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Eine
US-Firma will in drei Monaten mit dem Verkauf von Mikrochips beginnen, die
Menschen unter der Haut eingepflanzt werden. Wie die "Los Angeles
Times" am Mittwoch berichtete, sollen die Chips wichtige medizinische
Informationen enthalten, die mit einem Scanner gelesen werden können. Der
Hersteller Applied Digital Solutions empfiehlt diese Kennzeichnung besonders
Patienten mit künstlichen Organen für eine schnelle Identifizierung
in medizinischen Notfällen.
Der implantierte "Ausweis" könnte zukünftig auch
bei der Suche nach entführten Personen hilfreich sein, glaubt die Firma.
In Verbindung mit dem satellitengestützten Global Positioning System
könnte der Chip und damit auch sein Träger lokalisiert werden.
Der Hersteller will das Produkt zunächst in
Südamerika verkaufen. Mit der amtlichen Genehmigung durch die
amerikanischen Gesundheitsbehörde für den US-Markt wird Mitte
nächsten Jahres gerechnet. "Ich wäre überrascht, wenn wir in 10
Jahren nicht einen Chip unter der Haut haben, mit dem man sein Haus
aufschließt, das Auto startet und Geld abhebt", meinte Chris Hables Gray,
Computer-Professor von der Universität Great Falls in Montana.
Applied Digital stellt bereits elektronische Chips für
Tiere her, mit denen Landwirte ihre Herden überwachen können. Ein
weiteres Produkt sind Armbänder für Alzheimerpatienten, durch die der
jeweilige Aufenthaltsort der Person festgestel lt werden kann. /mu/DP/mur/
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