Inhalt:
Russ Duritz ist ein
sehr unfreundlicher, zynischer und kaltherziger Mensch. Er hat keine Familie
und auch keine Freunde, engagiert sich dafür sehr stark in seinem Beruf
als Imageberater. Kurz vor seinem 40. Geburtstag findet er in seinem mit
Alarmanlagen gut gesicherten Haus einen kleinen Jungen. Schnell stellt sich
heraus, das er selbst dieses Kind ist, im Alter von 8 Jahren. Er mag sich
selbst als Kind allerdings nicht, sieht sich als zu dick, zu ungeschickt, zu
wehleidig und hält sich für einen Versager. Gleichzeitig empfindet
das Kind ihn im Alter von 40 Jahren auch für einen Versager, weil Russ
kein Pilot geworden ist, keinen Hund hat und noch keine Frau.
Da ihn
der kleine Rusty nervt, will er ihn natürlich schnell wieder loswerden,
doch das klappt nicht und so muss er sich mit ihm auseinandersetzen.
Gleichzeitig auch mit seiner Kindheit.
Spirituelle
Botschaft:
Diese
Auseinandersetzung ist sehr wichtig für Russ, weil er sich ohne sie nicht
weiterentwickeln kann. Mit dem Verdrängen seiner Kindheit, hat er auch das
Liebenswürdige in ihm verdrängt. Seine Wärme, seine
Begeisterung, sein Mitgefühl. Sehr selten hat er ein herzliches Wort
für seine Umwelt, die er immer nur für sich ausnutzt, ihr aber nie
etwas zurückgibt.
Der Junge Rusty steht hier in der Symbolik des
verdrängten Inneren Kindes, der immer noch Angst davor hat, von den
anderen Menschen verprügelt und ausgelacht zu werden, der sich immer noch
als ein Looser fühlt. Darum ist er im Laufe der Zeit immer kälter und
rücksichtsloser geworden. Die Konfrontation mit seiner Kindheit, ist
für Russ deshalb wie eine Psychotherapie.
Beide kehren in die
Vergangenheit zurück, zu Russ 8. Geburtstag, zu dem dortigen
Schlüsselerlebnis, welches ihn dazu brachte, kein Kind mehr sein zu
wollen, welche ausschlaggebend dafür war, warum er so kalt und herzlos
wurde. Und hier erkennen beide, das sie die Vergangenheit zwar nicht mehr
ändern, das sie aber aus ihr lernen können. Sie lernen, sich
gegenseitig keine Schuld mehr vorzuwerfen, sondern sich so zu akzeptieren, wie
sie sind. In dem Moment, in dem sie sich wieder miteinander versöhnen,
begegnen beide ihrem älteren Ich im Alter von ca. 70 Jahren und sehen, wie
sich das Leben für sie wenden wird, wie sich die Träume des 8
Jährigen Rusty doch noch erfüllen.
Der Film sagt uns also,
wie wichtig es ist, mit uns selber in Reine zu kommen, uns gerade als Kind so
anzunehmen wie wir damals waren, mit all unseren Schwächen und mit unseren
Träumen. Denn wir werden niemals wirklich glücklich sein, wenn wir
diese unsere Träume nicht wenigstens versuchen zu verwirklichen. Und
dafür ist es nie zu spät im Leben. |