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Hallo und
Mahlzeit,
aus "eigentümlich frei"
bzw. "ef magazin" Nr. 41, April 2004: ""
" Der aufgrund seines
Dankesschreibens an Martin Hohmann unehrenhaft aus der Bundeswehr entlassene
General a.D. Reinhard Günzel nimmt in der "Jungen Freiheit" erstmals
öffentlich Stellung zur so genannten "Hohmann-Affäre". Günzel:
"Man muß sich das einmal vorstellen: Da stellt ein Mitglied des Deutschen
Bundestagages klipp und klar fest, ´daher sind weder die Deutschen noch
die Juden ein Tätervolk´ - worauf ein Redakteur des
öffentlich-rechtlichen Fernsehens unwidersprochen behaupten kann,
´Hohmann nennt Juden Tätervolk´, und fast die gesamte Presse
bläst zu einer beispiellosen Hexenjagd. Man kann all das gar nicht
glauben, weil man doch annimmt, wir lebten in einem Rechtsstaat. Ständig
hat man das Gefühl, nun müsse man doch endlich aus diesem bösen
Traum aufwachen! Mir fiel da Lessing ein, der sagte: ´Wer über
gewisse DInge den Verstand nicht verliert, der hat keinen zu
verlieren.´"
Lichtschlag (Anm.= der
Redakteur von "eigentümlich frei"): Reinhard Günzel hat zwar seinen
Job verloren. Seinen Verstand aber offensichtlich nicht. Wobei auch er den
eigentlichen Skandal nur rudimentär erfaßt. Hohmann redete
nämlich kaum über jüdische Bolschewisten, sondern vielmehr
rüttelte er an einem viel weitergehenden Tabu: Er benannte den roten
Terror beim Namen und wies auf die grausamen Massen- und Völkermorde des
Kommunismus hin. Und er erklärte, daß hinter den großen
Verbrechen des 20. Jahrhunderts eben keine russischen, deutschen oder
jüdischen "Tätervöler" standen, sondern die perfiden (national-
und bolschewistisch-)sozialistischen Ideen. Damit rüttelte er am
Selbstverständnis der rot-grünen
"Wir-sind-ein-einig-Tätervolk"-Republik der Schröders, Fischers und
Trittins. Die alten 68er-Kader mit ihren Verirrungenin Putztruppen und
K-Gruppenhaben nur noch diese beiden völkisch-"antifaschistischen" -
zutiefst rassistischen und in grotesker Weise
deutsch-größenwahnsinnigen-Floskeln der vermeintlichen
"Singularität deutscher Verbrechen" und des "ewigen Tätervolks" als
Rechtfertigung für ihre verkorksten Lebensentwürfe. Das auszusprechen
war Hohmanns "Fehler".
General a.D. Günzel
bezieht in der "Jungen Freiheit" auch in eigener Sache Stellung und schildert,
dass er sich nicht von seiner Truppe verabschieden durfte, daß er nicht
vor der Entlassung angehört wurde, daß ihm die übliche
Dankesformel in der Entlassungsurkunde gestrichen wurde - und zu allem
Überfluß wurde er von Verteidigungsminister Struck öffentlich
als "verwirrt" bezeichnet. Alles aufgrund eines einzigen privaten Briefes. Dazu
Günzel: "Man hat mich von meiner Welt isoliert und wie einen
Aussätzigen behandelt. Minister Strucks Vorgehen erinnerte mich an die
Methoden der kommunistischen Herrschaft in Osteuropa, wo man Andersdenkende
mitunter auch als geisteskrank qualifizierte."
Lichtschlag:
Möglicherweise dürfte ein Wehrmachts-Offizier eher das Nazi-Regime
kritisieren als ein Bundeswehr-Offizier die Verbrechen des Kommunismus. Noch
ein paar Quantensprünge weiter Richtung Totalitarismus - und wir
müssen die DDR irgendwann rückblickend als "BRD light"
bezeichen."
Anmerkung von mir: 2 sehr
bemerkenswerte Artikel.
Michael Benze Z!
Z! |