Nach Auffassung einer wachsenden Zahl von Experten befindet
sich Afrika keineswegs unter der Herrschaft einer AIDS-Epidemie, und falsche
Behauptungen, denen zufolge der Kontinent durch HIV verwüstet wird,
führen zu einer tragischen Umlenkung von Hilfsmitteln weg von echten
medizinischen Erfordernissen. Kritiker sagen, die konventionelle Sichtweise
habe zu einer enormen Betonung von HIV-Beratung und Kondom-Verteilung
geführt, während reale Leiden wie Malaria, Tuberkulose und
Unterernährung unbehandelt bleiben. Einige der Kritiker der
HIV-AIDS-Hypothese meinen sogar, es gebe keinen Beweis für eine neue,
sexuell übertragene Krankheit in Afrika. Wo die Todesraten zugenommen
haben, sei dies aufgrund von Bürgerkrieg, Armut in Verbindung mit
wirtschaftlichem Verfall sowie zunehmendem Gebrauch harter Drogen geschehen.
Vorhersagen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und anderer Institutionen,
wonach Millionen durch HIV sterben werden, basieren nicht auf
wissenschaftlichen Beweisen, sondern auf unbegründeten Vermutungen
über die Ausbreitung der HIV-Infektion in Afrika und ihre Verbindung mit
AIDS.
Diese in einer Fernsehdokumentation der Serie "Channel 4's
Dispatches" am 17.3.1993 hervorgehobene Herausforderung ist ein
Ärgernis für einen Großteil westlicher medizinischer
Auffassungen, welche auf "heterosexuelles AIDS" in Afrika hinweisen als Warnung
vor dem, was anderswo auch geschehen könnte. Der Beitrag basiert auf
einer zweimonatigen Untersuchung in Uganda und an der
Elfenbeinküste, die als Epizentrum dessen gelten, was von den
Institutionen als "AIDS -Pandemie" bezeichnet wird. Der Film wurde von Joan
Shenton für "Meditel" produziert, eine unabhängige Gesellschaft, die
zuvor bereits die Sichtweisen von "AIDS-Dissidenten" wie Prof. Peter H.
Duesberg, dem Virologen von der University of California, an die
Öffentlichkeit gebracht hat. Er führt aus, HIV sei harmlos und
verursache kein AIDS.
Laut WHO sind in den Subsahara-Gebieten 7,5 Mio.
Menschen HIV-infiziert, und AIDS wird am Ende des Jahrhunderts
jährlich 500.000 Todesopfer fordern. Doch Dr. Harvey Bialy,
ein führender amerikanischer Wissenschaftler mit langer Afrika-Erfahrung,
der das Fernsehteam begleitete, sagte in der Sendung, es existiere "absolut
kein glaubwürdiger, überzeugender Beweis, daß sich Afrika
inmitten einer neuen Epidemie infektiöser Immunschwäche befindet."
Weil für die AIDS- und HIV-Arbeit internationale Gelder zu bekommen
sind, haben Politiker und Gesundheitsarbeiter einen Anreiz, Menschen als
AIDS-Kranke zu klassifizieren, heißt es in "Dispatches". Die Regierung in
Uganda kann sich aus ihren eigenen Mitteln weniger als 1 US-$ pro
Kopf für Gesundheitspflege leisten. Aber letztes Jahr erhielt sie 6 Mio. $
für AIDS-Forschung und -Prävention von ausländischen
Organisationen. 750.000 Dollar davon kamen von der WHO, verglichen mit
57.000 Dollar zur Prävention, Behandlung und Kontrolle der Malaria,
an der schätzungsweise jährlich eine Million Menschen aus der
Sub-Sahara-Gegend sterben.
Die Angst vor AIDS hat fast eine ebenso große Wirkung
wie AIDS selbst. Die Leute haben Angst, zum Arzt zu gehen, weil sie
befürchten, dann als AlDS-Fälle diagnostiziert und zum Tode
verurteilt zu werden. "Es ist in Uganda zu einem Witz geworden, daß
es Dir nicht erlaubt ist, an etwas anderem als AIDS zu sterben", sagte Bialy.
