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  Neville Hodgkinson Michael Leitner
AIDS- Epidemie in Afrika ---ein Mythos

Nach Auffassung einer wachsenden Zahl von Experten befindet sich Afrika keineswegs unter der Herrschaft einer AIDS-Epidemie, und falsche Behauptungen, denen zufolge der Kontinent durch HIV verwüstet wird, führen zu einer tragischen Umlenkung von Hilfsmitteln weg von echten medizinischen Erfordernissen.
Kritiker sagen, die konventionelle Sichtweise habe zu einer enormen Betonung von HIV-Beratung und Kondom-Verteilung geführt, während reale Leiden wie Malaria, Tuberkulose und Unterernährung unbehandelt bleiben. Einige der Kritiker der HIV-AIDS-Hypothese meinen sogar, es gebe keinen Beweis für eine neue, sexuell übertragene Krankheit in Afrika. Wo die Todesraten zugenommen haben, sei dies aufgrund von Bürgerkrieg, Armut in Verbindung mit wirtschaftlichem Verfall sowie zunehmendem Gebrauch harter Drogen geschehen. Vorhersagen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und anderer Institutionen, wonach Millionen durch HIV sterben werden, basieren nicht auf wissenschaftlichen Beweisen, sondern auf unbegründeten Vermutungen über die Ausbreitung der HIV-Infektion in Afrika und ihre Verbindung mit AIDS.

Diese in einer Fernsehdokumentation der Serie "Channel 4's Dispatches" am 17.3.1993 hervorgehobene Herausforderung ist ein Ärgernis  für einen Großteil westlicher medizinischer Auffassungen, welche auf "heterosexuelles AIDS" in Afrika hinweisen als Warnung vor dem,  was anderswo auch geschehen könnte. Der Beitrag basiert auf einer  zweimonatigen Untersuchung in Uganda und an der Elfenbeinküste, die als Epizentrum dessen gelten, was von den Institutionen als "AIDS -Pandemie" bezeichnet wird. Der Film wurde von Joan Shenton für "Meditel" produziert, eine unabhängige Gesellschaft, die zuvor bereits die Sichtweisen von "AIDS-Dissidenten" wie Prof. Peter H. Duesberg, dem Virologen von der University of California, an die Öffentlichkeit gebracht hat. Er führt aus, HIV sei harmlos und verursache kein AIDS.

Laut WHO sind in den Subsahara-Gebieten 7,5 Mio. Menschen  HIV-infiziert, und AIDS wird am Ende des Jahrhunderts jährlich  500.000 Todesopfer fordern.  Doch Dr. Harvey Bialy, ein führender amerikanischer Wissenschaftler mit langer Afrika-Erfahrung, der das Fernsehteam begleitete, sagte in der Sendung, es existiere "absolut kein glaubwürdiger, überzeugender Beweis, daß sich Afrika inmitten einer neuen Epidemie infektiöser Immunschwäche befindet."
Weil für die AIDS- und HIV-Arbeit internationale Gelder zu bekommen sind, haben Politiker und Gesundheitsarbeiter einen Anreiz, Menschen als AIDS-Kranke zu klassifizieren, heißt es in "Dispatches". Die Regierung in Uganda kann sich aus ihren eigenen Mitteln   weniger als 1 US-$ pro Kopf für Gesundheitspflege leisten. Aber letztes Jahr erhielt sie 6 Mio. $ für AIDS-Forschung und -Prävention von ausländischen Organisationen. 750.000 Dollar davon kamen von  der WHO, verglichen mit 57.000 Dollar zur Prävention, Behandlung  und Kontrolle der Malaria, an der schätzungsweise jährlich eine Million Menschen aus der Sub-Sahara-Gegend sterben.

Die Angst vor AIDS hat fast eine ebenso große Wirkung wie  AIDS selbst. Die Leute haben Angst, zum Arzt zu gehen, weil sie  befürchten, dann als AlDS-Fälle diagnostiziert und zum Tode verurteilt zu werden.
"Es ist in Uganda zu einem Witz geworden, daß es Dir nicht erlaubt ist, an etwas anderem als AIDS zu sterben", sagte Bialy. "Eine beliebte Geschichte ist die, daß ein Freund gerade vom Auto überfahren worden ist; die Ärzte betrachten es als AIDS-bezogenen Selbstmord." – Ich hörte folgendes vom Portier unseres Hotels in Kampala. Lachend sagte er "AIDS werde als sexuell übertragen hingestellt, und trotzdem seien in den fünf Jahren, die er dort sei, die  Prostituierten, die an die Bar kamen, genau dieselben geblieben,  keine von ihnen sei krank geworden."

