassende Analyse der strittigen Thematik,
nicht zulassen wollen, d.h., immer nur der, der Bedeutendes zu verbergen hat,
wird Begriffe wie Ketzer, Neonazi oder Verschwörungstheoretiker
überhaupt verwenden, handelt es sich bei diesen Begriffen doch um nackte
Psycho-Titulierungen aus der Küche der Meinungsmacher.
Nehmen wir ein aktuelles Beispiel. Nehmen
wir den 11.9.2001. Was dazu an Fakten vorliegt, sind im Kern Fernsehbilder von
der Zerstörung verschiedener Gebäude. Wenn sogar zugestanden werden
soll, daß diese Zerstörungen von Flugzeugen ausgelöst wurden,
wie es die Fernsehbilder zeigen, so liegt zu denen, die diese Flugzeuge
steuerten oder gar zu denen, die diese Zerstörungen in Auftrag gaben,
nicht der allerkleinste Beweis vor. Was es dagegen gibt, sind Anschuldigungen,
die bereits wenige Stunden nach den Ereignissen in der noch heute gültigen
Form vorgetragen wurden. Allem anderen, was ansonsten angeführt wird,
fehlt jeder Charakter des Faktischen, d.h., es kann auch zusammenmanipuliert
worden sein. Stellt man allein die Frage nach dem Nutzen, der aus diesen
Ereignissen entstand, so zeigt sich, daß dieser einzig bei dem
vordergründig betroffenen Staat, den USA selbst, liegt. Und es wäre
nicht das erste Mal, daß dieser sich zum Betroffenen machte, um sich
damit einen politischen Grund zum militärischen Vorgehen zu verschaffen,
wenn die Gegenseite, trotz aller Nötigungen, dazu nicht bereit war, oder
eine Gegenseite überhaupt nicht existiert (hat).
Im Resultat kann es aber jedem als Ketzer,
Neonazi oder Verschwörungstheoretiker Titulierten und Diffamierten schon
zum Trost und auch Erfolg gereichen, daß er und seine Kritik als solches
überhaupt erwähnt wird. Ist es ihm und den von ihm vorgetragenen
Zweifeln doch bis dahin zumindest schon einmal gelungen, die Phase des
Totschweigens überwunden zu haben. |