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Auf einer Sicherheits-Konferenz in Paris hat die
amerikanische Firma Advanced Digital Solutions (ADS) einen RFID-Chip
vorgestellt, der Menschen unter die Haut gespritzt wird und dann u. a. das
Kaufen und Verkaufen erleichtern soll. Diese Methode habe Vorteile
gegenüber Kreditkarten oder Bargeld, weil sie fälschungssicher sei
und die Chips nicht gestohlen werden könnten, hieß es.
Außerdem könnten die Chips für eine ganze Reihe anderer Zwecke
auf dem Gebiet von Sicherheit und Finanzen eingesetzt werden.
Der Vorstandsvorsitzende von ADS erklärte, sein Produkt
habe ein "enormes Marktpotenzial\", und lud Banken und Kreditkarten-Unternehmen
zu einer ?Partnerschaft\" ein, um Pilotprogramme und Tests durchzuführen.
Die Verführungskraft, das Angebot anzunehmen, dürfte gewaltig sein.
Die meisten der großen Kreditkarten-Multis liebäugeln ohnehin mit
der RFID-Technologie; der Vizepräsident von MasterCards hatte bereits vor
der Konferenz gemutmaßt, die nötigen Informationen könne man
eines Tages unter der Haut unterbringen. Und außerdem wären die
Verwendungszwecke eines solchen Chips beinahe unerschöpflich: neben den
erwähnten Geldtransfers beispielsweise auch Zugangsbeschränkungen zu
Gebäuden, Arbeitsplätzen oder Computern, Identifikation bei
staatlichen Behörden wie etwa dem Finanzamt, im Gesundheitssystem usw. Zur
globalen Verbreitung des Chips könnte beitragen, dass die US-Firma
YeriSign Mitte Januar beauftragt wurde; ein weltweites Verwaltungssystem
für die RFID-Chips zu entwickeln, die nun - das ist offenbar bereits
beschlossen - den bekannten "Balkencode\" auf Verkaufsartikeln ersetzen sollen.
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