"Eine beliebte Geschichte ist die, daß ein Freund gerade vom Auto
überfahren worden ist; die Ärzte betrachten es als AIDS-bezogenen
Selbstmord." Ich hörte folgendes vom Portier unseres Hotels in
Kampala. Lachend sagte er "AIDS werde als sexuell übertragen hingestellt,
und trotzdem seien in den fünf Jahren, die er dort sei, die
Prostituierten, die an die Bar kamen, genau dieselben geblieben, keine
von ihnen sei krank geworden."
Bialy, wissenschaftlicher Herausgeber von "Bio/
Technology", einer Schwesterzeitschrlft von "Nature", hat Afrika
seit 1975 immer wieder besucht und dort acht Jahre lang gelebt. "Das einzige
völlig neue Phänomen, das ich dort beobachtet habe, liegt in den
Drogen konsumierenden Prosituierten in Abidjan an der Elfenbeinküste",
sagt er. Diese Mädchen kommen aus Ghana, aus Prostiuierten-Familien,
die in Busladungen hergebracht werden. Sie tun dies seit Generationen und sind
bis heute nie krank geworden. " Das Neue ist die Abhängigkeit dieser
Mädchen von schlimm verunreinigtem Heroin und Kokain, das sie
rauchen. Es zerstört sie vollkommen. Sie sehen genauso aus, wie die
Crack-süchugen Prostituierten in den Innenstädten der USA. Ansonsten
habe ich Malaria, Tuberkulose und Durchfall- erkrankungen gesehen, die,
wie sich begründen läßt, ernsthafter geworden sind; aber
gemäß allen Regeln wissenschaftlicher Beweisführung ist dies
bedingt durch den allgemeinen wirtschaftlichen Verfall, den Niedergang
des Gesundheitswesens und die Entwicklung resistenter Erregerstämme. All
diese Dinge können genau erklären, was abläuft, und zwar
viel wirksamer und überzeugender und sehr viel mehr zum Wohle der
Volksgesundheit, als zu behaupten, diese Krankheiten seien durch HIV
verschlimmert worden."
Bialy meint, ein Teil des Problems liege darin, daß
HIV-Tests in Afrika häufig falsch und irreführend seien. Die Tests
reagierten auf Malaria genauso gut wie auf Antikörper gegen HIV mit
einer falsch- positiv Quote von 80 - 90 Prozent. "Es gibt eine
umfangreiche Literatur, die dies zeigt."
Die meisten AIDS-Diagnosen in Afrika schließen keinen
HIV-Test ein, sondern stützen sich auf eine WHO-Definition, welche auf
klinischen Anzeigen gründet, einschließlich Gewichtverlust,
chronischem Durchfall und anhaltendem Fieber. Eine kürzlich in "The
Lancet" veröffentlichte Studie eines in Ghana arbeitenden japanichen
Arztes berichtet, daß aus einer Gruppe von 227 als AIDS-Fälle
diagnostierter Patienten, die alle drei dieser Anzeichen aufwiesen, wie
auch andere "AIDS-bezogene Zustände", bei 59 Prozent keine Spur von HIV im
Blut nachgewiesen werden konnte.
Eine durch das Mißverhältnis zwischen den
apokalyptischen Warnungen vor der Verbreitung von AIDS in Afrika und ihren
eigenen Beobachtungen verwirrte britische Expertin ist Prof. Beverly Griffin,
Direktor für Virologe an der "Royal Postgraduate Medical School" des
Hammersmith-Hospital im Westen Londons. In den vergangenen sieben Jahren
hat sie Hunderten von Kindern in Malawi Blutproben entnommen. Der Anteil der
HIV-Positiven unter ihnen blieb über diesen Zeitraum unverändert bei
1 - 2 Prozent. Dies wirft nach ihrem Gefühl Zweifel auf anderweitige
Feststellungen, nach denen sich Malawi im Griff einer HIV-Epidemie mit einer
Infektionsrate von rund einem Fünftel der Bevölkerung befindet.
Solche Behauptungen mögen gar eine kleine Gruppe von Menschen in
städtischer Umgebung zutreffen, doch meine Zahlen legen nahe, daß
man hieraus nicht das hochrechnen sollte, was im Land insgesamt existiert."
(...)
(aus: THE SUNDAY TIMES, 21. März
1993) An der Definition von "AIDS" in Afrika hat
sich übrigens nichts geändert!! |