Bialy, wissenschaftlicher Herausgeber von "Bio/ Technology",  einer  Schwesterzeitschrlft von "Nature", hat Afrika seit 1975 immer wieder besucht und dort acht Jahre lang gelebt. "Das einzige völlig neue Phänomen, das ich dort beobachtet habe, liegt in den Drogen konsumierenden Prosituierten in Abidjan an der Elfenbeinküste", sagt er.
Diese Mädchen kommen aus Ghana, aus Prostiuierten-Familien, die in Busladungen hergebracht werden. Sie tun dies seit Generationen und sind bis heute nie krank geworden. " Das Neue ist die Abhängigkeit dieser Mädchen von schlimm verunreinigtem Heroin und Kokain,  das sie rauchen. Es zerstört sie vollkommen. Sie sehen genauso aus, wie die Crack-süchugen Prostituierten in den Innenstädten der USA. Ansonsten habe ich Malaria,  Tuberkulose und Durchfall- erkrankungen gesehen, die, wie sich begründen läßt, ernsthafter geworden  sind; aber gemäß allen Regeln wissenschaftlicher Beweisführung ist dies bedingt durch den allgemeinen wirtschaftlichen Verfall, den  Niedergang des Gesundheitswesens und die Entwicklung resistenter Erregerstämme. All diese Dinge können genau erklären, was abläuft,  und zwar viel wirksamer und überzeugender und sehr viel mehr  zum Wohle der Volksgesundheit, als zu behaupten, diese Krankheiten seien durch HIV verschlimmert worden."

Bialy meint, ein Teil des Problems liege darin, daß HIV-Tests in Afrika häufig falsch und irreführend seien. Die Tests reagierten auf  Malaria genauso gut wie auf Antikörper gegen HIV mit einer falsch-  positiv Quote von 80 - 90 Prozent. "Es gibt eine umfangreiche Literatur, die dies zeigt."

Die meisten AIDS-Diagnosen in Afrika schließen keinen HIV-Test ein, sondern stützen sich auf eine WHO-Definition, welche auf klinischen Anzeigen gründet, einschließlich Gewichtverlust, chronischem Durchfall und anhaltendem Fieber. Eine kürzlich in "The Lancet" veröffentlichte Studie eines in Ghana arbeitenden japanichen Arztes berichtet, daß aus einer Gruppe von 227 als AIDS-Fälle  diagnostierter Patienten, die alle drei dieser Anzeichen aufwiesen,
wie auch andere "AIDS-bezogene Zustände", bei 59 Prozent keine Spur von HIV im Blut nachgewiesen werden konnte.

Eine durch das Mißverhältnis zwischen den apokalyptischen Warnungen vor der Verbreitung von AIDS in Afrika und ihren eigenen Beobachtungen verwirrte britische Expertin ist Prof. Beverly Griffin, Direktor für Virologe an der "Royal Postgraduate Medical  School" des Hammersmith-Hospital im Westen Londons.
In den vergangenen sieben Jahren hat sie Hunderten von Kindern in Malawi Blutproben entnommen. Der Anteil der HIV-Positiven unter ihnen blieb über diesen Zeitraum unverändert bei 1 - 2 Prozent.
Dies wirft nach ihrem Gefühl Zweifel auf anderweitige Feststellungen, nach denen sich Malawi im Griff einer HIV-Epidemie mit einer Infektionsrate von rund einem Fünftel der Bevölkerung befindet.
Solche Behauptungen mögen gar eine kleine Gruppe von Menschen  in städtischer Umgebung zutreffen, doch meine Zahlen legen nahe, daß man hieraus nicht das hochrechnen sollte, was im Land insgesamt existiert." (...)

(aus: THE SUNDAY TIMES, 21. März 1993)
An der Definition von "AIDS" in Afrika hat sich übrigens nichts geändert!!

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